Deutsche Sprache im Gottesdienst

Die deutschsprachige Orthodoxie stellt sich vor
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Priester Alexej
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Re: Deutschsprachige russ-orthod. Gottesdienste in Berlin

Beitrag von Priester Alexej »

Ilija hat geschrieben:Lieber D. Alexej, ich habe dein Text noch nicht gelesen
Wozu beteiligst du dich dann an den Diskussionen hier, wenn du die Beiträge von den anderen Mitgliedern nicht liest?
Ilija hat geschrieben:aber mir eine Beleidigung zu unterstellen finde ich geht etwas zu weit.
Bitte das rot hervorgehobene lesen und überlegen, warum das keine Meinung, sondern eine Unterstellung ist, die beleidigend ist, weil sie den Verantwortlichen nicht Sorge um die Gläubigen, sondern eine Profitjagd nach Zahlen unterstellt. Wenn du es nicht so gemeint hast, dann verdeutliche doch, was du sagen wolltest:
Matwej hat geschrieben:Lieber Ilija,
Ilija hat geschrieben: man eine 17 Jahre alte gut Funktionierende deutschsprachige Gemeinde hatte und sie binnen drei Jahren nur um die Zahlen zu vergroessern auf Russisch oder Kirchenslavisch umschwenkt
komm doch mal nach Mainz und informiere dich mal bevor du solche Behauptungen aufstellst !
Doxa_Si hat geschrieben:Du hast das deutsche Volk beleidigt.
Schau da:
Alexej hat geschrieben:Das hat mir übrigens ein Deutscher Orthodoxer gesagt, der schon über 30 Jahre lang orthodox ist.
Doxa_Si hat geschrieben:Wir haben bis jetzt viel zu wenig (oder gar keine?) systematische und wissenschaftlich fundierte Mission betrieben.
und hier:
Alexej hat geschrieben:Vielleicht gibt es auch eine Zukunft für eine deutsche Orthodoxie, aber dazu bedarf es eines Missionars, der den Zugang zu der deutschen Mentalität findet. Und wenn in der Gemeinde dann 50 deutschsprachige Mitglieder sind
Doxa_Si hat geschrieben:Wir sollten uns als hüten, die Deutschen zu verteufeln, sondern, wie es uns die Heiligen Väter lehren, unsere eigenen Sünden betrachten und nicht unseren Nächsten verurteilen.
Und auch hier:
Alexej hat geschrieben:In der Kirche ist jeden willkommen, ob Russe, Deutscher oder Afroamerikaner.

Mit besten grüßen aus dem regnerischen Mainz verabschiede ich mich und wünsche allen noch viel Spaß beim Schreiben.
Apostolischer Kanon 39 (32): Priester und Diakonen sollen ohne Wissen und Willen des Bischofs Nichts thun: denn dieser ist's, welchem das Volk des Herrn anvertraut worden, und von welchem Rechenschaft über ihre Seelen gefordert werden wird.
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Lazzaro
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Re: Deutschsprachige russ-orthod. Gottesdienste in Berlin

Beitrag von Lazzaro »

Ich bezog mich auf folgende Beiträge:
von Ilija » 11.09.2012, 06:07
... und dabei Riskiert das die deutschsprachigen Gemeinden hier aussterben und die Orthodoxe Kirche weiter Kirche fuer Auslaender bleibt! Siehe Neuss oder Wuerzburg.
und:
von Doxa_Si » 10.09.2012, 17:56
... In Würzburg hat der Gebrauch der deutschen Sprache abgenommen.
Lazzaro
PS: Ich für meinen Fall würde sogar behaupten, daß in WÜ die dt. Sprache wegen der 50:50% - Regelung wieder zugenommen hat.
Cantábiles mihi erant justificatiónes tuæ, * in loco peregrinatiónis meæ. - Ps.118:54
Doxa_Si
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Re: Deutschsprachige russ-orthod. Gottesdienste in Berlin

Beitrag von Doxa_Si »

