Nationale Kirchen und Patriotismus

Orthodoxe Kirche und Gesellschaft, Theologie
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Nikolaj
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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon Nikolaj » 01.10.2015, 11:37

Lieber Oliver,
grundsätzlich gebe ich dir Recht. Nur den letzten Satz verstehe ich nicht. Die ersten Christen waren nicht "von der Gosse". Wenn wir in der Apostelgeschichte von den Gabe lesen, welche von den Heidenchristen an die Jerusalemer Gemeinde gespendet wurden, dann dürften die Christen im römischen Reich nicht nur Arme gewesen sein. Schon der Fakt, dass viele Philosophen unter Ihnen waren, sagt auch von der Gelehrtheit mancher.

Gruß
Nikolaj

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Mirjanin
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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon Mirjanin » 01.10.2015, 14:25

"von der Gosse" mag vielleicht übertrieben klingen, aber es war tatsächlich nicht die Oberschicht, die sich entschieden zum Christentum bekannte. Nachzulesen z.B. in "De Civitate Dei" des Augustinus von Hippo (354 - 430). Der Grund war ganz irdisch: wer - wie damals üblich - öffentlich sein Bekenntnis zum Christentum sprach, verabschiedete sich aus den oberen Gesellschaftsphären der römischen Gesellschaft. Das ist ungefähr ein bisschen so, als wie wenn du derzeit als Angestellter im Öffentlichen Dienst die aktuelle Flüchtlingspolitik publik kritisierst. Dann hast du im besten Fall ein unangenehmes Personalgespräch - im schlechtesten Fall keinen Job mehr. Der Mechanismus zum Konformitätsdruck und die Zahl an Denunzianten ist seit Jahrtausenden unverändert.

Das führte dann dazu, dass damals viele Römer von höherem Stande zwar inoffiziell sich zum Christentum bekannten, aber nie einen Fuß in eine Kirche setzen und weiterhin an irgendwelchen Heidenkulten teilnahmen. Manche konnten das dann nicht mehr mit ihrem Gewissen vereinbaren - bekannten sich schließlich doch öffentlich - und verloren dafür Kopf und Kragen. (übrigens durchaus wörtlich gemeint) Die Basis bildeten die einfachen Leute - wie auch heute!

@Oliver - stimme dir ebenfalls in weiten Teilen zu, aber wie siehst du z.B. das Thema "Gerechter Krieg" ? Sollte ein Soldat, der seine angegriffene Heimat verteidigt, nicht einen priesterlichen Segen empfangen dürfen?
Was sie nicht verstehen können, ist das wir keine politische Partei bekämpfen, sondern die Mörder der spirituellen Kultur.

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Stephanie
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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon Stephanie » 01.10.2015, 19:14

Außerdem musste man als besitzender Gläubiger damit rechnen, dass man diesen Besitz für die Gemeinde veräußern musste... Gab ja keine Kirchensteuern, Sozialfürsorge usw. Nur wer wirklich "entbrannt" war, hat sich dann auch zu solch einem radikalen Schritt entschieden. Dementsprechend wenig populär oder anziehend war diese "neue Glaubensgemeinschaft" für die Schicht der Bessergestellten. Ganz zu schweigen von der Aufgabe von Privilegien, Ansehen...
Die conditio humana hat sich nicht soo wesentlich verändert innerhalb der letzten paar tausend Jahre 8)

Nikolaj
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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon Nikolaj » 02.10.2015, 08:38

Was ist ein "Gerechter Krieg"? Wann verteidigt man sein Vaterland und wann ist es eher ein Angriffskrieg?

Kriege sind Produkte der Streitigkeiten von Politikern, die von den einfachen Menschen ausgetragen werden müssen. Krieg ist immer ungerecht.

