Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Die deutschsprachige Orthodoxie stellt sich vor
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Antimos
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitragvon Antimos » 12.12.2011, 17:28

Nein den das sind unsere Heiligen die das Licht und Lehre Gottes in der Welt aufrechthalten.

Die Würdenträger müssen sich immer vor denen beugen.

Ich lese das du Katholik bist - war ich auch und habe gewechselt den dieWörter eines Eremit hatten die Seele in mir gewäckt.

Lebe das Gebet in jede minute in jede Handlung und jedes tun und dann ist Gott nach und du wirst auf einmal die Welt ganz anders sehen, verstehen und an Sie herantretten.
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Antimos
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitragvon Antimos » 13.12.2011, 08:25

Der Heilige und großartige Patriarch von Antiochien Ignatius sagte:

Wir können die Kirche nicht ändern den das ist Christus Kirche und es steht so in der Heilige Schrift -

Unser Kirche hat das undenkbare überstanden:

- Die Invasion der Araber,
- Die Kreuzzüge die von den Venetianer angestiftet wurden um unser Heiligen Konstantinopel zu berauben
- Die Osmanen

Wir müssen weiter verharen so wie unsere Heilige uns beigebracht haben den nichts ist stärker als die gebete Basileus der Großen, nichts ist schöner als die Chrysostomus Liturghie und nichts ist heilender als die Schriften der Philokalia!
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitragvon Florianklaus » 13.12.2011, 09:21

Antimos hat geschrieben:Nein den das sind unsere Heiligen die das Licht und Lehre Gottes in der Welt aufrechthalten.

Die Würdenträger müssen sich immer vor denen beugen.



Bitte noch einmal langsam zum Mitschreiben für mich: Eure Konzilsväter dürfen also keine Beschlüsse fassen, mit denen die Mönche vom Athos und vom Sinai nicht einverstanden sind? Woraus ergibt sich das denn?

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Antimos
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitragvon Antimos » 13.12.2011, 09:48

Florian - du verstehst nicht wie das gemeint ist:

Rein technisch klar können die das machen - aber ob sie das machen ohne die Eremitten ist schlicht und einfach unmöglich!

Um das zu verstehen musst du dich mit dem Unterschied zwischen Orthodoxe und Katholische Kirche befassen. Es gibt einfach eine ganz andere Mentalität, Vahrnehmung und Geistlichkeit als in dem Katholizismus.

Wo von ich spreche gibt es schlicht und einfach in der Kath. Kirche nicht.

In der Katholische Kirche entscheidet die Kurie, Kardinäle und Papst, in der Orthodoxie ist dies alles viel komplizierter den unsere Mitropoliten sind auch gleich Mönche die in Mönchstum leben und das Mönchstum jeden tag praktizieren.

Das gibt Ihnen ein ganz anderen Blick und Verständniss über das Weltliche als eure Kardinale.

Ich will folgendes damit sagen :

Sind sind näher des Wort Gottes und nicht der DOGMA wie die Kardinäle - durch Gebet und zusammen leben in Mönchstum ergibt sich "und wo einer oder mehrere in meinem Namen zusammen kommen werde ich auch dort sein".

Das ist ein ganz anderes herangehen an den Sachen als in der Kath. Kirche
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitragvon Mary » 13.12.2011, 09:51

Florianklaus hat geschrieben:
Antimos hat geschrieben:Nein den das sind unsere Heiligen die das Licht und Lehre Gottes in der Welt aufrechthalten.

Die Würdenträger müssen sich immer vor denen beugen.



Bitte noch einmal langsam zum Mitschreiben für mich: Eure Konzilsväter dürfen also keine Beschlüsse fassen, mit denen die Mönche vom Athos und vom Sinai nicht einverstanden sind? Woraus ergibt sich das denn?


Hallo, Florianklaus,

Das ergibt sich aus nichts.. denn ein Konzil ist nicht daran gebunden, erst auf dem Athos nachzufragen.
Ob der Athos dann alle Konzilsbeschlüsse mitträgt, ist eine andere Frage.

Lg Mary
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitragvon Mary » 13.12.2011, 09:55

Antimos hat geschrieben:mit dem Unterschied zwischen Orthodoxe und Katholische Kirche befassen.



Lieber Antimos,

es ging in diesem Thema doch gar nicht primär um Unterschiede von römischen Katholiken und Orthodoxen.

Eine Änderung des Kalenders hin zum Neo-Julianischen Kalender wäre ja nicht ein Angleichen an die "Römer", sondern es wäre EINE Möglichkeit von verschiedenen, die unselige Situation, dass innerhalb der Orthodoxie verschiedene Kalender gelten, zu lösen.
Lg Mary
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitragvon Lazzaro » 13.12.2011, 09:59

Florianklaus hat geschrieben:
Antimos hat geschrieben:Nein den das sind unsere Heiligen die das Licht und Lehre Gottes in der Welt aufrechthalten.
Die Würdenträger müssen sich immer vor denen beugen.

