H - wie Hypostasen

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Loukia
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Beitragvon Loukia » 26.09.2009, 18:03

Ich habe da mal etwas von protestantischer Seite aus gelesen, das mir auf erfreuliche Weise sie Augenbrauen anhob, so in etwa war das:

Es fragte ein Theologe einen jungen Theologiestudenten, ob er die Trinität erklären könne. Der Student antwortete mit: "Ja, sicher!". Der Theologe sagte ihm: "Nein, niemand kann Gott erklären."

Es hat eine Zeit gegeben, bevor ich an die Trinität glaubte, ich würde sagen, ich war Deistin, denn ich anerkannte zwar, das es Gott gibt als einen Schöpfer, der aber in keiner Weise eingreife und sich uns nicht offenbart habe.

Überzeugt hat mich letztlich, das ich die Trinität nicht begreifen kann und mich immer fragen müsste, "Wie?", wenn ich nicht wüsste, das mein Verstand zu begrenzt ist.

Wenn Gott unendlich ist und mal angenommen man wollte ihn erklären, müsste man dann nicht auch ebensolange erklären, denn schlicht und einfach könnte die Erklärung wohl nicht sein , da Gott im Stande ist das für den Menschen Komplexe und immernoch nicht erschlossene und wahrscheinlich nie vollständig erschließbare Universum zu schaffen?

Diese Gedanken ließen mich begreifen, das ich einfach glauben muss, das Gott dreieinig ist, denn bei allen Theorien, in denen Gott es angeblich nicht ist, weiß man eher nicht viel von Gott. Man mag ihm einige Eigenschaften zuschreiben, die sonst nichts mit ihm teilt, jedoch ist Gott in solchen Theorien auch nie persönlich.

Gott ist in seinem Sohn, Jesus Christus, erfahrbar geworden. Gott ist ins Fleisch gekommen und ist unter uns gewandelt, bis er zu seinem Vater aufgestiegen ist um wiederzukommen in seiner Herrlichkeit um uns Sünder zu richten. Niemand hat den Vater je gesehen, außer dem Sohn und im Sohn sehen wir den Vater.

Wir sehen ja auch die Menschheit im Menschen, oder nicht?
Ἡ χάρις τοῦ Κυρίου Ἰησοῦ Χριστοῦ μεθ' ὑμῶν. 1. Korinther 16,23

Nassos
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Beitragvon Nassos » 26.09.2009, 20:08

Manchmal kann ich garn nicht glauben, dass es sich hierbei um ein 17-jähriges Mädchen handelt.
Loukia, super vielen Dank und RESPEKT.

Nassos
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Re:

Beitragvon Nassos » 08.01.2010, 00:51

Sinaitis hat geschrieben:... Und wir beten zum Vater durch den Sohn im Heiligen Geist.
Darf ich mal eine blöde Frage stellen? Ich habe eigentlich immer ein Problem gehabt, die Präpositionen genau zu verstehen. Irgendwie habe ich den Eindruck, ich bin der einzige, der damit Schwierigkeiten hat, aber wie genau muss ich mir das vorstellen?
Kann man dies etwas näher erklären?

Bitte entschuldigt meine Dummheit. Würde ich gefragt werden, wie das zu verstehen ist, würde ich ins Schwitzen kommen - und ich möchte das nicht. Ich möchte dies nicht auch nur einfach nachsprechen, sondern verstehen, was ich da sage.

Vielen Dank.

Gruß,
Nassos

ElvisVrinic
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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon ElvisVrinic » 15.02.2010, 17:35

Lieber nassos,

ist zwar jetzt ein bisschen spät (obwohl Zeit relativ ist) aber ich versuche mal meinen senf abzugeben.