Oliver
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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon Oliver » 02.10.2015, 17:52

Nikolaj hat geschrieben:Lieber Oliver,
grundsätzlich gebe ich dir Recht. Nur den letzten Satz verstehe ich nicht. Die ersten Christen waren nicht "von der Gosse". Wenn wir in der Apostelgeschichte von den Gabe lesen, welche von den Heidenchristen an die Jerusalemer Gemeinde gespendet wurden, dann dürften die Christen im römischen Reich nicht nur Arme gewesen sein. Schon der Fakt, dass viele Philosophen unter Ihnen waren, sagt auch von der Gelehrtheit mancher.

Gruß
Nikolaj



Ich meinte damit die Unterschicht im Römischen Reich bzw. innerhalb Roms die von Christen Hilfe bekamen zur Zeit der Verfolgungen durch die Kaiser und erst Christen wurden.
Sie kümmerten sich um jene die innerhalb der Gesellschaft ausgestoßen waren und dadurch gewann das Christentum an Einfluss.
Ich schreibe manchmal ein wenig schwammig.

LG Oliver

Oliver
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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon Oliver » 02.10.2015, 18:41

Nikolaj,

Ich gebe dir recht was Krieg betrifft wenn es um Militärische Auseinandersetzungen geht.
Denn statt sich selbst und den eigenen Willen zu überwinden werden wir oft in Rollen gebracht
die weder uns noch anderen Menschen wie unseren Verwandten gut tun.
Als der Krieg in Jugoslawien anfing wusste ich nicht das ich Serbischer Abstammung war und plötzlich
wurden aufgrund des Tito Kommunismus genau die unterdrückten Wurzeln der Menschen offengelegt die
statt der Wahrheit des Glaubens der Welt gefolgt sind und enttäuscht wurden.
Sie wussten weder das Christ sein bedeutet noch wem sie angehörten sondern glaubten das ihre
Nationalität und ihre Geschichte der Maßstab sind dem sie folgen mussten.
Es gibt heute in Serbien Verbrechen, Zerrüttete Familienverhältnisse, Unmoral, Drogen und Sozialpornographie.
Es waren die Verbrecher oder Mafiosi aus dieser Zeit die als Helden mystifiziert wurden und Vorbilder waren in Fernsehapparaten für mehrere
Generationen von Kindern die selbst außerhalb ihrer Heimat sich als Verbrecher wiederfanden selbst heute noch.
Hinzu kam das die Politik immer wieder Historische Ereignisse instrumentalisierte als Politikum wie z.B. die Schlacht am Kosovo oder Bosnische Politiker
den Genozid an Muslimen in den 90er Jahren heute.
Was die Kirche nicht konnte war die Gewohnheit der Menschen von heute auf morgen zu ändern weil die meisten gewohnt waren
von Menschen geführt zu werden statt von Gott.
Der Kommunismus ist Verantwortlich für die schlechte Lage der Orthodoxen Länder heute weil er die Seelen der Menschen missachtete, und die Wahl des Krieges gegen
die Feinde oder Verräter der Nation bleibt Unchristlich.
Die Nationalen Märtyrer die Heilige wurden waren Heilige weil sie die Kirche verteidigten und nicht sich selbst vor dem Islam im Mittelalter.
Die Kriege die heute stattfinden sind Ressourcenkriege, Diebstahl, Macht, Demokratie, Diktaturen, Waffenverkauf, Drogenverkauf, Menschenhandel, Satanismus uvm.
Das Christentum kennt nur einen Krieg und das ist gegen die nicht Sichtbaren Feinde unserer Seelen denn ohne zu leuchten für andere wird es keine Vernunft geben.