Unter Vater Peter Plank waren es früher mehr als 50% in Würzburg, daher sprach ich von einem Rückgang. Wenn jetzt eine konsequente 50-50-Regelung eingeführt wurde, dann begrüße ich das.
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Elias
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Re: Deutschsprachige russ-orthod. Gottesdienste in Berlin

Beitrag von Elias »

Alexej hat geschrieben:
Ilija hat geschrieben:Lieber D. Alexej, ich habe dein Text noch nicht gelesen
Wozu beteiligst du dich dann an den Diskussionen hier, wenn du die Beiträge von den anderen Mitgliedern nicht liest?
Ilija hat geschrieben:aber mir eine Beleidigung zu unterstellen finde ich geht etwas zu weit.
Bitte das rot hervorgehobene lesen und überlegen, warum das keine Meinung, sondern eine Unterstellung ist, die beleidigend ist, weil sie den Verantwortlichen nicht Sorge um die Gläubigen, sondern eine Profitjagd nach Zahlen unterstellt. Wenn du es nicht so gemeint hast, dann verdeutliche doch, was du sagen wolltest:
Matwej hat geschrieben:Lieber Ilija,
Ilija hat geschrieben: man eine 17 Jahre alte gut Funktionierende deutschsprachige Gemeinde hatte und sie binnen drei Jahren nur um die Zahlen zu vergroessern auf Russisch oder Kirchenslavisch umschwenkt
komm doch mal nach Mainz und informiere dich mal bevor du solche Behauptungen aufstellst !
Doxa_Si hat geschrieben:Du hast das deutsche Volk beleidigt.
Schau da:
Alexej hat geschrieben:Das hat mir übrigens ein Deutscher Orthodoxer gesagt, der schon über 30 Jahre lang orthodox ist.
Doxa_Si hat geschrieben:Wir haben bis jetzt viel zu wenig (oder gar keine?) systematische und wissenschaftlich fundierte Mission betrieben.
und hier:
Alexej hat geschrieben:Vielleicht gibt es auch eine Zukunft für eine deutsche Orthodoxie, aber dazu bedarf es eines Missionars, der den Zugang zu der deutschen Mentalität findet. Und wenn in der Gemeinde dann 50 deutschsprachige Mitglieder sind
Doxa_Si hat geschrieben:Wir sollten uns als hüten, die Deutschen zu verteufeln, sondern, wie es uns die Heiligen Väter lehren, unsere eigenen Sünden betrachten und nicht unseren Nächsten verurteilen.
Und auch hier:
Alexej hat geschrieben:In der Kirche ist jeden willkommen, ob Russe, Deutscher oder Afroamerikaner.

Mit besten grüßen aus dem regnerischen Mainz verabschiede ich mich und wünsche allen noch viel Spaß beim Schreiben.
Du kannst auch nicht lesen! Ich habe schon gesagt das ich ein Fehler beim schreiben gemacht habe und dies spaeter berichtigt! Ich habe niemanden Beleidigt auch wenn du das so hoeren moechtest. Ich schaue mir jetz Georgien gegen die Weltbeste Mannschaft der Welt Spanien an... Tschuesss
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Stephanie
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Re: Deutschsprachige russ-orthod. Gottesdienste in Berlin

Beitrag von Stephanie »

Puhu...hier sind aber die Temperamente hoch gekocht... Womit mal wieder bewiesen wäre, dass es sich um ein sehr emotionales Thema handelt.

