Arbeitsgemeinschaft Orthodoxer Kirchen in der Schweiz (AGOK)
Arbeitsgemeinschaft Orthodoxer Kirchen in der Schweiz (AGOK)
Zürich/Schweiz, 03.12.2006/APD Acht orthodoxe Kirchengemeinden haben am 28. November in Zürich die "Arbeitsgemeinschaft Orthodoxer Kirchen in der Schweiz" (AGOK) mit dem Ziel gegründet, die Anliegen der in der Schweiz lebenden orthodoxen Christen zu gemeinsam zu vertreten. Die Gründungsgemeinden aus den Kantonen Aargau und Zürich gehören der armenischen, äthiopischen, indischen, koptischen, rumänischen, russischen, serbischen und syrischen Orthodoxie an. Die Arbeitsgemeinschaft hat alle christlich-orthodoxen Kirchgemeinden und auch orthodoxe Einzelpersonen in der Schweiz und Liechtenstein zum Beitritt und zur Mitarbeit eingeladen. Interesse an einer Zusammenarbeit haben inzwischen auch Kirchengemeinden aus den Kantonen Baselstadt, Bern und Luzern bekundet. Als "orthodox" werden jene Ostkirchen bezeichnet, die der byzantinischen Tradition folgen oder der orientalischen orthodoxen Kirchenfamilie angehören.
Die AGOK will den rund 150 000 orthodoxen Christen der Schweiz eine gemeinsame, starke Stimme geben, um ihre Anliegen in der Öffentlichkeit zu vertreten. Ferner sollen Beziehungen zu den Behörden, den anderen Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie kulturellen Institutionen auf- und ausgebaut und der Zusammenhalt zwischen den verschiedenen orthodoxen Kirchenfamilien gefördert werden.
Die meisten orthodoxen Christen bleiben auch in der Diaspora ihrer Glaubenstradition treu. Alle orthodoxen Kirchengemeinden in der Schweiz unterstehen ihren jeweiligen "Mutterkirchen" und werden in der Schweiz staatskirchenrechtlich nicht anerkannt, sondern leben als privatrechtliche Einrichtungen. Für ihre Gottesdienste werden ihnen vielerorts Kirchengebäude schweizerischer Kirchen zur Verfügung gestellt.
Der Provisorische Vorstand setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern von Schweizern, Äthiopiern, Griechen, Kopten, Rumänen Russen und Serben zusammen. Zum Gründungspräsidenten wurde der orthodoxe Theologe und Kirchenpublizist Dr. Heinz Gstrein (Erlenbach ZH) gewählt.
Wie die "Orthodoxe Nachrichten-Agentur" (ona) berichtet, stehen der griechisch-orthodoxe Metropolit der Schweiz, Jeremias Kaligiorgis, der serbische Bischof von Mitteleuropa, Konstantin Dokic, und der Leiter des kirchlichen Aussenamtes der Russisch-Orthodoxen Kirche in Moskau, Metropolit Kirill, hinter der Initiative der AGOK.
Zu den ersten Aufgaben der AGOK zählen die Erwirkung einer Aufenthaltsgenehmigung für den rumänischen-orthodoxen Pfarrer von Zürich sowie die Bereitstellung eines Gottesdienstraumes für die äthiopische Gemeinde im zürcherischen Opfikon.
***********************
Diese Agenturmeldung ist auch im Internet abrufbar:
http://www.stanet.ch/APD/news/1287.html
**********************
Gemeinsame Interessen orthodoxer Christen
Allein schon die Überlegung, was "gemeinsame Interessen" der Orthodoxen eines Landes sein könnten, ist ja interessant:
Hilfe für Einreise-Erleichterungen ist bestimmt ein Punkt. Ich habe z.B. schon erlebt, dass eine russische Mutter an der Hochzeit ihrer Tochter nicht teilnehmen konnten, weil das Visum für Deutschland nicht schnell genug zu bekommen war.
Orthodoxe Christen in der Schweiz feierten Gründung der AGOK
Zürich, 17.04.2007 / APD
Orthodoxes KreuzzeichenMitglieder aus den Gemeinden verschiedener orthodoxer Kirchenfamilien in der Schweiz trafen sich am 15. April im reformierten Zürcher Kulturhaus Helferei zur Gründungsfeier der Arbeitsgemeinschaft Orthodoxer Kirchen in Schweiz (AGOK). Am Festakt, der durch musikalische Beiträge aus den unterschiedlichen Traditionen aufgelockert wurde, nahmen kirchliche und weltliche Würdenträger teil. Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK-CH), Pfarrer Ruedi Heinzer, äusserte in seinem Grusswort den Wunsch, mit der AGOK in Zukunft zusammenzuarbeiten. Heinzer wies auch auf die wechselseitige Taufanerkennung der drei Landeskirchen hin und gab der Hoffnung Ausdruck, dass diese Vereinbarung zukünftig auch auf die orthodoxen und alt-orientalischen Kirchen in der Schweiz ausgedehnt werden kann.
Der reformierte Kirchenratspräsident Ruedi Reich betonte in seiner Grussadresse auch seinen Respekt vor der Glaubenstreue, die viele orthodoxe Christen unter schwierigen historischen Umständen bewiesen hätten.
Die AGOK wurde am 28. November 2006 von acht orthodoxen Kirchengemeinden in Zürich gegründet. Ihr gehören inzwischen Gemeinden der aramäischen, armenischen, äthiopischen, indischen, koptischen, rumänischen, russischen, serbischen und syrischen Orthodoxie an. Der Dachverband will den rund 150.000 orthodoxen Christen in der Schweiz eine gemeinsame, starke Stimme geben, um ihre Anliegen in der Öffentlichkeit und in der Ökumene zu vertreten. Die vom Kirchenpublizisten Dr. Heinz (Panteleimon) Gstrein präsidierte AGOK umfasst knapp sechs Monate nach ihrer Gründung bereits Gemeinden und Einzelpersonen "von Genf bis Davos".
Zu den gemeinsamen Projekten der AGOK zählt die Schaffung einer orthodoxen Kirchenpresse mit deutschsprachigem Mantelteil und mehrsprachigen Lokalteilen. In einer ersten Etappe wurde die vom AGOK-Präsidenten und Journalisten Dr. Gstrein geleitete "Orthodoxe Nachrichten-Agentur" (ona) ins Leben gerufen.
http://www.stanet.ch/apd/news/1396.html
@Walter: gesagt - getan
Einfügung von Walter: Danke!
-
Nikolaj Thon
- Beiträge: 38
- Registriert: 14.12.2006, 14:22
- Wohnort: Dortmund
- Kontaktdaten:
Ipod. Nikolaj