Wie schön vorher erwänhnt hat sich das Wesen Gott in drei personen offenbart. Gottvater, Gottsohn, Gottheiliger geist.
Das alles ist ja das ein und das selbe wesen bloss schätze ich mal das sich der HERR uns sich in diesen Drei Personen offenbart hat um glaube ich zu verstehen wie was gemeint ist.

der Heilige Geist ist der lebensschaffene Geist der alles erfüllt und überall ist also der HERR
der Sohn ist (glaube ich mal) der, der auf die Erde kommt um zu richten die lebendigen und die Toten, dessen Herrschaft kein Ende sein wird also der HERR
der Vater ist der der (glaube ich) weiterhin auf den thron im himmelreich sitzen wird und vom dem alles ausgeht also der HERR

Anhand diesen logos sieht man er ist EINZ. Weil das Wesen Gott das alles ist und noch mehr.

Es ist auch so das man diese personen nicht erklären kann, sondern den Logos also dies Worte.

Vater und sohn wird wahrscheinlich gemeint sein, dass der der die Erde richten wird sage ich jetzt mal Gott in kleineren format ist. Der HERR thront weiterhin im Himmelreich und auf der Erde.

Das bedeutet auch das der HERR immer noch überall ist. Um es für uns dummen menschen verständlich zu machen ist der HERR ja auch Fleisch geworden Jesus der ist Christus der HERR

So wie es unser Priester Sinaitis gemeint hat:

man betet zu den Vater durch den Sohn im heiligen geist.
Jetzt überleg mal nach den logos dem ich oben geschrieben habe,(wenns richtig ist)
ohne den heiligen geist (Gott), kannst du nicht durch den sohn zum Vater beten (Gott)
wenn du zum sohn Betest meinst du automatisch auch den Vater, da der sohn eine Bezugsperson ist (ein sohn muss einen Vater haben sonst wäre er ja kein sohn)
Vom Vater geht alles aus. Wenn du den Vater meinst meinst du auch automatisch den Sohn. Da ein Vater ohne sohn kein Vater ist.

(Ich bitte auch nochmals ich beschreibe den Logos nicht GOTT, denn er ist wirklich unbeschreiblich)

hoffe dir hilft das jetzt.

p.s. nassos um deines heilswillen bitte bitte bitte bitte faste und geh zur heiligen kommunion. (bin zwar erst 21 aber ich will helfen)

Ich bitte auch darum falls etwas falsch beschrieben oder erklärt wurde um korrektur. (damit ist der klerus gemeint)

der HERR schütze euch
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

Ehre Sei dem Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Jetzt und immerdar und in alle ewigkeit. Amen

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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon Nassos » 15.02.2010, 22:31

Lieber Elvis,

ich sehe wie sehr Dich das Thema berührt und Dein Engagement hier wiederum mich berührt.
Ich danke Dir so sehr, Bruder.

Bitte erlaube mir das vielleicht so zu verstehen.

1.) Ich bete im Heiligen Geist: Wenn wir aufrecht beten, dann sind wir erfüllt vom Heiligen Geist.
2.) Durch den Sohn: als "Mittler" ist diese Hypostase der Weg zu Gott Vater, dem Urprung.
3.) zum Vater: Zum Schöpfer allen Sichtbaren und Unsichtbaren, also zum Ursprung, zum Quell.

Habe ich das so richtig verstanden? Denn ich glaube, das deckt sich mit

ElvisVrinic hat geschrieben:er Heilige Geist ist der lebensschaffene Geist der alles erfüllt und überall ist also der HERR
der Sohn ist (glaube ich mal) der, der auf die Erde kommt um zu richten die lebendigen und die Toten, dessen Herrschaft kein Ende sein wird also der HERR
der Vater ist der der (glaube ich) weiterhin auf den thron im himmelreich sitzen wird und vom dem alles ausgeht also der HERR


ElvisVrinic hat geschrieben:dass der der die Erde richten wird sage ich jetzt mal Gott in kleineren format ist. Der HERR thront weiterhin im Himmelreich und auf der Erde.

Nein! Denn das hört sich an, als ob Gott Vater höher stünde und der Sohn unter ihm (kleineres Format). Wenn sie jedoch wesenseins sind (der Selbe!), dann kann der Sohn nicht ein kleineres Format sein. Aber vielleicht meinst Du die Besonderheit seiner zweiten, menschlichen Natur. Aber die Fleischwerdung zieht Gott nicht runter, sondern uns hoch.

