Die Ökumene

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KATICHET

Die Ökumene

Beitrag von KATICHET » 30.03.2006, 15:22

Was soll von der Ökumene gehalten werden?
Ist es sinnvoll sich daran zu beteiligen oder ist es besser davon Abstand zu nehmen?

Milo
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Re: Die Ökumene

Beitrag von Milo » 30.03.2006, 21:33

KATICHET hat geschrieben:Was soll von der Ökumene gehalten werden?
Ist es sinnvoll sich daran zu beteiligen oder ist es besser davon Abstand zu nehmen?
Das ist eine schwere Frage, soll aber nicht heißen das es keine Antwort darauf gibt!
Ich denke Dialog ist das eine, aber Teilhabe und Gebet ist das andere!
Hier zu gibt es klare und frühzeitige Ausagen der Kirche, siehe "apostolische Vorschrifften"!

Christus unter uns,

admin

KATICHET

Ablehnung oder Annahme?

Beitrag von KATICHET » 31.03.2006, 13:09

Durchaus!

In diesem Punkt kann man geteilter Meinung sein, jedoch ist vermutlich nur eine dabei richtig.

Der Dialog ist das eine, das Zusammenwirken in Gottesdiensten allerdings etwas anderes!

So muss man sich an dieser Stelle die Frage stellen, ob es denn zu verterten ist, dass alle "Konfessionen" gemeinsam einen Gottesdienst zelebrieren können!
Ob dies richtig ist und was die Heilige Schrift dazu sagt!

Katichet

Ehre sei Dir oh Herr

Re: Ablehnung oder Annahme?

Beitrag von Ehre sei Dir oh Herr » 08.04.2006, 11:31

KATICHET hat geschrieben:Durchaus!

In diesem Punkt kann man geteilter Meinung sein, jedoch ist vermutlich nur eine dabei richtig.

Der Dialog ist das eine, das Zusammenwirken in Gottesdiensten allerdings etwas anderes!

So muss man sich an dieser Stelle die Frage stellen, ob es denn zu verterten ist, dass alle "Konfessionen" gemeinsam einen Gottesdienst zelebrieren können!
Ob dies richtig ist und was die Heilige Schrift dazu sagt!

Katichet
Hallo Ihr Lieben,

in der Zeitung "Der Schmale Pfad" Band 13 (September 2005) gibt es einen Artikel "Kurze orthodoxe Stellungnahme zu den durch das Papsttum eingeführten Neuerungen". Ich kann ihn nur sehr empfehlen! Er ist sehr klar geschrieben und weißt auf einige Dinge hin, die eben trennend sind und nicht einfach übergangen werden können (Filioque, das Verfahren der Taufe, die Hostie aus ungesäuertem Brot, die Verwandlung (Weihe) der Heiligen Gaben, das Fegefeuer, die Teilnahme der Laien am Mysterium der Kommunion, die Unbefleckte Empfängnis, die päpstliche Vormachtstellung, der gregorianische Kalender, Krankensalbung).
Natürlich gibt es dazu noch viel mehr zu sagen, aber in Kürze kann ich diesen Artikel, auf den mich ein Mitbruder dankenswerterweise hingewiesen hat, sehr empfehlen.

Also, ich denke auch, Dialog - ja! Unbedingt. Füreinander beten, auch, aber Ökumene im Sinne eines gemeinsamen Gottesdienstes, wo man ja Abstriche machen müsste, ist für mich nicht vorstellbar.

Wenn man den Artikel ließt, wird das sehr verständlich.

Überhaupt muß ich sagen, dass sowohl "Der Schmale Pfad" als auch "Der Bote" sehr zu empfehlen sind - finde ich.

herzliche Grüße

Ehre sei Dir, oh HERR

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Jeremias
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Beitrag von Jeremias » 09.04.2006, 11:43

Filioque,
Ist zwar theologisch nicht richtig, ist aber nicht der Hauptpunkt...

das Verfahren der Taufe,
Inwiefern?

die Hostie aus ungesäuertem Brot,
Brauchtum, mehr nicht.

die Verwandlung (Weihe) der Heiligen Gaben,
*hüstel* Auch im orthodoxen Ritus gibt es die Wandlung... Das ist genau das, was Katholiken und Orthodoxe von den meisten Protestanten abgrenzt!

das Fegefeuer,
Oh ja, tiefstes Mittelalter... Aber der orthodoxe "Allerbarmer" ist halt schwierig den Leuten nahezubringen...

