H - wie Hypostasen

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ElvisVrinic
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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon ElvisVrinic » 02.05.2010, 18:48

Benedikt hat geschrieben:Christus ist auferstanden

Lieber Elvis!

da hast du uns ja einen aufgeladen: Was ist der Heilige Geist.

Also erst mal, das Fragewort ist falsch, es muss heissen WER ist der Heilige Geist, nicht WAS, denn da ist es dann passiert, dass wir den Heiligen Geist zu einer Sache machen und das ist ja genau das was wir dem Westen versuchen karzumachen, dass ER eben nicht: "Die Kraft Gottes" oder auch der "Hauch " ist oder was auch immer da im Westen entstanden ist.

Hier mal ein bisschen was zum Lesen:

Aus dem Mitternachtsgebet von gestern abend. Ein kleiner Auszug aus dem Dreifaltigkeitskanon des Metrophanes von Smyrna

Erste Ode:
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste

Die urgöttliche Dreiheit in den Personen lasset uns preisen, der Personen eine Natur gleicher Wesenheit, gleichen Thrones. Zu ihr flehen wir, sprechen air: Rette die, welche gläubig dich preisen.

Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste

Du wardst vom Vater durch den Geist mit des Frohlockens göttlichen Öle gesalbt als Sohn und wardst ein Sterblicher, und der einen Gottheit Dreipersönlichkeit hast du gelehrt.

Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste

Deiner unzugänglichen Herrlichkeit Zier, dreisonnige Einheit: die Seraphim ertragen es nicht, sie zu schauen. Mit Schwingen verhüllen sie sich und in dreiheiligen LIedern singen sie ohne Ende dir Preis.

Theotokion

Allheilige Gottesgebärerin, rette uns

Unsagbar hast du den Bildner des Alls, Allreine, geboren, der vom alten Fluch die Sterblichen erlöst und vom Tod der Verwesung. Und durch dich erkannten wir, dass einer der dreipersönliche Gott.

Dritte Ode

Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste

Als du einst Kraft aus der Höhe deinen heiligen Aposteln sandtest, o Christus, vom Vater den Tröster, liessest du erstrahlen das eine, dreisonnige Wesen.

Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste

Weil du dem Patriarchen Abraham in Mannesgestalt erschienst, dreifaltige Einheit, hast du deiner Güte und Herrschaft unveränderliches Wesen gezeigt.

Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste

Der du im Glauben als ein Gott in drei Personen bekannt wirst, sichtbar unbegrenzt, unausdenkbar für alle, errette unsere Seelen aus jeglicher Trübsal.

Vierte Ode
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste

Dich überwesentliche Dreiheit in der Einheit der Gottheit und dich Urherrschaft preisen mit den Seraphim wir als unteilbar im Wesen, als unvermischbar, gleich an Herrlichkeit, unbegreiflicher Gott

Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste

Als Gottheit, die unsagbar in den Personen geschieden und trotzden gleich ist, zugleich in einer Herrschaft, als allein unumgrenzte, unumzirkte, preisen wir in Hymnen dich, den Bildner jeglicher Schöpfung.

Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste

Der anfanglose Ratschluss hat das Wort auf unsagbare Weise gezeugt und lässt hervorgehen auch den gleichmächtigen, göttlichen Geist. Und deshalb verehren wir den Herrn, den Gott des Alls.

Neunte Ode

Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste

Mein ganzes Herz und den Sinn und alle Neigungen der Seele wie die des Körpers, bewege ich jetzt zu dir, meinem Bildner und Retter, dreifaltig strahlender, unumschränkter Gebieter, und rufe zu dir: Rette mich, deinen Knecht, vor Gefahren und Trübsalen jeglicher Art.

Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste

Unseren Geist und Sinn erhöhe zu dir, dem Höchsten. Leuchte mit deinen lauteren Strahle, Vater, Wort, Tröster, der du bewohst der Herrlichkeit unzugängliches Licht, lichtbeherrschende Sonne, dass wir stets dich preisen, den unumschränkt herrschenden und dreisonnigen Gott.


