Nationale Kirchen und Patriotismus

Orthodoxe Kirche und Gesellschaft, Theologie
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Stefan
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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon Stefan » 27.01.2013, 18:40

Ilija, ich meinte nicht die Serben. Der dortige Priester ist äußerst entgegenkommend und freundlich, spricht nur leider so gut wie kein deutsch, auch in der Liturgie wird man nicht schräg angeschaut als Deutscher. Im speziellen Fall meinte ich eine russische Gemeinde.

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Elias
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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon Elias » 27.01.2013, 19:41

Stefan hat geschrieben:Ilija, ich meinte nicht die Serben. Der dortige Priester ist äußerst entgegenkommend und freundlich, spricht nur leider so gut wie kein deutsch, auch in der Liturgie wird man nicht schräg angeschaut als Deutscher. Im speziellen Fall meinte ich eine russische Gemeinde.
Achso... ! Ich dachte das wäre bei den Serben, na dann...

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Mirjanin
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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon Mirjanin » 29.01.2013, 22:39

Ilija hat geschrieben:Serbische Kirchen ausser Hannover sind Typische Migrantengemeinden wo es als Aussenstehender schwer ist! Ich Liebe die Serben, die haben mich als Fremde gut aufgenommen aber das lag auch sehr viel am Priester hier,ansonsten ist es Schwer!


Habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Man hat mich zugelassen, aber ich hatte nie das Gefühl "willkommen" zu sein. In erster Linie verstand man sich als eine Gemeinschaft aus Serben im Ausland. Mehr möchte ich zu dem Thema nicht sagen.
Was sie nicht verstehen können, ist das wir keine politische Partei bekämpfen, sondern die Mörder der spirituellen Kultur.

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Lazzaro
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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon Lazzaro » 14.05.2014, 23:16

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:P Lazarus

stephan
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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon stephan » 15.05.2014, 20:54

songul hat geschrieben:....
Aber warum macht ihr euch es denn so kompliziert? Seid doch einfach wie ihr seid; seid Deutsche die auch zu ihren Land stehen können (Deutschland kann sich weltweit inzwischen schon längst wieder sehen lassen) und geniesst dass ihr orthodox sein könnt.
Wer westchristliche Bräuche nicht kennengelernt hat, braucht sich nicht den Kopf machen, der kann doch einfach was aus der Kirche nehmen in der er konvertiert ist. ...
Glaubt ihr die osteuropäischen Bräuche seien besser oder orthodoxer?
Mitnichten; sie sind meistens genauso heidnischen Ursprungs wie die unsrigen hier im Westen. Sie sind aber alle europäisch und die europäische Art unserer Kulturen ist doch das was uns eint. Das europäische Gefühl ist doch das was uns verbindet.
Insofern: wer gerne russische, griechische, etc. Traditionen pflegen möchte - bitteschön.
Aber man meine nicht, dass, nur um voll-orthodox zu sein, das auch notwendig wäre.
Warum? Man kann genauso, einfach deutsch sein und seine Gewohnheiten haben, die, wenn man in einer Region Deutschlands aufgewachsen ist in der es noch ausgeprägte Bräuche gibt (die alle meist sehr alt sind und christianisiert wurden) auch weiterhin gepflegt werden können oder wenn man das nicht hatte, dann gibt es halt Bräuche in den Kirchen in die man geht....
Das ist doch alles nicht so schwer - finde ich.
Keiner muss sich heute noch schämen weil er Deutscher ist oder sich ständig für die jüngere Vergangenheit entschuldigen oder Komplexe haben oder sonstwas.
Vergessen soll man nicht.
Die Orthodoxie ist an keine Nation gebunden; sie ist universal und ein Glaube für ganz normale Leute.


Etwas alter Beitrag, aber spricht mir aus dem Herzen...Danke!

eleftheriaIthanatos
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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon eleftheriaIthanatos » 01.07.2014, 12:03

Zitat:Die Orthodoxie ist an keine Nation gebunden

Das sehe ich ganz anders, die Orthodoxie ist mit das Land Griechenland verbunden seit fast 2000 Jahren.

Heutzutage wird mann in Griechenland als Anti-Grieche bezeichnet wenn man den Glauben(Orthodoxie) nicht hat.

Eine Grieche ohne Orthodoxie kann leider kein Grieche sein.( Meine Meinung und auch weit verbreitet in Griechenland )

Ein Volk wie die Griechen es sind haben den Glauben im Patriotismus eingebunden.

1.Orthodoxie
2.Griechenland
3.Family

So sehen es die Griechen, es gibs auch Griechen die Griechenland als erstes tun und die Orthodoxie rausnehmen weil das Land Griechenland automatisch Orthodoxie bedeutet.

So auch mit der Flagge von Griechenland die mit den Kreuz beschmückt ist.

PS: Politiker in Griechenland werden alle als Verräter oder ungläubige hingestellt. siehe W-Krise, Imia 1996 u.s.w

Jeder Kann Orthodoxe werden so ist der glaube von Jesus Christus aber zu sagen das die Orthodoxie an keiner Nation gebunden ist finde ich falsch.


