Liturgie und ihre Bedeutung

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Ieromonach
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Liturgie und ihre Bedeutung

Beitragvon Ieromonach » 27.07.2007, 10:18

Ihr Lieben, vielleicht sollten wir einmal gemeinsam über den der Göttlichen Liturgie nachdenken und hier schreiben: Mein erster Beitrag:

Die hl. Kinonia mit dem Löffel: Ich sehe hier einensehr kostbaren Hinweis auf Isaias 6, 5-7; schon einige Väter haben die Zange mit dem Löffel verglichen und die glühende Kohle als Hinweis auf die Allerheiligsten Gaben.

in Erwartung + P. Theodor

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Beitragvon Sebastian » 27.07.2007, 10:25

Guten Tag,

a) denke ich ist dies hier nicht das geeignete Unterforum (s. Gottesdienst)
b) existiert ein Strang der zum Thema bereits das Thema Liturgie thematisiert.
Ergänzungen sollten daher dort vorgenommen werden.

Wir wollen doch schön Form und Ordnung halten !

Mit Dank, S.

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Beitragvon Ieromonach » 27.07.2007, 10:33

Auch Guten Morgen, ok, bin eben doch fehlbar, ich bitte dieses in das Fach "Gottesdienste" zu verschieben um der schönen Ordnung willen. Leider kann ich das selbst nicht. pth

Rene

Re: Liturgie und ihre Bedeutung

Beitragvon Rene » 28.07.2007, 22:09

athikia hat geschrieben:Ihr Lieben, vielleicht sollten wir einmal gemeinsam über den der Göttlichen Liturgie nachdenken und hier schreiben: Mein erster Beitrag:

Die hl. Kinonia mit dem Löffel: Ich sehe hier einensehr kostbaren Hinweis auf Isaias 6, 5-7; schon einige Väter haben die Zange mit dem Löffel verglichen und die glühende Kohle als Hinweis auf die Allerheiligsten Gaben.

in Erwartung + P. Theodor


Lieber P. Theodor,
ja, dabei fällt mir gleich Jh 6,53-54 ein, Jh 6,56-58, um mir der Bedeutung der hl. Eucharistie bewußt zu werden.
L.G. Rene

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Beitragvon Ieromonach » 02.08.2007, 21:48

leider hat niemand Interesse an diesem Thema. Auch gut, dann können wir weiter über unwichtigere Sachen uns unterhalten. Athikia

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Gottesdienst

Beitragvon peter » 06.08.2007, 10:50

Lieber Athikia,
da muß ich doch protestieren, daß mir das angerissene Thema unwichtig
wäre. Daß es der buchhalt-e-rischen Ordnung willen anderswohin gehört,
mag ja angehen, doch hier ist von Zange und glühender Kohle die Rede.
Da ist mir die Form egal, wenn es darum geht, daß Missetat und Sünde fortgenommen wird, wenn der Seraphim meine unreinen Lippen anrührt.
Wer hier nicht aufmerksam bleibt und das Angebot unseres Retters und
Gottes ausschlägt, wird das Himmelreich nicht ererben. Wie sehr fürchte
ich seit meiner Aufnahme in die Orthodoxie, daß Fleisch und Blut Christi
mich versengen könnte, als Unwürdigen. Wie sehr hoffe ich auch, daß die geistliche Perle endlich in mir aufleuchten möge (die Kaufmannsperle, um
Gottes willen !). Aber wie betet sogar der hl. Basileos der Großen: "Ich weiß, o Herr, daß ich unwürdig an Deinem Heiligen Leib und an Deinem teuren Blut teilnehme, daß ich schuldig bin und mir selber zum Gericht, esse und trinke, dadurch, daß ich Deinen Leib und Dein Blut, Christi, meines Gottes, nicht erfasse". Alle Engel des Herrn, betet für uns !
Peter
"Selig sind die, die nicht gesehen und doch geglaubt haben" (Joh. 20,31)

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Liturgie und ihre Bedeutung

Beitragvon Ieromonach » 06.08.2007, 15:39

Lieber Peter,
die kostbare Perle ist Christus und Seine Kirche. Beides hat Dun gefunden, deshalb habe keine Angst.Aus dem Gauben an Jesus Christus den Fleisch (Mensch)gewordenen Logos sind wir gerechtfertigt. Dieser Glaube bringt uns auch zu den "Guten Werken" und lehrt Demut. Der Priester spricht zum Empfangenden " Siehe, dieses hat Deine Lippen berührt und wird Deine Sünden hinwegnehmen (tilgen). ---- Ich freue mich für Deinen Beitrag. + P. Theodor

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Beitragvon protopeter » 06.08.2007, 21:17

Lieber Peter, Namensvetter und Bruder im Herrn!