Ich weiß aber, dass es schwer ist das zu verstehen (vielleicht sogar unmöglich). Was wir versuchen können ist zu lernen, was uns die Mutter Kirche und die Väter mitgaben. Aber wir müssen die Trinität nicht durchschauen. Wir müssen glauben.

Ich möchte Dir aber auch an dieser Stelle wirklich von Herzen danken für Dein p.s. Leute, das ist Nächstenliebe, die mich selber zutiefst beschämt ob meiner selbst. Und das ist auch gut so.

Lieber Elvis, die Allheilige Gottesgebärerin, unsere Fürbitterin vor dem Herrn möge Dich stets unter ihrem Schutzmantel hüten.

In der Liebe des Herrn,
Nassos

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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon ElvisVrinic » 16.02.2010, 11:51

Lieber nassos,

gut da haste recht mit vergleich vom Vater und sohn, bin vielleicht zu arianisch geworden. Nimm ich zurück. Man kann die Hypostasen nach wie vor nicht beschreiben nur den Logos.

aber hoffentlich hilft dir des.

p.s. warum so beschämt sei doch freudig, es gibt immerhin noch welche die versuchen richtig zu sein. Ausserdem haste gewusst das eines der Werke der Barmherzigkeit ist, den sünder zurechtzuweisen :) :angle: (versteh mich jetzt nicht falsch)
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

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Re:

Beitragvon ElvisVrinic » 28.04.2010, 20:58

Nassos hat geschrieben:Zu den Hypostasen möchte ich gerne noch einen kleinen Ausschnitt aus einem Gebet hier reinstellen:

Παναγία Τριάς, ελέησον ημάς. Κύριε, ιλάσθητι ταις αμαρτίαις ημών. Δέσποτα συγχώρησον τας ανομίας ημίν. ‘Αγιε επίσκεψαι και ίασαι τας ασθενείας ημών, ένεκεν του ονόματός σου. Κύριε, ελέησον, Κύριε, ελέησον. Κύριε ελέησον.

Auf Deutsch:
Allheilige Dreiheit, erbarme dich unser. Herr, reinige uns von unseren Sünden, Gebieter, verzeih uns (unsere) Übertretungen. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um deines Namens willen.
(Danke, Vt. Martinos).

Ich hatte mal aufgeschnappt, dass:
- Herr = Gottvater
- Gebieter = Sohn
- Heiliger = Heiliger Geist

Hoffe, dies richtig wiedergegeben zu haben.

Gruß,
Nassos



hehe magste die GEEBETE auch so sehr was.

Wie wärs damit:

Heiliger GOTT (VATER)
Heiliger Starker (Jesus CHRISTUS)
Heiliger unsterblicher (Heiliger Geist)

das Trisagion (Dreiheilig) ist bei uns in jedem Einleitungsgebeten vertreten.

hmmmmmmmmmmmmm... was Ihr dazu sagt.

der HERR schütze euch
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon ElvisVrinic » 28.04.2010, 21:15

Liebe Brüder und schwestern,

also nochmal zur dreiheit. An sich ist es einfach zu erklären aber schwer es zu Verstehen.

Fassen wir nochmal zusammen:

ein Wesen - drei personen wesenseins :?

VATER ist der ursprung allen lebens ohne ihn ist nichts und ohne ihn war nichts. Es ist GOTT selbst den niemand gesehen hat ausser der logos selbst.