Das ist keine Beschreibung "was" der Heilige GEist ist. Das ist der Versuch Ihn anzubeten, sich Ihm zu nähern.

Ich bitte dich, den ganzen Kanon mal zu lesen und noch besser zu beten (gilt auch für mich) da wir viel eher uns unsere 'Bilder' von Gott erbeten als erdenken. Die liturgischcen Texte der Kirche können uns da ganz entschieden helfen einem Geheimnis näherzukommen, wohl wissend, dass wir nie "wissen" werden.

Wenn du fragst: Was ist der Heilige Geist, dann beinhaltet die Fragestellung die Unterstellung, ich meine i.S.v. Voraussetzung, dass der Heilige Geist zu definieren sei. Er also umgrenzbar oder abgrenzbar sei, denn nur dann könnten wir etwas endgültig beschreiben (wenn wir denn den entsprechend dicken Kopf hätten). Das gelingt uns aber schon mit Begriffen wie allmächtig oder ewig oder All nicht. Es sind Stammeleien von Sachen oder Eigenschaften, die sich eben dadurch auszeichnen, dass wir sie nicht fassen können. Nun ist aber der Heilige Geist mehr als allwissend oder ewig oder grösser als das All. Wie in aller Welt sollen wir um Ihn unseren Kopf herumbekommen?
Ich denke, wir sollten hier die Grenzen unseres Denkens anerkennen und aufhören über das hinausgehen zu wollen, was Gott in Seiner Gnade uns offenbart hat. Und das was wir daher wissen steht im Glaubensbekenntnis: Lebensspender, der vom Vater asugeht, durch die Profeten geredet hat usw.
Mir hat ein Vorschlag von Fr Thomas Hopko gefallen: Nimm mal deine Bibel her und drei verschiedene Farben. Dann unterstreiche die Aussagen über den Vater z.B. delb, die über den Sohn rot und die über den Geist blau. Und nimm das 'Wehen des Heiligen Geistes' oder die Flammen auf den Jüngern zu Pfingsten und das Säuseln und all das Andere mit und du wirst dein buntes Wunder erleben. Schon im ersten Kapitel der Genesis wird der erste Buntstift zuende sein und eine MEnge Fragezeichen am Rande. Denn: Wer von den 'Dreien ist denn der 'Gott', der am Anfang Himel und Erden machte? Der Vater (Schöpfer all des was sichtbar und unsichtbar ist) oder der Sohn (durch welchen alles geschaffen ist) oder der Geist (Lebenspender)??

Das wird ein langer Abend :shock:

Liebe Grüsse
Benedikt



Bruder weisst du was. DA HASTE RESCHT. Man versucht es sich kompliziert zu machen um es erklären zu können, wie den auch. Ich denke durch deine Einfache aussage hast du schon den HEILIGEN GEIST beschrieben. Lebensschaffend, alleserfülllend bzw. die weisheit selbst.

Der sohn (Gottes) also das Wort ist einfach nur der HERR und, Gott selbst ist der VATER den aber niemand gesehn hat bzw. sehen wird ausser das Wort GOTTES selbst. Ich denke hierbei einfach nur das der HERR für uns mehr oder weniger "erschaffen" wurde und der himmlische könig uns hilft oder ähnliches.



der HERR segne euch
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

Ehre Sei dem Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Jetzt und immerdar und in alle ewigkeit. Amen

IC XC
NI KA

Ehemaliger

Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon Ehemaliger » 02.05.2010, 19:48

ElvisVrinic hat geschrieben:Der sohn (Gottes) also das Wort ist einfach nur der HERR und, Gott selbst ist der VATER den aber niemand gesehn hat bzw. sehen wird ausser das Wort GOTTES selbst. Ich denke hierbei einfach nur das der HERR für uns mehr oder weniger "erschaffen" wurde und der himmlische könig uns hilft oder ähnliches.


Lieber Elvis,

kann es sein, dass du dich grad mit der Dreiheit hrumschlägst und den Boden bissel unter den Füssen wanken fühlst?
Du wärest ja in allerbester Gesellschaft.

