Meine Rechtfertigung des Glaubens

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Balthasar
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Meine Rechtfertigung des Glaubens

Beitragvon Balthasar » 25.02.2018, 16:47

Liebe Geschwister In Christus,

Es ist nun schon eine Weile her, dass ich mich hier gemeldet habe. Es sind inzwischen Jahre vergangen, unglaublich.

Zunächst einmal möchte ich mich bei den Forumbetreibern und allen Mitwirkenden aus tiefsten Herzen bedanken, dass es durch euch möglich ist sich mit dem Orthodoxen Glauben und Christen des orthodoxen Glaubens unterhalten und austauschen zu können.

In meinen Forenbeiträgen der letzten Jahre sieht man meinen inneren konfessionellen Kampf den ich austrug, mal für die Orthodoxe, Römisch Katholische oder auch Reformierte Seite des Glaubens. Dabei hatte ich aber nie die Absicht den einene oder anderen vor den Kopf zu stossen, auch wenn dies unbeabsichtigter Weise vorkam.
Danke für eure Geduld, die Ihr euch immer wieder genommen habt und auch nehmt um euren Glauben Christen anderer Denominationen zu erläutern.

Ich nahm mir persönlich einfach die Freiheit heraus alles ohne Vorbehalte zu erfragen und erläutert zu bekommen, aber auch zu hinterfragen oder kritisch zu sehen. So kritisierte ich z.B. auch die Art wie manche Freikirchen den Gottesdienst zelebrieren, ein anderes mal aber auch die Orthodoxe Art der Sichtweisen. Ich befasste mich mit der Heiligenverehrung, der Apostolischen Sukzession und der Geschichte der Kirche und den heiligen Kirchenvätern.

All dies war nicht vergebens und hat meinen Horizont erweitert, wofür ich Gott danke.

Ich bin aber zu dem Schluss gekommen, dass für mich persönlich der Glaube letztendlich vor Gott rechtfertigt, genau so wie natürlich die Werke welche aus dem Glauben hervor gehen nötig und sichtbare Zeichen eines Christen sind.

Ich habe allerdings den Standpunkt, dass ich der Heiliigenverehrung und Marienverehrung bzw. die Fürbitten zu solchen nicht umsetzten oder für mich persönlich aus der Schrift begründen kann.
Von der Tradition der Kirche sicherlich. Nur ist diese allein für mich nicht Grund genug die Schrift hier unbeachtet zu lassen und allein meinen Herrn zu lobpreisen und eine direkte Beziehung zu Christus zu haben.

Bitte versteht das jetzt nicht als Angriff, dass ist nicht meine Absicht. Ich möchte euch nur meine Sicht der Dinge darlegen und fühle mich auch dazu verpflichtet nach meinen vielen Beiträgen des Für und Wider der einen und anderen Seite eine persönliche Rechtfertigung zu geben.

Ich haderte lange mit einem Übertritt zum Katholizismus oder der orthodoxen Kirche und wollte nicht lauwarm übertreten um mich dann doch an Sachen zu stören und es dann eventuell zu bereuen.

Ich habe mich deshalb dazu entschieden dort zu bleiben wo ich bin, in den reformierten Kirchen, da ich mich mit dieser Lehre mehr identifiziere und auch als richtig erachte.

Letztendlich war es die Heiligenverehrung und Marienfürbitte welche mich nicht richtig zu erfassen vermochten. Ich habe auch Ikonen zu hause und das Gebetsbuch gebetet, aber es hat mir nicht diese Nähe vermitteln können wie es mir orthodoxe Christen aus Ihren Gebetsleben erzählten oder es in orthodoxen Artikeln beschrieben wurde. Es liegt wohl an meiner persönlichen Inneren Einstellung.

Ich meine hier im Forum mal gelesen zu haben, dass man nicht richtig orthodox sein kann wenn man die Heiligenverehrung ablehnt, bin mir aber nicht mehr sicher ob es hier im Forum war oder in einem Artikel den ich gelesen hatte.

Aber ja, wie könnte ich orthodox werden, wenn diese zentrale Frage der Gemeinschaft bei euch so wichtig in der Eucharistie und im täglichen Leben ist. Das wäre dann von mir Heuchelei, zur Orthodoxie zu wechseln und dann nicht alle Dogmen der Kirche anzunehmen. Das wäre falsch.

Trotzdem sind wir alle im Glauben an Jesus Christus unseren Herrn vereint und ich betrachte jeden der dies glaubt als meine Schwestern und Brüder im Glauben.

Ich möchte mich bei allen hier im Forum bedanken und schaue auch immer wieder mal rein was es neues gibt.

Viele Grüße an euch Alle,

Balthasar

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Re: Meine Rechtfertigung des Glaubens

Beitragvon Igor » 08.03.2018, 21:44

Lieber Balthasar,

danke für Deine offenen Worte!

Auf Deinem weiteren Weg alles Gute und Gottes Segen.

In Christo
Igor
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