H - wie Hypostasen

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Martin Hern
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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon Martin Hern » 26.04.2016, 22:35

da ist es wieder das wir haben recht , selbst wenn es im Wort Gottes steht.
zu der zeit ist Jesus schon auferstanden gewesen und war so wie er jetzt zu rechten des Vaters sitzt, und trotzdem wird es geleugnet.

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Dschorik
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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon Dschorik » 26.04.2016, 23:01

was steht in Jh 15, 26?

Wenn aber der Tröster kommen wird, den Ich euch vom Vater aus senden werde, der geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird Er Zeugnis für mich ablegen.
An jedem Ort sind die Augen Jahwes, / wachend über Böse und Gute! (Spr. 15, 3)

Martin Hern
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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon Martin Hern » 27.04.2016, 00:07

selbst auf die Gottes Mutter ist an Pfingsten der Heilige geist gekommen. Ich glaube das der Heilige Geist gekommen ist das er uns in die Wahrheit einführt.das wir erkennen was jesus gesagt und getan hat. wie jesus schon gesagt hat das der beistand von ihm zeugen wird, und er hat gezeugt von ihm in Joh 20,22. das durch jesus auch der heilige geist aus geht wie man lesen kann.

Martin Hern
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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon Martin Hern » 27.04.2016, 00:10

das der heilige geist vom vater ausgeht hat die RKK nie geleugnet , nur leugnet sie halt auch nicht das der heilige geist auch durch jesus gegeben wird.

Martin Hern
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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon Martin Hern » 27.04.2016, 01:16

Weil ihr aber Söhne seid, so hat Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen gesandt, der da ruft: Abba, Vater! (Gal 4,6 )

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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon PascalBlaise » 27.04.2016, 06:57

Brauchen wir wirklich die hundertste Diskussion zu diesem Thema?
Man nutze die Suchfunktion, z.B.
http://www.orthodoxes-forum.de/viewtopic.php?f=13&t=1764&
http://www.orthodoxes-forum.de/viewtopic.php?f=45&t=3172&
Ich denke, alle Argumente sind (seit Jahrhunderten) ausgetauscht.
Was soll das in diesem Rahmen schon bringen - wenn es keine bewusste Provokation ist - es nervt mich etwas....

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Igor
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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon Igor » 27.04.2016, 07:01

Grüß Gott!

Genau dieser Meinung bin ich auch, die Argumente diesbezüglich sind getauscht, und die orthodoxe Postition hat Thuja hier ausgezeichnet zusammengefasst bzw. zitiert:

Thuja hat geschrieben:Hmmm, diese Einführung des "filioque" war allerdings keine kirchliche Entscheidung, sondern eine politische von Karl dem Großen, also einem "Weltlichen" initiierte, um sein "Reich" zu einen...
Diese geschichtlichen Grundlagen sind Dir ja sicher ein Begriff, ansonsten hier nochmal gut und kurzgefasst zur Info aus http://www.rhodos-info.de/frames/orthodoxe.htm:
In den Konzilien zu Nicäa und Konstantinopel war zu glauben festgehalten, dass der Heilige Geist, die dritte Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, allein vom Vater ausgeht, und tatsächlich war das Glaubensbekenntnis jahrhundertelang ausschließlich in den Kirchen des Westens wie des Ostens so im Gebrauch. Der Zusatz, der Heilige Geist gehe nicht nur vom Vater, sondern auch vom Sohn aus, taucht zum ersten Mal im 6. Jahrhundert in Spanien auf und fand offensichtlich rasch Zustimmung. Lateinische Mönche, die im Jahre 807 in Jerusalem das Glaubensbekenntnis mit diesem Zusatz sangen, lösten damit einen heftigen Streit mit den dortigen griechischen Christen aus. Papst Leo III. stellte daraufhin 809 fest, der Zusatz sei zwar in sich rechtgläubig, aber niemand habe das Recht, am Glaubensbekenntnis auch nur ein einziges Wort zu ändern, und ließ zwei Tafeln mit dem griechischen und dem lateinischen Text ohne den Zusatz im Petersdom aufstellen. Schließlich habe ja das von allen anerkannte Konzil zu Ephesus festgelegt, dass der Wortlaut des christlichen Bekenntnisses ein für allemal feststehe. [...]


