Russisch-Orthodoxe Wiedervereinigung
Russisch-Orthodoxe Wiedervereinigung
Und das ökumenische Engagement der Orthodoxie sorgt für Irritationen bei der Auslandskirche. "Die Mitgliedschaft der Russischen Orthodoxen Kirche im Weltkirchenrat ruft Verwirrung unter unseren Geistlichen und Gläubigen hervor", heißt es in der Resolution der Auslandskirche.
Das Moskauer Patriarchat scheint durchaus bereit zu sein, den Forderungen der konservativen Auslandskirche nachzukommen. Die Mitgliedschaft im Weltkirchenrat sei "keine für ewig entschiedene Frage", so der Priester Leonid Balaschow vom kirchlichen Außenamt in Moskau. "Wir werden sie wie andere Fragen unseres kirchlichen Lebens auch künftig gemeinsam regeln", sagte er. (05693/12.5.2006)
Ganzer Bericht unter:
http://www.epd.de/nachrichten/nachricht ... 42578.html
Ehre sei Gott!
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Ehre sei Dir oh Herr
Hallo Ihr Lieben,
unter
http://www.russian-church.de/muc/bote/
findet man einen Bericht der Russischen Auslandskirche zu der Wiedervereinigung, welche nebenbei gesagt lange überfällig war, finde ich.
Der Bericht (rechts auf der Seite) ist in Deutscher Sprache gegeben.
Ich persönlich freue mich über dieses Ereignis sehr.
herzlichst René
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Ehre sei Dir oh Herr
Neue Informationen über die Wiedervereinigung
in der letzten Ausgabe der Zeitung "Der Bote" hat die Russisch Orthodoxe Kirche im Ausland zum Thema Wiedervereinigung Stellung genommen.
Es wird dort ausführlich eingegangen auf den Werdegang des vom
15. - 19. Mai 2006 stattgefundenen 4.Bischofskonzils.
Ebenso findet man in dieser Ausgabe die Resolution des 4.Gesamtkonzils der ROK im Ausland sowie ein Sendschreiben an die Gläubigen.
S.E. Erzbischof Mark, Erzbischof von Berlin und Deutschland, berichtet in durchaus kritischer Weise über den Vorkonziliaren Prozess, über den Weg der Teilung und versäumt es auch nicht, eigene Fehler beim Namen zu nennen.
Wer sich für das Thema der Wiedervereinigung interessiert, das ja auch ein Erstarken der Orthodoxen Kirche (in Russland und darüber hinaus) bedeutet sollte auf diese Ausgabe des Boten nicht verzichten.
zu erfragen unter
«Bote»
Kloster des Hl. Hiob von Pocaev
Hofbauernstr. 26
D- 81247 München
Tel.: (089) 834 89 59
Fax : (089) 88 67 777
herzliche Grüße René
Russisch-Orthodoxe Kirche vereint sich durch Eucharisti-Akte
"Die höchste kirchliche Instanz ist für die Russisch-Orthodoxe Kirche im Ausland das Allgemeine Konzil und das Bischofskonzil der Russisch-Orthodoxen Kirche", hieß es in einem Punkt der Akte.
Laut dem Dokument bleibt die Auslandskirche ein "unabdingbarer selbstverwalteter Teil der Russisch-Orthodoxen Kirche". "Sie ist selbständig in seelsorgerischen und weltlichen Angelegenheiten sowie in Bildungs-, Verwaltungs-, Wirtschafts- und Eigentumsfragen, wobei sie nach dem Kanon mit der gesamten Russisch-Orthodoxen Kirche einig ist".
Die höchste geistliche, legislative, administrative, gerichtliche und kontrollierende Machtinstanz der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland ist ihr Bischofskonzil, das durch ihren Ersthierarchen berufen wird.
Der Ersthierarch wird durch das Bischofskonzil gewählt und durch den Patriarchen von Moskau und ganz Russland sowie den Heiligen Synod der Russisch-Orthodoxen Kirche im Amt bestätigt.
Der Name des Patriarchen und des Oberhauptes der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland "wird beim Gottesdienst in allen Kirchen der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland vor dem Namen des Erzbischofs im Amt genannt".
Die Entscheidungen über die Bildung oder Abschaffung der Diözesen der Kirche im Ausland werden durch ihren Bischofskonzil unter Absprache mit dem Patriarchen und dem Heiligen Synod der Russisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats getroffen, heißt es in dem Dokument.
