Heute möchte ich Sie wieder aufrufen, für unseren Verein Christlich-Orthodoxes Medienzentrum e. V. zu spenden.
Seit meinem Spendenaufruf vor einem Jahr hat sich vieles getan. Einige Gläubige haben auf den Aufruf reagiert und Daueraufträge für regelmäßige Spenden eingerichtet. Das ermöglichte es uns zum ersten Mal seit der Gründung, drei Helfer auf Minijobbasis zu beschäftigen. Dadurch kann der Verein endlich aktiv ausgewählte Projekte verfolgen.
Damit wir unsere Arbeit nicht nur weiter fortsetzen, sondern auch ausweiten können, möchte ich heute wieder um Ihre Spende bitten. Wie ich in meinem kürzlichen Interview zur Entwicklung der Orthodoxie in Deutschland gesagt habe, liegt die Verantwortung für die Kirche und die Mission auf uns allen, und zwar hier vor Ort. Nur durch die Beteiligung jedes einzelnen Gläubigen können wir dem Herrn und der Kirche dienen und eine Basis für uns und zukünftige Generationen schaffen.
Heiliger Papst von Rom Martin I. - Geboren um 600 in Todi (Italien), gestorben am 16. September 655 in Cherson (Ukraine). Fest am 13. April.
Vita:
Der aus Todi in Umbrien stammende Martin wurde im Jahr 649 Papst. Die Weihe wurde ohne eine kaiserliche Bestätigung vollzogen, was den damaligen Regenten, Kaiser Konstans II., außerordentlich verärgerte. Als Martin vier Jahre später die von Konstans geförderte Irrlehre des Monotheletismus (nach der Christus keinen eigenen Willen gehabt, sondern von Gott-Vater vollständig gelenkt worden sei) auf dem Laterankonzil verurteilte, ließ der Kaiser ihn in der Lateranbasilika festnehmen und nach Konstantinopel zum Verhör bringen.
Der Papst wurde zum Tode verurteilt, anschließend jedoch begnadigt und in die Verbannung auf die Krim geschickt. Dort verbrachte Martin den Rest seines Lebens in Gefangenschaft. Obschon er nie abgedankt hatte, wurde in Rom noch zu seinen Lebzeiten ein Nachfolger gewählt.
Aufgrund seiner Gefangennahme in Ausübung seines Amtes und seinem Tod nach Demütigungen und Misshandlungen in der Gefangenschaft wird Martin als Märtyrer verehrt.
Der Monotheletismus entfaltete sich in der Tat so wie von Ipodiakon Nikolaj beschrieben: Christus wird als dem Willen Seines Vaters vollkommen ausgeliefert und unterworfen gesehen - die Häretiker nahmen an, daß die Willensautonomie, die menschlichen Natur des Erlösers zugeschrieben wurde, dem göttlichen Heilsplan entgegenstünde. Der Hl. Maximos der Bekenner argumentierte dagegen mit der Schriftstelle, da Christus in Gethsemane Seinen Vater bittet: "Laß diesen Kelch an mir vorübergehen..aber nicht mein sondern Dein Wille geschehe !" und erwies damit, daß der menschliche Wille des Erlösers sehr wohl vorhanden war, sich jedoch dem Vollzug des Erlösungswerkes unterordnete.