Kurz zu Würzburg, da es sich um "meine" Gemeinde handelt.
Würzburg ist eine "besondere" Gemeinde, da diese Gemeinde in ihrem Ursprung eine rein deutschsprachige Gemeinde war. Die Russen kamen erst später hinzu. Der Gründungsvater, der verstorbene Erzpriester Peter Plank, wird auch heute noch von den Leuten, gleich welcher Nationalität, sehr vereehrt und in Ehren gehalten. Vermutlich ist dies auch der Grund, weshalb diese Gemeinde sich ihrer eigenen Tradition so bewusst ist, und diese auch pflegt und pflegen will. Die Menschen hatten erlebt, dass deutschsprachige Orthodoxie kein Verlust, kein Weniger, kein Halbgares oder Verdächtiges ist, sondern genauso orthodox. Was gab es nicht von meinen russischen Geschwistern für einen Aufschrei der Empörung als zu Beginn 2012 der alte Kalender (auf Vladyka Feofans Geheiß) eingeführt wurde... Der Gottesdienst wird wirklich wenigstens zu 50% in deutscher Sprache gehalten und es gibt auch von der Atmosphäre keinerlei Seperation oder Überlegenheitsgefühle oder dergleichen. Es ist tatsächlich eine bunt gemischte Gemeinde und jeder freut sich wie ein kleines Kind, wenn der jeweils andere die Begrüßung/Verabschiedung in der jeweils anderen Sprache sagt (also ich auf russisch und die "meine" Russen auf deutsch). :love:

Da ich gerade umgezogen bin, habe ich seit September eine neue Gemeinde. Auch hier geht es sehr offen zu. Der Priester (und wie ich letzten Sonntag im Gespräch feststellen durfte auch die Gemeindemitglieder) halten die orthodoxen westlichen Heiligen in großen Ehren, sei es durch Ikonen, Wallfahrten etc. Es ist ein echtes Anliegen und so hatten wir ganz lebhafte, interessante Gespräche, die auch richtig Spaß machen können. Es ist eine Entdeckungsreise, für beide Seiten.

Was mir aber schon auffällt ist, dass Orthodoxie in Deutschland definitiv nicht bekannt ist. Sie wird als etwas Exotisches, Fremdes wahrgenommen (wenn sie denn überhaupt bekannt ist): Bei Behörden wird man als konfessionslos gelistet. In den Städteinformationen zur religiösen Zusammensetzung ihrer Bevölkerung ist die Orthodoxie selten zu finden - hingegen gibt es Auskünfte über Zeugen Jehovas, Muslime, Neuapostoliker etc. In verschiedenen Foren in denen man die Glaubenszugehörigkeiten angibt, werden zwar Freikirchen aufgeführt aber kaum die Orthodoxie. Werde ich nach meiner Glaubenszugehörigkeit gefragt und der Begriff orthodox fällt, so werde ich entweder dem Judentum zugeordnet oder es folgt, wenn der Fragende christlich etwas besser gebildet ist, die Frage ob russisch oder griechisch, meist noch mit dem Zusatz ob ich Russin oder Griechin sei. Was mir dann bei den ausführlichen Erklärungen, die dann meinerseits nötig werden, stets auffällt ist, dass das Gegenüber Orthodoxie als etwas Fremdes betrachtet, eine fremde Religion sozusagen. Und damit auch ihn/sie nichts weiter angeht, also nichts mit ihm/ihr zu tun hat. Dass der WEsten eine sehr alte orthodoxe Tradition hat, die es lediglich wiederzuentdecken gilt, ist kaum jemandem bewusst.
Also folgere ich daraus, dass noch mehr als genug PR Bedarf für den Leib Christi besteht!

Was braucht's dazu? Einen Klerus, der die Kirche im Hier und Jetzt führen will und der seinen Schäfchen die Orthodoxie vor Ort näher bringt (durch die Ikonen, durch die Reliquienverehrung, durch Heiligenviten, durch Pilgerfahrten). Deutschsprachige Konvertiten, die sich klar machen, dass Gott keine Schauspieler will (Stephanie spielt die Russin) und dass sie bereit sein müssen aktive Glieder des Leibes Christi zu sein indem sie sich einbringen (auch sie können Heiligenviten bekannt machen, auf Orte hinweisen, Pilgerfahrten organisieren oder die Vermittlerrolle übernehmen um interjurisdiktionelle Aufgaben am Ort zu übernehmen, die "Werbetrommel" im Bekanntenkreis schlagen, nicht in Zeugen Jehovas Manier sondern informativ und unaufdringlich). Und xx-sprachige Geschwister, die bereit sind mal ein wenig loszulassen und ebenfalls die Neugier aufbringen sich mal auf etwas einzulassen und Neues Altes zu entdecken, sei es ein Hl. Benedikt, eine Hl. Lioba, Hl. Kilian, Hl. Totnan, Hl. Kolonat, Hl. Bonifatius, Hl. Ansgar, Hl. Ludgerus, Hl. Afra, Hl. Emmeran, Hl. Felix, Hl. Martin etc. etc. etc.
:indian:

