Frohes Fest! Die OK gedenkt heute....

Nachrichten
Forumsregeln
Forumsregeln Impressum
Antworten
Milo
Beiträge: 966
Registriert: 19.06.2009, 23:00
Wohnort: Stuttgart

Frohes Fest! Die OK gedenkt heute....

Beitrag von Milo »

Bild

Hl. Theodor Tyron

Vielleicht schreibt jemand ein paar Zeilen zu dem Heiligenleben dieses Märtyrers!? Warum immer der erste Samstag in der Osterfastenzeit, usw.


nichtsnutziger milo
Benutzeravatar
Sebastian
Beiträge: 956
Registriert: 16.12.2008, 13:46
Religionszugehörigkeit: Orthodox (MP)

Beitrag von Sebastian »

Hallo Milo,

wenn du und die anderen möchten, fasse ich heute abend einige Zeilen aus dem Synaxarion zusammen :wink: Muss jetzt aber weg.

Frohe Fastenzeit allen, freue mich auf morgen, den Sonntag der Orthodoxie. Unsere Gemeinde ist bei den Serben eingeladen. :)
Milo
Beiträge: 966
Registriert: 19.06.2009, 23:00
Wohnort: Stuttgart

Beitrag von Milo »

Gern!

Wenn Du magst, vielleicht auch was (kurzes) zu dem Sonntag der Orthodoxie!?

Grüße A. und Dir,

Milo

ps. bei uns ist Morgenabend 17h aus diesem Anlass ein panorthodoxer Gottesdienst
Benutzeravatar
Sebastian
Beiträge: 956
Registriert: 16.12.2008, 13:46
Religionszugehörigkeit: Orthodox (MP)

Beitrag von Sebastian »

Kurze Zusammenfassung

Der Hl. Grossmartyrer (GrM) THEODOR TYRON

Der GrM in Christo stammte aus Amásia im Pont. Er diente zur Zeit der Grossen Verfolgung (303 - 311) im röm. Heer. Er selbst war Christ seit seiner Kindheit, doch hielt er seinen Glauben geheim, um sich ins Martyrertum Christi nach göttlichen Zeichen zu begeben. Es kam der Tag, als er mit seiner Truppe vor einer Stadt namens Evchaita lagerte, hörte er von einem Ungeheur (Drachen), der im Wald lebte und die Menschen bedrohte. Mit Gottvertrauen und dem Kreuzzeichen ging er in den Wald und tötete das Untier. Nachdem der Hl. Theodor Tyron dieses Untier erledigte, hatte er die Überzeugung inne auch den geistigen Drachen, den Satan, den Teufel zu besiegen. Also bekannte er vor seinen Kameraden seinen christlichen Glauben, weigerte sich Götzen zu opfern und zündete einen Götzentempel an. Daraufhin rechtfertigte er seine Taten vor dem Gouverneur. Dieser ließ ihn einsperren. Im Kerker erschien ihm Jesus Christus und sicherte ihm SEINE Gnade (!) als Speise, Trost und Schutz zu. Er verweigerte die Nahrungsaufnahme und wurde schwer gefoltert (das Fleisch wurde durch "Eisenkrallen" zerfleischt). Doch alle Folter brachten den Heiligen nicht zur Verleugnung Christus. So ließ der Gouverneur ihn zum Feuertod verurteilen. Dieses Urteil nahm der Heilige mit Dank an und starb in den Flammen.

Jahrzehnte später (361) versuchte Kaiser Julian ( auch der Abtrünnige genannt) das Heidentum zu rekonstituieren. Er liess alle Nahrungsmittel mit dem Blut von Götzenopfer besudeln, damit die Christen unwissentlich dran teilhätten. Der Herr sandte darauf den Hl. Theodor zum Patriarchen Eudoxios, um diese Machenschaft zu durchkreuzen. Er ordente an, der Patriarch solle die Christen anweisen keine Nahrungsmittel vom Markt zu kaufen, sondern Kollyven (Gekochte Weizenkörner [Symbol der künftigen Auferstehung] mit Weinbeeren, Nüssen, Mandeln und Zucker, wie wir sie bis heute verwenden zum Gedenken an Verstorbene oder bei Heiligenfasten) zuzubereiten. So partizipierten die Christen nicht am Heidenkult und blieben rein.

Dieses Wunder gedenkt die eine, heilige katholische und apostolische Kirche Christie seither am 1. Samstag der Grossen Fastenzeit. Es soll uns verdeutlichen, dass unser Fasten uns von der Besudelung durch die Sünde rein halten vermag.

+++

Der Sonntag der Orthodoxie wird als Freiheitstag der (orthodoxen) Christenheit gefeiert, als Sieg über den Ikonoklasmus (zwei Perioden) und somit Sieg der freien Ausübung unseres Glaubens. Die letzte Phase des Ikonoklasmuses (Byzanz) endete 843 mit der Anordnung K. Theodora die Ikonen wiederherzustellen. Wir gedenken diesem feierlichem Tag am ersten Sonntag in der Großen Fastenzeit. Aus lauter Freude, dass wir (hier in der BRD ;) ) unsere Hl. Ikonen verehren dürfen und in Gedenken an diesen ehrwürdigen Tag geschieht eine große Prozession mit den Ikonen der Gemeinde, die von den Priestern (jurisdiktionsübergreifend z.T.) und dem Volk getragen werden.

Ich hoffe ich habe nichts falsch geschrieben und konnte etwas helfen.

Euer
Stephanos - Sebastian
Milo
Beiträge: 966
Registriert: 19.06.2009, 23:00
Wohnort: Stuttgart

Beitrag von Milo »

Lieber Stephanus,


vielen Dank. Habe wieder etwas dazugelernt.
Wünsche einen freudigen Sonntag der Orthodoxie!


Gedenke,

s. br. milo
Antworten