Die Erzbischöfe der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland werden auch "aufgrund der Kanone durch den Patriarchen von Moskau und ganz Russland und den Heiligen Synod bestätigt". Die Erzbischöfe der Kirche im Ausland werden zu Mitgliedern des Allgemeinen Konzils und des Bischofskonzils und nehmen an den Sitzungen des Heiligen Synods teil.
"Appelationen gegen die Entscheidungen der höchsten kirchlichen Justiz der Russisch-Othodoxen Kirche im Ausland werden auf den Namen des Patriarchen von Moskau und ganz Russland eingereicht", heißt es in der Akte.
Die Veränderungen des Statuts über die Russisch-Orthodoxe Auslandskirche, die ihre höchste legislative Macht initiieren möchte, müssen vom Patriarch und dem Heiligen Synod der Russisch-Orthodoxen Kirche bestätigt werden, falls sie dem Kanon gelten.
Im letzten Punkt der Akte heißt es, dass die Russisch-Orthodoxe Kirche im Ausland das Salböl vom Patriarchen von Moskau und ganz Russland empfängt.
Die zuvor veröffentlichten Akte werden für ungültig erklärt oder außer Kraft gesetzt.
Nach dem Anhang der Akte sollen vereinzelte Änderungen und Ergänzungen am Kapitel VII des Statuts der Russisch-Orthodoxen Kirche ("Selbstverwaltete Kirchen") und an der Verordnung über die Russisch-Orthodoxe Kirche im Ausland erfolgen.
Im Anhang zur Akte wird auch betont, dass die Heilige Synode der Russisch-Orthodoxen Kirche und die Erzbischofssynode der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland eine fünfjährige Übergangsperiode für die komplette Regelung der Lage der ehemaligen Diözesen der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland auf dem Territorium des Moskauer Patriarchats gewährt. Diese sollen unter die Rechtshoheit der lokalen Erzbischöfe überführt werden.
Vor Ablauf der Frist werden diese Gemeinden vom Vikar, d.h. Assistent des Patriarchen von Moskau und ganz Russland betreut. Der Vikar wird auch an der Bischofsversammlung und dem Erzbischofssynod der Auslandskirche auf Einladung des Ersthierarchen hin teilnehmen können.
"In den Ländern der Diaspora, wo kirchliche Strukturen nebeneinander existieren, wie auch im Heiligen Land, werden mit gebührender Umsicht alle Bemühungen zur Lösung der Probleme, die der erfolgreichen Zusammenarbeit im Wege stehen, angewandt", hieß es im Anhang zur Eucharisti-Akte.
Das Dokument tritt nach der Bestätigung durch den Heiligen Synod der Russisch-Orthodoxen Kirche und den Erzbischofssynod der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland in Kraft. Die Sitzungen der Synode sind für Dezember festgelegt.
(Quelle)
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Ehre sei Dir oh Herr
Hallo!Ehre sei Dir oh Herr hat geschrieben: demnach gehört die ROKA dann auch endlich zu den kanonischen Kirchen.
Das verstehe ich nicht. Warum wird die ROKA erst jetzt kanonisch? Hat sie etwa die ganze Zeit nicht nach dem Kanon gelebt und gelehrt? Im Hinblick auf die Gefühle und dem "orthodoxen Eifer" unser Brüder und Schwestern der ROKA finde ich das so nicht akzeptabel! (Nichts gegen Dich René
Trotz alledem: Mich freut die Wiedervereinigung auch sehr. Dieser Zustand war ja an sich auf Dauer gesehen nicht akzeptabel.
*undwiederweg*
Grüsse
Sebastian
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protopeter
- Priester
- Beiträge: 698
- Registriert: 24.07.2006, 21:21
- Wohnort: Salzburg
Die Wiedervereinigung der beiden Teile der Russischen Orthodoxen Kirche ist wirklich ein Grund zu großer Freude; in diesem Zusammenhang sollten nun alle Diskussionen über Kanonizität und jurisdiktionelle Ausrichtung ein Ende finden - einzig wesentlich ist nun mehr die Frage nach dem gemeinsamen Zeugnis in der Welt. Die Fülle der Rechtgläubigkeit zu vertreten - das möge nun dieser Kirche als vornehmstes Anliegen gelten; dafür, daß diesem Auftrag in gebührender Weise Folge geleistet wird, sollten wir als Orthodoxe beten.
