Taufe + Anerkennung / 1 erste Auflage
Bei den Georgiern wird (in den meisten Fällen) nur die orthodoxe Taufe anerkannt. Ich weiss von einem Fall, wo sich der kath. Partner orth. taufen lassen musste, um seine Geliebte zu heiraten..Walter hat geschrieben:Elia hat geschrieben:Ich selber bin Römisch Katholisch getauft und fühle mich mit der Orthodoxen Kirche sehr verbunden. Das geht sogar soweit meine Konfession zu wechseln.Hallo Olaf,Elia hat geschrieben:Am 31.12.2006 findet meine Orthodoxe Taufe statt. Dies findet in der Serbisch - Orthodoxen Gemeinde in Bremen Walle statt.
meinst Du die Aufnahme in die orthodoxe Kirche oder wirklich eine zweite Taufe?
Für römisch-katholische Konvertiten ist letzeres eher ungewöhnlich (oft, z.B. bei den Russen, wird nicht einmal das Myron neu gespendet).
Gruß
Sebastian
Hallo Sebastian,Sebastian hat geschrieben:Bei den Georgiern wird (in den meisten Fällen) nur die orthodoxe Taufe anerkannt. Ich weiss von einem Fall.
weißt Du auch wie das begründet ist? Das wäre für mich eher aufschlussreich. Nächstes Jahr gibt es ein ökumenisches Treffen in Sibiu (Hermannstadt), Rumänien, wo auch die Anerkennung der Taufe ein Hauptthema sein wird. Natürlich wird sich das die Orthodoxe Kirche nicht nehmen lassen, in Einzelfällen anders zu entscheiden, aber eine grundsätzlichen theologisch begründete Linie in diesen Fragen wäre sehr hilfreich.
Was man so aus der OK hört, ist leider oft eher verwirrend als Hilfreich, vor allem, weil es immer auch um die grundsätzliche Bedeutung der Taufe geht. Es soll sogar einen orthodoxen Priester in Deutschland geben, der öffentlich Zweifel an der Gültigkeit seiner eigenen Taufe hegt und in Erwägung zieht, sich selbst (sicherheitshalber?) noch einmal taufen zu lassen. Da frage ich mich, wie man da überhaupt (als eventuell "Ungetaufter") sein Priesteramt ausüben kann? Das ist sicher ein Extrembeispiel, zeigt aber, wohin solche Überlegungen zur Gültigkeit von Taufen führen können.
LG
Walter
Hallo Walter!Walter hat geschrieben:Hallo Sebastian,Sebastian hat geschrieben:Bei den Georgiern wird (in den meisten Fällen) nur die orthodoxe Taufe anerkannt. Ich weiss von einem Fall.
weißt Du auch wie das begründet ist? Das wäre für mich eher aufschlussreich..
nein, dass weiss ich leider nicht, aber wenn du möchtest spreche ich meinen Gemeindepriester an. Er hat einen recht guten Draht zu Patriarch Elija von Georgien... Bei dem nächsten Gespräch/Briefwechsel oder so, könnte er ihn evtl. darauf ansprechen...
Grüsse
Sebastian
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protopeter
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Eine Erklärung der ausschließlich orthodoxen Taufanerkennung ist mit der Tatsache verbunden, daß die Georgier bis ins 7. Jahrhundert gemeinsam mit den Armeniern Monophysiten waren; im Jahre 614 kam es seitens der georgischen Kirche zur Anerkennung des christologischen Dogmas von Chalkedon. Als Folge wandte man sich gegen sämtliche monophysitische Lehren, bekannte sich ohne Vorbehalt zur Orthodoxie, die eben als die einzige authentische Überlieferung erkannt wurde - immerhin trägt die Orthodoxe Kirche Georgiens in ihrer Selbstbezeichnung auch den Titel "apostolisch". Davon ausgehend konnte keine weitere christliche Tradition im umfassenden Sinne als Kirche anerkannt werden - so ergab sich daraus die Konsequenz, einen jeden, der sich der Orthodoxie anschließt (sei er nun Christ oder nicht) zu taufen.
Herzliche Grüße,
Erzpr. Peter
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Ehre sei Dir oh Herr
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theodor
Taufe und Anerkennung
Wenn ihr ein wenig englisch könnt empfehle ich folgendes Buch:
"The Rudder" (Pedalion ) --of lthe metaphorical ,Ship of the one holy
catholic and apostolic church of the orthodox christians or all the sacread
and divine canons.
Published by: The orthodox christian educational society
1956 Henderson Stret, Chicago 13 Illinois
Dieses Buch ist bis vor kurzem nicht vergriffen.
In Demut + P. Theodor
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peter
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Pedalion
seien Sie herzlichst bedankt für diesen außerordentlich wichtigen Hinweis auf das Pedalion (das Steuermann-Buch der Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche). Allen, die die Orthodoxe Tradition ernst nehmen, kann ich nur wärmstens empfehlen, diese in Englisch als "Rudder" erschienene Sammlung der Heiligen Kanones möglichst oft einzusehen. Sie reicht vom Kanon der Heiligen Apostel, über die Kanones der sieben Konzile und die Kanones der Regionalsynoden, bis zu den
Kanones wichtiger Heiliger Väter einschließlich grundlegender Epistel.
Die Bestimmungen zur Taufe sind durchgehend und sehr ausführlich.
Dies ist ein Schatz, den zu heben, manche Debatte überflüssig macht.
Mit besonderm Dank
Peter
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peter
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Pedalion
Leider nein. Aber das wäre wahrlich nötig, um die deutschsprachige Orthodoxie auf solide Füße zu stellen. Wie anderwärts erwähnt, liegen mir nur die "Dekrete der ökumenischen Konzilien" vom katholischen Herausgeber
Josef Wohlmuth dreisprachig (griechisch, lateinisch, deutsch) vor. Es wird leider zu viel spekuliert, anstatt die eindeutigen Bestimmungen unserer
Heiligen Väter zur Kenntnis zu nehmen.
In experimenteller Demut Peter