Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

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ElvisVrinic
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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von ElvisVrinic » 22.07.2010, 20:42

Alexej ich nehm alles zurück - entschuldigung :oops:
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

Ehre Sei dem Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Jetzt und immerdar und in alle ewigkeit. Amen

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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Nassos » 22.07.2010, 20:53

Als bekennenden Naassener sei Dir vergeben.

Dein Häresiarch.

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Priester Alexej
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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Priester Alexej » 22.07.2010, 21:18

ElvisVrinic hat geschrieben:Alexej ich nehm alles zurück - entschuldigung :oops:
Lieber Elvis, das ist überhaupt nicht nötig - sich vor mir zu entschuldigen vor allem. Wenn Fragen aufkommen, ist es ein gutes Zeichen, Probleme gibt es, wenn auf einmal alles klar wird. Wir dürfen die Welt, und auch Orthodoxie, nur nicht schwarz - weiß sehen. Das ist der größte Fehler, den man begehen kann, sobald das passiert, landet man früher oder später außerhalb der Kirche, z.B. Tertullian. Es gibt nur eine Wahrheit - die Wahrheit großgeschrieben - Christus. Aber unser Weg zu ihm ist voll mit Dornen, Problemen. Jeder geht auch seinen eigenen Weg.

Zu Seraphim von Sarov kam eine Frau, sie hatte einen begabten Sohn. Dieser wurde aber noch in jungen Jahren zu einem Trinker und verstarb auch in dem Zustand - ohne etwas großes geleistet zu haben. Die Frau fragten den Heiligen, warum es passiert was, sie war sehr fromm und auch ihr Sohn war gläubig. Der Hl. Seraphim antwortete, dass ihr Sohn nun im Himmel ist. Hätte er aber diese Krankheit nicht gehabt, wäre er wegen seinem Stolz nicht ins Himmelreich gekommen. Was hätten wir uns wohl gedacht, wenn wir diesem in seinen Lebzeiten begegnet wären? Ein hoffnungsloser Säufer, wie kann man das von Errettung sprechen? Jeder bekommt die Krankheit, die Dornen, die für ihn die "Besten" sind. Was wäre mit der Katholischen Kirche passiert, wenn es Luther nicht gegeben hätte?
Apostolischer Kanon 39 (32): Priester und Diakonen sollen ohne Wissen und Willen des Bischofs Nichts thun: denn dieser ist's, welchem das Volk des Herrn anvertraut worden, und von welchem Rechenschaft über ihre Seelen gefordert werden wird.

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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von ElvisVrinic » 23.07.2010, 20:54

wow wusste gar nicht auf welchen umwegen man ins himmelreich kommt.

Jetzt stellt sich aber doch wieder die frage. Wie kann man unseren Römischen brüdern helfen. Das problem ist ja nicht nur dieser kirchenhass, sondern so wie ich es sehe doch auch die ganzen sekten und auffassungen die doch irgendwie mehr politisch als religös veranlagt sind.

Was unterscheidet eigentlich direkt die orthodoxie, ausser der geschichte, von den sekten.


Gruß

Elvis
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Nassos » 23.07.2010, 20:58

Im Gespräch mit ihnen bleiben. Damit hilft man ihnen zwar nicht, denn eine Einheit der Kirche liegt nur in der Macht des Herrn, wir können nur darum beten.

Wen genau meinst Du jetzt mit Sekten? Ist das ein zweites Thema in Deiner Frage?

Lieben Gruß,
Nassos

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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von ElvisVrinic » 23.07.2010, 21:12

Nassos hat geschrieben:Im Gespräch mit ihnen bleiben. Damit hilft man ihnen zwar nicht, denn eine Einheit der Kirche liegt nur in der Macht des Herrn, wir können nur darum beten.

Wen genau meinst Du jetzt mit Sekten? Ist das ein zweites Thema in Deiner Frage?

Lieben Gruß,
Nassos
du das beschäftigt mich zur zeit. So viele die häresie betreiben und fest zu jener häresie stehen. Immer wieder meinen solche leute das die kirche so und so sei - aber woher wollen DIE das wissen. Wenn ich daran denke wiedertaufe, kreuzverleumdung, taktische missionierung da wird mir ein bissl dabei mulmig :|

gruß

Elvis
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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Mops » 23.07.2010, 21:50

wichtig, wir müssen auf UNSERE Fehler sehen, auf unsere Sünden.
Zur Missionierung sind wir nicht berufen, auch nicht, irgendwelche Überzeugungsarbeit zu leisten...
oder hat jemand von euch den Segen eines Vaters dafür bekommen?
Man kann versuchen orthodox zu leben und sozusagen Vorbild zu sein und daran arbeiten, vielleicht einmal zum Licht zu werden... so Gott will und wir würdig sind...
das denke ich mir jedenfalls...