die Teilnahme der Laien am Mysterium der Kommunion,
Laien? Nichtchristen dürfen auch bei den Katholiken nicht und Orthodoxe dürfen nur, weil wir auch eine Wandlung haben (umgekehrt im übrigen nicht!) Wenn mit Laien da diejenigen gemeint sind, die keine höhere Weihe haben, dann ist da irgendwas falsch, denn auch in der orthodoxen Kirche dürfen die Gläubigen zur Kommunion...

die Unbefleckte Empfängnis,
Wir als Orthodoxe haben die ausgezeichnete Position, uns nicht über sowas streiten zu müssen, sondern es einfach hinzunehmen. Daher sollten wir die Katholiken diesen Disput innerkirchlich lösen lassen...

die päpstliche Vormachtstellung,
Gut, DAS ist wirklich ein Problem.

der gregorianische Kalender,
Äh... Ich benutze den auch... Also ist das eher ein Streitpunkt innerhalb der Orthodoxie... Denn ich halte mich da an meinen Bischof und als guter Grieche benutzt der NICHT den julianischen Kalender...

Krankensalbung
Was genau ist da das Problem? Ich habe wirklich keine Ahnung...


Allgemein gibt es sicher viele Konfliktpunkte, das Hauptproblem ist aber der Umgang mit diesen Konflikten... Sehr viel Unfug wurde im Mittelalter dogmatisiert, als Mittel gegen den Aberglauben. Problematisch wirds halt, wenn man an diesen Dogmen festhält. Auf der anderen Seite kann man nicht ein einziges Dogma rausnehmen, bei der Alles-oder-Nichts-Mentalität würde das dazu führen, daß das gesamte System zusammenbricht. Schwierige Sache halt.

Ehre sei Dir oh Herr

Beitrag von Ehre sei Dir oh Herr » 09.04.2006, 19:06

Auch Dir einen schönen guten Abend,

ich möchte versuchen, Deine Anmerkungen ein wenig und in aller Kürze zu beantworten. Ich empfehle Dir erstmal die angesprochene Zeitung "Der Schmale Pfad" Band 13 (Sept. 05) zu erwerben. Dort stehen die Beispiele auch drin. Es gibt dahingehend auch weiterführende Literatur (z.B. "Orthodoxe Dogmatische Theologie" - Erzpriester Michail Pomazanski, Übersetzung von A.J.Wolf, zu beziehen u.a. über Kloster des Hl. Hiob von Pocaev in München), in angesprochenem Druck sind nur diese Beispiele gegeben, die aber einleuchten.
BlackandGold hat geschrieben: Filioque,
Ist zwar theologisch nicht richtig, ist aber nicht der Hauptpunkt...
>>..."filioque (und vom Sohn), das dem achten Artikel des Glaubensbekenntnisses, den Ausgang des Heiligen Geistes betreffend, hinzugefügt worden war. Dies steht in einem direkten Widerspruch zu den Worten des Erlösers: Wenn aber der Tröster kommen wird, den Ich Euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird Er Zeugnis für mich ablegen (JH 15,26)"....
das Verfahren der Taufe,
Inwiefern?
>>Das Taufen (seit dem 12.Jh ist die westliche Kirche wieder einen anderen Weg gegangen) durch untertauchen war das übliche Verfahren in der frühen christlichen Kirche. Das griechische Wirt für "ich taufe" (baptizo) bedeutet: "Ich tauche ein oder unter". Es ist etymologisch mit dem Wort "einsenken, etwas in eine Flüssigkeit eintauchen" (bàptein) verwandt und bedeutet niemals Übergießen oder besprengen (wie hierzulande oft üblich). Eine Nottaufe ist natürlich ein Ausnahmefall....
die Hostie aus ungesäuertem Brot,
Brauchtum, mehr nicht.
>>Es geht um die Ersetzung des bis dahin gesäuerten Brotes durch ungesäuerte Oblaten im Sakrament der Eucharistie.
Da geht es um Übersetzungsfehler in der Bibel, die zu Unstimmigkeiten mit den Vorbereitungen auf das Passahfest führten.
Es hat alles seine biblische Grundlage....
die Verwandlung (Weihe) der Heiligen Gaben,
*hüstel* Auch im orthodoxen Ritus gibt es die Wandlung... Das ist genau das, was Katholiken und Orthodoxe von den meisten Protestanten abgrenzt!
>>Darum geht es nicht, es geht um die Art und Folge der Wandlung.
die Teilnahme der Laien am Mysterium der Kommunion,
Laien? Nichtchristen dürfen auch bei den Katholiken nicht und Orthodoxe dürfen nur, weil wir auch eine Wandlung haben (umgekehrt im übrigen nicht!) Wenn mit Laien da diejenigen gemeint sind, die keine höhere Weihe haben, dann ist da irgendwas falsch, denn auch in der orthodoxen Kirche dürfen die Gläubigen zur Kommunion...
>>Es ist in ev. Kirchen z.T. immernoch so, dass nur der Klerus kommuniziert. In der Vergangenheit war das in der RKK auch schonmal so. Aber,
"In den frühen 60er Jahren diskutierte das Zweite Vatikanische Konzil (Vatikanum II) auf Initiative von Papst Johannes XXIII. (1958-1963) und abschließend durch Papst Paul VI. (1963-1978) die "Wiederherstellung der Riten", wobei die RKK nun auch für Ihre Laien den Kelch zur Verfügung stellte. Somit kann der Kommunikant nach dem Erhalt der Hostie (der geweihten Oblate) am Kelch teilnehmen. Das römische Meßbuch sieht auch die Intinktion, das Einweichen oder Eintauchen der Oblate in den Wein, vor. "

