Die Bibel

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Buecherwurm
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Beitrag von Buecherwurm » 18.11.2006, 00:33

Hallo Walter,

Ah ja, vielen Dank für die Information und noch schöne Gute-Nacht-Grüße,

Joseph

Michael
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Die Bibel

Beitrag von Michael » 25.02.2010, 14:23

Hallo liebe Leute,

ich lese zwar das NT aber ich weiß nicht wer sie ins deutsche übersetzt hat...
Also Martin-Luther..mhh den habe ich schonmal im Unterricht gehört^^ hat er auch die Bibel übersetzt? Gab es nach ihm noch andere, die versuchten die Bibel mit anderen Worten ins deutsche zu übersetzen?? Irgendwelche Häretiker oder so? Ich weiß nicht wo ich mit den Fragen anfangen soll :(

Dann wird hier im Buch "Glauben aus dem Herzen" unterschieden zwischen Übersetzung und Auslegung eines Textes der Heiligen Schrift bzw. Textes.

- Also Übersetzer ist der Martin-Luther sage ich mal.

- Dann kommt ja noch der "Ausleger", weil hier steht im Buch: Auslegung ist der Versuch, in die Tiefe des Textsinnes einzudringen, um ihn vollkommen zu erfassen.
Welche bekannten Leute haben denn die Bibel ausgelegt und was bringt es wenn man die Bibel auslegt? Weiß das einer, bzw. versteht mich einer?? :mrgreen: :lol:
Hier wird auch was von einem "Exeget" erwähnt. Wer oder was ist das?
Wäre gut wenn ihr mir helfen könntet. :)

Liebe Grüße
Michael
Zuletzt geändert von Michael am 12.05.2010, 20:46, insgesamt 1-mal geändert.
„Heilig, heilig, heilig, furchtbar und groß, hoch(erhaben),
bewundernswert und verherrlicht ist der Herr in die Äonen der
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ElvisVrinic
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Re: Die Bibel

Beitrag von ElvisVrinic » 25.02.2010, 14:57

Lieber Michael,

also mit dem Thema habe ich auch mal zum teil beschäftigt.
Martin Luther ist der erster der die heilige Schrift ins Deutsche übersetzt hat. Er war es auch der die Deutsch schreibweise erfunden hat.

Zu den Übersetzungen.
Diverse Katholische Verlage haben dieses Übersetzt. Da gibt es die Einheitsübersetzung, die gar nicht so schlecht sein soll.
Die Zürcher Bibel, die wird glaube ich auch von diversen Orthodoxen Verlegern angeboten.
Ein tipp auch noch die Herder Bibel, also die Jerusalemer Bibel nicht die neue Jerusalemer Bibel ist nicht schlecht, aber da musst du herumstöbern. Die lese ich.
Es gibt noch zahlreiche andere Übersetzungen. Am besten wäre wenn du darauf achtest von welchen Verlag diese Verlegt werden. Wenn dieser Katholisch is bist du mal auf der relativ sicheren Seite.

Diverse Übersetzungen solltest aber meiden wie z. B. die Bibel in gerechter sprache, da wird der HERR als frau bezeichetn usw. naja nicht gerade das gelbe vom Ei wenn du mich fragst.
Vor allem hüte dich von diversen Protestantischen Sekten d.h. Zeugen jehovas, Sieben tages adventisten, die neu apostolische kirche, Mormonen usw. Diese sind die echten fälscher meiner Meinung nach.

Zu dem Auslegungen. Nun ja es gibt diverse Theologen die dieses schon ausgelegt haben sollen. Ob das so stimmt weiss nur der HERR.
Ein Exeget ist glaube ich eine art theologe, der auf den höheren geistlichen Ebenen wandelt. Diverse Mönche bzw. Bischöfe sind solche.
Aber da wissen die anderen mehr darüber bescheid.

Und noch was. Es wäre besser wenn du die Übersetzung lesen würdes, bei Auslegungen frag deinen Priester.

Also pass auf was du liest.

der HERR schütze euch
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

Ehre Sei dem Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Jetzt und immerdar und in alle ewigkeit. Amen

IC XC
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Michael
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Re: Die Bibel

Beitrag von Michael » 25.02.2010, 15:52

Okay vielen Dank erstmal wegen der Mühe!
Warte ich gucke gleich mal welcher Verlag das ist...
mhh finde nichts. Aber vorne auf der Bibel steht: Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift und dann im Buch "Ökumenischer Text"
Also denke ich bin auf der sicheren Seite. :)
Immerhin habe ich die Heilige Schrift in einem orthodoxen Bücherladen gekauft in Thessaloniki..
Hier ist das Buch: http://www.amazon.de/Bibelausgaben-Test ... 408&sr=8-7
Vor allem hüte dich von diversen Protestantischen Sekten d.h. Zeugen jehovas, Sieben tages adventisten, die neu apostolische kirche, Mormonen usw. Diese sind die echten fälscher meiner Meinung nach.
Wir haben gerade hier in Sandershausen eine Treffpunkt der Zeugen Jehovas. :mrgreen:
Die sind ganz lustig, in Bahnen und so sprechen sie immer Leute^^ an. Naja halte auch nix davon und unsere Kirche hat sie ausgestoßen.

