Evangelisch freikirchlich

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schalom
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Evangelisch freikirchlich

Beitragvon schalom » 23.02.2013, 23:05

Hallo liebe Brüder und Schwestern,

mich beschäftigt seit enormer Zeit folgende Frage:
Werden die evangel.-freikirchlichen Gläubigen als eine Religionsgemeinschaft angesehen oder eher als eine Art Sekte?
Da ich mehrere Personen dieser Glaubensgemeinschaft kenne, habe ich auch des Öfteren mit ihnen über meinen serb.-orth.Glauben diskutiert
und mir auch von ihnen Einiges anhören lassen, was mich natürlich gar nicht erfreut hat.
Ihre Ansichten kurz zusammengefasst: Man solle nicht zu Toten beten!(Dieser Einwand kam, als ich sagte, dass Maria, die Muttergottes eine Heilige für uns
Orthodoxen ist und ich natürlich auch zur Hl.Muttergottes bete!!!)
Daraus folgt,es gibt keine Heiligen, außer Jesus Christus! (Dem habe ich verneint, und kurz Stellung zu 'unseren' Heiligen genommen!)
Man solle sich erst taufen, wenn man "erwachsen" ist, denn da kann man sich frei zu einer Religion bekennen!
Es gibt keinen Sinn vom Fasten, nur die Reue genüge um in d.Himmelreich Gottes zu kommen! Außerdem gibt es keine hl.Kommunion, geschweige denn
eine Beichte und das Vater-unser wird auch nicht sehr oft gesprochen; sie kennen das Kreuzzeichen sehr wohl, jedoch bekreuzigt man sich bei ihnen nicht.
Des Weiteren wird die Hl.Muttergottes als keine Jungfrau gesehen, da sie ja ein Kind zur Welt gebracht hat bzw. nach unserem Erlöser noch weitere Kinder
mit Josef gebar!

Ich habe all diesen (neben etlichen weiteren!!) Thesen widersprochen, :x: was aber auch nichts genützt hat!
Sie sind sturr bei diesen Behauptungen geblieben!

Entschuldigt bitte, dass es so lang geworden ist, nur regt mich dies so sehr auf, dass ich eure Meinung zu dieser "Glaubensgemeinschat" gerne
wissen würde. Egal was ich ihnen argumentiere, finden sie ein Gegenargument(das meistens absurd erscheint.)
Es muss doch irgendetwas geben, wo sie gar kein Argument mehr finden, oder etwa nicht?

Im Grunde finde ich es sehr traurig, was aus dem Christentum geworden ist und dass es heutzutage so stark 'zersplittert' ist; sie glauben doch genauso an
unseren Herrn Jesus Christus wie ich es tue, wozu dann diese ganzen Abzweigungen!

Vielen Dank für eure Geduld, falls ihr euch die Zeit für diesen längeren Beitrag genommen habt!

Schalom aleichem!
"Menschen werden schlecht und schuldig, weil sie reden und handeln, ohne die Folgen ihrer Worte und Taten vorauszusehen."(F.Kafka)

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Igor
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Re: Evangelisch freikirchlich

Beitragvon Igor » 25.02.2013, 20:21

Grüß Gott!

schalom hat geschrieben:Werden die evangel.-freikirchlichen Gläubigen als eine Religionsgemeinschaft angesehen oder eher als eine Art Sekte?


Eine pauschale Antwort darauf ist kaum möglich, dazu gibt es zu viele Strömungen. Ich denke auch, dass diese in der Sache kaum weiter helfen würde. Fakt ist sicherlich, dass im Allgemeinen deren Theologie und Glaubensauslegung von der orthodoxen sich doch ziemlich unterscheidet.

schalom hat geschrieben:Ich habe all diesen (neben etlichen weiteren!!) Thesen widersprochen, :x: was aber auch nichts genützt hat!
Sie sind sturr bei diesen Behauptungen geblieben!

Entschuldigt bitte, dass es so lang geworden ist, nur regt mich dies so sehr auf, dass ich eure Meinung zu dieser "Glaubensgemeinschat" gerne
wissen würde. Egal was ich ihnen argumentiere, finden sie ein Gegenargument(das meistens absurd erscheint.)
Es muss doch irgendetwas geben, wo sie gar kein Argument mehr finden, oder etwa nicht?


