Patriarch Kyrill I. für Zusammenarbeit mit Katholiken

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SebastianS
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Re: Patriarch Kyrill I. für Zusammenarbeit mit Katholiken

Beitragvon SebastianS » 24.04.2016, 17:07

Ja, ich meine das schon ernst so, wie ich das geschrieben habe.

Leider ist Deine Kritik etwas allgemein gehalten. Wenn Du möchtest, kannst Du gerne einzelne Passagen aus meinem Post herauspicken und schreiben, was Dir daran stört, oder warum Du denkst, dass es nicht der Wahrheit entspricht. Dann kann ich gerne darauf eingehen.

Martin Hern
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Re: Patriarch Kyrill I. für Zusammenarbeit mit Katholiken

Beitragvon Martin Hern » 24.04.2016, 18:28

ne ne du lass mal, denn ich glaube an das Evangelium und an all die wunder die Gott durch die zeit hindurch, durch den ein oder anderen Menschen Gewirkt hat. Und Johannes der Täufer hat über Jesus gesagt das er der ist der mit dem Heiligen Geist tauft und Jesus Hat zu Petrus Gesagt das er der Fels ist auf dem er seine Kirche Bauen wird. Und wer sich nun von Wehm aus übermut oder nenne wir es Stolz, getrennt hat , weiß nur Gott allein . Ich Hoffe nur für unsere Zeit , das die Menschen die nach dem Evangelium Leben und an Gott Glauben, endlich mal das Gebot , das Jesus am Abend vor seinem Tot uns gegeben hat : Liebt einander wie ich euch Geliebt habe, daran werden sie erkennen das ihr meine Jünger seid. Endlich mal für bare münze nehmen und nicht ständig dieses wir haben recht nein wir haben recht. Es geht doch um das jetzt aus Gott leben und um nichts anderes, denn das gestern können wir nicht änder und das morgen trägt genügend sorgen für sich.Daher sollten wir unsere Rechthaberei überwinden und Jesus als unsren Herrn auch für ernst nehmen.

wir sollten auch immer dran denke was Jesus gesagt hat : auch wenn Himmel und erde vergehen, meine Worte werden nicht vergehen! Darum mögen alle Theologen und Philosophen ihr Gefallen an ihrem tun finden, aber wie der Herr schon sagte ! wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind , wird nicht hinein kommen.

SebastianS
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Re: Patriarch Kyrill I. für Zusammenarbeit mit Katholiken

Beitragvon SebastianS » 24.04.2016, 18:44

Mein alltägliches Orthodoxes Leben besteht ja auch nicht darin, über die Grenzen der Kirche und die Schismen nachzusinnen, sondern eher aus Fasten, Beten und geistliche Literatur lesen.

Aber diese Tätigkeiten und auch, dass man versucht, seinen Nächsten zu lieben, halten einen eben nicht davon ab, eine klare Ekklesiologie zu haben.

Wahrheit ohne Liebe ist grausam und bringt einen nicht weiter.
Aber Liebe ohne Wahrheit ist Sentimentalismus.

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Thuja
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Re: Patriarch Kyrill I. für Zusammenarbeit mit Katholiken

Beitragvon Thuja » 24.04.2016, 18:47

@ Sebastian: :2thumbs:

Liebe Grüße
Thuja
Господи помилуй мя!

PascalBlaise
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Re: Patriarch Kyrill I. für Zusammenarbeit mit Katholiken

Beitragvon PascalBlaise » 24.04.2016, 18:56

SebastianS hat geschrieben:und ich hänge auch der Meinung an, dass diese Eine Taufe nur in der Orthodoxen Kirche gespendet wird

Es steht Dir natürlich frei, so zu denken und du bist bekannterweise nicht der einzige. Man muss sich aber im Klaren sein, was das letztlich bedeutet: 1.2 Mrd. Katholiken haben (seit ca. 1000 Jahren?) keine gültigen Taufen, damit wohl keine gültig geweihten Priester, keine Eucharistie, keine Ehen. Mit einem Wort: Praktisch nichts. Sind wir überhaupt Christen? Denn viele würden sagen, dass man das ist, wenn man den dreieinigen Gott bekennt und getauft ist.