In der Liebe Unseres Herrn grüßt
Erzpr. Peter
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Ehre sei Dir oh Herr
Lieber Sebastian,Sebastian hat geschrieben: Hallo!
Das verstehe ich nicht. Warum wird die ROKA erst jetzt kanonisch? Hat sie etwa die ganze Zeit nicht nach dem Kanon gelebt und gelehrt? Im Hinblick auf die Gefühle und dem "orthodoxen Eifer" unser Brüder und Schwestern der ROKA finde ich das so nicht akzeptabel! (Nichts gegen Dich René) Die damalige Trennung kann man nicht rückgängig machen, die Anerkennung der Beibehaltung des Hl. Kanon und somit der Eucharistiegemeinschaft (in der Trennungzeit zum Bsp. mit den Serben) hätte man von seiten des MP sich bewusst machen können, oder?
Trotz alledem: Mich freut die Wiedervereinigung auch sehr. Dieser Zustand war ja an sich auf Dauer gesehen nicht akzeptabel.
*undwiederweg*
Grüsse
Sebastian
na, da verstehst Du mich aber falsch, sorry, wenn ich mich so dämlich ausdrücke.
Für mich persönlich gibts da keinen Unterschied. Im Gegenteil. Gerade die ROKA hat m.E. die Traditionen hoch gehalten und eben auch keine Einflüsse von Seiten einer Regierung zugelassen, soweit ich das mit meinem angelesenen Halbwissen überhaupt beurteilen kann...
Ich achte und liebe die ROKA sehr, dürfte einige Male in Berlin der Liturgie beiwohnen (und hatte schon einige sehr nette Kontakte mit den Brüdern und Schwestern dort) und bitte auch gerne die Brüder in München um Rat, auch die angebotene Literatur dort ist m.E. sehr empfehlenswert.
Meine Anmerkung bezog sich nur auf die Liste der Kanonischen und Nichtkanonischen Kirchen. Mehr nicht
Also nicht böse sein...
L.G. René
Sebastian,Sebastian hat geschrieben:Hallo!Ehre sei Dir oh Herr hat geschrieben: demnach gehört die ROKA dann auch endlich zu den kanonischen Kirchen.
Das verstehe ich nicht. Warum wird die ROKA erst jetzt kanonisch? Hat sie etwa die ganze Zeit nicht nach dem Kanon gelebt und gelehrt?
hier Du tust m.E. René unrecht. Die ROKA war bislang unkanonisch, nicht wegen irgendwelcher Häresien, sondern weil sie sich eigenmächtig aus der kanonischen Gemeinschaft der orthodoxen Kirchen losgelöst hatte. Dass sie erst jetzt wieder in die kanonische russische Kirche aufgenommen wurde, lag weniger am Widerstand des Moskauer Patriarchats, sondern am Unwillen weiter Teile innerhalb der ROKA. Die ROKA stellte auf mehr Vorbedingungen für die Verhandlungen zur Einigung.
Es war auch nicht so, dass das (ungnädige) MP den Brüder und Schwestern der ROKA entgegen deren flehendem Wunsch die Kommunion verweigerte, sondern die Eucharistiefeier zusammen mit dem Moskauer Patriarchat war ihnen von der ROKA selbst untersagt worden.Sebastian hat geschrieben:Im Hinblick auf die Gefühle und dem "orthodoxen Eifer" unser Brüder und Schwestern der ROKA finde ich das so nicht akzeptabel! (Nichts gegen Dich René) ... die Anerkennung der Beibehaltung des Hl. Kanon und somit der Eucharistiegemeinschaft (in der Trennungzeit zum Bsp. mit den Serben) hätte man von seiten des MP sich bewusst machen können, oder?
Gruß
Walter
jetzt ist diese "halblegale" Zeit Gott sei Dank! vorrüber und ich freue mich auch sehr für die RK, das man sich wieder unter "gleichen" bewegen darf!
Blicken wir nach vorne und beten zum HErrn das Er möge auch die anderen unkanonischen Vorgänge heilen und zum Einen, dem Seinen Leib zusammenfügen. Möge das schnell geschehen in Mazedonien, Ukraine, Montenegro, Griechenland und überall auf der Welt, wo Spaltungen entstanden sind. Amen.
milo
ich denke hier liegen einige Irretationen vor. Zugegeben, ich habe mich etwas missverständlich ausgedrückt!
