Soviel zum Katholizismus.

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Nassos
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Re: Soviel zum Katholizismus.

Beitragvon Nassos » 04.09.2011, 21:00

Mein lieber cantus,

welch Freude, Dich wieder hier zu sehen. Schön, dass Du um uns keinen Bogen machst.

Lieben Gruß und ein herzliches urks,
Nassos

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cantus planus
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Re: Soviel zum Katholizismus.

Beitragvon cantus planus » 05.09.2011, 15:42

Warum sollte ich einen Bogen um euch machen? Es fehlt mir nur die Zeit, auch in diesem Forum regelmäßig zu lesen und auch zu kommentieren. Leider!
"Wo immer Beifall für menschliches Machen in der Liturgie aufbricht, ist dies ein sicheres Zeichen, dass man das Wesen der Liturgie gänzlich verloren und sie durch eine Art religiös gemeinter Unterhaltung ersetzt hat." Joseph Kardinal Ratzinger

arthur
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Re: Soviel zum Katholizismus.

Beitragvon arthur » 06.09.2011, 18:40

Unter anderem hatte mir der Pfarrer gesagt das er an die Evolutionstheorie glaubt und das die Kath. KIrche sie angenommen hat :shock:

Nassos
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Re: Soviel zum Katholizismus.

Beitragvon Nassos » 06.09.2011, 21:59

Ich befürchte, dass so jede "denomination" ihre Spezialisten hat.... :roll:

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Hermann
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Re: Soviel zum Katholizismus.

Beitragvon Hermann » 07.09.2011, 05:22

arthur hat geschrieben:Unter anderem hatte mir der Pfarrer gesagt das er an die Evolutionstheorie glaubt und das die Kath. KIrche sie angenommen hat :shock:


Hallo Arthur,
hier muss man aber fragen, ob er an die Evolutionstheorie als rein wissenschaftliche Theorie glaubt oder daraus ein materialistisch-evolutionistisches Weltbild ableitet, das ist ein großer Unterschied. Siehe dazu auch den Artikel auf bogoslov.ru: Die materialistische Philosophie der Evolutionstheorie: eine atheistische Ideologie oder eine wissenschaftliche Methode?

Liebe Grüße, Hermann
Sucht zuerst das Reich Gottes, alles andere wird euch hinzugeschenkt.

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rafaella
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Re: Soviel zum Katholizismus.

Beitragvon rafaella » 07.09.2011, 10:54

Ich denke, dass das Thema weit tiefer geht. Einiges ist in Griechenland bekannt von Darwin.
Wer war Darwin?


Nikolai Danilewski behauptete in seinem umfangreichen Werk, welches er der Kritik der Evolutionsmechanismen der darwinistischen Lehre widmete, dass der Darwinismus „nicht nur und weniger eine zoologische und botanische Lehre, sondern auch und viel mehr eine philosophische Lehre ist“[2].

Die, mit dem „Geist“ des Kampfes gegen das Christentum, philosophische Dimension, wurde jedoch regelrecht in die Evolutionstheorie von einem deutschen Nachfolger des Darwinismus, dem Zoologen Ernst Haeckel (1834–1919), eingebracht. „Anders als Darwin schreckte Haeckel nicht vor Philosophie zurück, er hatte keine Angst vor spekulativen Hypothesen – im Gegenteil, er selbst schuf und predigte sie aktiv “[19]. Haeckel, der schon in seiner Jugend von seinem Glauben enttäuscht wurde, engagierte sich für den aktiven Kampf gegen das Christentum. Dazu gründete er einen neuen „Kult“, der „Monismus“ genannt wurde. „Er rief dazu auf, Tempel zu Ehren der neuen Religion zu errichten, gründete einen „Monistenverein“, erarbeitete Regeln des alltäglichen Veraltens von Monisten und erzwang seine neue Religion an die Umgebung“[20].

