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Mykrokosh
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Re: Der päpstliche Primat

Beitragvon Mykrokosh » 20.06.2011, 07:51

ElvisVrinic hat geschrieben:Es ist ganz klar, dass leute aus der Orthodoxen kirche die Theologie studiert haben, meinen das die römisch kirche eine "Schwesterkirche" seie und meinen ökumenismus zu betreiben. Es ist auch wieder so, dass nicht jeder der Theologie studiert hat, auch gleich ein Theologie im orthodoxen sinne ist.
Fast alle Altväter unserer Kirche sagen, dass Ökumenismus nicht richtig ist. Und solche leute sind erleuchtet.

Wollen Sie damit sagen, dass die Einstellung zur Ökumene eine Frage des theologischen Bioldungsniveaus eines Orthodoxen ist, oder wie ?
Ich glaube, es ist grundsätzlich falsch, in der Frage der Bewertung des Ökumenismus sich auf die Heiligen vergangener Jahrhunderte zu berufen. Die Zeiten waren damals anders - auch die Römisch-Katholische Kirche hat die Orthodoxen für Schismatiker oder sogar für Häretiker gehalten. Es gab auch viele Religionskriege. Wir sollen von den Fehlern unserer Vorgänger aber lernen, und nicht auf ihrem theologischen Stand verbleiben. Man kann nicht von früheren Heiligen erwarten, dass sie große Ökumeniker sind - sie waren auch Kinder ihrer unökumenischen Zeit.

danadoina
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Re: Der päpstliche Primat

Beitragvon danadoina » 20.06.2011, 08:35

Mykrokosh hat geschrieben:...
Ich glaube, es ist grundsätzlich falsch, in der Frage der Bewertung des Ökumenismus sich auf die Heiligen vergangener Jahrhunderte zu berufen....


...aber DAS zeigt wie entfernt sind die lateiner in ihrer grundeinstellung von der KIRCHE :(

PS: ich hoffe diese aussage gibt auch den pro-ökumeniker unter uns zu denken ... :wink:
Zuletzt geändert von danadoina am 20.06.2011, 08:42, insgesamt 1-mal geändert.

Mykrokosh
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Re: Der päpstliche Primat

Beitragvon Mykrokosh » 20.06.2011, 08:41

danadoina hat geschrieben:...aber DAS zeigt wie entfernt sind die lateiner in ihrer grundeinstellung von der KIRCHE :(

1. Ich bin kein Lateiner.
2. Würden sich die Lateiner auf ihre Heiligen berufen, dann wäre das Ergebnis das gleiche wie bei euren Heiligen, und das ist kein Wunder - damals gab es noch keine richtige Ökumene.

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Re: Der päpstliche Primat

Beitragvon danadoina » 20.06.2011, 08:48

Mykrokosh hat geschrieben:
danadoina hat geschrieben:...aber DAS zeigt wie entfernt sind die lateiner in ihrer grundeinstellung von der KIRCHE :(

1. Ich bin kein Lateiner.
2. Würden sich die Lateiner auf ihre Heiligen berufen, dann wäre das Ergebnis das gleiche wie bei euren Heiligen, und das ist kein Wunder - damals gab es noch keine richtige Ökumene.


lieber mykrokosch,
Gott weiß ich möchte sie nicht verletzten daher bitte,bitte nehmen sie es mir nicht übel, in Rumänien gibt es für soche fälle wie die der unierten einen wort : "sie sitzten weder auf dem pferd noch in der kutsche" :wink: ; ich denke von ihrer ganzen gedankenstruktur sie sind "lateiner", es ist meine meinung...!

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Re: Der päpstliche Primat

Beitragvon danadoina » 20.06.2011, 09:01

Mykrokosh hat geschrieben:..
2. Würden sich die Lateiner auf ihre Heiligen berufen, dann wäre das Ergebnis das gleiche wie bei euren Heiligen, und das ist kein Wunder - damals gab es noch keine richtige Ökumene.


da haben sie recht, wir haben aber Väter seitdem "richtige" ökumene stattfindet und sie waren ganz klar dagegen, nur ein beispiel...hl. Iustin Popovic der sagte uns : dass "ökumenismus" die Häresie des 20. jahrhundert ist

PS: in der orthodoxe kirche gibt kein ende was die kirchenväter betrifft...

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Florianklaus
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Re: Der päpstliche Primat

Beitragvon Florianklaus » 20.06.2011, 09:17

danadoina hat geschrieben:
Mykrokosh hat geschrieben:
danadoina hat geschrieben:...aber DAS zeigt wie entfernt sind die lateiner in ihrer grundeinstellung von der KIRCHE :(

1. Ich bin kein Lateiner.
2. Würden sich die Lateiner auf ihre Heiligen berufen, dann wäre das Ergebnis das gleiche wie bei euren Heiligen, und das ist kein Wunder - damals gab es noch keine richtige Ökumene.


lieber mykrokosch,
Gott weiß ich möchte sie nicht verletzten daher bitte,bitte nehmen sie es mir nicht übel, in Rumänien gibt es für soche fälle wie die der unierten einen wort : "sie sitzten weder auf dem pferd noch in der kutsche" :wink: ; ich denke von ihrer ganzen gedankenstruktur sie sind "lateiner", es ist meine meinung...!