Gute Argumente können helfen, Denkimpulse zu geben. Doch dazu muss der andere offen sein und auch dazu bereit sein, sich damit auseinanderzusetzen. Es liegt letztendlich in Gottes Hand, ob sich jmd. dem rechten Glauben zuwendet. Vielleicht geht das Samenkorn, das Du möglicherweise gesät hast, irgendwann auf.

In Christo
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Als der Höchste hernieder fuhr, verwirrte Er die Sprachen, zerteilte Er die Völker, nun, da Er Feuerzungen ausgeteilt, ruft Er alle zur Einheit: Einmütig preisen wir deshalb den Heiligen Geist. (Pfingstkondakion im 8. Ton)

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Re: Evangelisch freikirchlich

Beitragvon schalom » 25.02.2013, 22:17

Danke für die schnelle präzise Antwort!
Ja, vielleicht werde ich mit ihnen einmal eine "vernünftige" Diskussion führen können!
"Menschen werden schlecht und schuldig, weil sie reden und handeln, ohne die Folgen ihrer Worte und Taten vorauszusehen."(F.Kafka)

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Re: Evangelisch freikirchlich

Beitragvon Leo2 » 04.03.2013, 18:59

Es gibt ein ganz gutes Buch für Katholiken:
Katholischsein von Johannes Roger Hanses
http://www.fe-medien.de/epages/fe-medie ... ucts/00164

so ein Buch könnte man vielleicht auf Orthodoxe umschreiben, vieles ist ja ähnlich.
Viele Evangelen kennen die Bibel auswendig, dann hat man es immer sehr schwer mit Argumenten.
:wink:

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Igor
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Re: Evangelisch freikirchlich

Beitragvon Igor » 04.03.2013, 20:12

Leo2 hat geschrieben:so ein Buch könnte man vielleicht auf Orthodoxe umschreiben, vieles ist ja ähnlich.
Viele Evangelen kennen die Bibel auswendig, dann hat man es immer sehr schwer mit Argumenten.
:wink:


Inzwischen gibt es auch eine Reihe guter orthodoxer Bücher s.a. unsere :arrow: FAQ.
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Balthasar
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Re: Evangelisch freikirchlich

Beitragvon Balthasar » 26.03.2013, 02:59

Hallo,

mit Freikirchlern hatte ich auch schon einige hitzige Debatten, schon allein deshalb, weil ich mich mit der Orthodoxie auseinandersetzte und vieles nachvollziehen konnte. Aber es ist absolut Sinnlos zu versuchen diese bezüglich der orthodoxen Traditionen zu überzeugen, wenn du es nicht schwarz auf weiss mit der heiligen Schrift beweisen kannst. Sie werden Ihre Bibeln aufschlagen, die Stellen heraussuchen die sie benötigen um deine Ansichtsweisen zu widerlegen und nichts anderes akzeptieren. Das ist nicht böse gemeint, sie sind halt von Ihrer herangehensweise davon überzeugt, und glauben auch dir damit zu helfen bzw. dich eines besseren zu belehren :wink:

Bei solchen Debatten muss man sich auch bewusst sein, dass sich da im Prinzip Christen gegenüber sitzen, die an den Herrn Jesus Christus glauben und lieben, bevor man sich gegenseitig verbal auseinander nimmt und sogar in Streit gerät.

Ich finde es schade, dass die heilige Schrift so nüchtern gebraucht wird, und man sich nicht tiefer mit der Auslegung beschäftigt. Übrigens habe ich mal nachdem es mir reichte gesagt, dass ich alle meine Ansichten über die orthodoxen Bräuche auf die Heiligen Kirchenväter stütze, welche bis zu den Anfängen des Christentums zurück reichten, und wenn die diese anzweifeln würden auch das ganze Christentum anzweifeln würden. Da war erst mal kurz Ruhe :) Aber selbst das war "unwichtig" - alleine die Schrift zähle!, was ja an für sich auch richtig ist, aber eben nicht, wenn im Laufe der Jahrhunderte diese Schrift von Tausenden von protestantischen Gemeinschaften unterschiedlich ausgelegt wird (Meine Meinung).

Und da ist das Problem, jeder einzelne "Laie" wird viele Textstellen falsch interpretieren. Deshalb finde ich die Heiligen Väter und deren Auslegungen auch so wichtig, denn dort ist der Ursprung der Auslegung.

Diskutiere nicht, denn um so mehr werden deine Gesprächskontrahenten sich in ihrer Lehre bestätigt fühlen und denken sie wären im Recht. Sag Ihnen, dass die orthodoxe Kirche die Kirche ist, welche sich auf die heiligen Väter und die Tradition der Urkirche beruft, da diese nachweislich die orthodoxe Kirche ist.

