Wann welche Gebete

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Nassos
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Wann welche Gebete

Beitragvon Nassos » 04.01.2010, 12:26

Liebe Mitforer,

ich muss mal an dieser Stelle eingestehen, dass mir nicht klar ist, wann welche Gebete bzw. Liturgien gebetet bzw. gefeiert werden.

Darüberhinaus gibt es ja sehr viele verschiedene: Große Stunden, Apodeipnon (groß und klein), wie in anderen Threads schon angeführt die Parakletischen Kanones, die Chrysostomosliturgie, die Basiliosliturgie, Gebet vor und nach der Hl. Kommunion.

Wäre es möglich, die Gebete hier nochmal zu nennen und dazu zu schreiben, wann diese gebetet werden (evtl. auch wo, also Kirche, daheim, um wieviel Uhr etc...).

Ist der Synekdimos (ich kenne den deutschen bzw. lateinischen Begriff leider nicht) eine Komplettsammlung?

Es muss nicht alles auf einmal beantwortet werden. Ich danke jetzt schon wirklich sehr herzlich über Eure Hilfe!

Vielen Dank,
Nassos

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songul
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Re: Wann welche Gebete

Beitragvon songul » 04.01.2010, 14:02

Ein paar Antworten von mir:

Privatgebete:
Es gibt inzwischen eine ganze Reihe deutschsprachiger Gebetsbücher; von den beiden russ. Kirchen, von der Rumänischen, von Anastasis Kallis (griech.) und von den Nonnen in Chania/Kreta.

Privatgebete werden von den meisten jedenfalls morgens und abends verrichtet - entweder gemeinsam in der Familie oder alleine - die länge richtet sich nach der Zeit, dem Vermögen und auch nach der Tradition der Kirche zu der man gehört.

Es gibt auch Gebete während des Tages, z.B. vor dem Essen, vor der Arbeit, vor der Prüfung oder dem Lernen.
Es gibt Gebete füreinander, z. B. für die Kinder, die Ehegatten zueinander, für Kranke, für Reisende etc..
Die gibt es entweder in vorgefasster Form (>Gebetsbuch) oder frei verfasst.

An Festtagen der Heiligen oder Hochfesten lesen die Leute auch gerne Akathiste oder Kanones für dieselben.

Es gibt auch die Möglichkeit auf jeden Tag der Woche einen Akathist zu lesen.

Das Jesusgebet (Herzensgebet) mit oder ohne Gebetsschnur ist immer möglich.
Es gibt auch noch die Gebetsregel des Hl. Serafim von Sarov.
Und last but not least: jede Menge Stoßgebete.

Stundengebet (Horologion/Chasaslov):

Eigentlich nur für Mönche/Nonnen gedacht - voll gebetet wohl für berufstätige Leute zu umfangreich - gedacht, ist dennoch für den der Zeit hat ungemein wertvoll.
Allerdings mit allem drum und dran für Laien nicht einfach; man muss das lernen. Am besten im Kloster mit Mönchen oder Nonnen.
Wir haben jedoch das Glück, dass die Nonnen von Chania/Kreta ein Gebetsbuch heraus gegeben haben, dass eigentlich wie ein kleines Brevier (Stundenbuch) verfasst ist.
Die beste Art für Laien das Stundengebet kennen zu lernen.
Die Stunden verteilen sich auf den ganzen Tag und die Nacht, ursprünglich angefangen kurz nach Mitternacht verteilt bis in den nächsten Abend machen das nur Klöster.
Zeiten:
Mitternachtsgebet von 12:00 bis 03:00
Morgengebet von 03:00 bis 06:00
erste Stunde von 06:00 bis 09:00
dritte Stunde von 09:00 bis 12:00
sechste Stunde von 12:00 bis 15:00
neunte Stunde von 15:00 bis 18:00
Vesper von 18:00 bis 21:00 und
Komplet (Nachtgebet) von 21:00 bis 00:00.

So ist's in vielen Klöstern; allerdings werden auch in vielen Klöstern aus verschiedenen Gründen Stunden zusammengelegt, vor allem in der slawischen Tradition.