SOHN Jesus CHRISTUS selbst, dadurch das er zwei Naturen hat, sprich die des VATERS selbst ist er eines mit ihn, die zweite Natur ist das Wort des VATERS also die menschliche seele des HERRN, deswegen ist der Sohn selbst nicht vor allen zeiten aber im ursprung schon.

der HEILIGE GEIST wird als Geistige Taube dargestellt, er selbst ist ein Bote übermittler und ähnliches. der Geist Selbst ist das Wort des VATERS also geschaffen, das was ich sage mal ganz blöd in ihm steckt ist der VATER selbst, er hat durch seine Wesen, seien es Propheten, engel oder Heilige gesprochen

so habe ich es verstanden, das was ich vorhin geschrieben habe ist eine Hilfe um, so glaube ich jetzt mal, auf diesen nenner ungefähr zu kommen, natürlich gibt es diskussionen und es ist ein einziges mysterium, aber so ungefähr sollte es sein. Wie genau man das jetzt sehen will weiss ich nicht - will ich auch ehrlich gesagt nicht wissen, man kann nur glauben nicht immer wissen (so wie es einige scholaisten haben wollen). Ausserdem sind diese ein WESEN den VATER selbst kennt niemand von uns menschen, wird es auch nicht, denn er ist unausprechlich gross.

Und glaubt bitte nicht dem Katholizismus, der ist leider falsch.

der HERR schütze euch
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon Nassos » 29.04.2010, 00:43

Hast Du den Thread überhaupt gelesen?

Du scheinst Natur und Wesen zu verwechseln. Der SOHN hat zwei Naturen, die Göttliche und die Menschliche. Was er mit dem VATER eins hat, ist das Wesen.

"Die zweite Natur ist das Wort des VATERS" ist sehr unglücklich formuliert. Die Naturen des SOHNES sind oben genannt. Das WORT wurde aber nicht erst durch die Menschwerdung WORT, sondern etwas früher schon:
Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort.Jh 1,1.
Jesus Christus ist fleischgewordenes Wort, aber das Wort ist nicht die zweite (menschliche Natur). Um als Wort Fleisch zu werden, muss man schon Wort sein.

Der Geist ist nicht Wort des Vaters und auf gar keinen Fall geschaffen!!! Er wäre sonst nicht Gott sondern Schöpfung, und damit gäbe es die Dreiheit nicht. Ich nehme aber an, dass Du das falsche Wort verwendet hast, es aber richtig gemeint hast, dass der Geist vom Vater ausgesandt wird.
Wenn wir in unseren Gebeten den Logos ansprechen, dann ist stets der Sohn damit gemeint. Die Allheilige Gottesgebärerin hat den Logos geboren.

Vater Martinos hatte das weiter oben sehr schön zum Ausdruck gebracht.

Und noch ein kleiner Hinweis: Du hast 1000% Recht: wir können die Dreiheit nicht verstehen. Aber was uns offenbart wurde und von den Vätern der Kirche gegeben wurde, das können, dürfen und müssen wir beschreiben und lernen. So sind die Worte von Vt. Martinos nicht seine eigene Erfindung, sondern was die Hl. Orthodoxe Kirche in den Jahrtausenden wahrt.

Gruß,
Nassos

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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon ElvisVrinic » 29.04.2010, 12:25

Nassos hat geschrieben:Hast Du den Thread überhaupt gelesen?

Du scheinst Natur und Wesen zu verwechseln. Der SOHN hat zwei Naturen, die Göttliche und die Menschliche. Was er mit dem VATER eins hat, ist das Wesen.

"Die zweite Natur ist das Wort des VATERS" ist sehr unglücklich formuliert. Die Naturen des SOHNES sind oben genannt. Das WORT wurde aber nicht erst durch die Menschwerdung WORT, sondern etwas früher schon:
Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort.Jh 1,1.
Jesus Christus ist fleischgewordenes Wort, aber das Wort ist nicht die zweite (menschliche Natur). Um als Wort Fleisch zu werden, muss man schon Wort sein.