Ich möchte dir raten, das 'Auseinanderfieseln' der Dreiheit bleiben zu lassen. Wer wer ist, das ist für uns und gewiss auch für unser Seelenheil nicht entscheidend. Es gibt gewiss eine Menge Christen, die die Dreihiet nie 'erfasst' haben und trotzdem vom Herrn geliebt sind.

Aber zu oben: Der Herr hat gesagt:" Wer micht sieht, der hat den Vater gesehen", wobei natürlich richtig ist, dass niemand Gott sehen kann und leben. In der Geschichte im Hain Mamre springt die Sprache ganz eigenartig zwischen 'Männer - Engel - der Herr' hin und her so dass man logisch erklärbar keine Grenze mehr hinbekommt.

Ich denke ein Baum ist ein Baum und kein Fluss, klar und das ist gut und richtig zu wissen und zu unterscheiden. Aber wo das Wort anfängt und aufhört innerhalb der Dreiheit oder wie gross der 'Anteil' vom Vater im Geist steckt. das sind erstens unbeantwortbare und zweitens irrelevante Fragen. Und obendrein sehr dazu geeignet uns zu verwirrden.

Zitat aus dem Kanon: Dich überwesentliche Dreiheit in der Einheit der Gottheit und dich Urherrschaft preisen mit den Seraphim wir als unteilbar im Wesen, als unvermischbar, gleich an Herrlichkeit, unbegreiflicher Gott

Ich finde da ist Schluss mit Denken. Was bitte ist: 'überwesentlich' ausser dem Gestammel, das da irgendwas ist was mehr als ein zu umgrenzendes Wesen ist. Und was ist eine: 'überwesentliche Dreiheit in der Einheit der Gottheit' ? Ausser, dass wir bekennen, so haben wir von Dir über Dich erfahren, das 'wissen' wir und wir können es icht erfassen. Und das 'unteilbar im Wesen, als unvermischbar' ist auch nicht logisch zu fassen; unteilbar setzt ja eine Einheit voraus, unvermischbar aber unterschiedliche Dinge. Wir sind hier eindeutig mit unseren grauen Substanzen am Ende. Das verstehen wir ebensowenig wie eine Biene englisch. "unbegreiflicher Gott". Aber eine Biene hat die Sachen drauf wo Nektar zu finden ist und wie man Honig daraus macht. Und das reicht. Englisch muss es eben gar nicht sein. Und wir haben das auch: Wer mein Wort (gerne auch nur das, was wir verstanden haben) hört und tut, der hat ewiges Leben.

Ich liebe meine Frau wirklich, aber 'begriffen' habe ich sie nicht. Und das muss ich auch garnicht, ich soll sie ja lieben, mit ihr leben, sie ehren und mit ihr teilen. Das reicht.

ElvisVrinic hat geschrieben:Ich denke hierbei einfach nur das der HERR für uns mehr oder weniger "erschaffen" wurde
Du setzt es ja schon selber in "". NEIN, Elvis, das denkst du falsch: Im Bekenntnis heisst es: Gezeugt, NICHT geschaffen! Hier stehen wir doch schon wieder davor, etwas nur bekennen, nicht erklären zu können. Was das beinhaltet, das wissen wir einfach nicht: Der Soh und der Heilige Geist sind 'gleichewig', also für unsere Begriffswelt nicht fassbar ausser: Die Dreiheit war immer so wir sie war seit: VOR ALLER ZEIT.
Ein Verdacht macht sich da ja schon bei mir breit: Sag, ist das Wort, nach deiner Auffassung erst in der Geburt Jesu, des 'Herrn' entstanden? Du hast dich da jetzt schon zum zweiten Mal undeutlich geäussert.

Christus ist auferstanden
Dein Bruder Benedikt

ElvisVrinic
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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon ElvisVrinic » 02.05.2010, 20:04

Benedikt hat geschrieben:
ElvisVrinic hat geschrieben:Der sohn (Gottes) also das Wort ist einfach nur der HERR und, Gott selbst ist der VATER den aber niemand gesehn hat bzw. sehen wird ausser das Wort GOTTES selbst. Ich denke hierbei einfach nur das der HERR für uns mehr oder weniger "erschaffen" wurde und der himmlische könig uns hilft oder ähnliches.