In diesem Sinne meine Lieben, ich wünsche euch, meinen Brüdern und Schwestern, egal welcher Sprache, Haut- und Haarfarbe, Mentalität, Kleidergröße und Literaturvorlieben, Hobbies oder Essgewohnheiten einen wunderschönen und gottgefälligen Abend :love:
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Elias
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Re: Deutschsprachige russ-orthod. Gottesdienste in Berlin

Beitrag von Elias »

Danke Liebe Stephanie :oops:
Ehemaliger
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Re: Deutschsprachige russ-orthod. Gottesdienste in Berlin

Beitrag von Ehemaliger »

Stephi, ich weiss genau, warum ich dich so toll finde . . .

Danke!

Du legst den Finger genau dahin, wohin er gehört. Es ist kein Problem zwische Den Ethnischen und den Anderen, es sind die 20-60-20 von beiden Seiten, die es uns so schwer machen.
V.Alexej beschreibt ja auch nicht das Problem russisch/deutsch sondern das seelsorgerische Probelm. Und das gilt es ernst zu nehmen. JETZT für die deutschen Orthodoxen, dass es nicht um eine 'ideologische' Lösung für das Problem gehen kann, also die Russen & Co gefälligst geräuschlos auszusterben haben . . . und später werden sie darauf hoffen, dass es Deutsche gibt, die ihren Enkeln helfen. So wie sie uns jetzt.Wir Deutschen haben gar nicht die Kraft, die Orthodoxie in Deutschland (oder hier bei mir in Schweden) zu tragen. Wir hängen vielleicht nicht mehr an der Nabelschnur, aber gestillt werden wir sehr wohl noch.
Und in Zukunft (mit 'aktiver', i.S.v. anteilig getragener und von beiden Seiten gestalteter Kirche) mit Mut auf das Neue hin. Von unserer Seite, Verantwortung in jeglicher Hinsicht zu übernehmen (und nicht zu jubilieren: JETZ ENDLICH !!!), und von der ethnischen Seite, genau die abzugeben und das nicht als Niederlage zu verstehen (JETZT ist 'es' passiert). So wie 'wir' es nicht als Niderlage verstehen sollen, wenn MAINZ, nach einer Öffnung zu denen hin, die den Gottesdienst 'wirk'-licher haben müssen, dass es vorerst eben auch russisch (weil > 50% Gläubige) gefeiert wird.

So sehr ich ein grosser Anhänger der 'Einverlandigung' (habe kein besseres Wort gefunden) der Orthodoxie in Deutschland (Auf Deutsch, weil sie sonst nicht leben kann) bin, so sehr sehe ich auch, dass die ersten Christen in Korinth eben überwiegend Juden gewesen sein werden, da sie 'ansprechbarer' waren als die Heiden. Und sie haben die 'Neuen' im Psalmenbeten, in der Gottesdienstform, im Bereich der 'Feste (Ostern/Passah war ein jüdisches! Fest, der 'Sonntag ist ein Kind des jüdischen Sabbats) und natürlich auch im Bereich der persönlichen Frömmigkeit (oder woher stammt das 7 x Beten am Tage, das Fasten usw.?) und noch viel mehr, da haben sie die 'Neuen' gestillt und mit der Milch der Kirche versehen.