Auf die Frage der Würde des Einzelnen beim Eucharistieempfang ist es generell unmöglich, eine Antwort zu geben; das Bewußtsein der menschlichen Unwürdigkeit und Unzulänglichkeit überdeckt dies alles. Der für uns wesentlichste Aspekt liegt im Begriff der koinonia - der umfassenden Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott. So wie Sie ganz zutreffend den Heiligen Basilios den Großen zitieren, weisen zahlreiche Kirchenväter auf diese Spannung zwischen der Unwürdigkeit des Menschen und der notwendigen Teilhabe an den lebensschaffenden und vergöttlichenden Mysterien hin. Der Grundtenor all dieser Aussagen bekräftigt die Bedeutung der Eucharistie für das geistliche Leben - trotz oder gerade wegen des offensichtlichen Mangels an Bewußtsein der umfassenden Würde der Gotteskindschaft.

Mit herzlichen Segenswünschen grüßt
Erzpr. Peter

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Beitragvon Ieromonach » 10.08.2007, 08:03

Friede!
Die Kleidung des am hl. Altartisch dienenden hat ja eine Bedeutung, ist sie doch ein Symbol für das Anziehen einer neuen geistlichen Existenz. Diese Kleidung soll den paradiesischen Menschen zeigen wie er im Reiche Gottes seine Wiederherstellung und Vollendung findet. Wir sprechen hier von der Vergöttlichung.

Wie ist Eure Meinung oder Erkenntnis?

+ P. Theodoros/Athkia

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Beitragvon protopeter » 10.08.2007, 11:27

Lieber Archimandrit Theodor !

Diese Wahrnehmung ist ohne jeden Zweifel umso mehr zutreffend, also die Funktion des Klerus in unserer Überlieferung vor allem den Aspekt des Mittlerdienstes ins Auge faßt. In den kirchenväterlichen Liturgieerklärungen wird eben vor allem auch auf die in diesem Tun enthaltene Vergegenwärtigung des Reiches Gottes hingewiesen. In diesem Sinne wohnt sowohl den gottesdienstlichen Texten und Handlungen als auch der dafür verwendeten Bekleidung eine grundlegende Symbolik eschatologischer Dimension inne.

Brüderliche Grüße im Herrn sendet
Erzpr. Peter

Rene

Beitragvon Rene » 12.08.2007, 15:01

Gott zum Gruße liebe Glaubensgeschwister,

wie sicher jeder schon bemerkt hat, gibt es verschiedene Farben, sowohl auf die Priestergewänder bezogen, als auch auf das Drumherum (analoj...usw...).
Kann jemand die Farben hier kurz erklären, warum nun an bestimmten (Fest)Tagen eben bestimmte Farben bevorzugt werden? Es hat ja alles seinen Sinn...
Vorab herzlichen Dank für Eure Mühe.
L.G. Rene

Milo
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Beitragvon Milo » 12.08.2007, 20:26

Lieber Rene,

schau doch bitte folgende Themen an:

http://orthodoxes.forum-on.de/ftopic572.html

http://orthodoxes.forum-on.de/ftopic208.html

Herzliche Grüße,

Milo

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Beitragvon nika » 12.08.2007, 21:10

ich war heute zur abend vesper und da wurde ich drauf aufmerksam gemacht von einer etwas älteren dame das ich auf der rechten seite gehöre da ich ein mann bin,.. ich weiß nicht seit wann dieser "trend" ist aber so was von "sinnloses" ist derzeit überall in den serbischen gemeinden in wien,...
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Rene

Beitragvon Rene » 12.08.2007, 22:04

Hallo,

die Dame hat nicht ganz Unrecht.
Traditionell steht der Mann gegenüber dem Herrn und die Frau gegenüber der Gottesmutter (Ikonostase).
Wie weit dies zurückreicht und auf welche Bestimmungen weiß ich aber nicht.
Dies ist aber schon auf Grund der örtlichen Gegebenheiten nicht überall machbar. Da kann man sich aber genauso gut einen Platz suchen, an dem man ruhig beten kann und dann der Mann rechts neben der Frau stehen, finde ich.

L.G. Rene

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Beitragvon Ieromonach » 13.08.2007, 08:29

Lieber Rene, auf Deine Deutung bin ich noch nicht gekommen. Finde ich sehr schön und werde nächsten Sonntag darüber in meiner Gemeinde predigen. Danke. + P. Theodor/Athikia


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