Lieber Elvis,

kann es sein, dass du dich grad mit der Dreiheit hrumschlägst und den Boden bissel unter den Füssen wanken fühlst?
Du wärest ja in allerbester Gesellschaft.

Ich möchte dir raten, das 'Auseinanderfieseln' der Dreiheit bleiben zu lassen. Wer wer ist, das ist für uns und gewiss auch für unser Seelenheil nicht entscheidend. Es gibt gewiss eine Menge Christen, die die Dreihiet nie 'erfasst' haben und trotzdem vom Herrn geliebt sind.

Aber zu oben: Der Herr hat gesagt:" Wer micht sieht, der hat den Vater gesehen", wobei natürlich richtig ist, dass niemand Gott sehen kann und leben. In der Geschichte im Hain Mamre springt die Sprache ganz eigenartig zwischen 'Männer - Engel - der Herr' hin und her so dass man logisch erklärbar keine Grenze mehr hinbekommt.

Ich denke ein Baum ist ein Baum und kein Fluss, klar und das ist gut und richtig zu wissen und zu unterscheiden. Aber wo das Wort anfängt und aufhört innerhalb der Dreiheit oder wie gross der 'Anteil' vom Vater im Geist steckt. das sind erstens unbeantwortbare und zweitens irrelevante Fragen. Und obendrein sehr dazu geeignet uns zu verwirrden.

Zitat aus dem Kanon: Dich überwesentliche Dreiheit in der Einheit der Gottheit und dich Urherrschaft preisen mit den Seraphim wir als unteilbar im Wesen, als unvermischbar, gleich an Herrlichkeit, unbegreiflicher Gott

Ich finde da ist Schluss mit Denken. Was bitte ist: 'überwesentlich' ausser dem Gestammel, das da irgendwas ist was mehr als ein zu umgrenzendes Wesen ist. Und was ist eine: 'überwesentliche Dreiheit in der Einheit der Gottheit' ? Ausser, dass wir bekennen, so haben wir von Dir über Dich erfahren, das 'wissen' wir und wir können es icht erfassen. Und das 'unteilbar im Wesen, als unvermischbar' ist auch nicht logisch zu fassen; unteilbar setzt ja eine Einheit voraus, unvermischbar aber unterschiedliche Dinge. Wir sind hier eindeutig mit unseren grauen Substanzen am Ende. Das verstehen wir ebensowenig wie eine Biene englisch. "unbegreiflicher Gott". Aber eine Biene hat die Sachen drauf wo Nektar zu finden ist und wie man Honig daraus macht. Und das reicht. Englisch muss es eben gar nicht sein. Und wir haben das auch: Wer mein Wort (gerne auch nur das, was wir verstanden haben) hört und tut, der hat ewiges Leben.

Ich liebe meine Frau wirklich, aber 'begriffen' habe ich sie nicht. Und das muss ich auch garnicht, ich soll sie ja lieben, mit ihr leben, sie ehren und mit ihr teilen. Das reicht.

ElvisVrinic hat geschrieben:Ich denke hierbei einfach nur das der HERR für uns mehr oder weniger "erschaffen" wurde
Du setzt es ja schon selber in "". NEIN, Elvis, das denkst du falsch: Im Bekenntnis heisst es: Gezeugt, NICHT geschaffen! Hier stehen wir doch schon wieder davor, etwas nur bekennen, nicht erklären zu können. Was das beinhaltet, das wissen wir einfach nicht: Der Soh und der Heilige Geist sind 'gleichewig', also für unsere Begriffswelt nicht fassbar ausser: Die Dreiheit war immer so wir sie war seit: VOR ALLER ZEIT.
Ein Verdacht macht sich da ja schon bei mir breit: Sag, ist das Wort, nach deiner Auffassung erst in der Geburt Jesu, des 'Herrn' entstanden? Du hast dich da jetzt schon zum zweiten Mal undeutlich geäussert.

