Neuer Tiefpunkt: Weitere evangelische Landeskirche führt Homo-Ehe ein!

Forumsregeln
Forumsregeln Impressum
Łukasz
Beiträge: 85
Registriert: 16.12.2015, 19:33

Neuer Tiefpunkt: Weitere evangelische Landeskirche führt Homo-Ehe ein!

Beitragvon Łukasz » 10.04.2016, 01:10

Samstag, 09. April 2016
EKBO sagt "ja" zur GleichstellungHomo-Paare in Berlin dürfen Ringe tauschen

Nach Hessen-Nassau und dem Rheinland will nun auch die evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) homosexuelle Paare trauen. Dieser Beschluss fiel mit großer Mehrheit. Doch es soll auch Ausnahmen geben.

Gleichgeschlechtliche Paare können sich in der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) künftig genauso trauen lassen wie Mann und Frau. Das hat die Synode in Berlin mit großer Mehrheit beschlossen. Bisher war für schwule und lesbische Paare nur eine Segnung vorgesehen, ohne Eintragung ins Kirchenbuch oder Ringwechsel.

Die EKBO ist nach Hessen-Nassau und dem Rheinland die dritte evangelische Landeskirche in Deutschland, die sich für die Gleichstellung entscheidet. "Wir freuen uns über das sehr klare und sehr eindeutige Signal der Synode", sagte Propst Christian Stäblein.

Der Beschluss, der zum 1. Juli in Kraft tritt, sieht Ausnahmen vor: Ein Pfarrer und ein Gemeindekirchenrat können in konkreten, begründeten Einzelfällen eine Trauung ablehnen. Bischof Dröge hatte vorab gesagt, für ihn gehöre es zur Freiheit des Einzelnen, solche Ausnahmen aus Gewissensgründen zuzulassen.

Ausnahmen müssen begründet sein

Deutlich müsse aber sein, dass es begründete Ausnahmen seien. Die Trauung soll dann in einer anderen Gemeinde möglich sein. Ein Kirchenmitglied sagte bei der Debatte, die Regelung sei "eine große Kröte, die wir als Homosexuelle in der Kirche schlucken müssen". Der Passus soll in fünf Jahren überprüft werden.

Kommunion trotz zweiter Heirat: Franziskus geht auf Geschiedene zu 08.04.16 Kommunion trotz zweiter Heirat Franziskus geht auf Geschiedene zu Renzi bereit zu Vertrauensfrage: Stolpert Italiens Regierung über Homo-Ehe? 22.02.16 Renzi bereit zu Vertrauensfrage Stolpert Italiens Regierung über Homo-Ehe?

Bei der Entscheidung der Synode stimmten 91 Mitglieder für die Gleichstellung, 10 dagegen und 4 Mitglieder enthielten sich. Voraussetzung für eine kirchliche Trauung ist, dass das Paar auf staatlicher Seite schon eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingegangen ist.

Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg nannte den Beschluss in einer Mitteilung "außerordentlich erfreulich". Die Evangelische Kirche sei damit "einen großen Schritt" gegangen. "Als Religionsgemeinschaft ist die Evangelische Kirche weiter als der deutsche Staat", erklärte Landesgeschäftsführer Jörg Steinert.

Quelle: n-tv.de , sro/dpa/AFP


Ein weiterer Beweis dafür, dass die Russisch-Orthodoxe Kirche damals Recht hatte, die Beziehung zur EKD und ihren Landeskirchen abzubrechen. Wenn die protestantischen/evangelischen Kirchen solche Tatsachen bei sich schaffen, dann erübrigt sich jeder weiterer Dialog zwischen den evangelischen/protestantischen/lutherischen Kirchen und den orthodoxen Kirchen. Dann hat sich jede Form von Ökumene ein für alle mal erledigt. Martin Luther würde sich im Grabe umdrehen, wenn er das sehen würde.