@René
Du hast dich nicht dämlich ausgedrückt. Ich habe es nur nicht verstanden, da m.E. die ROKA den Kanon bewahrt hatte. Daraus resultierten meine Fragen.
Daher, Walter:
Es ging mir nicht darum jemanden Unrecht zu tun!
Hoffe ich konnte etwas die Spannung hier lösen. Freuen wir uns gemeinsam über das Glück der Widervereinigung und danken wir vor allem unseren Herrn, dass Er dies schenkte.
Liebe Grüsse
Sebastian
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Ehre sei Dir oh Herr
Lieber Sebastian,Sebastian hat geschrieben: ...Hoffe ich konnte etwas die Spannung hier lösen. Freuen wir uns gemeinsam über das Glück der Wiedervereinigung und danken wir vor allem unseren Herrn, dass Er dies schenkte.
Liebe Grüsse
Sebastian
dem schließe ich mich sehr gerne und von Herzen an!
Auch den Wünschen milos, das dieses auch eine Vorbildwirkung habe.
Zur Ehre unseres Herrn!
Amen
herzliche Grüße
Euer René
Walter hat Geschrieben
Hier muss ich als Mitglied der ROKA heftigst protestieren! Wer die historischen Hintergründe der Trennung nicht kennt, sollte nicht solche Unterstellungen machen! Ich hoffe das ein wenig klarstellen zu können.Die ROKA war bislang unkanonisch, nicht wegen irgendwelcher Häresien, sondern weil sie sich eigenmächtig aus der kanonischen Gemeinschaft der orthodoxen Kirchen losgelöst hatte. Dass sie erst jetzt wieder in die kanonische russische Kirche aufgenommen wurde, lag weniger am Widerstand des Moskauer Patriarchats, sondern am Unwillen weiter Teile innerhalb der ROKA. Die ROKA stellte auf mehr Vorbedingungen für die Verhandlungen zur Einigung.
Als 1918 im Zuge des russischen Bürgerkrieges die Kirche stark bedrängt wurde, der Patriarch und seine beiden Stellvertreter (Metr. Petr und Metr. Kyrill) von den Bolschewiken gefangengehalten wurden, ein Großteil des Klerus brutalst ermordet wurde und die Mehrheit der überlebenden Bischöfe im ständig schwindenden Gebiet der Weißen Armee sich unter Metr. Antonij (Chrapovickij) sammelten, kam die Putschisten-Regierung auf die Idee, die Kirche durch einen Unterwerfungsvertrag zu knechten. Die Kirche sollte laut diesem schriftstück die atheistische Regierung bedingungslos Unterstützen und sich ihren Bestimmungen fügen.
Weder Patriarch Tichon, noch seine Stellvertreter ließen sich zur Unterschrift zwingen, sie zogen Folter und Martyrium vor. Ihrer Ablehnung folgte der Episkopat hinter der Rot-Weiß Front. Dann gelang es den Bolschewiken jedoch den Metr. Sergij (Starogorodskij) zu gewinnen, der entgegen seiner kanonischen Befugnis sogar willentlich unterschrieb. Die Atheisten konnten ihm noch drei Bischöfe zuführen, die ebenfalls unterschieben. Wie wir erst heute aus den Akten der Verhöre wissen, missbilligte der damals noch lebende Metr. Kyrill diese Linie Sergij's und schrieb ihm aus der Gefangenschaft mehrere vergebliche Appelle und Ermahnungen als rechtmäßiges Oberhaupt der Russischen Kirche. Er exkommunizierte Segij jedoch bewusst nicht, um eine Spaltung in der bedrängten Kirche zu vermeiden.
Die Synode in Karlovic, dem weißen gebiet, unter Metr. Antonij wusste nicht um das Schicksal der obersten Kirchenleiter (Außer um den Tod Patr. Tichons) und brach mit den von der Rotarmisten-Regierung "unterstützten" Gruppe die Gemeinschaft. Sie musste später nach Serbien, München undschließlich nach New York ins Exil fliehen. Obwohl sich in der Emigration nicht alle Bischöfe und Gläubige der Synode unterstellten, war doch außer Zweifel, dass sie das rechtmäßige Organ der russischen Kirche im Ausland war. Sie war auch die bei Weitem größte Organisation.