Christus ist auferstanden
Dein Bruder Benedikt



weiste was. Vielleicht verstehe ich ja die dreiheiligkeit nicht oder sonst etwas. Sorry bin halt ein trottel.
dazu sage ich bzw. einer unsere Väter:

Gr. Palamas hat geschrieben:Die Namen "Vater" und "Sohn" sind Beispiele der menschlichen Realität, die wir Menschen gebrauchen, um dem Mysterium der dreieinen Gottes näherzukommen. Jedoch sind diese Beispiele unvollkommen und somit eigentlich nicht existent, da die meschlichen "Vater" und "Sohn" zwar eines Wesens sind, sind aber nicht unteilbar und befinden sich nicht ineinander.
Das gleiche gilt für die Beispiele "Sonne-Licht-Strahlung" und "Verstand-Logik-Geist". Das alles ist durchaus unteilbar, aber es handelt sich nicht um unterschiedliche Hypostasen.

tja was soll man sagen erst heisst es man wäre zu falsch bzw. "unwissend", weil man es nicht erklären kann. Dann soll man seine Meinung verheimlichen damit etwas "gewahrt" wird und wenn man fragt heisste es im ferneren vielleicht ja einfach nur "depp".

Ich glaube ich mache es Vater Martinos gleich (obwohl ich nicht kein Priester bin sonder nur laie) gleich und verlasse dieses Forum. Irgendwie scheint man doch menschliche nähe zu suchen als die Wahrheit selbst.

Sorry leute aber wurde zu oft "angefahren" wer mit ... besser ausskommen will der soll, selbst schuld. Man sieht sich irgendwann.

Tschüüss

der HERR segne euch.
Amen
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

Ehre Sei dem Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Jetzt und immerdar und in alle ewigkeit. Amen

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Nassos
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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon Nassos » 02.05.2010, 20:37

Elvis,

hör auf rumzuspinnen und komm wieder zurück.

Meinen Klugscheißerscheiß wegeditiert - überflüssig.

Nassos

Ehemaliger

Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon Ehemaliger » 02.05.2010, 20:39

? ? ?

habe ich dich angefahren?

Wenn das so angekommen ist, dann bitte ich um Verzeihung.

Nassos
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Re:

Beitragvon Nassos » 14.05.2010, 00:43

holzi hat geschrieben:
rafailia hat geschrieben:Der Unterschied zu den Katholiken liegt in der unterschiedlichen Auffassung ueber den Heiligen Geist, Orthodoxe sagen, das der Heil Geist vom Vater ausgeht, Katholiken sagen, von Vater und Sohn.
Liebe Rafailia, ich denke eher, dass die Aussage über die Sendung des Hl. Geistes eher eine christologische als eine pnevmatologische ist, da bei der Aussage, der Geist gehe vom Vater und dem Sohn aus, die Einheit des Sohnes mit dem Vater noch einmal hervorgehoben werden soll. Das Filioque richtete sich primär gegen eine neuarianische Häresie auf der iberischen Halbinsel, die behauptete, dass der Hl. Geist nur vom Vater alleine ausgesandt wurde, der Sohn also eine untergeordnete Rolle spielen würde.

Aber es ist schon wahr, dass man viel über die Trinität streiten und philosophieren könnte, ohne sie jemals mit unserem begrenzten Verstand erfassen zu können. Eine gute (aber auch schwere) Lektüre zu diesem Thema wären die Fünfzehn Bücher über die Dreieinigkeit des Hl. Augustinus v. Hippo.

Grüße
Konrad
Hallo holzi,

habe in den alten Beiträgen nochmal gelesen. Viele links von damals funktionieren nicht mehr. Aber der Link, den Du hier anführtest, würde mich interessieren. Irgendeine Ahnung, wo man das jetzt finden könnte?

