Evangelisch freikirchlich

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Łukasz
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Re: Evangelisch freikirchlich

Beitragvon Łukasz » 17.12.2015, 23:44

Ich hatte auch schon mal Kontakt mit einer Freikirche der Baptisten bei uns in Wolfenbüttel. Die Leute waren alle an sich ganz in Ordnung. Sie waren natürlich von ihrer Bibel- und Glaubensauslegung vollkommen überzeugt und waren der festen Meinung, dass Katholiken (und vermutlich auch Orthodoxe Christen) keine richtigen Christen seien, einer Meinung, der ich damals direkt und offen widersprochen habe. Dass viele freikirchliche Christen die Römisch-Katholische und die Orthodoxe Kirche nicht als christlich anerkennen, ist ja nichts wirklich neues und hat mich nicht wirklich schockiert.

Was mich am meisten an der freikirchlichen Gemeinde in meiner Stadt störte, war dieses "Closed-Door"-Denken. Frei nach dem Motto, was nicht sein darf, dass kann nicht sein. Es hatte teilweise schon etwas sektenhaftes. Deren Glaube wirkte auf mich oft kindisch-naiv, irgendwie unausgegoren und wirkte auf mich mehr wie eine Ideologie, die eher das Leben verneint anstatt es zu bejahen. Auch das Thema Sex und oder die Beziehung zwischen Mann und Frau wurden von denen in einer unreifen und kindischen Art und Weise behandelt. Christliche Moral und Lebensführung wurde nicht als etwas befreiendes betrachtet, sondern eher wie ein Kettenhemd verstanden, indem man nur dann ein guter Christ ist bzw. sein kann, wenn man seine Seele in Schuldgefühlen ertränkt.

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Apate Nyisfilia
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Re: Evangelisch freikirchlich

Beitragvon Apate Nyisfilia » 23.12.2015, 17:36

Hallo,

ich habe Kontakt zur evangelisch-methodistischen Kirche und bin da auch heufig zum Gottesdienst gegangen. Maria wird als Jungfrau und Mutter von Jesus Christus anerkannt. Und die Bieben schreibt auch von weiteren Kindern mit Josef. Demzufolge kann man nicht behaupten, daß die Freikirchen Martia als Mutter Gottes ablehnen. Die Evanglikalen und auch die Zeugen Jehovas sind in meinen Augen keine christlichen Gemeinschaften sondern Sekten. Sie berufen sich auf die Biebel und haben kein theologisches Verständnis sondern nur die Theokratie, welche keine andernen Meinungen offen lassen als ihre. Die Evangelikalen lehnen auch die Wissenschaft ab und sind daher Kreationisten. Ich denke weder die orthodoxe- noch die evangelische und katholische Kirche sagen das die Weld nur paar tausend Jahre alt ist.
Mal kurz angemerkt ich habe eine Ikone der Hl. Katharina und bete auch zu ihr, denn sie hat Johanna von Orleans auch geholfen. Das wiederspricht zwar dem evangelischen Verständnis aber letzendlich sind wir alle Christen. Der ACK vereinigt alle christlichen Kirchen.

Viele Grüße Apate.
Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht , das den Tag regierte und ein kleines Licht, das die Nacht regierte, dazu auch die Sterne. Genesis 1. 16.

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Re: Evangelisch freikirchlich

Beitragvon Nikolaj » 24.12.2015, 12:02

Apate Nyisfilia hat geschrieben:Maria wird als Jungfrau und Mutter von Jesus Christus anerkannt. Und die Bieben schreibt auch von weiteren Kindern mit Josef. Demzufolge kann man nicht behaupten, daß die Freikirchen Martia als Mutter Gottes ablehnen.