Die berufen sich auf Luther, und du eben auf die heiligen Kirchenväter :angle:

Versuch Ihnen klar zu machen, dass die orthodoxe Kirche A: aus der Urkirche hervorging, und noch heute da ist - und B: Das diese sich auf die Auslegung der heiligen Väter bezieht, und frage dann auch gleich, ob sie glauben die heilige Schrift besser auslegen zu können als die Heiligen Kirchenväter.

Oder....pfeif drauf, sag interessant, interessant und wechsel das Thema :mrgreen:

Gruß, Balthasar

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Re: Evangelisch freikirchlich

Beitragvon Priester Alexej » 26.03.2013, 07:34

Hast du schon mal versucht ihnen die Notwendigkeit der Überlieferung von der Schrift herzuleiten?
Apostolischer Kanon 39 (32): Priester und Diakonen sollen ohne Wissen und Willen des Bischofs Nichts thun: denn dieser ist's, welchem das Volk des Herrn anvertraut worden, und von welchem Rechenschaft über ihre Seelen gefordert werden wird.

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Mary
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Re: Evangelisch freikirchlich

Beitragvon Mary » 26.03.2013, 10:35

Leo2 hat geschrieben:Viele Evangelen kennen die Bibel auswendig, dann hat man es immer sehr schwer mit Argumenten.
:wink:

Hallo Leo und alle....
nur keine falsche Bescheidenheit..

Es ist oft garnicht so weit her mit der Bibelkenntnis der "Evangelen". Sie kennen auch vor allem die Verse auswendig, die sie besonders schätzen und für ihre Diskussionen verwenden können. Mit der Zeit kennt man diese "Schlüsselverse" ganz gut, wenn man regelmässig in Gesprächen ist.
Gegenmittel wäre - unter anderem - dass wir andere, widerlegende Verse genauso herbeten können. Danach kann man in ein Gespräch kommen über Bibelauslegung, Autorität, Verseklauben usw usw...
Es führt jedoch kein Weg daran vorbei, dass auch wir unsere Bibel ganz genau kennenlernen. Für mich ist jedes Jahr der Grosse Kanon der Hl Andreas von Kreta ein guter Anlass, all diesen biblischen Anspielungen nachzuforschen ....

Lg Mary
Let Your mercy, O Lord, be upon us, as we hope in You.

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Re: Evangelisch freikirchlich

Beitragvon Leo2 » 26.03.2013, 20:29

Mary,
so einfach ist das nicht.
Ich arbeite tagsüber und lese Abends etwas in der Bibel.
In der katholischen Kirche wie in der orthodoxen Kirche geht man ja in die Kirche und lässt sich den Glauben durch Priester vermitteln die Theologie studiert haben.
Meine Freundin ist "evangelisch Freikirchlich" aus diesem Grunde habe ich mich auch mit unterschiedlichen Konfessionen beschäftigt.
Als gläubiger Katholik habe ich mir nie Gedanken über eine andere Konfession gemacht.
Falls meine Freundien und ich mal heiraten sollten möchte ich das wir die selbe Konfession haben.
Alles ist damit angefangen das ich danach geoogelt habe welche Unterschiede es gibt zwischen evangelischen und katholischen Christen.
Meiner Meinung nach passt sehr vieles nicht der evangelischen Aufassung des Glaubens.
Bin im Moment in der Phase meine Freundin zu überzeugen katholisch zu werden.
Weil meine Freundin zum Glück sehr aufgeschlossen ist, schaut es ganz gut aus das es funktioniert.

Jetzt zurück zur Bibel: bin kein Bibel Fachmann, deshalb habe ich es erst gar nicht ausprobiert mit der Bibel zu argumentieren (Sie kennt auch die Bibel besser als ich).
Wir lesen z.B. gemeinsam das Buch von Scott Hahn Unser Weg nach Rom http://www.amazon.de/Unser-Weg-nach-Sco ... 098&sr=1-2
viele Grüße, Leo2
:wink:

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Joseph
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Re: Evangelisch freikirchlich