ähm jetzt bin ich verwirrt oder doch nicht ? Das der (menschen)sohn vor jegliche zeit selber war ist also klar, denke aber in Menschengestalt, (Johannes dem Theologen ist er auch so erschienen, denke ich)
Der Geist ist nicht Wort des Vaters und auf gar keinen Fall geschaffen!!! Er wäre sonst nicht Gott sondern Schöpfung, und damit gäbe es die Dreiheit nicht. Ich nehme aber an, dass Du das falsche Wort verwendet hast, es aber richtig gemeint hast, dass der Geist vom Vater ausgesandt wird.
Was ist er dann, das er ausgesandt wird ist mir klar. Aber auf Ikonen usw. wird dieser Als geistige Taube dargestellt was denke ich an eine Brieftaube erinnert. Vielleicht übernehmen ja Engeln oder ähnliches diese Botenaufgabe.

Wenn wir in unseren Gebeten den Logos ansprechen, dann ist stets der Sohn damit gemeint. Die Allheilige Gottesgebärerin hat den Logos geboren.

jepp genau, bloss der VATER ist kein logos sondern der sohn und der geist, daher doch erst VATER, SOHN, HEILIGER GEIST. Direkt zum VATER ohne den HERRN (SOHN) Können wir nur im HEILIGEN GEISTE sprechen :mrgreen:

da hat der Pater schon recht. Trotzdem ist es wunderbar und schön.

Vater Martinos hatte das weiter oben sehr schön zum Ausdruck gebracht.

Und noch ein kleiner Hinweis: Du hast 1000% Recht: wir können die Dreiheit nicht verstehen. Aber was uns offenbart wurde und von den Vätern der Kirche gegeben wurde, das können, dürfen und müssen wir beschreiben und lernen. So sind die Worte von Vt. Martinos nicht seine eigene Erfindung, sondern was die Hl. Orthodoxe Kirche in den Jahrtausenden wahrt.

Gruß,
Nassos


Sagt mal gibt es irgendwelche orthodoxe Bücher zu diesen Thema. Interessiert mich voll.

P.S. jetzt guck ich mal ungläubig aus der Wäsche :shock: weshalb ist der sohn schon vor aller Zeit oder ist das mehr metaphorisch, den Zeit ist beim HERRN doch relativ?!

Gib mir ne antwort :( :( :(

der HERR schütze euch
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

Ehre Sei dem Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon Nassos » 30.04.2010, 00:57

Mein Sohn,
lese den Thread von Anbeginn. :book:
:mrgreen:

Kleiner Denkanstoß: wenn die drei Hypostasen wesensgleich sind (also ein Gott), wie kann dann der Sohn später kommen?
Was zeitlich auf jeden Fall hintereinander folgt ist die OFFENBARUNG der Hypostasen (also wann offenbart sich die Hypostase uns - Seiner Schöpfung?)

1.) Gott VATER
2.) Gott SOHN
3.) Gott HEILIGER GEIST

in dieser Reihenfolge offenbaren sich die Hypostasen des einen Gottes und in dieser Reihenfolge werden sie auch genannt
(Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.)

Schau mal unter "Bücher" hier und im KG nach.

Eine gute Einführung bietet auch wikipedia.

Gruß,
Nassos

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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon ElvisVrinic » 30.04.2010, 11:47

Nassos hat geschrieben:Mein Sohn,
lese den Thread von Anbeginn. :book:
:mrgreen:

Kleiner Denkanstoß: wenn die drei Hypostasen wesensgleich sind (also ein Gott), wie kann dann der Sohn später kommen?
Was zeitlich auf jeden Fall hintereinander folgt ist die OFFENBARUNG der Hypostasen (also wann offenbart sich die Hypostase uns - Seiner Schöpfung?)

1.) Gott VATER
2.) Gott SOHN
3.) Gott HEILIGER GEIST

in dieser Reihenfolge offenbaren sich die Hypostasen des einen Gottes und in dieser Reihenfolge werden sie auch genannt
(Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.)

Schau mal unter "Bücher" hier und im KG nach.

Eine gute Einführung bietet auch wikipedia.