Chaldäischer Patriarch verlangt Friedensinitiative der internationalen Gemeinschaft für Nahost


Mar Louis Raphael I. Sako: „Es ist sehr traurig, mitanzusehen, wie die Menschen alles verlassen, um eine Zuflucht zu finden“

Tirana - „Man muss sich für den Frieden im Irak und in Syrien einsetzen, in den Ländern, wo die Kriegsflüchtlinge ihre Häuser, ihre Traditionen, ihre Sprache haben“: Dies betonte der chaldäisch-katholische Patriarch Mar Louis Raphael I. Sako im Hinblick auf die aktuelle Flüchtlingssituation im Gespräch mit der italienischen katholischen Nachrichtenagentur SIR. Der Patriarch äußerte sich am Rande des Assisi-Folgetreffens der Gemeinschaft Sant’Egidio in Tirana. Der Vorschlag von Papst Franziskus, dass jede Pfarre, jedes Kloster und jedes Wallfahrtsheiligtum in Europa eine Flüchtlingsfamilie aufnehmen solle, sei auf diesem Hintergrund eine „Teil-Lösung“. Die Solidarität sei eine Notwendigkeit, „wir müssen unsere Herzen öffnen, mit den anderen teilen, was wir haben“. Aber das sei „provisorisch“, notwendig wäre eine Dauerlösung.

Sako: „Man müsste alles tun um den Frieden in den Herkunftsländern aufzubauen!“

Wörtlich meinte der Patriarch: „Es ist sehr traurig, mitanzusehen, wie die Menschen alles verlassen, um eine Zuflucht zu finden. Es ist auch die Schuld der internationalen Gemeinschaft, die diesen Ländern nicht hilft, einen Weg des Friedens und der Versöhnung zu finden und damit zulässt, dass der Exodus weitergeht während man eigentlich alles tun müsste, um den Frieden in den Herkunftsländern aufzubauen“. Man müsse sich auch die Frage stellen, wie die Flüchtlinge integriert werden sollen: „Sie kennen die Sprache nicht, sie müssen alles zurücklassen und finden sich in einer Umgebung wieder, in der eine andere Kultur, eine andere Mentalität herrschen“. Der chaldäisch-katholische Patriarch verlangte im Gespräch mit SIR eine „politische Lösung“, um das Problem des Exodus aus dem Nahen Osten an der Wurzel anzugehen. Es sei besser, den Menschen zu helfen, dass sie in ihrer Heimat bleiben können.

„Die ganze Welt kann nicht nur zusehen…“

Bei der Eröffnung des Assisi-Treffens von Sant’Egidio im Kongresspalast der albanischen Hauptstadt sagte der Patriarch: „Die Gewalt, die den Irak, Syrien und den ganzen Nahen Osten heimsucht, ist ein Schock. Ein Schock für unsere Länder, aber auch ein Trauma für die ganze Welt. Die Menschheit kann sich nicht damit begnügen, nur zu warten und zuzusehen“.

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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon ARI » 23.10.2015, 13:54


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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon Priester Alexej » 23.10.2015, 15:35

Ist der Artikel aus einer sowjetischen Zeitschrift der 30 Jahre kopiert? Dort wurde regelmäßig Priester interviewt, die ihr Amt niedergelegt haben. 100 Jahre vergangen - und die Medien schreiben das Gleiche im selben Stil.
Apostolischer Kanon 39 (32): Priester und Diakonen sollen ohne Wissen und Willen des Bischofs Nichts thun: denn dieser ist's, welchem das Volk des Herrn anvertraut worden, und von welchem Rechenschaft über ihre Seelen gefordert werden wird.

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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon Igor » 23.10.2015, 21:12

Grüß Gott!

Wenn jemand mit dem Glauben gebrochen hat, wie der im Artikel interviewte ehemalige Priester, dann ist das natürlich tragische Entwicklung und besonders bedauerlich. Unabhängig von dem, was er da berichtet und welcher Wahrheitsgehalt in diesen Aussagen steckt.

Wie heißt es so sinngemäß „Große Gnade – große Versuchung“:

"Was mich damals an Gott glauben ließ, war geistige Umnachtung", sagt der Ex-Priester heute. Jenseits der Transzendenz half die Politik der Kirchenspitze nicht gerade, die Zweifel des jungen Priesters an seinem Leben in der Kirche auszuräumen.


Dass allerdings alle möglichen weiteren Vorwände für den Glaubensabfall herangezogen werden, um die Kirche zu diskreditieren, das ist sehr bedauerlich und wird leider allzu gern von bestimmten Medienvertretern für derartige Berichterstattung (aus)genutzt: Cui bono - Wem nützt es?

