Interview bei der Übersetzungkomission

Wie sollen Wörter ins Deutsche übersetzt und orthodoxe Realien ausgedrückt werden?
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Priester Alexej
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Interview bei der Übersetzungkomission

Beitragvon Priester Alexej » 22.07.2013, 23:10

Liebe Väter, Brüder und Schwestern! Ich möchte mit Mitgliedern der Übersetzungskomission der OBKD ein Interview halten. Dabei soll zum einen beleuchtet werden, was die Komission ist und wie sie arbeitet, zum anderen möchte ich auf konkrete Stellen der Liturgieübersetzung eingehen und nachfragen, aus welchen Gründen so, und nicht anders übersetzt wurde. Was würdet ihr gerne von der Komission wissen? Welche Stellen der Übersetzung sind unklar, was sollte anders gemacht werden? Bitte stellt eure Fragen - am besten ausformuliert - , damit ich sie ins Interview aufnehmen kann.
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Igor
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Re: Interview bei der Übersetzungkomission

Beitragvon Igor » 23.07.2013, 21:19

Lieber D. Alexej, liebe Mitforer,

das ist eine ausgezeichnete Idee. Hier meine Fragen zu den vorgeschlagenen Themenkomplexen.

Diakon Alexej hat geschrieben: Dabei soll zum einen beleuchtet werden, was die Komission ist und wie sie arbeitet, …


Dazu die Fragen:

Eine Übersetzung ist immer ein Kompromiss zwischen Strukturtreue, Sinntreue und Wirkungstreue – nach welchen Kriterien wurde diese Übersetzung angefertigt?

Die Übersetzung von Erzpriester Maltzew gilt als herausragend, weil sie neben der Berücksichtigung des altgriechischen und des kirchenslawischen auch eine gute Rhythmik und Singbarkeit der Texte aufweist. Inwieweit hat sie die vorliegende Übersetzung beeinflusst?

Diakon Alexej hat geschrieben: …zum anderen möchte ich auf konkrete Stellen der Liturgieübersetzung eingehen und nachfragen, aus welchen Gründen so, und nicht anders übersetzt wurde.


Warum wurden beim Glaubensbekenntnis und beim Vater unser so von den im Deutschen üblichen und z.B. im Gebetbuch von Benedikt Schneider enthaltenen Fassungen abgewichen? Mehr dazu s.a. hier. Sind die alten Fassungen denn theologisch inkorrekt?

Diakon Alexej hat geschrieben: Welche Stellen der Übersetzung sind unklar, was sollte anders gemacht werden?


Was waren eigentlich die „Hauptknackpunkte“ bei der Übersetzung – welche Stellen stellten sich als die am meisten herausfordernden dar?

Warum wurden eher weniger gebräuchliche bzw. eingeführte Begriffe, z.B. Dreiheit an Stelle von Dreieinigkeit, Königtum an Stelle von Reich, verwendet? Sind die eingeführten Begriffe denn theologisch inkorrekt?

Soweit einige Fragen, die nicht nur mich interessieren, ich wurde von anderen Gläubigen auch schon darauf angesprochen.

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Re: Interview bei der Übersetzungkomission

Beitragvon Lazzaro » 30.07.2013, 19:42

Gab es eigentlich auch Überlegungen mit dem byzantinisch zelebrierenden Teil der römischen Kirche ( z. B.:Niederalteich, ukr.-uniertes Exarchat) zusammenzuarbeiten. Deren Lektionar und Evangeliar wird anscheinend gerne genutzt.
Oder wenigstens mit der österreichischen / schweizer orth. Bischofskonferenz
Die Vorteile wären, daß wir einen einheitlichen Text für den gesammten dt. Sprachraum hätten. Außerdem haben die Katholiken auch entsprechende materielle Ressourcen für eine Drucklegung.
Wie sieht es denn eigentlich mit einer gedruckten Veröffentlichung aus?
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Re: Interview bei der Übersetzungkomission

Beitragvon Matwej » 30.07.2013, 21:33

Lieber Lazzaro,
kleine Erinnerung:
Diakon Alexej hat geschrieben:Übersetzungskomission der OBKD

OBKD = Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland, da wird nur von bzw. für echte Orthodoxe gearbeitet.
:D

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Re: Interview bei der Übersetzungkomission

Beitragvon Priester Alexej » 30.07.2013, 22:32

Lieber Lazzaro,

danke für deine Frage, ich werde sie im Interview stellen. Von mir nur eine Anmerkung am Rande - Die Ukrainischen Uniaten haben 2010 ihre eigene Liturgiekomission gegründet, also in dem Jahr, als unsere Komission die Liturgieübersetzung herausgebracht hat. Offensichtlich kein Zufall - man möchte etwas eigenes haben. Diese unierten-Übersetzung ist mittlerweile in einem Hochwertigen druck erschienen - mit groben theologischen Fehlern uns sogar Text-Veränderungen richtung römischer Glaubenslehre.
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Re: Interview bei der Übersetzungkomission

Beitragvon Lazzaro » 31.07.2013, 19:02

Ohhh, vielen Dank für die Antworten; :oops: die Fragen waren allerdings weniger an die Leserschaft, sondern an die Übersetzungskommission gerichtet. L.

Ich habe dann noch eine Frage:
Kann man sich mit den Herausgebern der SEPTUAGINTA DEUTSCH (finanziell) einigen, daß diese Übersetzung im Gottesdienst benutzt und in unseren Büchern abgedruckt werden darf, so daß sie als einheitliche und offizielle Übersetztung der OK benutzt werden kann? In diesem Fall bitte auch gemeinsam mit der schweizer und österreichischen Bischofskonferenz.
Besonders wichtig ist mir das bei der Übersetzung der Psalmen.
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Re: Interview bei der Übersetzungkomission

Beitragvon Igor » 31.07.2013, 21:18

Lazzaro hat geschrieben:Besonders wichtig ist mir das bei der Übersetzung der Psalmen.


.. für die es als orthodoxe Ausgabe den "Psalter vom Kloster des Hl. Hiob v. Pocaev" gibt, der z.B. von der Edition Hagia Sophia bezogen werden kann, und wobei sich dann die Frage stellt, ob dieser oder die von Lazzaro genannte Quelle die der Wahl wäre oder etwas neues kommen wird.
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Re: Interview bei der Übersetzungkomission

Beitragvon Igor » 25.11.2015, 19:44

Grüß Gott!

Wie :arrow: hier schon angekündigt der Vollständigkeit halber auch in diesem Strang die Links zu :arrow: Teil 1 und :arrow: Teil 2 des Interviews mit Vr. Justin zum Thema der deutschen Liturgieübersetzung.

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Re: Interview bei der Übersetzungkomission

Beitragvon Dschorik » 15.02.2016, 18:10

wurde denn die Übersetzung inzwischen abgesegnet von den Bischöfen? Ist ja auch wieder ein paar Tage her...
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Re: Interview bei der Übersetzungkomission

Beitragvon Igor » 15.02.2016, 19:44

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