Gruß,
Nassos



:idea: :idea: :idea:
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

Ehre Sei dem Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Jetzt und immerdar und in alle ewigkeit. Amen

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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon ElvisVrinic » 30.04.2010, 11:48

ABER was ist jetzt genau der heilige geist. Und sag jetzt bitte nicht das Wort gottes den der HERR ist es auch, oder

p.s ich verstehe dich.


der HERR schütze euch
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

Ehre Sei dem Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon Nassos » 01.05.2010, 00:07

Auf die Schnelle (ich brauche mehr Zeit, um eine Antwort zu formulieren):

Zum Wort "Wort":

Deutsch: Wort (Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott).
Griechisch: Logos (Ἐν ἀρχῇ ἦν ὁ Λόγος, καὶ ὁ Λόγος ἦν πρὸς τὸν Θεόν, καὶ Θεὸς ἦν ὁ Λόγος. οὗτος ἦν ἐν ἀρχῇ πρὸς τὸν Θεόν.)
Latein: Verbum (In Principio erat Verbum et Verbum erat apud Deum et Deus erat Verbum. Hoc erat in Principio apud Deum.)

Mit "Wort" wird stets der SOHN bezeichnet. Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. (Jh 1,3)

Wahrscheinlich möchtes Du zum Hl. Geist jetzt etwas mehr Text (genau dafür möchte ich etwas Zeit), aber hier sei nochmal Vt. Martinos rezitiert:
Wir beten zum Vater durch den Sohn im Heiligen Geist.

Bis demnächst,
Nassos

P.S.: Ich würde mich über Unterstützung freuen :book:

Ehemaliger

Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon Ehemaliger » 02.05.2010, 17:29

Christus ist auferstanden

Lieber Elvis!

da hast du uns ja einen aufgeladen: Was ist der Heilige Geist.

Also erst mal, das Fragewort ist falsch, es muss heissen WER ist der Heilige Geist, nicht WAS, denn da ist es dann passiert, dass wir den Heiligen Geist zu einer Sache machen und das ist ja genau das was wir dem Westen versuchen karzumachen, dass ER eben nicht: "Die Kraft Gottes" oder auch der "Hauch " ist oder was auch immer da im Westen entstanden ist.

Hier mal ein bisschen was zum Lesen:

Aus dem Mitternachtsgebet von gestern abend. Ein kleiner Auszug aus dem Dreifaltigkeitskanon des Metrophanes von Smyrna

Erste Ode:
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste

Die urgöttliche Dreiheit in den Personen lasset uns preisen, der Personen eine Natur gleicher Wesenheit, gleichen Thrones. Zu ihr flehen wir, sprechen air: Rette die, welche gläubig dich preisen.

Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste

Du wardst vom Vater durch den Geist mit des Frohlockens göttlichen Öle gesalbt als Sohn und wardst ein Sterblicher, und der einen Gottheit Dreipersönlichkeit hast du gelehrt.

Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste

Deiner unzugänglichen Herrlichkeit Zier, dreisonnige Einheit: die Seraphim ertragen es nicht, sie zu schauen. Mit Schwingen verhüllen sie sich und in dreiheiligen LIedern singen sie ohne Ende dir Preis.

Theotokion

Allheilige Gottesgebärerin, rette uns

Unsagbar hast du den Bildner des Alls, Allreine, geboren, der vom alten Fluch die Sterblichen erlöst und vom Tod der Verwesung. Und durch dich erkannten wir, dass einer der dreipersönliche Gott.

Dritte Ode

Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste

Als du einst Kraft aus der Höhe deinen heiligen Aposteln sandtest, o Christus, vom Vater den Tröster, liessest du erstrahlen das eine, dreisonnige Wesen.

Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste

Weil du dem Patriarchen Abraham in Mannesgestalt erschienst, dreifaltige Einheit, hast du deiner Güte und Herrschaft unveränderliches Wesen gezeigt.

Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste

Der du im Glauben als ein Gott in drei Personen bekannt wirst, sichtbar unbegrenzt, unausdenkbar für alle, errette unsere Seelen aus jeglicher Trübsal.