Bitte noch einmal langsam zum Mitschreiben für mich: Eure Konzilsväter dürfen also keine Beschlüsse fassen, mit denen die Mönche vom Athos und vom Sinai nicht einverstanden sind? Woraus ergibt sich das denn?


Lieber Florianklaus!
Auch "zum Mitschreiben": es gibt auch genügend orth. Christen, die wie zum Beispiel ich nicht dieser Ansicht sind. Natürlich sind der Athos und der Sinai verpflichtet, sich an die kommenden Konzilsbeschlüsse zu halten. Ob sie das aber thun werden, ist (leider) eine andere Sache.
Das liegt an unserem Verständnis der Kirche. Ein Konzil ist dann "gültig" das heißt ökumenisch, wenn es von der ganzen orth. Oikumene angenommen wird. Mit anderen Worten: Wenn es sich durchgesetzt hat. Von daher bin ich eher skeptisch.

Um auf das eigentliche Thema zurückzukommen:
Auch hier in Deutschland macht eigentlich jeder, was er will. Es gibt zwar eine Bischofskonferenz, aber unter dem Strich kommt leider nicht viel dabei heraus: die "Gemeinsame" Liturgieübersetztung ist de facto nicht angenommen, den Druck von Gebetbüchern macht jeder für sich allein, von der Organisation des Religionsunterrichtes oder gar Militärseelsorge wollen wir lieber schweigen ... .
Wenn wir Normalsterblichen gesammtorthodoxe Nachrichten aus Deutschland aus nichtorth. Quellen erfahren, zeigt es doch sehr deutlich, was unsere Hierarchen selbst von ihrer Bischofskonferenz halten :(

Deshalb gibt es leider auch keine gemeinsame Internetplatform. Auch OTHPEDIA ist nur von einer kirchlichen Tradition dominiert, obwohl es den Betreibern nicht wirklich gefällt, aber es gibt leider niemanden der einen anderen "Landeskirchlichen" Part übernehmen will.

Meine persönlich Meinung zu diesem Thema: Diese Ergebnis ist ein Dilemma, das die mißlungene, nicht vorhandene Migrationspolitik der BRD deutlich macht. Im Endefekt ist die Bindung der vieler Migranten an das Heimatland größer als an ihren Wohnort und der deutsche Staat / die deutsche Gesellschaft biete viel zu wenige Alternativen an.

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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitragvon Antimos » 13.12.2011, 10:07

Kalender - bitte sehe auch du wie viel Unheill hat die erste Änderung produziert!

Ich kenne den Mittleren Osten sehr gut und dort ist man immer noch sehr entzurnt über diese Kalender Diskussion.

Ich denke persönlich wie ein Weltlicher - ja ist OK wenn wir alle zusammen feiern!

Ist das aber richtig so?

Das wollen doch auch die okulten Mächte - mehr Spass, mehr Konsum mehr Disco an statt Lithurghie...


Wie viele fastenvon euch hier in Deutschland streng for jeder Fastenzeit? Und wenn ich fasten meine meine ich auch gesitliches fasten.

Bei viele (wegen Mass Media!) geht es nur noch um Konsum - das ist doch eine Sünde und kein Fasten.

Du kennst ja das Heilige Licht und das kommt ja nur an unser Oster oder?!

Wenn das Gott will dann ziehen alle mit aber so lange unsere heiligen Vater und Möche das verneinen bedeutet das wir gegen den Willen Gottes etwas durchsetzen möchten - den es gibt schlicht und einfach nichts Heliges als Jerusalem, Sinai und Athos.
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitragvon Antimos » 13.12.2011, 10:09

An Administrator:

Ich schlage vor dem Thread zu trennen und die Kalender Diskussion unter ein Neuen Topic zu eröffnen!
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitragvon Lazzaro » 13.12.2011, 10:19

Lieber Anthimos!
Bitte benutze die Suchfunktionen.
Über den Kalender, das heilige Feuer und das Fasten gibt es andere Stränge.
Hier geht es um Neuigkeiten aus Deutschland. *

Bild
Ich sprach an anderer Stelle von unserem Kirchenprojekt in Balingen:
Inzwischen haben wir die Nutzungsvereinbarung unterschrieben un auch begonnen, einen neuen Fußboden einzuziehen. der erste Gottesdienst ist nähergerückt.
Lazarus

* Ps: Ich bin kein Moderator, erlaube mir aber doch ein deutliches Wort, es ist nicht bös gemeint, nur als Information.
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitragvon Antimos » 13.12.2011, 10:22

Alles Klar - keine Ursache werde mich dem entsprechend richten!
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitragvon Florianklaus » 13.12.2011, 10:32

Lazzaro hat geschrieben:Meine persönlich Meinung zu diesem Thema: Diese Ergebnis ist ein Dilemma, das die mißlungene, nicht vorhandene Migrationspolitik der BRD deutlich macht. Im Endefekt ist die Bindung der vieler Migranten an das Heimatland größer als an ihren Wohnort und der deutsche Staat / die deutsche Gesellschaft biete viel zu wenige Alternativen an.Lazarus


Ich persönlich glaube nicht, daß man die bundesdeutsche Migrationspolitik für innerorthodoxe Zustände verantwortlich machen kann. Das müßt Ihr schon selbst regeln.