Ne ich lese nur die Übersetzung, was eine Auslegung ist weiß ich nicht.
Aber hier steht auch was mit Exegeten, ich zitiere mal:

Daneben verdient Beachtung, was der damalige Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Helmut Claß, an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Joseph Kardinal Höffner, schrieb: " Die Tatsache, daß katholische und evangelische Christen nunmehr ein Neues Testament besitzen, das Exegten beider Kirchen im offiziellen Auftrag übersetzt haben, kann nicht hoch genug veranschlagt werden.

Soll ich etwa auf evangelisch/katholische Exegeten vertrauen?!


Liebe Grüße
Michael
Zuletzt geändert von Michael am 12.05.2010, 20:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Bibel

Beitrag von ElvisVrinic » 25.02.2010, 17:34

servus michael,

ojeeeeeeeee michael du stellst fragen :roll: :roll:.

Also ich schätze mal das du relativ neu bist in der Glaubensgemeinschaft. Oder Bruder ??

Rede erst mal mit einen Orthodoxen-Priester inwieweit du dich mit unseren anderen Glaubensbrüdern einlassen darfst. Zwar stehen wir mit denen im Kontakt, aber leider werden wir durch diversen auffassungen getrennt leider :(

also viel spass bruder

der HERR schütze euch
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Michael
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Re: Die Bibel

Beitrag von Michael » 25.02.2010, 21:28

Ja bin neu. Bin seit meinem 8. Lebensjahr orthodox getauft aber habe mich nicht weiter mit der Kirche befasst. Erst seit Sommer 09 bin ich "voll" dabei.

Gott segne dich.
Zuletzt geändert von Michael am 12.05.2010, 20:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Nassos
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Re: Die Bibel

Beitrag von Nassos » 25.02.2010, 23:37

Exegese (griechisch) ist die "Erklärung". Also die Auslegung.

Es gibt Stellen in der Bibel (oder auch in anderen Büchern), die entweder schwer verständlich sind oder verschieden aufgefasst werden können.
Die Exegese legt diese Stellen für uns auf, der Exeget ist derjenige, der das macht. Es handelt sich um die praktische Auslegung der Bibeltexte.

Hier noch wikipedia (Ausschnitt):

Entsprechend der klassischen philologischen Schule in Alexandria stellte Origenes (ca. 185 - 254) für die Bibel die Theorie vom „mehrfachen Schriftsinn“ auf. Demzufolge reichte nicht die rein literarisch-philologische Analyse des Textes. Dem einfachen Gläubigen genügte dieser geschichtliche Sinn, jedoch sollte die Exegese für Geübtere auch den seelischen Sinn erheben und für Vollkommene der geistig-geistliche Sinn festgestellt werden.

Dieser Dreischritt somatische - psychische - pneumatische Exegese wurde dann durch Johannes Cassianus im 5. Jahrhundert zur Theorie vom vierfachen Schriftsinn ausgebaut, die für das gesamte Mittelalter prägend war. Ähnlich wie in der jüdischen Tradition der Bibelauslegung (siehe PaRDeS) tritt zur historisch-literalen Exegese nun ein Dreischritt, der sich am Schema Glaube-Liebe-Hoffnung orientiert.

* Literalsinn (wörtliche, geschichtliche Auslegung)
* Allegorischer Sinn (Interpretation „im Glauben“) = dogmatisch
* Tropologischer Sinn (Interpretation „in Liebe“) = moralisch
* Anagogischer Sinn (Interpretation „in Hoffnung“)= endzeitlich

Damit stand die Frage einer mehrdeutigen Schrift im Raum. Da aber nach eindeutigen Auslegungen gefragt wurde, setzten hier Reformbemühungen ein.

