Ankündigung: 23. FOCS-Gespräch „Welche Freiheit ist zu respektieren?

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Alexandra
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Religionszugehörigkeit: orthodox

Ankündigung: 23. FOCS-Gespräch „Welche Freiheit ist zu respektieren?

Beitragvon Alexandra » 18.10.2016, 14:24

FOCS - Forum für Christliche Spiritualität in Kultur und Bioethik

23. Gespräch

Gesprächspartner: Erzpriester Johannes Nothhaas, Mainz, Priester Vladimir Bayanov, Würzburg

Sonntag, den 23. Oktober, 2016
aber, zum ersten mal an einem neuen Ort:
in der Mainzer orthodoxen Christopherus-Gemeinde (in der St. Alban und St. Jakobus Kirche, Berliner Straße 39).

Beginn: 15.30 Uhr
Ende: ca. 22.00 Uhr

Wir werden also, anders als bisher, einen „Ausflug“ wagen. Vater Johannes Nothhaas, der unsere Treffen von Anfang an begleitet und gefördert hat, war so freundlich, seine Trapeza in Mainz und die Hilfe einiger Gemeinde-Mitglieder zur Verfügung zu stellen. Der Grund ist: Meine eigene Koch-Tochter erwartet im November ein Baby, und da möchte ich ihr die Schlacht in der Küche nichtmehr zumuten. Focs setzt sich also „in Bewegung“.

Neu ist diesmal auch, daß wir unser Gespräch an einem wunderbaren literarischen Werk „aufhängen“: Alexander Solschenyzins „Krebsstation“ läßt die bioethischen Probleme, die wir sonst „trocken“ diskutiern, in ergreifender Weise lebendig werden. Wenn Sie dieses Buch nicht schon besitzen – eine deutsche zweibändige Ausgabe (Hg. H. Böll) kann man sehr preiswert über ZVAB im internet bekommen. Natürlich müssen wir die Diskussion auf wenige Kapitel konzentrieren, aber wer dieses herrliche Buch kennt, wird sicher noch viel mehr vom „Programm“ haben.

Unser Thema hat als Hintergrund die Herausforderung der Integration von traditional gläubigen Flüchtlingen in unsere liberale Kultur: Wo läßt der dabei nötige Anpassungsdruck noch Raum für ein kirchliches Leben? Ein Aspekt dieser Integration betrifft die Frage, was es heißt, Freiheit zu respektieren, und welche Freiheit respektiert werden soll. Diese Frage soll nun am Fall der Beziehung zwischen Ärzten und Patienten, besonders (aber nicht nur) am Lebensende behandelt werden: Wo bringt ein traditionales Glaubensleben da Konflike rein?

Ich freue mich schon auf unsere Diskussionen!
Herzlichen Gruß
Ihre
Cornelia Hayes

Was ist FOCS?

Ungeachtet aller Konfessions-Grenzen wissen sich Menschen, denen der auferstandene Christus am Herzen liegt, miteinander im Heiligen Geist verbunden. Diese Verbundenheit sollen halb-jährliche Gespräche und die Verbreitung der Zeitschrift Christian Bioethics, Non-Ecumenical Studies in Medical Morality reflektieren und vertiefen.

Die Gespräche lassen die gemeinsame Tradition der frühen Kirche als für die Gegenwart lebendig und lebbar erkennen; die Zeitschrift betont in kontroverser Diskussion die Verschiedenheiten Konfessions-gebundener Interpretationen dieser Tradition, um diese Unterschiede am Gemeinsamen der Überlieferung zu überprüfen.

Im Gegensatz zum ökumenistischen Zeitgeist (der traurigen Wirklichkeit hinter dem, was sich als „Ökumene“ ausgibt) sucht FOCS die Einheit aller Christen in der einen Kirche Christi nicht durch menschliches Sozialhandeln oder Konsensbilden voranzubringen sondern bekennt, daß diese nur von der Gnade Gottes erbeten werden kann. Unsere unverzichtbare Mitarbeit an dieser wirkenden Gnade liegt im Bemühen, in Treue zur Kirche der Apostel unser Leben in Christus zu vertiefen.

Angesichts eines „Christentums“, das sich immer mehr zur säkularen Kultur-Einrichtung degradiert, möchte das Forum, über das Trennende der verschiedenen Glaubens-Richtungen hinweg, dazu beitragen, daß Christen einander bei dieser Vertiefung beistehen.

Zeitplan

15.30 Uhr Kaffee/Tee/Kuchen und Willkommen

16.00 Uhr: Menschenwürde und Freiheit bei Christen und Demokraten
(Texte aus Genesis, Immanuel Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten)

17.00 Uhr Ärztlicher Auftrag und „mündiger Patient“
(Alexander Solschenizyn Krebsstation, Bd. 1, Kap 3 und 6, Bd.2 Kap. 9 und 11 (bzw. 30 und 32 in Ausgaben in einem Band)

18.30 Uhr: Abendessen

19.30 Uhr: „Einwilligung nach Aufklärung“: wie „autonom“ sind Patienten? (Ausgewählte Textstellen aus neueren bioethischen Aufsätzen von Nys, Stoljar, Sjöstrand u.a.)

21.00 Uhr: Charles Taylors „Politik der Anerkennung“: Schlußgedanken zur „Integration“ von Muslimen und Freiraum für die Kirche

(Texte – auch die Buchkapitel - werden vor der Sitzung zugesandt.)

Anmeldung

Bitte per email an: Corinna.Delkeskamp-Hayes@gmx.de

Ich ................................................... (Name) (Tel.Nr.......................................................)

nehme am 23. FOCS Gespräch am Sonntag, dem 23. Oktober 2016 mit insgesamt ...... Personen teil

Ich brauche Hilfe bei der Buchung einer Übernachtung für ......Personen

Besondere Diätwünsche:

Unkostenbeitrag € 40.00

(für Familienmitglieder wird nur ein Beitrag erhoben)

(Bitte überweisen Sie diesen Betrag auf: Konto Michael Hayes # 66031012, BLZ 36060295

BiC GENODED1BBE IBAN DE77 3606 0295 0066 0310 12 Verwendungszweck: FOCS)

Alle Teilnehmer erhalten ein kostenloses Jahres-Abonnement (2017) der Zeitschrift Christian Bioethics (3 Hefte)

Die Teilnehmerzahl ist aus Platz-Gründen begrenzt. Bitte verknüpfen Sie Ihre Anmeldung per Post oder

e-mail mit der Überweisung des Unkostenbeitrags.

Anmeldeschluß: Wenn die Trapeza voll ist, jedenfalls aber Mittwoch, 21. Oktober 2016

Wegbeschreibung

Mit der Bahn : Von Mainz Hauptbahnhof gehen Staßenbahnen # 50/51/52 in Richtung Hechtsheim bis Haltestelle Berliner Straße/Franz Stein Haus. Danach kurzer Fußweg auf Geschw.Scholl Str. Bis rechts die Berliner Straße abbiegt.

Mit dem Wagen (für Leute ohne Navi oder mit Navi, der aber streikt):

A 60 bis Kreuz Main Süd, Ausfahrt 21 Richtung Innenstadt. Mit B 40 (Pariser Str.) bis zur Ampel am Stadtbeginn. Dort rechts in die Geschwister Scholl Straße einbiegen, dann rechts auf der Berliner Str. zur Kirche. (Siehe auch http://mainz-orthodoxie.de/anfahrt.html)

Mitfahrgelegenheit
Ab dem 21.10. können auf Wunsch Fahrgemeinschaften vermittelt werden.

Telephon für gestrandete Besucher:
(0) 175 9808 593

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