Was soll man einem Katholiken sagen? Das er Häretiker ist? Das sagt der von uns auch, man stelle sich die RKK ohne Papst vor...
ach, mich persönlich tangiert das alles nicht mehr. Ich habe Respekt vor den Menschen, bleibe Orthodox und lass mich möglichst wenig in Provokationen verstricken... der Rest ist Sache Gottes.
L.G. Moppl

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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Nassos » 23.07.2010, 22:17

ElvisVrinic hat geschrieben:
Nassos hat geschrieben:Im Gespräch mit ihnen bleiben. Damit hilft man ihnen zwar nicht, denn eine Einheit der Kirche liegt nur in der Macht des Herrn, wir können nur darum beten.

Wen genau meinst Du jetzt mit Sekten? Ist das ein zweites Thema in Deiner Frage?

Lieben Gruß,
Nassos
du das beschäftigt mich zur zeit. So viele die häresie betreiben und fest zu jener häresie stehen. Immer wieder meinen solche leute das die kirche so und so sei - aber woher wollen DIE das wissen. Wenn ich daran denke wiedertaufe, kreuzverleumdung, taktische missionierung da wird mir ein bissl dabei mulmig :|

gruß

Elvis
Lass sie doch. Wenn Dir dabei mulmig ist, dann meide diese Leute (das ist nicht ironisch gemeint).

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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Joseph » 24.07.2010, 04:12

Nassos hat geschrieben:Ich weiß, wie Du zum Ökumenismus stehst. Pass auf, dass Du nicht paranoid wirst. :mrgreen:
Grüßle,
Nassos
Nassos, ich war bussy....

Ich bin nicht generell gegen Ökumenismus, sondern gegen eine gewisse Form desselben welche ich als gefährlich und obendrein als sinnlos ansehe...... Wir Orthodoxe hier in NA gehen in die Ghettos und "schmieren Butterbrote" für die Armen, zusammen mit jungen Leuten von einigen der vielen protestantischen Sekten (leider sind da keine Katholiken dabei). Diese barmherzige Handlung und Demonstrationen vor Abtreibungskliniken (mit Katholiken), ist die einzige "Ökumene" an der ich teilnehme.

Die sogenannte "Ökumene" aber in der sinnlos im Kreise herum gequasselt wird (wie auch aber nicht nur in gewissen Foren), ist für mich ein fruchtloses Unterfangen.... Keiner der Katholiken, oder der Protestanten, die an diesen ewigen "Dialogen" teilnehmen wird jemals durch diese Orthodox. Sie in die Orthodoxe Wahrheit zu bekehren ist aber doch der nun wirklich einzige Grund warum wir mit Heterodoxen überhaupt über unsere Kirche sprechen sollten.

Konversionen finden nur statt wenn es der Heilige Geist es will und die Person auf Ihn hört, nicht durch Teilnahme an Konferenzen, oder Foren... Mission findet statt, Person zu Person, ohne unangenehme Warheiten, welche nun einmal leider auch in der OK vorhanden sind, zu verschweigen oder zu beschönigen (ich finde es ausserdem als beleidigend dem Gesprächspartner gegenüber wenn man ihn für so beschränkt hält das er diese Dinge nicht früher oder später selbst heraus finden kann) und auch nur dann wenn die Peron bereit ist sich ernsthaft mit der Angelegenheit zu befassen..... Theologische Abhandlungen über die Unbefleckte Empfängnis oder das Filioque, etc. mögen die ersten zwei Male ganz interessant sein, zum x-ten male durchgekaut sind sie nur noch langweilig und akademisch. Diese "Gespräche" machen, wenn überhaupt, nur eine äusserst geringe Anzahl von Leuten jemals Orthodox.

Die Gefahr dieser Gespräche ist es ausserdem, daß die Partner, im Versuch gemeinsamen Grund zu finden, sich in ihrer Ausdrucksweise langsam angleichen, der Orthodoxe also die "Sprache" der Katholiken/Protestanten annimmt um sich ihnen verständlich zu machen, und damit gleichzeitig eine Denkweise in sich eindringen läßt (die Sprache beeinflußt schließlich das Denken) welche mehr und mehr vom Orthodoxen Denken wegleitet..... und das ist die Verführung welche ganz langsam und unbemerkt den Orthodoxen Ökumeneverliebten in die Häresie leitet....

So habbichs noch mal gesagt.....

Gruß
Joseph
Wenn die Menschen gottlos werden, sind die Regierungen ratlos, die Lügen grenzenlos, die Schulden zahllos, die Besprechungen ergebnislos, die Aufklärung hirnlos, die Politiker charakterlos, die Christen gebetslos, die Kirche kraftlos, die Völker friedlos, die Verbrechen maßlos
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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Nassos » 24.07.2010, 12:01

ist ja gut und prinzipiell recht.
Ich denke dabei (beim Forum) aber auch an den orthodox Getauften, der vielleicht mal - jawoll aus Bequemlichkeit und weil er nicht regelmäßig in die Kirche geht - vielleicht mal hier versucht, sich dafür zu interessieren.
Wo also Ansätze schon da sind, die sich weiterentwickeln können. Auch diese "Klientel" ist mir wichtig.