In der Praxis habe ich es schon erlebt, allerdings mit Weißwein.

Die Begründung das der Kelch nur den Klerikern gestattet ist, würde im Widerspruch zum Gebot des Herrn stehen: "Trinket alle daraus..." (Mt 26,27).
"Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht eßt und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank "(Jh 6,53-55).
Es ist unmöglich die Praxis, dass nur der Pfarrer / der Klerus das Blut des Herrn trinkt mit den Äußerungen unseres Erlösers in Einklang zu bringen, besteht so oder so!!!

die päpstliche Vormachtstellung,
Gut, DAS ist wirklich ein Problem.
>>Stimmt. Nirgends in der Bibel ist diese so begründet, wie von der RKK praktiziert.

[/quote]der gregorianische Kalender,
Äh... Ich benutze den auch... Also ist das eher ein Streitpunkt innerhalb der Orthodoxie... Denn ich halte mich da an meinen Bischof und als guter Grieche benutzt der NICHT den julianischen Kalender...[/quote]

>>Ich benutze ihn nicht. Es geht auch nicht um gut und schlecht. Ich würde mir nicht erlauben deswegen einen Menschen zu verurteilen, es geht vielmehr um im Laufe der zeit ständig um sich greifende Veränderungen.
Krankensalbung
Was genau ist da das Problem? Ich habe wirklich keine Ahnung...
>> Wirklich nicht? Dann überlege doch mal, was die Krankensalbung für einen orthodoxen Christen bedeutet und was für einen Christen der RKK!?
(letzte Ölung...)

Allgemein gibt es sicher viele Konfliktpunkte, das Hauptproblem ist aber der Umgang mit diesen Konflikten...
>>Ja, es gibt sie, genau darum geht es ja hier. Niemand verurteilt hier etwas. Es geht um Bewahrung von Traditionen, vom christlichen Lenen und Erleben und von biblischer Grundlage all dessen.
Ich kann nicht so tun, als ob alles in Ordnung ist, wenn es eben nicht so ist. Eine andere Sache ist der Umgang untereinander. Selbstverständlich bin ich als Christ dazu aufgefordert, jedem in Liebe zu begegnen, in christlicher Nächstenliebe. Aber es geht hier um Dinge die uns trennen.

Das Wichtigste ist natürlich Christus!

Ich hoffe mit meinen wenigen Zeilen zumindest ein klein wenig geholfen zu haben, meine Gedanken zu erklären.

Milo
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Beitrag von Milo » 09.04.2006, 21:27

Grüßt Gott brüder im Eifern nach der Wahrheit!

Ich wollte mich dazu so äußern:

Alles hat eine Chronologie in der Geschichte, alles hat eine Ordnung im der Kirche Christie, die ja onthologisch nur EINE sein kann.