Mein Problem ist nicht unser 'Erbe' in Deutschland, das griechisch/russisch/bulgarisch/rumänisch/usw, das Problem ist, das das nicht als Grundlage für die Zukunft Bestand haben wird. Auch wenn immer mal wieder eine Menge Russen/GriechenMoldawier hier eintreffen werden. Denen muss eine Heimat gegeben werden, aber eben in der Länge der Zeit: UND UNS. ( UND vater, wenn ich etwas in deinem Beitrag kritisieren muss, dann das: das Russische jetzt hochhalten . . . Wieviel wird dann als Stamm eines Baumes, der tragen soll, da sein, wenn man auf eine russische Birke 'gesetzt' hat, aber die deutsche Eiche die Zukunft ist)

V Alexej schreibt zu Recht, dass die Orthodoxie seit 100 Jahren in D besteht. Die Schlussfolgerung, dass es nicht die Schuld der Russen (und Co) ist, dass sie bislang so dürftig Fuss gefasst hat stimmt nicht ganz. Abert hier sind Schuldzuweisungen so was von völlig unerheblich. Denn es geht um IHN! Nicht darum 'wer es war'.

ORTHODOXE CHRISTEN IN DEUTSCHLAND: VERKÜNDET AUF JEDE WEISE UND VIEL FREIER UNSEREN HERREN UND SEIN REICH. SO HAT ER ES UNS ALS GEBOT AUF DIE SEELE GELEGT!!! Und was ihr als 'Stallgeruch' an euch tragt ist so was von egal. Hauptsache: Das Reich Gottes wird verkündet.

Und dir V. Alexej, sage ich Dank, dass du dich bereit gefunden hast, uns Mitteleuropäern ´zu dienen
Liebe Grüsse
Benedikt
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Igor
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Re: Deutschsprachige russ-orthod. Gottesdienste in Berlin

Beitrag von Igor »

Grüß Gott!
Benedikt hat geschrieben:ORTHODOXE CHRISTEN IN DEUTSCHLAND: VERKÜNDET AUF JEDE WEISE UND VIEL FREIER UNSEREN HERREN UND SEIN REICH. SO HAT ER ES UNS ALS GEBOT AUF DIE SEELE GELEGT!!!
Ich freut mich, dass auch dieses Mal die Diskussion uns auch wieder zum gleichen Ergebnis und zum gleichen Aufruf geführt hat. Letztendlich sollte uns das Wort des Apostels Jakob im Ohr klingen.
Denn wie der Körper ohne den Geist tot ist, so ist auch der Glaube tot ohne Werke.
(Jak2,26)

In Christo
Igor

PS: Wann hattet ihr euren letzten Orthpedia-Artikel geschrieben? :wink:

PPS: Die heutige Evangeliumslesung passt auch ganz gut: Mk 6,7-13
Bild
Als der Höchste hernieder fuhr, verwirrte Er die Sprachen, zerteilte Er die Völker, nun, da Er Feuerzungen ausgeteilt, ruft Er alle zur Einheit: Einmütig preisen wir deshalb den Heiligen Geist. (Pfingstkondakion im 8. Ton)
Nikolaj
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Re: Deutschsprachige russ-orthod. Gottesdienste in Berlin

Beitrag von Nikolaj »

Wieviel wird dann als Stamm eines Baumes, der tragen soll, da sein, wenn man auf eine russische Birke 'gesetzt' hat, aber die deutsche Eiche die Zukunft ist
Wir sollten auf den unvergänglichen Stamm setzen - Christus - von dem sowohl die Birken- als auch Eichenäste ausgehen. Man muss natürlich alle Äste pflegen, wobei manche Äste zeitweise schneller wachsen und ohne Pflege dann ausdürren würden und andere Äste sind noch sehr klein und müssen erstmal ein wenig wachsen.
Christ7777777
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Re: Deutschsprachige russ-orthod. Gottesdienste in Berlin

Beitrag von Christ7777777 »