MFG

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Stephanie
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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon Stephanie » 01.07.2014, 14:37

Was du glaubst, ist dein persönliches Gusto, rechtlich jedoch vollkommen irrelevant. Ein atheistischer Grieche hat in seinem Pass als Nationalität ebenso "Grieche" stehen, wie der allerfrömmste Bürger dieses Staatsgebildes und wird auch von dessen Botschaft im Ausland vertreten. Ob dir das nun passt oder nicht.
Gott fragt nicht seine Gläubigen, welche Nationalität sie haben, da dies keine Glaubenskategorie ist, sondern eine rein rechtliche, von Menschen geschaffene. Dementsprechend nehmen die Menschen einen Glauben an, keine Nationalität.

eleftheriaIthanatos
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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon eleftheriaIthanatos » 02.07.2014, 19:04

hmm

Sagte ich, es ist nur für Griechen? ich würde mal die augen waschen erstmal und nochmal lesen :)
Es ist für alle Menschen der Welt wenn sie das Ewige leben haben möchten.

Und noch was, EIN GRIECHE wird man nicht durch den PASS, ich bitte dich, das würde dir kein Grieche bestätigen. Wenn du ne Griechin sein solltest ,was ich natürlich nicht glaube : Kala kerasia tote

Gia Party sou Stephanie

https://www.youtube.com/watch?v=TLJ4UOV0JJc

Höre genau zu wenn du ne Griechin bist.

Für dich extra ab 18:30 min

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Lazzaro
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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon Lazzaro » 02.07.2014, 20:51

eleftheria i thanatos hat in Seinem Profil geschrieben:
Religionszugehöhrigkeit: keine
SIC! :!:
Ich denke Stefanie hat als orthodoxe praktizierende Christin doch etwas mehr Ahnung über unseren christlichen Glauben als ein Atheist oder Agnostiker. Auf jeden Fall gebärdest Du Dich hier eher als filetistischer Häretiker denn als Orthodoxer, aber das ist nicht weiter tragisch, da Du nach eigenen Angaben sowieso keiner Religionsgemeinschaft angehöhrst. Folglich bist Du auch nicht orthodox. Was angesichts Deiner Thesen um so erstaunlicher ist.

Im Übrigen empfehle ich Dir, erst einmal den ganzen Strang zu studieren, damit Du weißt, über was eigentlich geredet wird.

Lazarus

eleftheriaIthanatos
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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon eleftheriaIthanatos » 02.07.2014, 21:19

Herr Lazzaro

Gottes wort ist keine Religion :)

Ich bin Griechisch Orthodox

Noch was mein bester
Wer Ahnung hat oder nicht das kannst du nicht beurteilen.
Lassen wir mal die religionzugehörigkeit
Kommen zum Thema zurück also findest du Herr Lazaros das Die Orthodoxie nicht mit Griechenland verbunden ist?
Leute wie du die vom Thema abschweifen und irgenwas anderes posten um zu VERSUCHEN mich ins Dunkeleck zustellen
Merke ich sofort deine unwissendheit in Thema Orthodoxie eise lau lau ama to katalabenis afto
Da ich Grieche bin Verstehe ich alles was im " Strang " gesagt wird.
Mach dir mal keine Sorge. Eher Sorgen solletst du über deine unwissendheit und Angriffslust machen.


Dürfte ich leicht fragen ob du Grieche bist?

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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon songul » 02.07.2014, 21:48

Schön. wenn die Griechen orthodox sind und sich ohne Orthodoxie nicht nicht vorstellen können.
Ist doch wunderbar.
Können sie eh nur in Griechenland machen.
Also was soll's.

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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon Thuja » 02.07.2014, 22:56

Hallo "Freiheit und Tod" oder was immer Dein Name genau bedeutet, ich kann kein Griechisch, aber die Bestandteile "Freiheit" und "Tod" erkenne ich auch!

Orthodoxer Glaube ist an KEINE NATIONALITÄT gebunden! Dass es Völker gibt, wie die Griechen, Russen, Serben, Bulgaren etc., die eine lange orthodoxe Tradition haben, ist klar. Aber das hat nichts mit der Nationalität zu tun, nicht nur Angehörige diese Völker können orthodox sein, sondern auch alle anderen.
Und in diesem Punkt möchte ich als Moderatorin Dich bitten, Dich hier zurückzuhalten, sonst muss ich Dich verwarnen! Beleidigende, rassistische und abwertende Postings werden hier nicht geduldet!

Viele Grüße
Thuja
Господи помилуй мя!