Beitragvon Joseph » 27.03.2013, 05:04

Schalom, als jemand der einige Erfahrung mit konvertierten Evangelikalen hat (meine Kirche ist zu 80% aus protestantischen Konvertiten zusammen gesetzt) möchte ich dir raten dich aus diesen sogenannten Diskussionen heraus zu halten. Sie sind in fast allen Fällen unfruchtbar und frustrierend. Es wird meisten keine Diskussion erstrebt sondern nach einer Gelegenheit gesucht dich als Bibelunkundig zu überführen.
Eine wirkliche Diskussion und damit eine Chance sie zu erreichen gibt es nur wenn du mit jemandem redest der sich seiner Sektenlehre schon unsicher geworden ist. Er ist bereit dir zu zuhören. Diese Erkenntnis habe ich aus vielen Konversationen mit neuen ehemals Sektierern und nun Orthodoxen gelernt.
Glaube mir du tust dir keinen Gefallen dich auf diese Weise zu engagieren. Warte auf den der bereit ist dir zuzuhören weil er selbst schon erkannt hat das sein Glaube irgendwie schief liegt. Die anderen überlasse Gottes Gnade.
Gruß
Joseph
Wenn die Menschen gottlos werden, sind die Regierungen ratlos, die Lügen grenzenlos, die Schulden zahllos, die Besprechungen ergebnislos, die Aufklärung hirnlos, die Politiker charakterlos, die Christen gebetslos, die Kirche kraftlos, die Völker friedlos, die Verbrechen maßlos
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schalom
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Re: Evangelisch freikirchlich

Beitragvon schalom » 31.03.2013, 20:55

Hallo liebe Brüder und Schwestern,

vielen herzlichen Dank für eure Antworten!
Ich habe beschlossen, über den christl.Glauben mit ihnen einfach nicht mehr zu 'diskutieren':...
Da stößt man wirklich gegen eine Wand, die man im Grunde nicht durchbrechen kann.

Trotzdem danke, dass ihr meinen Beitrag gelesen habt!
schalom :D
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Re: Evangelisch freikirchlich

Beitragvon Christofferus » 31.08.2013, 16:06

[quote="schalom"]Hallo liebe Brüder und Schwestern,

mich beschäftigt seit enormer Zeit folgende Frage:
Werden die evangel.-freikirchlichen Gläubigen als eine Religionsgemeinschaft angesehen oder eher als eine Art Sekte?
Da ich mehrere Personen dieser Glaubensgemeinschaft kenne, habe ich auch des Öfteren mit ihnen über meinen serb.-orth.Glauben diskutiert
und mir auch von ihnen Einiges anhören lassen, was mich natürlich gar nicht erfreut hat.
Ihre Ansichten kurz zusammengefasst: Man solle nicht zu Toten beten!(Dieser Einwand kam, als ich sagte, dass Maria, die Muttergottes eine Heilige für uns
Orthodoxen ist und ich natürlich auch zur Hl.Muttergottes bete!!!)


Hallo Ihr Lieben,
ich bin ehemalig Evangelikal und kenne das durcheinander in vielen Freikirchen. Und vorllem das Unverständnis und das schnelle und falsche Ver- oder Beurteilen dieser Menschen.

=> Mutter GOTTES
Sie denken, dass Ihr zur Mutter GOTTES betet, soweit ich weiss verehrt Ihr allerdings die Mutter GOTTES.
Bei den R Katholiken ist das so.




Daraus folgt,es gibt keine Heiligen, außer Jesus Christus! (Dem habe ich verneint, und kurz Stellung zu 'unseren' Heiligen genommen!)

==> Jesus Christus ist ja wohl kein Heiliger sondern der heilige Sohn GOTTES.
Wieder nverständnis. auch betet Ihre doch keine Heiligen an, sondern ihr verehrt sie oder nicht?



Man solle sich erst taufen, wenn man "erwachsen" ist, denn da kann man sich frei zu einer Religion bekennen!

==> Dieses ist die Anmassung der Wiedertäufer. Und vorallem verwechseln sie die Begriffe.
"getauft werden" in "ich lasse mich taufen" oder gar "meine Taufe".-
In den meisten Freikirchen ist die Erwachsenentaufe eine egostisiche Handlung, bsonders dann
wenn die Menschen sich wieder taufen lassen!

Es gibt keinen Sinn vom Fasten,

==> Und hier sieht man, dass sie Teile aus der Bibel ausklammern oder überlesen.



Außerdem gibt es keine hl.Kommunion, geschweige denn
eine Beichte und das Vater-unser wird auch nicht sehr oft gesprochen; sie kennen das Kreuzzeichen sehr wohl, jedoch bekreuzigt man sich bei ihnen nicht.

==> nein bei Ihnen gibt es keine Kommunion. Brot und Wein werden nur als Gedächnismal gesehen. Auch hier überlesen sie Einsetzungsworte, die von Christi vorgegeben sind.