Was hat denn die Gedankenstruktur von Altphilologen eigentlich mit dem Strangthema zu tun?

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Re: Der päpstliche Primat

Beitragvon Mykrokosh » 20.06.2011, 09:35

danadoina hat geschrieben:
Mykrokosh hat geschrieben:..
2. Würden sich die Lateiner auf ihre Heiligen berufen, dann wäre das Ergebnis das gleiche wie bei euren Heiligen, und das ist kein Wunder - damals gab es noch keine richtige Ökumene.

da haben sie recht, wir haben aber Väter seitdem "richtige" ökumene stattfindet und sie waren ganz klar dagegen, nur ein beispiel...hl. Iustin Popovic der sagte uns : dass "ökumenismus" die Häresie des 20. jahrhundert ist
PS: in der orthodoxe kirche gibt kein ende was die kirchenväter betrifft...

Würden Sie Ihre Einstellung zur Ökumene ändern, wenn ein neuer orthodoxer Kirchenvater die Ökumene gutheißen würde ? Die Frage für mich ist, was unter einem "Ökumenismus" steckt. Wenn er eine Gleichschererei, Prinzipienlosigkeit und dogmatischen Relativismus bedeutet, dann bin auch dagegen - so verstandener Ökumenismus ist übrigens in der Kath. Kirche zur Zeit sehr verbreitet. Aber wenn der Ökumenismus bedeutet, dass wir uns darum bemühen, den Willen Christi zu erfüllen, dass die Kirche eins sei, dann kann man unseren Herrn und Gott als Urheber des Ökumenismus bezeichnen.

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Re: Der päpstliche Primat

Beitragvon danadoina » 20.06.2011, 10:45

Mykrokosh hat geschrieben:...Die Frage für mich ist, was unter einem "Ökumenismus" steckt. Wenn er eine Gleichschererei, Prinzipienlosigkeit und dogmatischen Relativismus bedeutet, dann bin auch dagegen - so verstandener Ökumenismus ist übrigens in der Kath. Kirche zur Zeit sehr verbreitet. Aber wenn der Ökumenismus bedeutet, dass wir uns darum bemühen, den Willen Christi zu erfüllen, dass die Kirche eins sei, dann kann man unseren Herrn und Gott als Urheber des Ökumenismus bezeichnen.


hier sind wir eine meinung :)

Mykrokosh hat geschrieben:...Die Frage für mich ist, was unter einem "Ökumenismus" steckt. ....


genau ! und das gilt auch für die kirchenväter, wenn "Ökumenismus" in ordnung wäre, würde sich ihre meinung ändern und wir würden natürlich folgen ... :)

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Re: Der päpstliche Primat

Beitragvon Hermann » 20.06.2011, 11:04

Vielleicht ist auch der Begriff "Ökumenismus" verfänglich. -Ismus-Begriffe haben immer den Geruch des Absoluten. Deshalb werden sich auch keine Kirchenväter finden, die einen solchen Ismus hinsichtlich der Ökumene befürworten. Aber es muss ja auch noch etwas zwischen Ökumenismus und totalem Anti-Ökumenismus geben. Und da finden sich sehr wohl Kirchenväter. Ich kann nur wieder auf den Beitrag von Alexej im Parallelstrang und die von ihm verlinkten Texte aufmerksam machen: http://www.orthodoxes-forum.de/viewtopic.php?f=45&t=1519&start=90#p26258 Basilios der Große und Gregor der Theologe scheinen mir schon damals einen guten Weg gefunden zu haben, der auch heute Vorbild sein kann.
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Re: Der päpstliche Primat

Beitragvon rafaella » 20.06.2011, 11:36

Hermann, Ökumenismus ist eine Häresie.

Hier nur noch Texte zum Anstoss
http://www.impantokratoros.gr/FA9AF77F.en.aspx
von 24000 Priestern und Mönchen unterschireiben aus ganz Europa!

http://www.impantokratoros.gr/B386F35B.el.aspx
stellungnahme zum patriarchen von allen Klöstern des heiligen Berges zu Kontakten zu Papisten

http://www.orthodoxia-ellhnismos.gr/201 ... _5602.html
Die klöster des Agion Oros über die Häresie des Monophysitismus leider auch nur auf Griechisch

Es gibt noch mehr Texte, aber verzeiht mir, das Gebet ruft! Vielleicht können die anderen Griechen hier suchen ? Also bis dann!
"Liebet ihr Mich, so werdet ihr Meine Gebote halten", Jo 14,15

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Re: Der päpstliche Primat

Beitragvon Hermann » 20.06.2011, 12:31

rafaella hat geschrieben: Ökumenismus ist eine Häresie.