Meine Meinung: Freimaurertum

Siehe dazu:
Im Allgemeinen gelten zwei Denker als Begründer der Evolutionstheorie: der französische Biologe Jean Lamarck und der englische Biologe Charles Darwin. Der “klassischen” Geschichte zufolge hat Lamarck als erster die Evolutionstheorie vorgebracht, aber dabei den Fehler begangen, sie zu begründen mit dem “Erbe erworbener Eigenschaften”. Erst später legte Darwin seine Evolutionstheorie vor, die auf dem Gedanken der natürlichen Selektion beruhte.

Aber wir müssen in diesem Zusammenhang auch einen anderen Mann erwähnen, der dabei eine große Rolle gespielt hat. Es war Erasmus Darwin, Charles Darwin´s Großvater. Erasmus Darwin war ein Zeitgenosse Lamarcks im 18. Jahrhundert - Physiker, Psychologe und Dichter, und als solcher als Autorität anerkannt zu seiner Zeit. Sein Biograph Desmond King-Hele bezeichnete ihn sogar als den bedeutendsten Engländer des 18. Jahrhunderts. Aber Erasmus Darwin führte ein sehr dunkles Privatleben.
In den 1780 und 1790er Jahren entwickelte Erasmus Darwin die Grundzüge der Evolutionstheorie, der zufolge alle Lebewesen von einem einzigen, gemeinsamen Vorfahren abstammen und sich zufällig und in Übereinstimmung mit bestimmten Naturgesetzen entwickelt haben. Seine Forschungen betrieb er in einem selbst angelegten, nur 32.000 qm großen botanischen Garten, wo er versuchte, seine Theorie zu beweisen. Dargelegt hat er sie in zwei Büchern mit den Titeln Temple of Nature und Zoonomia. 1784 schließlich gründete er die Philosophical Society, um seine Thesen in der Öffentlichkeit zu verbreiten.
Genauere Nachforschungen unsererseits haben interessanterweise ergeben, dass Erasmus Darwin Freimaurer war. Und zwar nicht nur irgendeiner, sondern einer der ranghöchsten in seiner Freimaurerloge. Genau gesagt: Er war Meister der berühmten Canongate-Loge in Edinburgh, Schottland. Außerdem stand er in engen Beziehungen mit den jakobinischen Freimaurern, die zu seiner Zeit Führer in der französischen Revolution waren, sowie mit dem Illuminaten- Orden, dem die Ausmerzung der Religion ein Anliegen war. Das heißt, Erasmus Darwin war einer der führenden Köpfe des europäischen Freimaurertums.



In diesem Geist erzog er seinen Sohn Robert, Vater von Charles Darwin, der ebenfalls Mitglied der Freimaurerloge war.104 Auf diese Weise wurde der Enkel Charles Darwin zum geistigen Erben des Freimaurertums seines Vaters und Großvaters. Erasmus Darwin hatte gehofft, sein Sohn werde seine Theorie weiterentwickeln und veröffentlichen, was dann aber erst seinem Enkel Charles Darwin zufiel. Erst wesentlich später wurde Temple of Nature von Charles Darwin vollständig redigiert. Aber seine eigene Theorie hatte, wie die des Großvaters, kein wissenschaftliches Gewicht, weil sie nur Ausdruck einer naturalistischen Theorie war, die die Natur als schöpferische Kraft begriff.

Das spekulative heutige Freimaurertum ist hervorgegangen aus mittelalterlichen Bauzünften, die von uns als operatives Freimaurertum bezeichnet werden. Aber die spekulativen Elemente bei der Gründung des Freimaurertums gehen zurück auf Mitglieder bestimmter Organisationen, die sich beschäftigten mit frühgeschichtlich-esoterischem Wissen. Die wichtigsten dieser Organisationen waren die Templer und die Rosenkreuzer.