Die Reformatoren lehnen im Einklang mit dem in der Renaissance neu entdeckten historischen Bewusstsein den vierfachen Schriftsinn ab. Sie wollen historisch (und auch theologisch) „zu den Quellen“ (ad fontes). Sie fragen allein nach dem Wort- oder Literalsinn (sola scriptura). Vielfach kam es im protestantischen Raum zur Vorstellung einer „Verbalinspiration“, d. h. die Bibel sei Wort für Wort vom Heiligen Geist inspiriert und somit im wortwörtlichen Sinne unfehlbar. Damit stellte sich dann aber die Frage, ob das ausreicht. Die reformatorische Hermeneutik beantwortete das mit der theologischen These vom „Wort Gottes“, das alleinige Autorität hat und für sich spricht. Damit spitzte sich die Frage nach dem Verstehen zu und die neuzeitliche Hermeneutik entwickelte sich - zunächst als typisch protestantische Ergänzung der Exegese.

Eine entsprechende Verdeutlichung der katholischen Position erfolgte auf dem Konzil von Trient (1545-1563), als die mehrdeutige Schrift unter die Autorität von kirchlichem Lehramt gestellt wurde: Ohne das (bischöfliche bzw. päpstliche) Lehramt bleibt die Bibel zweideutig. Durch die enge Anlehnung der Bibel an die kirchliche Tradition bildete sich zunächst explizit keine Hermeneutik heraus.

Die Exegese seit der Aufklärung reagierte insbesondere auf die altprotestantische (lutherische) Orthodoxie des 16. und 17. Jahrhunderts, die den Literalsinn mit „Gottes Wort“ gleichsetzte und somit den Bibeltext erneut mit einem bis ins Äußerste verfeinerten Regelwerk umgab. Die sich als wissenschaftlich verstehende Exegese der Aufklärung propagierte dagegen die Trennung von Literalsinn der Bibel und „Wort Gottes“ in der Bibel. Damit konnte der Bibeltext mit nun sich schnell entwickelnden philologischen und historischen Methoden untersucht werden, wogegen die Dogmatik (insbesondere die Schriftlehre) und die Biblische Hermeneutik sich um das Verstehen der analysierten Texte kümmern sollte.

Der konservative Protest gegen die Bibelauslegung der Aufklärung firmierte im 19. Jahrhundert unter dem Stichwort Repristinationstheologie: Es war der Versuch, den früheren, voraufklärerischen Umgang mit der Bibel wiederherzustellen. Die Repristinationstheologie konnte sich allerdings nicht durchsetzen.

Wenn auch eine absolut objektive Exegese nicht möglich ist, so sind doch ihre Ergebnisse heutzutage zwischen katholischen und evangelischen (und mit Einschränkung auch orthodoxen) Theologen im akademischen Bereich weithin ähnlich. Die Verwertung der Ergebnisse einer exegetischen Standardanalyse jedoch kann sehr unterschiedlich sein.

Bei Wunsch nach mehr einfach nach "Biblische Exegese" googlen.

Gruß,
Nassos

Bernd_B
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Re: Die Bibel

Beitrag von Bernd_B » 26.02.2010, 12:36

Die Einheitsübersetzung ist eine sehr gefährliche Verzerrung. Zum Beispiel enthält sie Irrlehren wie die Heilswirksamkeit der Taufe.

Das mag zwar den kirchlichen Traditionen entsprechen - nur wenn's ernst wird, Du in dieser Welt die Augen schließt und vor dem heiligen Gott erscheinen musst, dann wird Dir das nichts helfen.

Deshalb ist eine genaue (!) Übersetzung aus dem tatsächlich inspirierten (!) Urtext lebensentscheidend.

Michael
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Re: Die Bibel

Beitrag von Michael » 26.02.2010, 12:45

Bernd_B hat geschrieben:Die Einheitsübersetzung ist eine sehr gefährliche Verzerrung. Zum Beispiel enthält sie Irrlehren wie die Heilswirksamkeit der Taufe.

Das mag zwar den kirchlichen Traditionen entsprechen - nur wenn's ernst wird, Du in dieser Welt die Augen schließt und vor dem heiligen Gott erscheinen musst, dann wird Dir das nichts helfen.

Deshalb ist eine genaue (!) Übersetzung aus dem tatsächlich inspirierten (!) Urtext lebensentscheidend.

Mhh. Ich rede mal mit einem Priester darüber. Der sagt ob die Bibel die ich habe Ok ist für mich.




Danke Nassos für den langen Text.. :shock: Ich werde es mir in Ruhe dann durchlesen.


Liebe Grüße
Michael
Zuletzt geändert von Michael am 12.05.2010, 20:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Sinaitis
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Re: Die Bibel

Beitrag von Sinaitis » 26.02.2010, 13:18

Lieber Bernd_B
aua-aua, das klingt nach fundierter Expertenmeinung (?)