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MariaM
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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon MariaM » 02.07.2014, 23:00

@Ελευθερια ή Θάνατος: Ich weiss nicht so genau, worum es dir geht...?
Natürlich ist der christlich-orthodoxe Glaube ein ganz wichtiger und historisch im Grunde untrennbarer Bestandteil der griechischen nationalen Identität - da hast du völlig Recht! Aber das bezweifelt doch hier niemand - oder? Ohne die orthodoxe Kirche hätten die Griechen nie die Türkenherrschaft und andere schwere Zeiten überlebt, ohne dabei ihre Sprache, Bildung und den christlichen Glauben zu verlieren - sie wären heute im Grund keine Griechen mehr. Deshalb gehört das "Grieche-sein" und das "Orthodox-christlich sein" enger zusammen als vielleicht bei manch anderen Völkern, die eine andere Geschichte haben (wo z.B. der Begriff der Nation und das Identitätsgefühl eher in Abgrenzung zu (offizieller) Kirche/Glauben entstand... etc.) Aber das war doch hier eigentlich kein Streitpunkt, oder...?

Der hochgeehrte Αρχιεπίσκοπος Χριστόδουλος in der von dir verlinkten Rede (habe nicht alles gesehen/gehört) spricht sich für ein Europa der Völker mit verschiedenen Kulturen aus, aber auch für ein Respektieren der TRadition(en). Er ist sowohl für Fortschritt, als auch für TRadition, da beides nötig ist. Er spricht sich gegen eine künstliche TRennung der Gesellschaft in "fortschrittlichen Staat" und "rückständige Kirche" aus und fragt, wem so eine Spaltung dient? Wem diesnen solche abgrenzenden "Identitäten"? Die Kirche wird zum Feindbild gemacht, was er natürlich kritisiert. Und er sagt an der von dir hervorgehobenen Stelle, dass die Griechen Europa positiv annehmen und mögen, aber Griechenland LIEBEN (sollen). OK, warum nicht? Das ist in dem Kontext völlig verständlich, natürlich soll man seine Identität nicht verlieren oder aufgeben.

Wobei heute ja heute recht viele diese Identität (griechisch + orthodox) nicht mehr so klar verbunden sehen - auch viele Griechen sind ja im Glauben mittlerweile leider nicht mehr so verankert, relativieren vieles oder machen es sich leicht, picken sich raus was ihnen passt, halten Fastenzeiten nicht mehr oder nur noch symbolisch ein... etc. Und dazu sagt Xristodoulos ja, dass wenn die Menschen Gott verlassen, sie zu Kindern des Teufels werden, und warnt. davor.

Aber hier in der Diskussion ging es ja darum, dass die Orthodoxie auch in anderen Ländern gelebt wird - und dann eben nicht an eine bestimmte "orthodoxe" Nation gebunden sein muss (obwohl Griechenland/Griechisch immer eine besondere Rolle spielen werden - einfach wegen der historischen Bedeutung für den orthodoxen christl. Glauben). Es ging in der Diskussion darum, dass das Christnetum etwas für alle Menschen auf der ganzen Welt ist, in verschiednen Sprachen praktiziert werden kann und in verschiednen nationalen Ausprägungen. Dagegen hast du doch aber gar nichts, oder? :-)

Auf jeden Fall ist es das Verdienst der Griechen, dass das orthodoxe Christentum vor über 1000 Jahren nach Mittel- und Osteuropa kam, dafür können wir den Hl. Κυριλλος und Μεθόδιος aus Thessaloniki dankbar sein!

Gute Nacht - Καληνυχτα :-), M.

eleftheriaIthanatos
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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon eleftheriaIthanatos » 03.07.2014, 00:57

Liebe MariaM

Vielen dank für deine ausführliche beitrag

Sprichst mir aus der seele. gebe dir in allem recht. eise proti

Oxi tpt ala afti edw den tous aresi ama tous les Kati gia ellada des ti mou lene oloi Kai eipa mono tin alithia oti eine masi mas ena. Kai den to goustaroune Kai den kseroune tpt egw eime pontios to Aima tou propapoudes mou xithiki gia aftin tin pisti gia tin poli gia tin agia sofia mas diki MAS kai meta mou lene ali se mena oti den eine gebunden afto to lene gt den exisane akoma aima gia tin orthodoxia katalabes(kai den eno ta liga ta ksena egw milao gia ekatomiria ellinares ) ithela na tous eksigiso, ala den katalabane ,ala katalabane.Me ebrisane, kai to kalitero apo pano eine oti egw fteo, pou den tous eipa tpt kako, Theo mou
I pisti semas ellines den eine mono gebunden kai katomiria kritika kompus exi. kai afto opos fenete den to goustaroune edw
kai aftos o lazzaros ama eise ellinas adelfe mou krima krima ama den eise den exo na sou pw tpt ala ama eise ... kalitera na min eise pextara mou

kalinixta MariaM mpori na min se dw alo ,edw afti tha me klisoune na grafo pistebw gt tin alithia den eine nostimi xaxaxaxaxa

Nemanja
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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon Nemanja » 03.07.2014, 02:27

Nationale Kirche, aber nicht nationaler Glaube - heißt es in der Überschrift eines Textes des Heiligen Nikolaj Velimirovic, in dem er es genauer auslegt und den Unterschied bzw. die Unterschiede beschreibt und aufzeigt.

Edit: Vergesst nicht was Christus Seinen Aposteln befohlen hatte: "Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern..." (Matth. 28, 19) Somit sind Nationale Kirchen vollkommen evangelisch.


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