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Lazzaro
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Re: Patriarch Kyrill I. für Zusammenarbeit mit Katholiken

Beitragvon Lazzaro » 24.04.2016, 19:45

Hallo Pascal,
Hallo Martin!

Bevor ihr euch weiterhin entsetzt, empfehle ich euch folgenden Strang zu studieren:
viewtopic.php?f=45&t=1519&hilit=taufe+anerkennung

Dabei gibt es noch folgendes zu bedenken.
a) Die letzte Entscheidung hat immer der taufende Priester, die er gemäß der Ordung seiner Ortskirche und der pastoralen Notwendigkeit trifft. Nicht Laien, die im Internet diskutieren.
b) Wir Orthodoxe sind keine Katholiken mit weniger Papst und mehr meditativen Gesängen und mehr Weihrauch, sondern wir sind eine eigenständige Konfession mit einer eigenständigen Sakramentenlehre, die sich von der anderer Bekenntnisse unterscheidet.

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Cantábiles mihi erant justificatiónes tuæ, * in loco peregrinatiónis meæ. - Ps.118:54

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Re: Patriarch Kyrill I. für Zusammenarbeit mit Katholiken

Beitragvon PascalBlaise » 24.04.2016, 19:57

Lazzaro hat geschrieben:Hallo Pascal,
Hallo Martin!

Bevor ihr euch weiterhin entsetzt, empfehle ich euch folgenden Strang zu studieren:
http://www.orthodoxes-forum.de/viewtopi ... nerkennung

Dabei gibt es noch folgendes zu bedenken.
a) Die letzte Entscheidung hat immer der taufende Priester, die er gemäß der Ordung seiner Ortskirche und der pastoralen Notwendigkeit trifft. Nicht Laien, die im Internet diskutieren.
b) Wir Orthodoxe sind keine Katholiken mit weniger Papst und mehr meditativen Gesängen und mehr Weihrauch, sondern wir sind eine eigenständige Konfession mit einer eigenständigen Sakramentenlehre, die sich von der anderer Bekenntnisse unterscheidet.

Lazzaro


Mir ist schon klar, dass es durchaus verschieden gehandhabt wird. Das allein könnte man diskutieren. Aber darum ging es mir nicht - mir ging es ganz konkret um Sebastians Aussage.
Und wir treffen hier keine Entscheidungen. Wir sind nur diskutierende Laien, genau. Das ist doch in Ordnung.

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Re: Patriarch Kyrill I. für Zusammenarbeit mit Katholiken

Beitragvon Hetairos » 24.04.2016, 20:31

Ich sehe das ganze eher praktisch im Alltag. Mir begenen immer wieder klar bekennende Katholiken, die tief in ihrem Glauben verwurzelt sind und eine doppelte Kraft aus ihrem Glauben ziehen: Trotz gegen den Zeitgeist und das Unverständnis anderer, sowie einen tiefen Glauben und teils Spiritualität. Dabei begegnen mir überraschend oft junge Menschen und weniger diese Birkenstock-Katholiken, die an Lichterketten teilnehmen :lol: Da ich aus einer katholischen Gegend stamme und nun im Berlin der Vielfalt lebe, bin ich jeder dieser Begegnungen dankbar - denn sie sind alles andere als selbstverständlich in einer Umgebung, die eher protestantisch und sozialistisch geprägt ist und sich gebetsmühlenartig als "aufgeklärt" bezeichnet.
So gilt auch für mich:
Mein alltägliches Orthodoxes Leben besteht ja auch nicht darin, über die Grenzen der Kirche und die Schismen nachzusinnen, sondern eher aus Fasten, Beten und geistliche Literatur lesen.

Ich muss mich aber nicht mit katholischen Theologen auseinandersetzen, mir einen katholisch geistlichen Vater suchen und schon gar nicht deren/dessen Ideen anderen Katholiken vorwerfen. Bei allen Differenzen und (berechtigten) Kritik an der RKK, es steht uns nicht zu, an deren Taufe und rechtem Glauben zu zweifeln.
Aν πεθάνεις, πριν πεθάνεις, δεν θα πεθάνεις, όταν πεθάνεις!