Lieben Gruß,
Nassos

holzi
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Re: Re:

Beitragvon holzi » 14.05.2010, 07:52

Nassos hat geschrieben:
holzi hat geschrieben:
rafailia hat geschrieben:Der Unterschied zu den Katholiken liegt in der unterschiedlichen Auffassung ueber den Heiligen Geist, Orthodoxe sagen, das der Heil Geist vom Vater ausgeht, Katholiken sagen, von Vater und Sohn.
Liebe Rafailia, ich denke eher, dass die Aussage über die Sendung des Hl. Geistes eher eine christologische als eine pnevmatologische ist, da bei der Aussage, der Geist gehe vom Vater und dem Sohn aus, die Einheit des Sohnes mit dem Vater noch einmal hervorgehoben werden soll. Das Filioque richtete sich primär gegen eine neuarianische Häresie auf der iberischen Halbinsel, die behauptete, dass der Hl. Geist nur vom Vater alleine ausgesandt wurde, der Sohn also eine untergeordnete Rolle spielen würde.

Aber es ist schon wahr, dass man viel über die Trinität streiten und philosophieren könnte, ohne sie jemals mit unserem begrenzten Verstand erfassen zu können. Eine gute (aber auch schwere) Lektüre zu diesem Thema wären die Fünfzehn Bücher über die Dreieinigkeit des Hl. Augustinus v. Hippo.

Grüße
Konrad
Hallo holzi,

habe in den alten Beiträgen nochmal gelesen. Viele links von damals funktionieren nicht mehr. Aber der Link, den Du hier anführtest, würde mich interessieren. Irgendeine Ahnung, wo man das jetzt finden könnte?

Lieben Gruß,
Nassos

Aber klar doch: http://www.unifr.ch/bkv/rtf/bkv205.rtf
Übersicht über alle verfügbaren Werke: http://www.unifr.ch/bkv/awerk.htm
Das Christentum nimmt den Menschen, wie er ist, und macht ihn zu dem, was er sein soll. (Adolph Kolping 1813-1865)

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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon Nassos » 14.05.2010, 07:56

Merci!

Andromachi
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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon Andromachi » 09.09.2010, 22:34

Εine Stelle im Neuen Testament, die von der Gottheit des Heiligen Geistes zeugt ist folgende aus der Apostelgeschichte:

Apg 5,3-4 Da sagte Petrus: Hananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, dass du den HEILIGEN GEIST belügst und von dem Erlös des Grundstücks etwas für dich behältst? Hätte es nicht dein Eigentum bleiben können und konntest du nicht auch nach dem Verkauf frei über den Erlös verfügen? Warum hast du in deinem Herzen beschlossen, so etwas zu tun? Du hast nicht Menschen belogen, sondern GOTT.

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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon Andromachi » 09.09.2010, 22:56

Entschuldigung, dass ich erst jetzt hierzu etwas schreibe. Ich habe gerade etwas gelesen, zu dem etwas gesagt werden muss:

holzi hat geschrieben:Häresie auf der iberischen Halbinsel, die behauptete, dass der Hl. Geist nur vom Vater alleine ausgesandt wurde, der Sohn also eine untergeordnete Rolle spielen würde


Warum, lieber Holzi würde die Aussendung des Heiligen Geistes nur vom Vater von einer untergeordneten Rolle des Sohnes zeugen? Die drei Personen der Heiligen Dreifaltigkeit sind zwar einig, aber sie fallen nicht zusammen. Jede hat ihre "Rolle". Würdest du z.B. sagen dass Christus untergeordnet ist, weil Er kein Vater ist?
Und außerdem: Es heißt bei Apostel Paul:

1 Kor 15,28 Wenn ihm dann alles unterworfen ist, wird auch er, der Sohn, sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott herrscht über alles und in allem.

Na? Was sagst du dazu?
Ich bin keine Theologin und eigentlich darf ich mich an solche Themen nicht wagen, aber diese Stelle erinnert mich an eine Familie, in der die Liebe herrscht: Ist es wichtig, wer die Oberhand hat?

Nassos
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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon Nassos » 09.09.2010, 23:33

Moment, das mit der Unterordnung des Sohnes hatten die iberischen Häretiker behauptet, aber nicht Holzi - der ist sogar total dagegen.

Ob mit dem filioque der Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben werden sollte, ist ein anderes Thema.

