Manche Sätze haben es ja in sich. Besonders wenn sie sehr lang und inhaltsschwehr sind
Heute Nachmittag habe ich gelesen:
"Die Gewissheit, in der Endzeit zu leben, verleiht nicht nur jedem Gläubigen das Bewusstsein des einmaligen Wertes, jedes Augenblicks
und der lebenswichtigen Bedeutung, die dieser für seine eigene Zukunft hat, sondern er hat insbesondere die Mönche der orthodoxen Kirche
dazu veranlasst, ihr Dasein ganz im Zeichen des kommen Reiches zu leben.
"Die monastische Askese der Jungfräulichkeit will das Weltende durch das Aussterben des Menschengeschlechtes beschleunigen...
Das Zöllibatsgelübte, die kollektive Weigerung der Zeugung sind Ausdruck einer extremen Haltung angesichts der Geschichte und der Zukunft des Lebens auf der Erde.
Die evangelische Vision einer plötzlichen Endes verschärft den krankhaften Zustand der Erde, die trotz mehrfachen Aufschubs die eigene
Agonie erlebt und sich ihrem unvermeidlichen Untergang nähert.""
(Zitat im Zitat)
Paul Ewdokimow: Les Ages de la vie spiritulle. Paris 1964 Seite 102.
Gesamtzitat aus:
Die großen Religionen der Welt
- Die Orthodoxe Kirche - von Bernard Sartorius
aus dem Französichen übertragen von Jean Komaromi Seite 72
Die monastische Askese der Jungfreulichkeit will das Weltende durch das Aussterben des Menschengeschlechtes beschleinigen??
Aber kindereiche Familien leben doch auch nach dem Willen Gottes???
Ich bin überzeugt, daß diese Gegensätze in Wirklichkeit keine sind.Trotzdem wäre ich froh, wenn mir das jemand in einfachen Worten erklären würde.
Gott schenke uns Frieden
Mary