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Re: Die Bibel

Beitrag von Proskynites » 26.02.2010, 16:01

Hallo

Also ich habe bisher die Elberfelder Übersetzung benutzt, da sie scheinbar sehr strukturtreu übersetzt wurde. Allerdings beinhaltet sie lediglich den "protestantischen" Kanon des Alten Testaments. Ich wollte mir nun die deutsche Übersetzung der Septuaginta und dazu eine alte Lutherübersetzung (1912) oder die Schlachter des Neuen Testaments zulegen, da diese noch auf dem Textus Receptus basieren.

Habt Ihr Erfahrung mit der deutschen Septuaginta? Könnt Ihr diese empfehlen?

Der Friede Christi sei mit Euch

Proskynites

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Re: Die Bibel

Beitrag von ElvisVrinic » 26.02.2010, 16:12

Lieber Proskynites,

ich habe auch vor mir die Septuaingitia zuzulegen. Aber auf jeden fall hast haufenweise Bücher zu lesen. Ich glaube das ist der ganze Tanach.
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

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Re: Die Bibel

Beitrag von Loukia » 26.02.2010, 19:31

In unserer Schulmediothek gibt es eine Übersetzung des neuen Testaments nach einem Gewissen Herr Wielckens oder so, weiß da einer mehr? Rene, liest nicht du diese, oder wer war es? Sie schien mir relativ gut. Ich find die Schlachter ließt sich gut, mehr dazu kann ich aber auch nicht sagen.
Ἡ χάρις τοῦ Κυρίου Ἰησοῦ Χριστοῦ μεθ' ὑμῶν. 1. Korinther 16,23

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Re: Die Bibel

Beitrag von Bernd_B » 26.02.2010, 21:57

Sinaitis hat geschrieben:Lieber Bernd_B
aua-aua, das klingt nach fundierter Expertenmeinung (?)
Gemäß 1. Kor 2,14-16 ist jeder Gläubige, und damit wohl so gut wie jeder von uns hier Experte!!!


Aber zur Begründung meiner "aua-aua"-Behauptung: Die ist in 1.Kor 12,13 sehr anschaulich zu erkennen:

[EÜ, Hervorhebungen meine]:
"Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen, Juden und Griechen, Sklaven und Freie; und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt."

Die besten wortgetreuen Übersetzungen haben dagegen:

[SLT 2000, Hervv. meine]:
"Denn wir sind ja alle durch einen Geist in einen Leib hinein getauft worden*, ob wir Juden sind oder Griechen, Knechte oder Freie, und wir sind alle getränkt worden zu einem Geist."
________
*od. zu einem Leib getauft worden.


[LUT 1912, Hervv. meine]:
"Denn wir sind auch durch einen Geist alle zu einem Leibe getauft, wir seien Juden oder Griechen, Knechte oder Freie, und sind alle zu einem Geist getränkt."


Ich denke, man sieht es klar: Mit ihrer Formulierung "durch den Geist in der Taufe" suggeriert die EÜ, dass man angeblich mit der Wasserbesprengung ein Kind Gottes werde - und das ist eine folgenschwere Irrlehre.
Denn das Gesamtzeugnis der Bibel sagt ganz klar, dass jemand erst gläubig sein muss, dass er erst von Herzen selber vor Gott die Entscheidung treffen muss, sich zu bekehren. Und dann kann er - als ein Zeichen! - getauft werden. Die EÜ widerspiegelt die Irrlehre, dass bloß ein rechtmäßiger Priester Weihwasser über irgendjemanden (z.B. ein Kind) zu spritzen braucht, und schon wird derjenige zu einem Kind Gottes und wiedergeboren und gerettet. Aber damit wird den Menschen verdunkelt, dass sie sich persönlich bekehren und gläubig werden müssen an den Herrn, damit sie in den Himmel kommen und gerettet werden. Das Ritual der Taufe ist nicht etwas, was irgendjemanden in den Himmel bringen und gerecht machen kann vor dem lebendigen Gott. Sondern Taufe ist ein Zeichen für die empfangene und erfahrene Wiedergeburt.

Und genau das bekennen die wortgetreuen Übersetzungen: nämlich dass alle, die durch den Geist getauft (d.h.: wiedergeboren!) sind, zu einem Leib gehören. Und das ist zugleich die Botschaft, die mit dem Gesamtzeugnis der Bibel übereinstimmt.

Bernd_B
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Re: Die Bibel

Beitrag von Bernd_B » 26.02.2010, 22:06

Proskynites hat geschrieben:Ich wollte mir nun die deutsche Übersetzung der Septuaginta und dazu eine alte Lutherübersetzung (1912) oder die Schlachter des Neuen Testaments zulegen, da diese noch auf dem Textus Receptus basieren.
SLT2000 ist gut, aber nimm auf jeden Fall die LUT 1912 dazu, oder, noch besser, statt der LUT 1912 die "NeueLuther"!

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