Vierte Ode
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste

Dich überwesentliche Dreiheit in der Einheit der Gottheit und dich Urherrschaft preisen mit den Seraphim wir als unteilbar im Wesen, als unvermischbar, gleich an Herrlichkeit, unbegreiflicher Gott

Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste

Als Gottheit, die unsagbar in den Personen geschieden und trotzden gleich ist, zugleich in einer Herrschaft, als allein unumgrenzte, unumzirkte, preisen wir in Hymnen dich, den Bildner jeglicher Schöpfung.

Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste

Der anfanglose Ratschluss hat das Wort auf unsagbare Weise gezeugt und lässt hervorgehen auch den gleichmächtigen, göttlichen Geist. Und deshalb verehren wir den Herrn, den Gott des Alls.

Neunte Ode

Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste

Mein ganzes Herz und den Sinn und alle Neigungen der Seele wie die des Körpers, bewege ich jetzt zu dir, meinem Bildner und Retter, dreifaltig strahlender, unumschränkter Gebieter, und rufe zu dir: Rette mich, deinen Knecht, vor Gefahren und Trübsalen jeglicher Art.

Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste

Unseren Geist und Sinn erhöhe zu dir, dem Höchsten. Leuchte mit deinen lauteren Strahle, Vater, Wort, Tröster, der du bewohst der Herrlichkeit unzugängliches Licht, lichtbeherrschende Sonne, dass wir stets dich preisen, den unumschränkt herrschenden und dreisonnigen Gott.


Das ist keine Beschreibung "was" der Heilige GEist ist. Das ist der Versuch Ihn anzubeten, sich Ihm zu nähern.

Ich bitte dich, den ganzen Kanon mal zu lesen und noch besser zu beten (gilt auch für mich) da wir viel eher uns unsere 'Bilder' von Gott erbeten als erdenken. Die liturgischcen Texte der Kirche können uns da ganz entschieden helfen einem Geheimnis näherzukommen, wohl wissend, dass wir nie "wissen" werden.

Wenn du fragst: Was ist der Heilige Geist, dann beinhaltet die Fragestellung die Unterstellung, ich meine i.S.v. Voraussetzung, dass der Heilige Geist zu definieren sei. Er also umgrenzbar oder abgrenzbar sei, denn nur dann könnten wir etwas endgültig beschreiben (wenn wir denn den entsprechend dicken Kopf hätten). Das gelingt uns aber schon mit Begriffen wie allmächtig oder ewig oder All nicht. Es sind Stammeleien von Sachen oder Eigenschaften, die sich eben dadurch auszeichnen, dass wir sie nicht fassen können. Nun ist aber der Heilige Geist mehr als allwissend oder ewig oder grösser als das All. Wie in aller Welt sollen wir um Ihn unseren Kopf herumbekommen?
Ich denke, wir sollten hier die Grenzen unseres Denkens anerkennen und aufhören über das hinausgehen zu wollen, was Gott in Seiner Gnade uns offenbart hat. Und das was wir daher wissen steht im Glaubensbekenntnis: Lebensspender, der vom Vater asugeht, durch die Profeten geredet hat usw.
Mir hat ein Vorschlag von Fr Thomas Hopko gefallen: Nimm mal deine Bibel her und drei verschiedene Farben. Dann unterstreiche die Aussagen über den Vater z.B. delb, die über den Sohn rot und die über den Geist blau. Und nimm das 'Wehen des Heiligen Geistes' oder die Flammen auf den Jüngern zu Pfingsten und das Säuseln und all das Andere mit und du wirst dein buntes Wunder erleben. Schon im ersten Kapitel der Genesis wird der erste Buntstift zuende sein und eine MEnge Fragezeichen am Rande. Denn: Wer von den 'Dreien ist denn der 'Gott', der am Anfang Himel und Erden machte? Der Vater (Schöpfer all des was sichtbar und unsichtbar ist) oder der Sohn (durch welchen alles geschaffen ist) oder der Geist (Lebenspender)??

Das wird ein langer Abend :shock:

Liebe Grüsse
Benedikt


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