Als Laie reicht Morgen und Abend (Nacht) und vielleicht Mittag.

Soweit erstmal.

LG Songul

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Re: Wann welche Gebete

Beitragvon ElvisVrinic » 16.12.2010, 23:09

He songul wie sieht´s eigentlich mit den mitternachtsdienst aus. Kann man den nach den aufstehen auch lesen.

Denn Irgendwie habe ich das gefühl, das jene gebet auch gut geeignet sind in der früh (meine damit nach den aufstehen).

Was meinst ?????


Gruß

Elvis
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

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Re: Wann welche Gebete

Beitragvon Andromachi » 17.12.2010, 13:24

Morgens lesen wir das Mitternachtsgebet, abends das Kleine Apodeipnon. Das große Apodeipnon ist für das große Fasten vor Ostern vorbehalten. Es wird dann Montag bis Donnerstag in den Kirchen gelesen-gesungen. Die Litourgie des Heiligen Vasileios wird nur zehn Mal im Jahr zelebriert. Am Tag vor Weihnachten, am Namenstag des Heiligen, am Vortag von Theofania, an allen Sonntagen der Großen Fastenzeit und am Großen Donnertstag.
Über die speziellen Gebete vor der Heiligen Kommunion kann ich eine "lustige" Geschichte erwähnen. Als ich neu im Glauben war, half mir meine Schwägerin mit den Pflichten des Christen. Sie erzählte mir auch, dass wir dieses (lange) Gebet vor der Heiligen Kommunion lesen sollen (es wird nach der Kommunion fortgesetzt, nicht?). So beschloß ich, das nächste Mal Gott zu gehorchen. Gleich als ich damit anfing, fing ein furchtbarer Schnupfen an, meine Nase lief unf lief, sie wollte nicht aufhören. Ich sagte mir, dass ich weitermachen sollte. Nun, der Schnupfen blieb und plötzlich fing mein Knie an mit einem plötzlichen starken Schmerz. Ich sagte mir, o.k., du machst weiter im Sitzen. Mit laufender Nase und wundem Knie machte ich weiter, aber da bekam ich furchtbare Bauchschmerzen. Und da wußte ich, was los ist. Mein neuer Versuch hat den Widersacher gestört und er wollte das alles kaputtmachen. Gleich nachdem ich diese Idee hatte, hörte alles auf.
Seitdem weiß ich, Gott will, dass ich diese Gebete vor der Heiligen Kommunion lese.

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Re: Wann welche Gebete

Beitragvon holzi » 17.12.2010, 13:39

Andromachi hat geschrieben:Über die speziellen Gebete vor der Heiligen Kommunion kann ich eine "lustige" Geschichte erwähnen. Als ich neu im Glauben war, half mir meine Schwägerin mit den Pflichten des Christen. Sie erzählte mir auch, dass wir dieses (lange) Gebet vor der Heiligen Kommunion lesen sollen (es wird nach der Kommunion fortgesetzt, nicht?). So beschloß ich, das nächste Mal Gott zu gehorchen. Gleich als ich damit anfing, fing ein furchtbarer Schnupfen an, meine Nase lief unf lief, sie wollte nicht aufhören. Ich sagte mir, dass ich weitermachen sollte. Nun, der Schnupfen blieb und plötzlich fing mein Knie an mit einem plötzlichen starken Schmerz. Ich sagte mir, o.k., du machst weiter im Sitzen. Mit laufender Nase und wundem Knie machte ich weiter, aber da bekam ich furchtbare Bauchschmerzen. Und da wußte ich, was los ist. Mein neuer Versuch hat den Widersacher gestört und er wollte das alles kaputtmachen. Gleich nachdem ich diese Idee hatte, hörte alles auf.
Seitdem weiß ich, Gott will, dass ich diese Gebete vor der Heiligen Kommunion lese.
Interessant: ganz was ähnliches hat mir kürzlich eine Bekannte erzählt, die kurz vor der Messe starke Schmerzen im Knie bekommen hatte, und die auch erst aufhörten, als sie in der Messe mitbetete. Sie sagte mir auch, dass sie glaubte, der Teufel hätte ihr das geschickt, damit sie zu Hause bliebe.
Das Christentum nimmt den Menschen, wie er ist, und macht ihn zu dem, was er sein soll. (Adolph Kolping 1813-1865)