Hallo Rafaella, dem stimme ich schon zu. Häresie ist und bleibt Häresie. Nur es gibt auch Abstufungen, wie weit andere von der einen wahren Kirche entfernt sind. Und da ist es ein Unterschied, ob es sich etwa um Katholiken oder um Hindis handelt. Übrigens, der in einem der von dir verlinkten Artikel und auch hier angesprochene Justin Popovic hat bekannterweise Franz von Assisi komemmoriert...

LG Hermann
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Re: Der päpstliche Primat

Beitragvon Mykrokosh » 20.06.2011, 13:35

Wie ich aus dem ersten von Rafaella angegebenen Link feststellen kann, gibt es innerhalb der Orthodoxie eine antiökumenische Bewegung. Gleichzeitig scheint sie vor allem in gewissen monastischen Kreisen verbreitet zu sein, während nur wenige Bischöfe sich ihr angeschlosssen haben.
Nchdem ich den Text gelesen habe, kann ich nur sagen, dass ich die Darstellung, deswegen aber auch die Bewertung des römischen Katholizismus als polemisch, unsachlich, übertrieben und fehlerhaft finde. Die Verfasser haben offenbar nicht gemerkt, dass die Katholische Kirche mittlerweile ernsthaft darum bemüht ist, die Einheit mit der Ostkirche wiederherzustellen. Deswegen bewegt sie sich - z. B. in der Frage des Filioque, auf die Orthodoxe Kirche zu. Zweitens, es werden Vorwürfe aus der alten Kiste aufgestöbert, welche für mein Empfinden rein rituell sind und daher keine kirchentrennenden Gründe sein können - z. B., die ungesäuerten Brote in der Eucharistie oder Kirchenmusik.
Die Behauptung, dass es in der Katholischen Kirche ein Dogma von Mutter Gottes als Miterlöserin gibt, ist schlicht falsch.
Besonders die negative Bewertung des 2. Vatikanums und der nachfolgenden Entwicklung hält m. E. keiner Kritik stand - die liturgischen Mißbräuche werden hier als eine von der Kirche abgesegnete Neuerung dargestellt, was einer Verleumdung gleichkommt.
Auch in der Katholischen Kirche gab es früher eine ähnliche antiökumenische Bewegung. Heutzutage ist sie außerhalb der Kirche und heißt "Piusbruderschaft". Ich hoffe, dass die Orthodoxie ihre internen Spannungen ohne ein ähnliches Schisma lösen kann.

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Re: Der päpstliche Primat

Beitragvon Priester Alexej » 20.06.2011, 15:54

Lieber Mykrokosh,

was müsste deiner Meinung nach geschehen, damit die OK und KK wieder eine Kirche werden? Es kann gerne utopisch sein, aber bitte konkret. Denn nur wenn wir unser Ziel kennen, können wir beurteilen, ob es für uns akzeptabel ist.

Beste Grüße!

L. Alexej
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Re: Der päpstliche Primat

Beitragvon Mykrokosh » 20.06.2011, 16:26

Drei Szenarien sind möglich:
1. Der phantastische, aber kurze Weg: ein gemeinsames Ökumenisches Konzil versammelt sich sofort und tagt, bis alle strittigen Fragen zwischen Katholiken und Orthodoxen geklärt sind.
2. Der realistische, aber lange Weg: Der ökumenische "Dialog der Wahrheit" dauert noch ein paar Jahrzehnte bzw. im schlimmsten Fall noch ein paar Jahrhunderte, bis alle trennenden dogmatischen Fragen geklärt sind. Danach sehen die beiden Kirchen ein, dass man die Einheit proklamieren kann.
3. Die Kirchen begreifen endlich, dass die Einheit zwischen Ost und West die höchste Priorität besitzt. Die gemeinsame Kommission für den theologischen Dialog beginnt ununterbrochen zu tagen, bis alle Streitfragen sobald wie möglich geklärt sind, unterbreitet in ein paar Jahren ihren theologischen Entwurf einer allumfassenden dogmatisch-theologischen Einigung der Katholischen und der Orthodoxen Kirchen, diese versammeln ein gemeinsames Konzil und segnen diesen gemeinsamen Text der Einigung ab.

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Re: Der päpstliche Primat

Beitragvon Priester Alexej » 20.06.2011, 16:50

Gut, ein gutes Ziel. Und was wird während dieses Ökumenschen Konzils/ ökumenischen Dialogs geschehen? Wa wäre die Grundlage dieser Einigung?
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