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Re: Patriarch Kyrill I. für Zusammenarbeit mit Katholiken

Beitragvon SebastianS » 24.04.2016, 21:00

PascalBlaise hat geschrieben:
SebastianS hat geschrieben:und ich hänge auch der Meinung an, dass diese Eine Taufe nur in der Orthodoxen Kirche gespendet wird

Es steht Dir natürlich frei, so zu denken und du bist bekannterweise nicht der einzige. Man muss sich aber im Klaren sein, was das letztlich bedeutet: 1.2 Mrd. Katholiken haben (seit ca. 1000 Jahren?) keine gültigen Taufen, damit wohl keine gültig geweihten Priester, keine Eucharistie, keine Ehen. Mit einem Wort: Praktisch nichts. Sind wir überhaupt Christen? Denn viele würden sagen, dass man das ist, wenn man den dreieinigen Gott bekennt und getauft ist.


Wenn man keine Mysterien außerhalb der Kirche anerkennt, dann ist es wohl konsequent und folgerichtig, dass seit dem großen Schisma die Katholiken keine Taufen, keine Priester, keine Eucharistie und andere Mysterien haben. Das bedeutet aber nichts, dass die Katholiken nichts haben.

Ich erkenne an, dass viele Katholiken vollen Herzens Gott suchen, und versuchen Ihm aufrichtig nachzufolgen. Ich erkenne an, dass die Katholiken in weiten Teilen das richtige über Gott lehren und es somit den Gläubigen einfacher machen, Ihm auch nachzufolgen. Die meisten Katholiken wissen überhaupt nichts von der Orthodoxie, und wenn doch, dann denken sie, dass sind eben Katholiken, die in Russland, Griechenland und Serbien wohnen.

Und Gott versucht natürlich, jedem Menschen zu helfen, und jeden Menschen zur Rettung zu bringen. Nur ist es eben außerhalb der Kirche Jesu Christi um so vieles schwerer, auf diesem Weg zu sein. Wir sitzen auf der Arche (der Kirche) und sind dort auf dem Weg in die Ewigkeit und alle, die außerhalb der Kirche sind, schwimmen nur nebenher (und manche haben zusätzlich noch Gewichte am Bein, die es ihnen noch schwerer machen). Wir müssen aber eben auch immer wissen, dass Gott von uns, die wir "gemütlich" auf dem Schiff sitzen und alle Möglichkeiten haben, Ihm anzuhangen, auch sehr viel mehr von uns verlangen wird.

Gott sieht jeden einzelnen Menschen, wirbt immer um Ihn, und Er allein weiß, wie aufrichtig dieser Mensch nach Ihm strebt. Wir alle werden uns vor Ihm verantworten müssen. Und wenn wir, die wir auf dem Schiff saßen, nicht weitergekommen sind als die, die neben uns hergeschwommen sind, dann sieht das für uns nicht so gut aus.

Du siehst, ich bin weit davon entfernt, alle Katholiken zu verurteilen, ganz und gar nicht....

Aber all das bedeutet eben nicht, dass bei den Katholiken wahrhafte Mysterien gespendet werden. Und natürlich ist das tragisch, es ist eine wahrhafte Tragik, dass so viele Christen, die ein gottgefälliges Leben führen wollen, nicht in der Gnade der Kirche leben können. Aber es ist nicht die Tragik, dass die Kirche entzwei gerissen worden sei, sondern die Traig, dass sich ein Teil von Ihr abgespalten hat...