In Christo
Igor

PS Ich verstehe nicht ganz, warum dieser Link auf den Spiegel-Artikel im Strang „Nationale Kirchen und Patriotismus“ angebracht worden ist. :confused:
Bild
Als der Höchste hernieder fuhr, verwirrte Er die Sprachen, zerteilte Er die Völker, nun, da Er Feuerzungen ausgeteilt, ruft Er alle zur Einheit: Einmütig preisen wir deshalb den Heiligen Geist. (Pfingstkondakion im 8. Ton)

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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon Pirx » 23.10.2015, 23:02

Igor hat geschrieben:Ich verstehe nicht ganz, warum dieser Link auf den Spiegel-Artikel im Strang „Nationale Kirchen und Patriotismus“ angebracht worden ist. :confused:

Vielleicht wegen dieses Satzes:
Seit der erzkonservative Patriarch Kirill 2009 an die Macht kam, mache sich das Moskauer Patriarchat immer mehr zum Werkzeug des autoritären russischen Staates.

(Das scheint mir ein Standardsatz der deutschen Presse zu sein, der so oder ähnlich überall rein muss. Ich beachte ihn nicht mehr.)

Eine Frage, die sich mir im Zusammenhang mit dem Spiegel-Artikel stellt, vielleicht weil die tatsächlichen Zusammenhänge da eher verunklart werden:

Sieht die Orthodoxe Kirche schon Homosexualität -- ich meine: homosexuelles Empfinden an sich -- als Sünde an, oder sind es (wie zum Beispiel auch in der katholischen Kirche) erst konkrete homosexuelle Handlungen, die als sündhaft gelten?

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Priester Alexej
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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon Priester Alexej » 23.10.2015, 23:05

Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.
Apostolischer Kanon 39 (32): Priester und Diakonen sollen ohne Wissen und Willen des Bischofs Nichts thun: denn dieser ist's, welchem das Volk des Herrn anvertraut worden, und von welchem Rechenschaft über ihre Seelen gefordert werden wird.

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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon Pirx » 24.10.2015, 01:04

Priester Alexej hat geschrieben:
Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.

Danke.

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MariaM
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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon MariaM » 24.10.2015, 21:46

Hallo, also ich verstehe es so, dass es eine der Leidenschaften ist, die man in sich selbst bekämpfen muss, mit Gottes Hilfe. Jede/r hat im Leben mit verschiedenen solchen Leidenschaften zu kämpfen, bei manchen ist es halt die "Homosexualität". Was die Sicht der Orthodoxen Kirche angeht - nicht der Mensch an sich wird verurteilt, sondern diese sündige Neigung, die er überwinden sollte/muss. Die Kirche ist ein Ort, wo man mit Gottes Gnade geheilt werden kann. Wir sind alle Sünder und auf Gottes Gnade angewiesen. Aber er liebt uns und WILL uns heilen, wenn wir ihn darum bitten und uns darum bemühen. So verstehe ich das, auf alle Sünden bezogen.

ARI
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Re: Nationale Kirchen und Patriotismus

Beitragvon ARI » 25.10.2015, 02:01

Also der Artikelschreiber ist bekannt für seine nicht objektiven Artikel bei Themen über Russland und der russisch orthodoxen Kirche. Ich muss dazu sagen , dass ich nicht viel Ahnung über Russland habe. Keine Ahnung was dort politisch abgeht. Anscheinend haben die Medien in Deutschland ein Problem mit Putin, dazu kann ich auch nicht viel sagen. Ich finde es aber immer belustigend wenn die Medien negative und unsachliche Artikel über die orthodoxe Kirche schreiben. Ich denke Pirx hat auch schon herausgestellt, welchen einzigen Sinn dieser Artikel hat. Warum in diesen Topic ??? ich wollte kein neues Eröffnen aber ich denke es wird notwendig sein , weil wir jetzt ständig solche Artikel sehen werden.


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