Ein weiterer Grund mehr für mich persönlich, warum ich froh darüber bin, niemals ein Protestant gewesen zu sein. Ich weiß, als orthodoxe Christen, sollen wir uns nicht über andere Konfessionen abfällig äußern, aber bei dem n-tv.de-Artikel blieb mir einfach nur noch die Spucke weg. Einfach unfassbar inwieweit sich die protestantischen Kirchen vom christlichen Glauben entfernt haben.

Benutzeravatar
Dschorik
Beiträge: 84
Registriert: 03.01.2016, 18:24
Religionszugehörigkeit: orthodox
Kontaktdaten:

Re: Neuer Tiefpunkt: Weitere evangelische Landeskirche führt Homo-Ehe ein!

Beitragvon Dschorik » 10.04.2016, 06:34

Für Luther war die Ehe eh ein "weltlich Ding"....
Also weit weg von der Bedeutung, die sie für uns Orthodoxe hat...
An jedem Ort sind die Augen Jahwes, / wachend über Böse und Gute! (Spr. 15, 3)

Hetairos
Beiträge: 70
Registriert: 07.05.2014, 15:15
Religionszugehörigkeit: orthodox

Re: Neuer Tiefpunkt: Weitere evangelische Landeskirche führt Homo-Ehe ein!

Beitragvon Hetairos » 10.04.2016, 21:33

Na, ob das ein Tiefpunkt in der evangelischen Kirche Deutschlands ist.....
Es wird ohnehin vieles gesellschaftspolitisch ausgelegt. Spiritualität und tiefer Glaube werden durch eine quasi universelle Sozialpolitik erstezt und stets im Zeitgeist. Gab es früher eine Deutsche Kirche im Sinne des Nationalsozialismus, erinnert ein heutiger Kirchentag der EKD an einen Parteitag der Grünen - früher braun, heute in Regenbogenfarben.
Mich wundert es nicht, dass viele junge Menschen dann bei Evangelikalen und sonst wo landen. Im letzten Jahr hatten die evangelischen Kirchen mit mehr als 200 000 Austritten einen Rekord erlangt (Quelle:http://www.domradio.de/nachrichten/2015-02-07/evangelische-kirche-verliert-deutlich-mehr-als-200000-mitglieder).
Ich fürchte mich allerdings mehr um das entstehende geistige Vakuum und welche Religionsgemeinschaft oder Ideologie dieses dann ausfüllt....
:doc:
Aν πεθάνεις, πριν πεθάνεις, δεν θα πεθάνεις, όταν πεθάνεις!

Luka Filipp Kiriak
Beiträge: 78
Registriert: 25.08.2014, 18:57
Religionszugehörigkeit: (russisch-)orthodox

Re: Neuer Tiefpunkt: Weitere evangelische Landeskirche führt Homo-Ehe ein!

Beitragvon Luka Filipp Kiriak » 28.05.2016, 21:26

Auch das passt gut in diesen Strang: Für den Christopher Street Day 2016 in Dresden hat der Superintendent Christian Behr (Evangelisch-Lutherische Kirche Sachsen) die Schirmherrschaft übernommen. (siehe dieses Video)

Und das ist dann Christian Behrs Auslegung der Sintflut und des Regenbogens:
Liebe Freunde des Christopher-Street-Day,

mitten in der Stadt Dresden, in der der CSD gefeiert wird, grüßen die großen Stadtkirchen die Besucher von nah und fern. Sie stehen für das, was der christliche Glaube verkörpert: Vor Gott haben alle Menschen die gleiche Würde.

Der Regenbogen ist das Zeichen des CSD. Er steht aber auch schon viel früher für eine zentrale Geschichte in der Bibel – die Geschichte von der Sintflut. Dort steht der Regenbogen für die Bewahrung der Menschen nach dieser Katastrophe. Er steht dafür, dass die Menschheit bunt und vielfältig bleibt und dass Gott auch in dieser Vielfalt zu ihr stehen wird.

Die Kirchen taten sich in ihrer Geschichte oft schwer mit der Anerkennung dieser Vielfalt.