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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitragvon Priester Alexej » 13.12.2011, 11:32

Grüß Gott,

eine Kalender Diskussion gibt es bereits: viewtopic.php?f=19&t=2692
eine weitere wird es nicht mehr geben.

Antimos hat geschrieben:den es gibt schlicht und einfach nichts Heliges als Jerusalem, Sinai und Athos.


Heiligkeit hat in dem Fall nichts mit einem Ort zu tun, sondern mit den Menschen, die dort leben. Es gibt überall Mönche und Väter, in Griechenland, Russland, Serbien, Georgien. Aber nur weil ein Mönch auf dem Sinai lebt und alt ist, ist er noch lange keine heiliger Altvater.

Du schreibst -

Antimos hat geschrieben:Die Würdenträger müssen sich immer vor denen beugen.


Da sage ich dir aber - soetwas hat es nie gegeben in der Kirche. Heute gibt es in einigen Orthodoxen Kirche eine Tendenz, die mich sehr beunruhigt und traurig macht. Mönche und Priester stellen sich über die Bischöfe, meinen, die Bischöfe müssten bei den Vätern um alles nach einem Segen fragen. Sie machen sich zum Haupt der Kirche. Das hat aber nichts mit Orthodoxer Katholizität zutun. Ein Konzil muss natürlich von der Kirche anerkannt werden. Das passiert aber nicht indem, dass die Väter des Konzils auf den Athos gehen und nachfragen, ob ihre Beschlüße denn richtig sind.

Wir mir Vater Justin eins sagte, sind die mönche nichts anderes, als berufliche Bußer. Die verbringen ihre Zeit im Kloster, Beten und Faßten, und leisten den Bischöfen, welche die Nachfolger der Apostel und Gnadenträger (und nicht Würdenträger) unserer Kirche sind. Und sollte es irgendwann dazu kommen, dass ein Konzil in Häresie verfällt, dann kann die Kirche, u.A. die Mönche, das äußern.

Gibt es aber ein Beispiel in der Geschichte, dass ein Ökumenische Konzil Häresie lehrt? Wo wären wir denn, wenn sich die Hierarchen der ganzen Kirche treffen und einen Beschluß fassen, und dieser wäre nicht orthodox? Welcher Mönch maßt sich an, über die Gesamtheit der Kirche zu richten? Aber leider gibt es heute einige Priester, die diese Ansicht vertreten und auch die Gläbigen darin erziehen...

Die Liturgieübersetzung ist aus dem gleichen Grund "nicht angekommen" - weil sich die einzelnen Priester über den panorthodoxen Beschluß stellen und meinen alles besser zu wissen. Es gibt aber durchaus einige Gemeinden, wo diese Übersetzung nun verwendet wird.

Lieber Lazzaro,

ich war anfangs wirklich betrübt, dass es auf Orthpedia nur russische Beiträge gab. Es hat mich traurig gemacht, denn ich habe Serben, Griechen, alle angesprochen und gebeten mitzuhelfen. Aber - wer seinen Glauben und seine Tradition so geringschätz, dass er sie nicht weitergeben möchte, ist selbst Schuld. Deshalb vergieße ich keine Träne mehr darüber. Wir sind nicht dafür verantwortlich, andere Kirchen mitzuziehen und sie zu motivieren, über sich zu berichten. Wenn sie es nicht machen - sollen sie sich nicht darüber beschwehren, dass etwas zu russisch ist.

Gruß, D. Alexej
Apostolischer Kanon 39 (32): Priester und Diakonen sollen ohne Wissen und Willen des Bischofs Nichts thun: denn dieser ist's, welchem das Volk des Herrn anvertraut worden, und von welchem Rechenschaft über ihre Seelen gefordert werden wird.


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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitragvon Igor » 16.12.2011, 18:59

Herbstvollversammlung der OBKD in Berlin 11.-13. November 2011

Treffen mit dem Bundespräsidenten

Berlin – Zu ihrer Herbstvollversammlung trafen sich die orthodoxen Bischöfe Deutschlands vom 11. bis 13. November 2011 in der Bundeshauptstadt Berlin. Das Treffen begann am Freitag, dem 11. November, mit einer Begegnung mit dem Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Christian Wulff, in dessen Berliner Residenz, dem Schloss Bellevue.