Des Weiteren wird die Hl.Muttergottes als keine Jungfrau gesehen, da sie ja ein Kind zur Welt gebracht hat bzw. nach unserem Erlöser noch weitere Kinder
mit Josef gebar!

====> sowas habe ich von Freikirchen noch nicht gehört. Dann muss der Verein schon echt schräg und schon eine Sekte gewesen sein.

Ich habe all diesen (neben etlichen weiteren!!) Thesen widersprochen, :x: was aber auch nichts genützt hat!
Sie sind sturr bei diesen Behauptungen geblieben!

====> Viele Freikirchler leiden unter Indoktrination. Lass sie reden! Besonders atikulieren sich viele Freikrichen über die Verurteilung der Orth. Kirche. So in Bulgarien und Russland zB. Sie kaufen in ihren Missionsfeldzügen die Christen. Und die arme Orth. Kirche ist hemmungslos einen mit Material verbundenen Missionsfeldzug ausgeliefert.
Achtung ich bin evangelisch gewesen und habe mich sehr wohl von diesen Menschen radikal distanziert. Das ist ein Grund warum ich nicht mehr evangelikal bin.

Entschuldigt bitte, dass es so lang geworden ist, nur regt mich dies so sehr auf, dass ich eure Meinung zu dieser "Glaubensgemeinschat" gerne
wissen würde. Egal was ich ihnen argumentiere, finden sie ein Gegenargument(das meistens absurd erscheint.)
Es muss doch irgendetwas geben, wo sie gar kein Argument mehr finden, oder etwa nicht?

===> Sie sollen Römer 14 lesen und sich mal mit dem Richteramt GOTTES befassen. Ich kenne diesen Missionseifer, sie respektieren andere Christen nicht. Sie meinen sie kommen allein in den Himmel, was ich allerdings mehr und mehr bezweifele.


Im Grunde finde ich es sehr traurig, was aus dem Christentum geworden ist und dass es heutzutage so stark 'zersplittert' ist; sie glauben doch genauso an
unseren Herrn Jesus Christus wie ich es tue, wozu dann diese ganzen Abzweigungen!

==> Sind diese Menschen wirklich zersplittert oder abgesplittert??? Ich weiss nicht. Ich werde mich weiter mit der Orth Kirche beschäftigen..
Viele Kirchen sind durch Hochmut und fehlerhaftes Denken entstanden.
Die Frage bei den Freikirchen, die mich nun beschäftigt ist, dass es keine Suggestion mehr gibt.
Als Beispiel

Lasse Dich nicht einlullen und unterkriegen.
Ich selber respektiere die Orthodoxe kirche auch wenn ich keien Mitglied in ihr bin.
(noch nicht ??)

C.

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Re: Evangelisch freikirchlich

Beitragvon Christofferus » 31.08.2013, 16:14

Mary hat geschrieben:
Leo2 hat geschrieben:

Es ist oft garnicht so weit her mit der Bibelkenntnis der "Evangelen". Sie kennen auch vor allem die Verse auswendig,

Lg Mary


Hallo Marie und grüssle an die anderen. Ich bin selber Exevangelikaler. Und ich muss euch leider sagen, dass ich grade durch das intensive Bibellesen mich heute nicht mehr als evangelikal sehen kann (und darf). Es gibt viele Stellen der Bibel, die klarstens belegen, dass die Evangelikalen und Evangelischen nur eine Teilwahrheit des Ganzen haben. Hierbei muss ich natürlich nun in meinem Weg herausfinden, was mit eurer Tradition ist, dass ist für mich wie ein schwerer Kollos. Ihr solltet euch besser mit den Leuten auf der Strasse unterhalten, und ihnen den Glauben zu erklären. Viele Evangelikale sind indoktrieniert und nehmen die Bibel wie ein Parteibuch.
Grüssle C.