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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon holzi » 10.09.2010, 07:25

Nassos hat geschrieben:Moment, das mit der Unterordnung des Sohnes hatten die iberischen Häretiker behauptet, aber nicht Holzi - der ist sogar total dagegen.

Ob mit dem filioque der Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben werden sollte, ist ein anderes Thema.
Danke Nassos. Die Arianer in Spanien hatten ja bestritten, daß Jesus Christus als Sohn Gottes auch wirklich wahrer Gott war. Sie meinten nämlich, daß er von Gott Vater sozusagen "adoptiert" wurde, aber erst ein ganz normaler Mensch gewesen wäre. Also wurde unter dem Hinweis, daß ja Jesus versprochen hatte, den Jüngern den Geist des Vaters zu senden (Joh. 15, 26) festgestellt, daß Jesus genauso göttlich ist wie der Vater und Jesus auch an der Sendung des Geistes Anteil hat. Das Filioque im Verständnis der Lateiner bezieht sich mehr auf die Aussendung des Geistes des Vaters durch den Sohn, während die griechische Tradition den alleinigen Ursprung des Geistes aus dem Vater sieht und die Sendung durch den Sohn im Credo nicht berücksichtigt.
Ob allerdings die Aufnahme der Formulierung in das Credo wirklich sein musste, das steht auf einem anderen Blatt.
Das Christentum nimmt den Menschen, wie er ist, und macht ihn zu dem, was er sein soll. (Adolph Kolping 1813-1865)

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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon Nassos » 13.09.2010, 21:56

Hallo holzi,

null problemo mit den Iberern.

Ausgesandt vom Vater durch den Sohn. Meine theologischen Kenntnisse (lach, lach, lach) reichen hierfür nicht aus, um dies wirklich zu beurteilen. Ich habe bisher auch nichts zu dieser "eleganten Lösung" gelesen.
Klar ist jedoch, dass der Westen durchaus die Position vertrat, auch der Sohn sendet aus, und dass der Osten die Position vertrat und vertritt, dass Er das eben nicht macht - der Ursprung genaus so ist, wie Du das oben für den Osten darlegtest.

Lieben Gruß,
Nassos

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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon holzi » 14.09.2010, 06:33

Hier kommt wieder die Sprache ins Spiel: im Lateinischen bedeutet das Verb "procedere" (...qui ex patre procedit) zwar "heraustreten", "hervorgehen", neigt sich hier aber mehr der Beschreibung der Handlung, des - wie auch unser Fremdwort "Prozedere" schon ausdrückt - Ablaufes zu. Ich weiß jetzt zwar nicht, wie genau das griechische Wort (τὸ ἐκ τοῦ Πατρὸς ἐκπορευόμενον) mit diesem "procedit" zu 100% übereinstimmt. Ich vermute aber, daß es mehr die Bedeutung im Sinne von "Ursprung", "Herkunft" haben dürfte.
Das Christentum nimmt den Menschen, wie er ist, und macht ihn zu dem, was er sein soll. (Adolph Kolping 1813-1865)

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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon ElvisVrinic » 22.11.2010, 22:51

geliebte Brüder und schwestern in christo,

habe etwas neues über das myterium.

Also im Buche Mystische theologie, die tiefer in die theologie eingeht, habe ich folgendes erfahren.

Nun wie bekannt ist ist die Dreiheit wesenseins d. h. an sich habe sich die hypostasen keinen unterschied in der wesenhaftigkeit - der eine ist der andere.

So und jetzt kommen die unterscheidungen:

Vater = Quelle

Sohn = Geboren, gezeugt aus dem VATER

Heiliger Geist = Hervorgehend aus dem VATER

tja was jetzt der unterschied zwischen geboren und hervorgehen ist, wissen selbst unsere heiligen nicht - wie sollen wir es dann wissen.

Die ungeschaffenen Energien sind glaube ich ein anderes thema.

Soweit hoffe es wäre verstanden :mrgreen:

Gruß

Elvis - der unwürdig ist
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

Ehre Sei dem Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Jetzt und immerdar und in alle ewigkeit. Amen

IC XC
NI KA


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