Zudem ist jetzt die Karwoche, von daher wird ein Großteil von uns eher in der Kirche, als im Forum verbringen und wenig Zeit haben, noch eine Runde in dieser bereits geführten Diskussion zu drehen.

In Christo
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Als der Höchste hernieder fuhr, verwirrte Er die Sprachen, zerteilte Er die Völker, nun, da Er Feuerzungen ausgeteilt, ruft Er alle zur Einheit: Einmütig preisen wir deshalb den Heiligen Geist. (Pfingstkondakion im 8. Ton)

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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon Nikolaj » 27.04.2016, 10:00

Lieber Martin Hern,
große Theologen beider Kirchen haben zu diesem Thema verschiedene Meinungen und lassen sich gegenseitig nicht überzeugen. Daher glaube ich auch nicht, dass wir uns hier gegenseitig überzeugen können mit unserem Halbwissen.

Die Orthodoxe Theologie/Dogmatik ist eine mystische Erfahrung, welche die Heiligen Väter uns gelehrt haben. Diese sind Gott näher gekommen als wir es können und haben diese Erfahrung soweit es geht niedergeschrieben, worauf wir nun zurückgreifen können. Diese Erfahrung und Lehre der Heiligen ist ein Teil unseres Glaubens. Vielleicht erklärt das unsere manchmal störrisch wirkende Art zu sagen "wir glauben aber das". Die Katholische Lehre hat ein stärkeres System und will vieles rational erklären. Ich glaube, diese Unterschiede müssen wir immer in den Diskussionen beachten.

Wenn wir nun über das Filioque sprechen, können wir einfach die geschichtliche Entwicklung dieses Zusatzes ansehen. Wie schon vorher geschrieben wurde, war es eine politische Sache und auch von Rom nicht direkt angenommen worden. Daher wird nun nach über 1.000 Jahren nicht die Orthodoxie diese Lehre annehmen.

Das Filioque war ein Zusatz der aufgekommen ist, um die Göttlichkeit des Sohnes zu bezeugen. Aber es bringt die Folge mit, dass der Heilige Geist herabgewürdigt wird, er wird zu einem Kommunikationsmedium zwischen den beiden Hypostasen Gottes, fast schon zu einer Energie. Die Orthodoxe Lehre betont aber die Gleichwertigkeit aller drei Hypostasen Gottes. Da gibt es eine Menge Literatur dazu, welche unsere Ansicht theologisch, biblisch, philosophisch etc begründet (mindestens genauso viel Literatur, wie die Katholische Kirche zur Rechtfertigung des Filioque hat). Hier kommen wir auch zum Kern des Problems, es ist eine andere Herangehensweise an das Dogma. Ein anderer Blickwinkel.
Es ist ähnlich dem verschiedenen Standpunkt, den die Orientalen (Mono-/Miaphysiten) im Vergleich zur Lehre der beiden Naturen Christi haben.

PS: Es schneit... :shock:

Gruß
Nikolaj

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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon Martin Hern » 27.04.2016, 11:33

ÜBERZEUGEN ??????
Für mich ist es er das richtige Verstehen und nicht das überzeugen.
Weil keiner kann sagen, Jesus ist der herr wenn er nicht aus dem heiligen geist redet! Gott sandte ,, den Geist seines Sohnes in unsere Herzen, den Geist, der ruft: , Abba, Vater " (Gal 4,6). dieses Glaubensbekenntnis ist nur möglich im Heiligen Geist! um mit Christus in verbindung zu sein , muß man zuvor durch den heiligen Geist berührt worden sein.

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Re: H - wie Hypostasen

Beitragvon Thuja » 27.04.2016, 18:39

Na, dann ist's ja gut, wenn wir nun alle wissen, wer wie vom Heiligen Geist berührt wurde oder nicht...

Ich schließe nun das Thema, Igor hat völlig Recht, die Karwoche jetzt ist wichtiger als diese hunderttausendste Diskussion zum "filioque".
Wenn jemand noch 'was Wichtiges dazu zu sagen hat, schreibe bitte eine PN an uns Mod's und Admin's, dann können wir dieses Thema dafür wieder öffnen.

Liebe Grüße
Thuja
Господи помилуй мя!


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