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Re: Patriarch Kyrill I. für Zusammenarbeit mit Katholiken

Beitragvon Martin Hern » 24.04.2016, 21:17

Wieso leben wir nicht einfach unsere Traditionen? Und Kritik punkte, die in denn geordneten kreisen sprich Patriarch Kyrill 1. und Papst Franziskus sicher einer Aussprache benötigt, sollten uns nicht dazu anreizen uns gegenseitig die gnade abzusprechen.. Interessanterweise , Leben genau diese beiden Größen in unseren Kirchen denn gemeinsamen schritt vor! Und das sollten wir uns als Wegweiser stecken, denn wir werden langsam aber sicher in vielen Ländern eine Minderheit . Und genau das sollte uns aus denn momentanen punkten die uns zur Minderheit macht, den Aufschwung geben gemeinsam aus unseren Traditionen zu schöpfen, und dem Satan der uns auf den fersen ist in Gemeinschaft die Stirne zu biten.

Uns steht eine Sache ganz klar zum vorteil!!!! Und das ist das gemeinsame Gebet und weil Gott es leider so vorgesehen hat, das Blut der Märtyrer das gemeinsam mit uns zum Himmel schreit. Es wäre einfach die Nachfolge Christi, gemeinsam für die Einheit zu beten wie es unser Herr es schon getan hat!!! Und oh Wunder wäre das gemeinsame Gebet um die Einheit schon die Einheit.

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Re: Patriarch Kyrill I. für Zusammenarbeit mit Katholiken

Beitragvon Martin Hern » 24.04.2016, 22:56

Nun es ist zwar schon etwas Älter , und sicher auch schon bekannt, aber das Thema in meinem letzten Kommentar ist schon was länger unter unseren Kirchen im Gespräch.

https://www.youtube.com/watch?v=9RnScM7O8bs

https://www.youtube.com/watch?v=IHL19Dz84-Q

PascalBlaise
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Re: Patriarch Kyrill I. für Zusammenarbeit mit Katholiken

Beitragvon PascalBlaise » 25.04.2016, 07:44

SebastianS, danke für die Klarstellung.
Ich finde Deine Meinung nur konsequent und kann das viel besser nachvollziehen,
als aus Höflichkeit herumzueiern.
Generell hängt mein Frieden aber natürlich nicht davon ab, ob ein Orthodoxer
meine Taufe anerkennt oder nicht. 8)
Das soll heißen, ich habe mich nicht über Dein Posting geärgert, sondern wollte nur wissen, wie "ernst" es Dir damit ist.
Das Bild mit dem Schiff ist nicht schlecht gewählt: Es steht nur zu befürchten,
dass viele ertrinken werden bzw. die Frage gestellt werden wird, warum *ihr* keine
Rettungsringe geworfen habt bzw. nicht mehr Leute an Bord geholt.
Also nichts für ungut.

Pascal

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Re: Patriarch Kyrill I. für Zusammenarbeit mit Katholiken

Beitragvon SebastianS » 25.04.2016, 07:54

@PascalBlaise:

Keine Angst, ich hatte Deine Postings auch wirklich als aus Interesse geschrieben verstanden. Du hast sie ja auch sehr sachlich verfasst.

Und ja, natürlich wird sich jeder Orthodoxe auch dafür verantworten müssen, warum er nichts dafür getan hat, anderen an Bord zu helfen, oder warum er eher dafür gesorgt hat, dass andere erst gar nicht an Bord wollen. Und auch ich, weil ich (noch) kein heiligmäßiges Leben lebe, sorge wohl immer wieder dafür, dass andere Menschen die Orthodoxie nicht attraktiv finden, weil sie sich denken, dass die Orthodoxen ja auch nicht anders oder besser sind... Insofern passt Deine Anmerkung zum Schluss schon ziemlich gut.

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Priester Alexej
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Re: Patriarch Kyrill I. für Zusammenarbeit mit Katholiken

Beitragvon Priester Alexej » 25.04.2016, 13:00

Thema erstmal gesperrt und einen Off-Topic Teil in den entsprechenden Strang verschoben.
Gibt es noch konstruktive Beiträge zum Thema des Strangs, bitte PN an einen Moderator.
Apostolischer Kanon 39 (32): Priester und Diakonen sollen ohne Wissen und Willen des Bischofs Nichts thun: denn dieser ist's, welchem das Volk des Herrn anvertraut worden, und von welchem Rechenschaft über ihre Seelen gefordert werden wird.


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