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Re: Wann welche Gebete

Beitragvon ElvisVrinic » 17.12.2010, 19:16

genau so, wie bei mir, vorherige woche sehr starke kopfschmerzen beim Jesusgebet aufgetaucht sind. Nun bei mir sind die nicht verschwunden als ich das gedacht habe. :roll:
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

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Re: Wann welche Gebete

Beitragvon Nassos » 18.12.2010, 23:11

Vielleicht ist das eine oder andere auch nur Zufall. Daher nicht auf die Ablenkung, sondern auf das Gebet konzentrieren!

Lieben Gruß,
Nassos

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten!

Beitragvon Sascha » 16.06.2011, 23:14

Ich habe seit ein paar Tagen das orthodoxe Gebetbuch der russisch-orthodoxen Kirche in deutscher Sprache.

Bei den drei "Bittkanones an unseren Gütigsten Herrn Jesus Christus, an die Allheilige Gottesgebärerin und zum Heiligen Schutzengel" sind dann die drei Kanones und neun Oden. Jetzt hab ich abe z.B. vor der Arbeit nicht immer Zeit alle neun zu beten. Kann man dann auch einfach nur so viele nehmen wie man schafft? Oder wechseln diese Oden und man betet eh nicht alle neun am Stück? und die Kanones? Immer nur einen oder alle drei?
Um den Frieden von oben und das Heil unserer Seelen lasset zum Herrn uns beten.
Herr, erbarme dich.

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Re: Wann welche Gebete

Beitragvon Stephanie » 17.06.2011, 21:10

Lieber Sascha,

ich bin gerade ein wenig verwirrt...die drei Kanones liest man zur Kommunionsvorbereitung. Wenn du irgendwann morgens, wie ich jetzt einfach mal annehme, zur Arbeit gehst...weshalb betest du denn dann nicht die Morgengebete? Die dauern so ca. 20 Min. (Und vielleicht noch das Extra-Gebet vor Arbeitsbeginn).
Hast du das Gebetsbuch vom Kloster Hl. Hiob von Pocaev?

Lieben Gruß
S.

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Re: Wann welche Gebete

Beitragvon Sascha » 17.06.2011, 21:12

Genau das Buch ist es.

Vor der Arbeit kann bei mir auch 13 Uhr sein und die Morgengebete find ich dann etwas verspätet. Hab die Kanones einfach mal Gebetet um in die Sprache reinzufinden.
Um den Frieden von oben und das Heil unserer Seelen lasset zum Herrn uns beten.
Herr, erbarme dich.

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Re: Wann welche Gebete

Beitragvon Stephanie » 17.06.2011, 21:25

Lieber Sascha,

ich kann dir jetzt nur aus meiner eigenen Erfahrung berichten, jeder hat schließlich seinen eigenen Weg: ich bete täglich morgens die Morgengebete und abends die Abendgebete, vor dem Schlafen dann die Gebete für vor dem Schlafen. Es ist schon eine gewisse Disziplin erforderlich, dies dauerhaft durchzuhalten. Aber ich kann dir versprechen, dass sich dir durch die Beständigkeit eine neue Welt auftun wird. Für mich ist so die Konversion herangereift. Und die Worte der Gebete werden in dir einen festen Platz bekommen. So kann dir passieren, dass du im Laufe im Tages plötzlich nach irgendeinem Fehlverhalten o.ä. plötzlich dich dabei erwischst, wie du die entsprechenden Gebetszeilen murmelst...
Selbstverständlich kannst du auch die Kanones beten. Sie sind sehr schön, nur eben eigentlich nur Kommunionvorbereitung gedacht und deshalb natürlich auch so lang. Abkürzen ist prinzipiell immer möglich, aber ich würde dir wirklich empfehlen eine feste Gebetsordnung zu führen (lieber am Anfang weniger und dafür regelmäßig), damit die Worte auch ihre Wirkung tun können.
Wenn du magst, mehr dazu per pn, skype oder Telefon :)

Lieben Gruß
Stephanie

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Re: Wann welche Gebete

Beitragvon Igor » 17.06.2011, 22:00

Lieber Sascha, liebe Stephanie!