Nun, der Unterschied ist, dass in der orthodoxen Kirche die Gottesmutter auch nach der Geburt Jungfrau geblieben ist. Die Bibel schreibt nicht von weiteren Kindern mit Josef. Die orthodoxe Lehre stimmt hierbei mit der Urkirche überein. Allgemein ist die Stellung Mariens in der orthodoxen eine komplett andere als die evangelischen/evangelikalen/freikirchlichen Ideen.

Apate Nyisfilia hat geschrieben:Die Evanglikalen und auch die Zeugen Jehovas sind in meinen Augen keine christlichen Gemeinschaften sondern Sekten. Sie berufen sich auf die Biebel und haben kein theologisches Verständnis


Doch, sie haben eine Lehre und ein ausgearbeitetes theologisches Konzept, leider ein falsches.

Apate Nyisfilia hat geschrieben:Ich denke weder die orthodoxe- noch die evangelische und katholische Kirche sagen das die Weld nur paar tausend Jahre alt ist.


Ach, da kenne ich aber auch aus orthodoxem Umfeld andere Aussagen...

Apate Nyisfilia hat geschrieben:Der ACK vereinigt alle christlichen Kirchen.


Ja, aber nicht theologisch oder eucharistisch. Es ist eine Zweckgemeinschaft.

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Re: Evangelisch freikirchlich

Beitragvon Apate Nyisfilia » 24.12.2015, 17:10

Nikolaj hat geschrieben:
Apate Nyisfilia hat geschrieben:Maria wird als Jungfrau und Mutter von Jesus Christus anerkannt. Und die Bieben schreibt auch von weiteren Kindern mit Josef. Demzufolge kann man nicht behaupten, daß die Freikirchen Martia als Mutter Gottes ablehnen.


Nun, der Unterschied ist, dass in der orthodoxen Kirche die Gottesmutter auch nach der Geburt Jungfrau geblieben ist. Die Bibel schreibt nicht von weiteren Kindern mit Josef. Die orthodoxe Lehre stimmt hierbei mit der Urkirche überein. Allgemein ist die Stellung Mariens in der orthodoxen eine komplett andere als die evangelischen/evangelikalen/freikirchlichen Ideen.



Dann kläre mich bitte auf. :idea:
Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht , das den Tag regierte und ein kleines Licht, das die Nacht regierte, dazu auch die Sterne. Genesis 1. 16.

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Re: Evangelisch freikirchlich

Beitragvon Lazzaro » 25.12.2015, 21:12

Apate Nyisfilia hat geschrieben:
Nikolaj hat geschrieben:
Apate Nyisfilia hat geschrieben:Maria wird als Jungfrau und Mutter von Jesus Christus anerkannt. Und die Bieben schreibt auch von weiteren Kindern mit Josef. Demzufolge kann man nicht behaupten, daß die Freikirchen Martia als Mutter Gottes ablehnen.

Nun, der Unterschied ist, dass in der orthodoxen Kirche die Gottesmutter auch nach der Geburt Jungfrau geblieben ist. Die Bibel schreibt nicht von weiteren Kindern mit Josef. Die orthodoxe Lehre stimmt hierbei mit der Urkirche überein. Allgemein ist die Stellung Mariens in der orthodoxen eine komplett andere als die evangelischen/evangelikalen/freikirchlichen Ideen.

Dann kläre mich bitte auf. :idea:


Die Geschichte hat soooo :opa2: einen Bart.
Eusebius von Caesarea schreibt in seiner Kirchengeschichte, daß Maria die zweite Frau von Joseph war. Seine im Evangelium erwähnten Brüder sind daher nach heutiger abendländischer Nomenklatur seine Halbgeschwister aus Josephs erster Ehe.
Leider kann ich den Belegtext im Netz nicht finden, aber gelesen hab ich es mit eigenen Augen.
Solche unnützen Diskussionen entstehen nur, wenn man die kirchliche Überlieferung nicht achtet.
Lazarus
Cantábiles mihi erant justificatiónes tuæ, * in loco peregrinatiónis meæ. - Ps.118:54


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