Wenn wir das mal durchleuchten, dann stellen wir fest das es immer synodal Entscheidungen gab wo jemand von der Einen Kirche ausgeschlossen wurde...sei es wegen Shisma ode Häresie (wobei das erste immer schon auch das zweite impliziert)...
Ist also ein Patriarch überheblich geworden und hat die Teilung eingeleitet, so muss er um die Ordnung zu schaffen wollen, wieder umkehren (Reue) und sich der EInen Kirche wider anschliesen von der er sich wegbewegte...(nicht Sie von ihm)
Da aber mittlerweile viele Dogmen neu erfunden wurden in der RKK, welche der EINEN Kirche nicht bekannt sind, muß er diese verwerfen, oder die Eine Kirche muß diese dann bestätigen. Das fällt beiden seiten schwer, aber nicht aus gleichem Grund! :)

Wenn es andere Wege gibt als diesen, dann vertehe ich nicht warum wir Orthodoxe nicht schon lange uniiert sind mit Monophysiten!?

Hoffe nicht mehr noch verwirrt zu haben,

nichtsnütziger admin
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Jeremias
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Beitrag von Jeremias » 10.04.2006, 22:52

@ehre sei dir o herr
Du hast durchaus Klärung reingebracht und mir klargemacht, was ich nochmal nachelsen müsste...

mimare
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Beitrag von mimare » 11.04.2006, 09:54

hallo miteinander :D
ich möchte noch etwas dazu sagen,vieles ist schon gesagt:
ich bin hier her gekommen um von den orthodoxen christen zu lernen,weil ich immer wieder mit menschen u.bildern damit in berührung komme,
ich denke:
ökumene ist kein einheitsbrei,sondern sich in liebe in den verschiedenheiten annehmen u.füreinander/miteinander zu beten,vielleicht auch mal den "anderen"gottesdienst besuchen.

zur krankensalbung
dies ist nicht die letzte ölung,das hat die kath.kirche eingeräumt,da einen fehler gemacht zu haben.
krankensalbung geschieht am kranken menschen,ich kann,u.zwar jeder zeit um die krankensalbung bitten
z.b.vor einer op
o.auch bei chronischer erkrankung,ganz zu schweigen von akuter krankheit,ich selbst habe da viel heilung erfahren,das selbst die ärzte stotterte..das kann nicht sein..obwohl ich davon erzählte
also eine wirklich heilsames sakrament :!: :!: :!:

apropo taufe,
ich bin noch 1952 eingetaucht worden in ein taufbecken..natürlich als kind
(alter taufritus)

seid gesegnet
:D mimare :D
gelobt sei jesus christus

Ehre sei Dir oh Herr

Beitrag von Ehre sei Dir oh Herr » 11.04.2006, 15:02

BlackandGold hat geschrieben:@ehre sei dir o herr
Du hast durchaus Klärung reingebracht und mir klargemacht, was ich nochmal nachelsen müsste...
Hallo und guten Tag,

das gilt für mich aber auch :)
Man kann nicht alles wissen, dafür sind wir alle nur Menschen...
Wünsche Dir noch einen schönen Tag.

herzliche Grüße!!!

Ehre sei Dir oh Herr

Beitrag von Ehre sei Dir oh Herr » 11.04.2006, 15:06

mimare hat geschrieben: zur krankensalbung
dies ist nicht die letzte ölung,das hat die kath.kirche eingeräumt,da einen fehler gemacht zu haben.
krankensalbung geschieht am kranken menschen,ich kann,u.zwar jeder zeit um die krankensalbung bitten
z.b.vor einer op
o.auch bei chronischer erkrankung,ganz zu schweigen von akuter krankheit,ich selbst habe da viel heilung erfahren,das selbst die ärzte stotterte..das kann nicht sein..obwohl ich davon erzählte
also eine wirklich heilsames sakrament :!: :!: :!:

apropo taufe,
ich bin noch 1952 eingetaucht worden in ein taufbecken..natürlich als kind
Guten Tag, mimare,

oh, danke für den Hinweis!
Das ist mir neu und das ist sehr zu begrüßen. Ich finde es sehr wichtig und freue mich ehrlich gesagt sehr darüber.
:!: :!: :!:

In diesem Sinne die herzlichsten Grüße

mimare
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Beitrag von mimare » 12.04.2006, 10:58

für alle,
seht ihr,deswegen bin ich hier im forum,
daß wir uns mit einander austauschen können u.von einander erfahren können. :D
.ich denke..auch ich ,weiß noch viel zu wenig von der orhtodoxen kirche :!: :wink:
u.letztendlich,wollen wir doch alle christus nachgehen

:D mimare :D
gelobt sei jesus christus

Milo
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Re: Die Ökumene

Beitrag von Milo » 13.06.2006, 07:57

Grüß Gott miteinander!