Es ist nicht bekannt, wo und wie der Rosenkreuzer-Orden entstanden ist. Die ältesten Quellen reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück, aber mit Sicherheit ist der Orden wesentlich älter. Im Gegensatz zu den Templern waren die Rosenkreuzer sehr stark wissenschaftlich orientiert. Viele der Rosenkreuzer beschäftigten sich mit Alchimie … Wichtigstes Merkmal der Rosenkreuzer war ihre Überzeugung, dass jeder Entwicklungsschritt eine Phase innerhalb der Evolution ist. Aus diesem Grund legten sie ihrer Philosophie den Naturalismus zugrunde, weshalb sie als Naturalisten bekannt wurden.95

Übrigens, schaut mal nach, wer sonst Templer oder - und Rosenkreuzer war (in der "Kirche " und nicht nur).....
Auch der Verrückte Attentäter von Norwegen ist einer! kein rechtsradikaler! Freimaurer! Rosankreuzer, wie die Photos und Dokumente klar zeigen!

Also:

Die Wissenschaft beschreibt die Herrlichkeit der Schöpfung Gottes, wenn die Wissenschaftler einem richtigen orthodoxen Weltbild folgen, sonst kann sie zur gefährlichen Waffe werden. Außerdem vergessen wir nicht, dass selbst die Wissenschaftler heute an der darwinistichen Theorie zweifeln. Sie ist überholt.

Affenmenschen oder Bildniss Gottes? Ich denke, das ist schon ein sehr großer Unterschied!
"Liebet ihr Mich, so werdet ihr Meine Gebote halten", Jo 14,15

christodoulos
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Re: Soviel zum Katholizismus.

Beitragvon christodoulos » 07.09.2011, 11:30

Hallo,

also Vater Seraphim Rose kommt eigentlich zum selben Schluss, dass nämlich die Evolutionslehre mehr eine Philosophie ist als reine Wissenschaft. So vieles basiert auf Vermutugen, Zufälllen usw...dass man nicht von Tatsachen sprechen kann.

Obwohl nicht alles an der Evolutionstheorie abgelehnt wurde - nur gewisse Interpretationen.
Zuletzt geändert von christodoulos am 07.09.2011, 11:56, insgesamt 1-mal geändert.

Nassos
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Re: Soviel zum Katholizismus.

Beitragvon Nassos » 07.09.2011, 11:47

Eine Theorie ist nicht der Weisheit letzter Schluss, sondern ein Erklärungsmodell, dass die Empirik beschreibt. Bis es von einem besseren Modell abgelöst wird oder in Rauch aufgeht, weil plötzlich die Erfahrung dem nicht mehr entspricht.

es ist eigentlich sinnlos, Kirche mit Darwinismus zu vergleichen bzw. mit dem Darwinismus die Kirche für Schrott erklären zu wollen. Die zwei Sachen haben an sich nichts aber auch gar nichts miteinander zu tun.

Und jetzt zurück zum Katholizismus, viel Spaß noch.

arthur
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Re: Soviel zum Katholizismus.

Beitragvon arthur » 08.09.2011, 11:09

Hermann hat geschrieben:
arthur hat geschrieben:Unter anderem hatte mir der Pfarrer gesagt das er an die Evolutionstheorie glaubt und das die Kath. KIrche sie angenommen hat :shock:


Hallo Arthur,
hier muss man aber fragen, ob er an die Evolutionstheorie als rein wissenschaftliche Theorie glaubt oder daraus ein materialistisch-evolutionistisches Weltbild ableitet, das ist ein großer Unterschied. Siehe dazu auch den Artikel auf bogoslov.ru: Die materialistische Philosophie der Evolutionstheorie: eine atheistische Ideologie oder eine wissenschaftliche Methode?

Liebe Grüße, Hermann


Er meinte es heißt nicht,das wenn ich Katholischer Christ bin das ich nicht Glaube das der Mensch vom Affen kommt...
Ich:,wie bitte ?Herr Pfarrer stellen sie damit das ganze At in Frage?,
ER:,man muss griechische Mythologie und Wissenschaft unterscheiden ;),

holzi
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Re: Soviel zum Katholizismus.