Menschen, liebt euch doch einfach! Mehr verlangt, erwartet, will Gott garnet!!! :love: :love: :love: :love: :love: :love: :love:
Die Liebe macht dich närrisch. Im Guten Sinne jetzt. ;)
Dum Didl dei Dum dum dum.
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Elias
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Re: Deutschsprachige russ-orthod. Gottesdienste in Berlin

Beitrag von Elias »

Lazzaro hat geschrieben:Ich bezog mich auf folgende Beiträge:
von Ilija » 11.09.2012, 06:07
... und dabei Riskiert das die deutschsprachigen Gemeinden hier aussterben und die Orthodoxe Kirche weiter Kirche fuer Auslaender bleibt! Siehe Neuss oder Wuerzburg.
Da ist mir wohl ein Fehler unterlaufen, ich meinte anstatt Wuerburg, Koeln! Egal, wie Doxa Si schon sagte, hat auch dort der Gebrauch der deutschen Sprache fuer eine deutschsprachige Gemeinde abgenommen. Das belegt eigentlich nur meine These das die Gefahr des Aussterbens im Sinne deutschsprachige Gemeinden, besteht! Ich habe nix gegen Mainz oder Wuerzburg aber die Tendenz ist da und das kann man ja nicht Leugnen! Vieles haengt meist von dem Priester, der die Gemeinde aufgebaut hat, ab. Wenn der meist stirbt oder in Rente geht, ist sein Vermaechnis meist in Gefahr! Das liegt natuerlich nicht nur an den Russen, Griechen etc sondern auch an den Deutschen selbst. Ich habe mal gehoert, das man wegen deutsche Russland-liebhaber den Kalender gewechselt hat! (um welche Gemeinde es sich handelt sage ich aber nicht um hier niemanden zu beleidigen). Ich finde das eine deutschsprachige Gemeinde, egal zu welchem Patriarchat sie gehoert, sich in diese Gesellschaft finden soll und diese Gemeinde auch in Einklang mit dem Land sein sollte! Solche Gemeinden haetten eine Chance (Aus meiner Sicht!) auch eine Missionarische Aufgabe zu erfuellen. Wenn aber wenn nur eine Gemeinde in einer Umgebung von 200 oder 300 Kilometer gibt, weiss ich nicht ob diese wirklich so Attraktiv ist fuer Deutsche. Sein wir mal ehrlich, Vater Diakon Alexej hat natuerlich nicht unrecht wenn er sagt das viele Deutsche sich fuer die Orthodoxe Kirche nicht interessieren aber und da muss ich mal an meiner eigene Vergangenheit erinnern, ist die Orthodoxe Kirche auch fuer diese Menschen Attraktiv und Offen genug? Oder ist sie nur etwas typisch Griechisches oder Russisches, also etwas fremdes? Gibt die Kirche den Menschen (Wenn man schon die deutschen in diesem Falle Kritisiert) die Moeglichkeit ihre Nationale Zugehoerigkeit mit dem Orthodoxen Glauben zu verbinden? Damit meine ich natuerlich nicht nur die Russische Kirche, die ja frueher vieles dafuer getan hat Menschen nichtorthodoxen Glaubens die Orthodoxie naeher zu bringen. Als ich mich vor etlichen Jahren fuer die Orthodoxe Kirche interesierte, habe ich nach einer geeigneten Kirche geschaut, zuerst war es die Griechische, die verlangten von mir ein Zweijaehriges Katechumenat und das erlernen der Griechischen Sprache, das gleiche bei den Russen (Das Erlernen der Sprache), dann gab es noch die Antiochener die ihre Internetpresenz ganz auf Deutsch hatten und ich fasziniert von denen war, aber deren Gemeinde war damals irgendwo zwischen Hamburg und Bremen und dann bin ich auf die Gemeinde von Duesseldorf gestossen aber das war sehr weit. Was ich damit sagen moechte, die Kirche ist nicht wirklich Attraktiv fuer Deutsche, das schaffen die Freikirchen leider besser und daher ist es auch schwierig so eine Aussage zu machen das die Deutschen sich dafuer nicht Interesieren wuerden. Es gibt welche aber die haben meist die gleichen Schwierigkeiten und meine Sorge galt auch den Erhalt der Deutschsprachigen Gemeinden wobei ich eine, vor allem in Russischen Gemeinde im Zuge der Einwanderungen nach dem Zerfall der Sowjetunion Tendenz sehe, das diese Gemeinden langsam ueberfremdet werden und das einige Gemeinden die deutsche Sprache gar nicht mehr verwenden obwohl dort noch deutsche Priester taetig sind oder diese von Einheimischen uebernommen wurden, was natuerlich auch meist Mangels geeigneten Nachwuchs geschah. Meine Kritik galt nicht Mainz oder Wuerzburg sondern es ging nur um die Tendez, deshalb sollte sich auch keiner Angegriffen fuehlen! Wenn die meisten Orthodoxen Kirche ihre Gottesdienste immer zweisprachig durchfuehren wuerden dann waere das toll und dann waere es auch nicht so wichtig unbedingt deutschsprachige Gemeinden zu haben aber diese sind derzeit Wichtig um ueberhaupt eine gewisse Mission zu betreiben.