Ich wollte nochmal die Frage wiederholen:
KATICHET hat geschrieben:Was soll von der Ökumene gehalten werden?
Ist es sinnvoll sich daran zu beteiligen oder ist es besser davon Abstand zu nehmen?
Wie versteht ihr die Ökumene?
Ist die Ökumene nur ein Dialog oder auch mehr?
Was bedeutet sie theoretisch und praktisch für euch?
Beteiligt ihr euch daran, und warum wenn ja/nein?

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Milo
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Beitrag von Milo » 13.06.2006, 08:19

Wer noch nicht die Charta gelesen hat, hier der link:

http://www.cec-kek.org/Deutsch/ChartafinG.htm


Auch ein interesantes Thema ist das hier:

http://www.cec-kek.org/german_site/pdf/ ... etherG.pdf



Gruß

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Beitrag von Sebastian » 18.06.2006, 10:28

Hallo meine Brüder und Schwestern in Christo,

gerne äussere ich mich auch zum Thema Ökumene.

Ich bin überzeugter Ökumeniker. Warum? Nun ich denke, dass was uns alle verbindet ist größer, als das was uns trennt. Wir sind doch alle getaufte Wesen und zwar nach der trinitärischen Taufe (d.h. Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes). Ob nun in Wasser untergetaucht, oder mit Wasser benetzt, wir sind alle mit dem Selben Element getauft worden. Man sollte sich vor Augen halten, dass bei einer Taufe Gott selbst tauft. Der Priester ist "nur" sein Werkzeug. Der Priester selbst tauft aber nicht.

Wir sind Christen. Wir brauchen uns nicht zu verstecken. Wir können gemeinsam feiern, Beten, für uns Beten (Fürbitten :wink: ), unser Denken gemeinsam nach der Lehre Jesu aussrichten (Stichwort: Nächstenliebe) und uns dabei unterstüzen, wenn der Nächste keine Kraft mehr hat, wir können der ganzen Welt vom Evangelium Christi erzählen und vieles mehr...
Katichet hat geschrieben: Der Dialog ist das eine, das Zusammenwirken in Gottesdiensten allerdings etwas anderes!

So muss man sich an dieser Stelle die Frage stellen, ob es denn zu verterten ist, dass alle "Konfessionen" gemeinsam einen Gottesdienst zelebrieren können!
Eine, wie ich finde, berechtigte Frage! Ich bin mir da auch nicht so sicher. Zum Teil kennen wir uns so gut wie gar nicht, haben von den jeweiligen Bräuchtümern der verschiedenen Konfessionen keine Ahnung und dann soll man gleich alles zusammenlegen und ungeachtet aller Unkenntnis über seinen Nächsten zusammen Gottesdienste zelebrieren? Ich denke wir sollten einander erstmal kennen und achten lernen bevor wir zu solchen Schritten übergehen.
Ich finde es wäre unklug sich über alle theologischen Unterschiede hinweg zu setzen. Ich persönlich nehme gerne auch an orthodoxen Gottesdiensten Teil (leider selten, weil meist nicht in meiner Sprache), denke aber das dies etwas Anderes ist, als wenn Geistliche verschiedener Konfessionen miteinander Gottesdienst feiern. Schauen wir auf die ökumenischen Gottesdienste zwischen der evangelischen und katholischen Kirche. Finde ich alles gut und schön, aber eines der wichtigsten Bestandteile solcher Gottesdienste fehlt: Das Heilige Abendmahl bzw. die Eucharistie. Es gibt doch zunächst auch so viele andere Möglichkeiten ökumenisch zu handeln. Heilige Andachten, gemeinsame Gebetskreise, Bibelkreise in denen wir etwas z.B. über die Heiligen Evangelien lernen (voneinander lernen), gemeinsame Pilgerreisen, oder auch einfache Ausflüge um Gemeinschaft zu Pflegen.

Wenn ich etwas über meine christlich orthodoxen Geschwister erfahren möchte, besuche ich deren Gotteshäuser (oder ein entsprechendes Forum :wink: ). Manchmal hat man auch Gelegenheit (ausserhalb der Gottesdienste) mit einem Priester ins Gespräch zu kommen. Lohnen tut es sich auf jeden Fall :D .
mimare hat geschrieben: u.letztendlich,wollen wir doch alle christus nachgehen
Du bringst es auf den Punkt! Dankeschön für diesen Satz!

Es ist Sonntag, der Tag des Herrn. Allen ein gesegneten Sonntag.

wünscht
Sebastian

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