Beitragvon holzi » 08.09.2011, 19:24

Nun ist es ja nicht so, daß die zwei Schöpfungsberichte in Genesis (ja genau: zwei!) wie heutige wissenschaftliche Ablaufprotokolle zu verstehen sind.
Das Christentum nimmt den Menschen, wie er ist, und macht ihn zu dem, was er sein soll. (Adolph Kolping 1813-1865)

Ehemaliger
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Re: Soviel zu Darwin

Beitragvon Ehemaliger » 08.09.2011, 22:04

LIebe Geschwister,

ich danke holzi sehr, der es auf den Punkt bringt: wollen wir wirklich in die Kreationismusdebatte einsteigen? Uns auf dieses Buchstaben-Gehabe der Evangelikalen einlassen?

ALSO: Im Glaubensbekenntnis, das wir wohl alle als Grundlage anerkennen, steht: Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allherscher, den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren . . .
DAS ist es worum es geht. Vom Wie steht da überhaupt nichts. Wir bekennen den Vater als den Schöpfer. PUNKT! Und davon rücken wir keinen Millimeter ab.

Wer über das WIE eine Aussage machen will, wird scheitern. Eigentlich können wir das Wie nur in nachvollziehenden, keinesfalls ursächlichen Kategorien fassen. So ähnlich wie: Dass Picasso dieses Bild gemalt hat, nämlich mit Pinsel und Farbe und auf Leinwand, unter Anwedung bestimmter Techniken und unter dem Einfluss gewisser Zeiten Und Strömungen etc etc. Wie aber das Bild aus Picasso heraus durch seine Hände und Augen und... und ... und...auf die Leinwand geraten ist . . . da versagen wir völlig. Wir könnten von elektrischen Impulsen in seinem Hirn erzählen, von psychologischen Gegebenheiten und von Aminosäuren, von ach sonst was . . es bleibt uns ein Geheimnis.(und im Falle von Picasso wahrscheinlich ihm selber auch). Und natürlich können wir chemische Analysen der Farben und deren Zusammensetzungen anstellen, die Quadratcentimeter von "Blau" gegen"Rot oder Gelb" ausrechnen und ungemein kluge Rückschlüsse ziehen, Über die Stärke und Dynamik der Pinselzüge nachdenken . . . Es bringt uns dem "Malen" nicht näher.

Und das gilt für 'wissenschaftliche Analysen' wie für 'Bibelstudien'.

Wie Gott etwas macht ist nicht unser 'Geschäft'. Höchtens, und sehr unpassenderweise, Gegenstand unserer Spekulationslust. Oder ist es wirklich wichtig 'wie' Er über's Wasser ging?

Mir wird Angst und Bange wenn ich gewisse auch seehr fromme (orthodoxe und katholische und vor allem evangelische 'Geistliche')Priester höre, vor allem aus Amerika, die auf diesen Kreationismuszug aufsteigen und in einem Akt äusserster Denk- und Realitätsverweigerung im guten Willen, die Souveränität Gottes erweisen wollen . . . und das dann auch noch im besten Wissen als "Glauben" verkaufen wollen. Arme Theologie.
Liebe Nachtgrüsse
Benedikt

Nassos
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Re: Soviel zum Katholizismus.

Beitragvon Nassos » 08.09.2011, 23:12

Darüber hinaus finde ich, dass wir an den Punkt angelangt sind, dass hier zu viel über eine einzelne Person herzgezogen wird. Dies hätte maximal einen Beitrag (boa ey, ich habe heut was erlebt...) und ein-zwei entrüstete Ergänzungen.
Jetzt an einem Spezialisten den gesamten Katholizismus aufhängen zu wollen, finde ich stark übertrieben. Würde ein Katholik etwas entsprechendes über einen orthodoxen Priester schreiben, dann wär hier was los, ey... ;-),

Also, ich schlage vor, wir belassen es dabei, die Kreationsmusdebatte kann in einem entsprechenden Strang fortgesetzt werden (ich bin mir sehr sicher, dass es mindestens einen gibt im Forum) und schließen dieses Kapitel.

Vielen Dank an alle Interessierten und schließe mich dem Wunsch nach einer angenehmen Nachtruhe an.

Lieben Gruß,
Nassos


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