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Joseph
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Re: Evangelisch freikirchlich

Beitragvon Joseph » 31.08.2013, 18:27

Christofferus, Ich habe Dir zwei persönliche Mails geschickt

Gruß
Joseph
Wenn die Menschen gottlos werden, sind die Regierungen ratlos, die Lügen grenzenlos, die Schulden zahllos, die Besprechungen ergebnislos, die Aufklärung hirnlos, die Politiker charakterlos, die Christen gebetslos, die Kirche kraftlos, die Völker friedlos, die Verbrechen maßlos
(Antoine de Saint-Exupery)

saschJohn
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Re: Evangelisch freikirchlich

Beitragvon saschJohn » 06.09.2013, 16:06

sooo schlimm sind wir gar nicht. :oops:
Hallo ich bin Sascha John, Christ und gehe in eine Evangelisch freikirchliche Gemeinde. Als ich deine Frage lass hatte ich zwei Reaktionen. Erstmal tut es mir sehr leid, dass du so schlechte Erfahrungen mit anderen Christen gemacht hast. Je älter ich werde umso mehr wünsche ich mir Vergebung und miteinander Jesus zu verstehen und als seine Jünger zu leben, anstatt diese sinnlosen Diskussionen wer nun warum den besseren Glauben hat. Die zweite Reaktion war, das hier einiges durcheinander gebracht wird und ich möchte etwas zur Klärung beitragen. Ich lese hier von Evangelisch freikirchlichen, Evangelen und Evangelikalen. Dies sind drei verschiedene Dinge. Evangelisch freikirchlich ist ein Gemeinde Bund mit ca, 35000 Mitgliedern in Deutschland, also sowas wie eine Kirche, dazu gehören auch die Brüder gemeinden. Daneben gibt es noch den Bund freier evangelischer Gemeinden und jede Menge freier Gemeinden mit verschiedenen Ausrichtungen. (von ganz und 150% Bibeltreu und fest [sach ich jetzt nichts zu] bis jeder Christ ist sein eigener Priester und hat den direkten Zugang zu Jesus [sach ich jetzt auch nichts zu] Dazwischen gibt es aber tausenden liebe, treue und auf Jesus ausgerichtete Jünger die nur eins wollen: ihrem Herrn und Meister Ehre geben mit ihrem Leben und manche sogar durch ihr Martyrium. In meinen 30 Jahren, davon 15 im Hauptamtlichen Dienst (sag ich nur um zu zeigen ich hab ne Menge Leute getroffen, nicht um anzugeben) hab ich noch keinen in diesen Gruppen getroffen der Maria die Jungfrauschaft abgesprochen hat.

Evangelen kenn ich jedenfalls als Bezeichnung für Evangelische Christen in der Landeskirche. Auch dort gibt es von Jüngern Jesu bis solchen die nicht mal glauben das Jesus je existiert hat eine ganze Bandbreite.

Evangelikale ist die Bezeichnung einer bestimmten Form des Glaubens, mit bestimmten Glaubensschwerpunkten. Diese findest du innerhalb der Evangelisch freikirchlich, Evangelisch landeskirchlich, katholisch und ich würde mich nicht wundern auch in der orthodoxen Kirche.

Ich hoffe ein wenig zur Klärung beigetragen zu haben.
Ein wenig zu mir. Ich bin in der evangelischen Landeskirche aufgewachsen, hab Theologie auf einer Evangelisch freikirchlich Schule studiert und 15 Jahre im Dienst für Jesus mit den unterschiedlichen Kirchen und Gemeinden gewesen. (in Litauen glaub ich sogar mit einem orthodoxen Priester) Nach Depression und Glaubenszweifel bin ich zurück an die Anfänge unseres Glaubens gegangen, hab Griechisch und Kirchengeschichte der verschiedenen Denominationen studiert und vertiefe mich gerade in die Kirchenväter. Johannes vom Kreuz (spanischer Mystiker) und viele andere Heilige sind mir ein großes Vorbild und ich lese ihr Leben mit großem Gewinn. Ich wünschte mir ein so heiliges und reines Gott hingegebenes Leben führen zu können und meinem Herrn Jesus in allem ähnlich zu sein. Jeden Tag geh ich eine Stunde spazieren und bete das Vater unser und das Kyrie Eleison, Das heilige Abendmahl nehme ich wo immer ich es angeboten bekomme und erlebe gerade nach einer Woche in Sünde (ja ich bin immer noch ein Sünder) wie Jesus Christus mir selbst im Brot und Wein begegnet. Meine Taufe als Erwachsener war kein Egoismus sondern ein Glaubensschritt vor Jesus. Meine Taufe als Baby machte das nicht unwirksam, sondern bestätigte im Sakrament was ich Jahre später selbst nochmal vollzog. Meine Entscheidung ihm ganz und gar zu gehören und zu folgen.
Für mich ist die Liebe zu allen meinen Brüdern und Schwestern das Wichtigste geworden. Ich hoffe ich konnte ein wenig davon rüberbringen.
Gotte segne Euch
Sascha


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