Es war das erste Mal, dass das deutsche Staatsoberhaupt die Gesamtheit der orthodoxen Bischöfe empfing, die seit Februar 2010 in der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD) zusammengeschlossen sind. In einer intensiven Gesprächsatmosphäre informierten die orthodoxen Bischöfe den Bundespräsidenten über die aktuelle Lage der Orthodoxen Kirche in Deutschland und in einigen Ländern, wo die Orthodoxie traditionell beheimatet ist, besonders im Nahen Osten. Weiterhin kamen Fragen der staatlichen Anerkennung der Orthodoxie in Deutschland und des Religionsunterrichtes in verschiedenen Bundesländern zur Sprache.

Am Abend des gleichen Tages fand in der griechischen Kirchengemeinde „Himmelfahrt des Herrn“ in Berlin-Steglitz ein Treffen der Bischöfe mit dem orthodoxen Klerus Berlins statt, bei dem die Geistlichen über ihre Aktivitäten und Sorgen berichteten. Auch hier stand neben Fragen der Pastoral-und Öffentlichkeitsarbeit der orthodoxe Religionsunterricht im Mittelpunkt des Gespräches, vor allem im Hinblick auf die besondere Lage des Unterrichtes im Land Berlin.

Die Arbeitssitzung am kommenden Tag fand in der antiochenischen (rum-orthodoxen) Kirchengemeinde „Hl. Georgios“ in Berlin-Zehlendorf statt und wurde vom Vorsitzenden der OBKD Metropolit Augoustinos geleitet. Neben dem Informationsaustausch über neuere Entwicklungen wurden vor allem zwei wichtige Positionspapiere zur Stellung der Orthodoxie in Deutschland beraten und verabschiedet.

So billigten die Bischöfe nach intensiver Diskussion eine Textvorlage der Theologischen Kommission der Bischofskonferenz über „Die Orthodoxe Kirche in Deutschland und ihren Dienst an der Einheit der Christen“. Darin wird betont: „Der Weg zur Wiederherstellung der Einheit der Christen ist durch den ‚Dialog der Wahrheit’ und den ‚Dialog der Liebe’, die zusammen gehören und sich gegenseitig ergänzen, gekennzeichnet. Im Dialog der Wahrheit geht es darum, sich auf die gemeinsamen Wurzeln der kirchlichen Tradition zu besinnen, die theologischen Unterschiede zu untersuchen und zwischen dem, was kirchentrennend ist, und dem, was nicht kirchentrennend ist, zu differenzieren. Der Dialog der Liebe zielt darauf, die Gemeinschaft zwischen den Christen und ihr gemeinsames Zeugnis zu vertiefen. Dialog der Wahrheit und Dialog der Liebe gehören zusammen und stehen im Gleichgewicht zu einander. Deshalb kann jeglicher Versuch, eine Form des Dialogs auf Kosten der anderen über zu betonen, die enge Zusammengehörigkeit von Theologie, Gebet, pastoraler Praxis und Zeugnis in der Welt gefährden“.

Weiter verabschiedeten die Bischöfe ein gemeinsames Hirtenwortes zum orthodoxen Religionsunterricht, in dem festgestellt wird: „Wir sind Mitbürger in diesem Land geworden, und wir sind es gerne: Als solche tragen wir gemeinsam mit den staatlichen Institutionen Deutschlands die Verantwortung dafür, dass unsere Kinder und heranwachsenden Jugendlichen in die hiesige Gesellschaft integriert werden und zugleich ihre eigene orthodoxe religiöse Identität nicht verlieren“. Beim Mittagessen dieses Tages waren als ökumenische Gäste der Orthodoxen Bischofskonferenz auch der römisch-katholische Erzbischof von Berlin Dr. Rainer Maria Woelki und der Bischof der Evangelischen Kirche von Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz Dr. Markus Dröge anwesend.

Am Sonntag, dem 13. November, feierten die orthodoxen Bischöfe Deutschlands gemeinsam die Göttliche Liturgie in der russischen Auferstehungs-Kathedrale in Berlin-Wilmersdorf, der Erzbischof Longin vorstand. Die Predigt hielt Erzbischof Mark. Anwesend waren bei dem Gottesdienst S.K.H. Prinz Friedrich-Wilhelm von Preußen und I.K.H. Prinz Vladimir und Prinzessin Karadjordjevid.

Quelle: Presseinformationen der Orthodoxen Bischofskonferenz Deutschlands
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Als der Höchste hernieder fuhr, verwirrte Er die Sprachen, zerteilte Er die Völker, nun, da Er Feuerzungen ausgeteilt, ruft Er alle zur Einheit: Einmütig preisen wir deshalb den Heiligen Geist. (Pfingstkondakion im 8. Ton)


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