Die Geschichte der 4 Bischöfe in Russland (In der Tat überlebten nur diese drei, die anderen wurden wegen ihrer Verweigerung, sich Metr. Sergij anzuschließen umgebracht) ist in der Stahlinzeit sehr wechselhaft. Sie waren die längste Zeit lediglich die Vorzeigekirche der Regierung in der Außenpolitik, die dafür werben sollten, dass die Kommunisten angeblich Religionsfreiheit gewären würden. Die Auslandskiche war tief erschrocken über die öffentlichen und makaberen Lügen dieser Bischöfe, wie z.B., dass es angeblich nie eine Verfolgung der Kirche gegeben hätte.
Wir wissen, dass jene Kirchenmänner dazu gewaltsam gezwungen wurden und haben heute Verständnis dafür.
Anfangs wurden beinahe alle Kirchen geschlossen bzw. zerstört. der "Patriarchatsverweser" Sergij und seine Bischöfe hatten quasi keine Herde.
Daneben existierte die Katakombenkirche, die von den Gläubigen in Russland lange Zeit als die eigentliche Kirche angesehen wurde. Sie wurde vom Staat massiv verfolgt, aus dem Ausland nach Kräften unterstützt. Über deren Wirken ist sehr wenig bekannt. Die ROKA weis von einem bis zwei Bischöfen und vielen heimlichen Priestern, die überall im Land mit geheimen Gottesdiensten und durch sakramentenspende tätig waren.
Durch die deutsche Invasion wurde Stahlin gezwungen, seiner Kirche wenigstens eine minimale Existenz einzuräumen. Einge Kirchen wurden geöffnet, die Orthodoxen Christen mussten teilweise anfangs gezwungen werden, zu den Gottesdiensten der "Bolschewikenkirche" zu gehen.
Die Katakombenkirche verlor zusehens an Bedeutung, starb aber bis zur Wende nie ganz aus.
Anfangs hatte das MP in Russland (der Metr. Sergij wurde wärend des II. Weltkrieges mit Zustimmung Stahlins Patriarch) keine Ambitionen außerhalb des kommunistischen Gebietes. In den 40er Jahren (glaub ich) stellten sie jedoch erstmals die Forderung, dass alle russischen Bischöfe im Exil sich dem Patriarchat unterstellten. Man wollte (Im Rahmen des bolschewistischen Planes, die Welt durch den Kommunismus zu vereinen) die Auslandskirche ebenfalls zum politischen Werkzeug der Kommunisten machen.
Damals entschied unser Synod, dass er keinen offiziellen Kontakt mit dem MP aufnehem und dessen Forderung besten Gewissens nicht nachkommen werde, da die Kirche in Russland nicht "frei" sei. Daher blieb die Trennung bis in unsere Tage bestehen.
Was unsere Beziehung zu anderen Kirchen betrifft, sollte es verständlich sein, dass die anderen Kirchen sich der Drohung Moskaus ? entweder ihr erkennt uns an oder die ROKA ? fügte (bis auf die Serbische Kirche, die versuchte beide anzuerkennen und mit der wir lange konzelebrierten) und uns ignorierte. Wir haben zum Glück auch nicht versucht, uns unsere Legitimation von den Herrschsüchtigen Patriarchen von Istanbul zu hohlen, die seit dem unseligen Meletios Metaxakis versuchten, russische und slavische Kirchen aus ihrer Verbindung mit der Russischen Kirche zu lösen und unter ihr Zepter zu unterwerfen.
Die Formel, die bei den jetzigen Unionsverhandlungen mit dem MP von beiden Seiten angenommen wurde, ist folgende: Wir sind zwei Teile der einen Russischen Kirche!
Ich hoffe, dass wir uns auf dieser Basis alle einig sein können.
Alles Liebe und Gute
S.N.J.
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Ehre sei Dir oh Herr
ich danke Dir für Deinen sehr ausführlichen Beitrag.
Wer sich mehr über die Geschichte informieren möchte, dem können die beiden Werke
Die Russisch Orthodoxe Kirche im Ausland unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Diözese
, 190 Seiten
Verantwortung in der Diaspora. Die Russische Orthodoxe Kirche im Ausland, 369 Seiten,
beide Werke mit zahlreichen Abbildungen
empfohlen werden.
Beide zu beziehen über das Kloster des Hl. Hiob von Potschaev in München.
herzlichst Euer René