5-o-clock-tea hat geschrieben:Lieber Sascha,

ich kann dir jetzt nur aus meiner eigenen Erfahrung berichten, [...]


Da ist viel Wahres dran, was Stephanie schrieb, es deckt sich so ziemlich auch mit meinen eigenen Erfahrungen. Ich kann dem auch uneingeschränkt zustimmen.

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten!

Beitragvon songul » 17.06.2011, 22:09

Sascha hat geschrieben:Ich habe seit ein paar Tagen das orthodoxe Gebetbuch der russisch-orthodoxen Kirche in deutscher Sprache.

Bei den drei "Bittkanones an unseren Gütigsten Herrn Jesus Christus, an die Allheilige Gottesgebärerin und zum Heiligen Schutzengel" sind dann die drei Kanones und neun Oden. Jetzt hab ich abe z.B. vor der Arbeit nicht immer Zeit alle neun zu beten. Kann man dann auch einfach nur so viele nehmen wie man schafft? Oder wechseln diese Oden und man betet eh nicht alle neun am Stück? und die Kanones? Immer nur einen oder alle drei?

Kurz zu den Kanones zur Kommunion:
Die vollen Kanones und die Akathiste betet man eigentlich nur wenn man selten zur Kommunion geht...wer häufiger kommuniziert, liest den Kanon zu Empfang der heiligen Gaben am Abend zuvor und am Morgen dann die Kommuniongebete.
Das alles tut man mit Absprache des geistlichen Vaters oder des Beichtvaters.
Das ist so bei den Orthodoxen.
Ausserdem gibt es in den verschiedenen Nationalkirchen auch noch unterschiedliche Vorschriften und abweichende Gebetsfolgen.
Was 5oclocktea rät ist sehr gut und nützlich.
Ach ja: zum Empfang der Kommunion muss man auch nüchtern sein und gefastet haben.

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Re: Wann welche Gebete

Beitragvon Sascha » 29.06.2011, 21:54

Wir hatten vor einigen Tagen kurz das Thema "gemeinsames Beten" zwischen orthodoxen Christen und den schismatischen Gemeinschaften. Wie weit ist ein gemeinsames Beten möglich? Das man nicht an Gottesdiensten der Häretiker teilnehmen sollte ist mir klar. Aber was ist wenn der Anstand zumindest die Anwesenheit bei einem solchen gebietet? Einfach reinsetzen und warten bis es vorbei ist? Und Beten im Bekanntenkreis?

Danke für eure Hilfe.

In Christo

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Re: Wann welche Gebete

Beitragvon Leo2 » 13.04.2013, 00:31

Das Stundengebet (lat. liturgia horarum), auch Tagzeitenliturgie und Tagzeitengebet (evangelisch) genannt, ist die Antwort der Kirche auf das Apostelwort „Betet ohne Unterlass!“ (1 Thess 5,17 EU) und das Psalmwort „Siebenmal am Tag singe ich dein Lob und nachts stehe ich auf, um dich zu preisen.“ (vgl. Ps 119,62.164 EU).

Die Tradition des Stundengebetes wird in der orthodoxen, römisch-katholischen, der anglikanischen Kirche und den evangelischen Kirchen gepflegt. Sinn des Stundengebets ist es, einzelne Tageszeiten mit ihrer Besonderheit vor Gott zu bringen und zugleich das Gebet der Kirche rund um die Erde nicht abreißen zu lassen.[1][2]

Die liturgischen Bücher, die die Texte des Stundengebets enthalten, heißen Horologion (orthodox), Stundenbuch (katholisch), Book of Common Prayer (anglikanisch) und Tagzeitenbuch (protestantisch). Die früher für die Weltpriester gedachte kürzere Form des monastischen Stundengebetes wurde vor ihrer Reform auch Brevier (lat.: breve = kurz) genannt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stundengebet

habe ich auf Wikipedia gefunden. :wink:
wird wahrscheinlich in der Form, wie beschrieben selten gemmacht.


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