Zu den Menschenrechten und auch später zur Demokratie haben sich die Kirchen erst sehr spät bekannt. Und auch heute fällt es manchen Christen nicht leicht, die verschiedenen Formen des Zusammenlebens anzuerkennen, die es in unserer heutigen Gesellschaft gibt.

Und doch gilt seit Beginn der Christenheit der oben erwähnte Grundsatz: „Vor Gott haben alle Menschen die gleiche Würde“. Deshalb habe ich gerne das Anerbieten angenommen, mit anderen gemeinsam die Schirmherrschaft für den „Christopher-Street-day“ 2016 in Dresden zu übernehmen.

Ich freue mich, dass nach dem bunten Fest zum Start des diesjährigen CSD der erste Abend am Freitag gemeinsam in der Kreuzkirche ausklingen wird.

Das Wochenende zum CSD wird eine fröhliche Botschaft aus Dresden in die Umgebung senden und damit deutlich machen, dass es sich in unserer Stadt entgegen mancher anderer Bilder tolerant und offen leben lässt. Dazu wollen wir als Kirchen und Christen in dieser Stadt unseren Beitrag leisten.

Ich wünsche dem CSD viele Besucher, nachdenklich Foren und ein buntes und friedliches Miteinander.

Benutzeravatar
MariaM
Beiträge: 360
Registriert: 30.11.2013, 19:59
Religionszugehörigkeit: christlich-orthodox

Ev.Kirche in Deutschland will Islamunterricht überall!

Beitragvon MariaM » 12.12.2016, 12:05

Hallo,
nun will die Evang.Kirche Islamuntericht in ganz D einführen. Was soll das bitte??? Muss man das verstehen??? Also ich kapiere es nicht. :?: Ich meine - warum macht sich eine christliche/"christliche" (?) Kirche für den Islam(unterricht) stark, statt zu überlegen wie man den christlichen Glauben den Menschen nahebringen könnte (bzw. zuerst ihn vielleicht in sich selbst (wieder)finden)????
Da fragt man sich doch - was für Interessen vertritt eigentlich die Evang.-Kirche in Deutschland?? Und wie geht sie dann mit Leuten aus den eigenen Reihen um, die das vielleicht nicht ganz so eine tolle Idee finden, sich selbst zu demontieren...?
Weiss da jemand Näheres? Gruss, Maria

Benutzeravatar
Thuja
Beiträge: 873
Registriert: 05.01.2012, 01:13
Religionszugehörigkeit: russisch-orthodox
Wohnort: Oberbayern

Re: Neuer Tiefpunkt: Weitere evangelische Landeskirche führt Homo-Ehe ein!

Beitragvon Thuja » 12.12.2016, 19:58

Liebe Maria,

für meine Begriffe ist die evang.-lutherische Kirche in Deutschland nicht mehr als Kirche ernstzunehmen, sie demontiert sich selbst. Im Norden noch mehr als im Süden. Es ist ein "sozialpolitischer Verein" geworden, sehr weltlich orientiert... insofern wundern mich all diese Dinge überhaupt nicht mehr, das Wesentliche einer christlichen Kirche ist da völlig abhanden gekommen!
Schade!

Liebe Grüße
Thuja
Господи помилуй мя!

Benutzeravatar
Sascha
Beiträge: 88
Registriert: 26.05.2011, 18:19
Religionszugehörigkeit: Orthodox
Wohnort: Bayern

Re: Neuer Tiefpunkt: Weitere evangelische Landeskirche führt Homo-Ehe ein!

Beitragvon Sascha » 12.12.2016, 21:27

Liebe Thuja,

die Evangelische Gemeinschaft war noch nie eine Kirche sondern immer nur eine Vereinigung außerhalb der Kirche.
Und ohne den Heiligen Geist endet man eben als Sekte mit seltsamen Inhalten.


Zurück zu „Verhältnis zu anderen Konfessionen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast