Unseri?se Unternehmen
Unseriöse Unternehmen
wie ist das eigentlich, wenn man in einem Unternehmen arbeitet, dass seine Kunden nicht freundlich behandelt, ihr Geld zu spät und zu wenig zurückzahlt oder garnicht zahlt? Darf man nach den Lehren Jesu in so einen Unternehmen arbeiten?
LG
Halil
Re: Unseriöse Unternehmen
Avner hat geschrieben:wie ist das eigentlich, wenn man in einem Unternehmen arbeitet, dass seine Kunden nicht freundlich behandelt, ihr Geld zu spät und zu wenig zurückzahlt oder garnicht zahlt? Darf man nach den Lehren Jesu in so einen Unternehmen arbeiten?
nun
eine Existenzfrage...
Die theoretisch richtige Antwort ist äußerst unangenehm. Einerseits wird man nicht heilig, wenn man ausweicht, andererseits gibt es viele Christen, aber nur wenige Heilige. Nicht jedem gibt Gott die Kraft, den Martyrerweg zu gehen.
Ich würde an deiner Stelle versuchen, eine andere Arbeit zu finden. Vorher den Segen Gottes erbitten (Bittgebet in der Kirche mit dem Priester), und dann gut beobachten, wie sich die DInge nach Gottes Willen entwickeln. Vielleicht wird es einfacher als gedacht, und du stehst hinterher besser da als jetzt.
Schon aus "Karrieregründen" ist der Verbleib in Unternehmen mit solch fragwürdigen Geschäftspraktiken nicht zu empfehlen - das geht meist nicht allzulange gut, und wenn dein Chef kurz vor der Insolvenz ist, wird er dich genauso behandeln, wie jetzt seine Kunden.
Gruß
Hans-Peter
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peter
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- Registriert: 01.08.2006, 13:58
- Religionszugehörigkeit: (russisch-) orthodox
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Unternehmer
Gegenfrage: Wie findest du das, das sich eine weit verzweigte, untereinander bei Ausschluß der Öffentlichkeit informationell vernetzte, ausländische Unternehmergruppe, in Konstantinopel (verzeih': Istanbul), in Riad und Bagdad mit Raubkapital und Dumpingmethoden Grundstücke, Häuser, ja ganze Häuserzeilen aneignet, dabei staatliche Hilfe in Anspruch nimmt und einheimische Mieter rauswirft: für den Zustrom aus dem westlichen Ausland ! Zu diesem Zweck werden rund um die Haghia Sophia, um Saddams ehemaligen Präsidentenpalast und sogar (um das streng gehütete Geheimnis unseres westlichen Geheimdienstes auszuplaudern) in M e k ka ein Laden, ein Geschäft nach dem anderen aufgekauft. Die letzte Nachricht erhielt ich vorgestern: auf dem Grundstück, was vor Jahren frei wurde, als eine westliche Terroristeneinheit im Auftrag der Unternehmergruppe ein Einkaufszentrum niederbrannte, wird jetzt, mitten in Mekka (stell' Dir vor !) eine orthodoxe K i r c h e gebaut ! Auch in Riad und Bagdad werden bald K i r c h e n gebaut, eine nach der anderen ...
"Ik bin ein Berliner", sagte - lang, lang ist's her - der ermordete Präsident Kennedy
Peter
dunkel ist der Rede Sinn... aber wenn ich dich richtig verstehe, geht es darum, dass hier das Böse am Werk ist, und zwar in unmittelbarer Nähe zur Heiligen Kirche. Ja, wo denn sonst?
Das ist etwas, das muss man in Gottes Hand legen, der wird es gewiss zum Guten wenden.
Avners Frage ging in eine etwas andere Richtung, nämlich wie man in dieser Gesellschaft existieren kann, ohne "all zu viel zu sündigen" (Zitat "Die Insel"). Dabei haben wir gerade wieder erlebt (siehe "ARD verbrennt Bibel"), dass wir über Fernsehgebühren, Steuern und Abgaben, aber auch durch Umweltverschmutzung usw. immer mit beteiligt sind, wenn in dieser Welt Sünde geschieht.
Und da haben wir nur unser Gewissen zur Kontrolle. Je lauter man es rumoren lässt, desdo klarer wird auch der von Gott vorgezeichnete Weg. Ganz schlecht ist die Orientierung am "So machen es alle" - Prinzip.
Deshalb kann ich deinen Beitrag nicht recht nachvollziehen. Aber bestimmt habe ich ihn einfach nicht verstanden.
Gottes Segen
Hans-Peter
Es gibt keine Firma, die völlig sauber ist. Man kann nur versuchen, sich nicht zu sehr in diese unsauberen Sachen einzuflechten. Ich denke, dass mir jeder, zustimmen wird.
Oft sind dies kleine Sachen, die keinem wirklichen Schaden zufügen. Klar, wenn jemand trotz der schlechten Wirtschaftsituation eine völlig saubere Firma findet, der kann sich ja entscheiden. Auf keinen Fall würde ich raten einfach zu kündigen.
Beten ist wohl immer die beste Lösung.
IMAO
Bruder, das sind eben keine kleinen Sachen die niemanden Schaden. Das Unternehmen verkauft schrott und wenn Kunden ihr Geld zurückfordern gibt man es nicht zurück, und wenn doch, dann viel weniger, als man für das Produkt gezahlt hatte. Das Unternehmen verarscht die kUnden die beratern werden wollen so, dass sie Ihnen sagen: rufen Sie die und die Nummern an (anscheinend soll das ein Kundendienst sein, aber niemand geht dran) das sind after-sale nummern, das unternehmen gewinnt dadurch auch Geld. Ich hab in Österreich die Bundeshandelsschule besucht und wenn ich das Unternehmen so ansehe, da wird mir klar, dass das Unternehmen höchstens 2 Jahre bestehen kann, denn betriebswirtschaftlich ist das Unternehmen auf dem Null-niveau. Die verlangen von mir, dass ich ebenfalls bescheisse und lüge. Ist das denn laut Christentum erlaubt dort weiterzuarbeiten? Ich hab ein ganz schlechtes Gewissennik hat geschrieben:Zu Avners Frage:
Es gibt keine Firma, die völlig sauber ist. Man kann nur versuchen, sich nicht zu sehr in diese unsauberen Sachen einzuflechten. Ich denke, dass mir jeder, zustimmen wird.
Oft sind dies kleine Sachen, die keinem wirklichen Schaden zufügen. Klar, wenn jemand trotz der schlechten Wirtschaftsituation eine völlig saubere Firma findet, der kann sich ja entscheiden. Auf keinen Fall würde ich raten einfach zu kündigen.
Beten ist wohl immer die beste Lösung.
IMAO
LG
Halil
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protopeter
- Priester
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- Registriert: 24.07.2006, 21:21
- Wohnort: Salzburg
Einerseits scheint klar zu sein, daß die Praktiken dieser Firma jeglichen ethischen Prinzipien zuwiderlaufen; andererseits hast Du als "kleines Rädchen im Getriebe" wohl nicht die Möglichkeit, im Hinblick auf eine Änderung der Verhältnisse tätig zu werden. Es steht natürlich ganz außer Frage, daß die von Dir geschilderten Vorgänge absolut nicht mit christlichen Wertvorstellungen in Einklang zu bringen sind. Soferne es Dir also möglich ist, wäre es sicher besser, diese Firma zu verlassen und einen anderen Tätigkeitsbereich zu suchen.
Herzliche Grüße von
Erzpr. Peter