Liebe Gruesse Ilias
Zuletzt geändert von Elias am 12.09.2012, 18:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Deutschsprachige russ-orthod. Gottesdienste in Berlin

Beitrag von Elias »

Dein BEitrag habe ich zuletzt gelesen lieber Benedikt! Gute Beitrag und den Dank an VAter Diakon Alexej stimme ich zu.
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Re: Deutschsprachige russ-orthod. Gottesdienste in Berlin

Beitrag von Lazzaro »

Unterbrechen wir die Diskussion für etwas Werbung:

Am 2. Oktober findet in Würzburg wieder eine lange Nacht der Kirchen statt.
Um 20:00h feiert im Neumünster die dortige moskauer Gemeinde eine orth. Vesper. Der Gottesdienst findet selbstverständlich (größtenteils) auf Deutsch statt.
http://downloads.kirchenserver.net/28/2 ... 222977.pdf , Seite 7

@ Ilija: Du sprichst mir mal wieder aus dem Herzen!
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Re: Deutschsprachige russ-orthod. Gottesdienste in Berlin

Beitrag von Ehemaliger »

Igor hat geschrieben:Grüß Gott!
Ich freut mich, dass auch dieses Mal die Diskussion uns auch wieder zum gleichen Ergebnis und zum gleichen Aufruf geführt hat. Letztendlich sollte uns das Wort des Apostels Jakob im Ohr klingen.
NIcht böse sein, Igor, aber ob dieser gereimten Klugheiten sage ich mal: OH MANN, Pfff.
Handbuch S 333 oben links. Und die Luft ist raus. Geht's jetzt besser
?
Igor hat geschrieben:PS: Wann hattet ihr euren letzten Orthpedia-Artikel geschrieben? :wink:
noch nie War das eine Anspielung? Ich versteh's nicht
[/quote]

Gute Nacht
Benedikt
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Re: Deutschsprachige russ-orthod. Gottesdienste in Berlin

Beitrag von Igor »

Benedikt hat geschrieben:
Igor hat geschrieben:PS: Wann hattet ihr euren letzten Orthpedia-Artikel geschrieben? :wink:
noch nie War das eine Anspielung? Ich versteh's nicht
Das wäre ein möglicher kleiner konkreter, praktischer Beitrag zur Verbreitung der Orthodoxie. War als Vorschlag zu verstehen.
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Als der Höchste hernieder fuhr, verwirrte Er die Sprachen, zerteilte Er die Völker, nun, da Er Feuerzungen ausgeteilt, ruft Er alle zur Einheit: Einmütig preisen wir deshalb den Heiligen Geist. (Pfingstkondakion im 8. Ton)
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