Das Forum ist nur ein ganz kleiner Aspekt, wie man evtl. direkte Antworten oder Weitehilfe für einen an der Orthodoxie Interessierten geben kann. Natürlich gibt es auch die Provokateure, Hasser, die nichts besseres zu tun haben, weil sie eben keine oder zu viele Probleme in ihrem Leben halten.
Aber ich möchte hier nicht in die Extreme gehen. Hier kann nur ein Funkte entstehen. Was daraus wird, da hast Du recht: der Hl. Geist lenkt.

Wenn ich Ökumene anvisiere (das bedeutet für mich die Einheit der Kirche IN DER ORTHODOXIE), dann muss ich kommunizieren. Allein auf Gott zu warten, dass er was unternimmt, ist verantwortungslos.
Ökumenismus (das bedeutet für mich "Einheitsbrei, jeder mit jedem") lehne ich ab - ich habe recht oft Vt. Seraphim Rose zitiert diesbezüglich. Immerhin ist das kein Spaß..

Und natürlich wird man dabei über den Tellerrand schauen müssen, so wie der andere dies auch tun muss. Wenn man weiß, wie der andere denkt, dann kann man die eigene Position entsprechend besser darstellen. Oder mal auf die Unterschiede in der Denke hinweisen. Sie sind nämlich nicht offentsichtlich.

Oh, das Thema ist komplizierter. Wie denkt ein Orthodoxer z.B. über den Katholizismus, der in einem orthodoxen Land wohnt, wie ein Orthodoxer in der Diaspora, wie sie in Deutschland existiert und wie ein Orthodoxer in der Diaspora, wie sie in den Staaten existiert?
Und innerhalb jeder dieser Gruppen gibt es wiederum Unterscheidungen...

Wenn wir es schaffen, in den Foren uns darüber auszutauschen, Informationen über die Orthodoxie geben eingedenk unseres Herrn, unserer Hl. Väter, also mehr im orthodoxen Geist, nun, wer weiß?

Das, was ich schreibe, ist sicher nur ein kleiner Aspekt von etwas viel Größerem. Aber wichtig ist es auch, solche Aussagen wie die des Regensburger Bischofs hier gebührend zu kommentieren, aber auch zu erklären warum wir das so sehen.

Noch eines: das hier ist keine Belehrung an Dich, Joseph, noch an irgendjemand anders. Ich weiß auch, dass Du nie Äußerungen dahingehend gemacht hast (deshalb ist das ja auch keine Belehrung - außerdem: wer bin ich überhaupt, um zu belehren?).
Es sollte nur meine Ansicht neben der deinen darstellen.

Prost,
Nassos

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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Priester Alexej » 24.07.2010, 13:11

Lieber Georg, lieber Elvis,

ihr habt recht, diese Aggressive Missionierung ist in der Orthodoxen Kirche nicht üblich. Leider gibt es ein Klischee, sobald man das Wort "Mission" hört, denkt man an Zeugen Jehovas, die von Haus zu Haus gehen, oder an Baptisten und ihre Krawatte, oder an einen Jesuiten, der sich von hinten an einen badenden Papua ranschleicht und diesen Tauft. Aber es gibt da einige Stellen in der Schrift:

Matthew 28:19 Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Luke 14:23 Und der Herr sprach zu dem Knechte: Geh hinaus auf die Wege und an die Zäune und nötige (von αναγκαζω) sie hereinzukommen, auf daß mein Haus voll werde;

Es gibt noch einige anderen Schriftstellen, in den es uns geboten wird, andere Menschen zum Herren zu führen. Das wichtigste ist, wie Georg schon geschrieben hat, zum Licht zu werden. An sich zu arbeiten, damit die Menschen in uns etwas besonderes sehen, ohne wird es nicht klappen. Selbst wenn wir die Menschen durch Worte bewegen könnten, in die Gemeinde zu kommen oder sich taufen zu lassen, nach einiger Zeit würde sie weggehen. An der Liebe zueinander soll man uns erkennen. Ist diese nicht da, würde nur Fanatiker bleiben. Das passiert in Sekten übrigens immer, in 2 Jahren wechselt die Zusammensetzung der Sekte um 50 %.

Wenn man aber noch nicht heilig ist, heißt das nicht, dass man nichts zur Mission beitragen kann. Es gibt sehr viel Möglichkeiten. Man kann Material bereitstellen - in unserem Fall Bücher und Texte übersetzen, solche ausdrucken und in der Gemeinde zum mitnehmen anbieten (also nicht verteilen sondern z.B. auf einem Tisch auslegen, damit Menschen bei Interesse etwas mitnehmen können.) Da bieten uns Katholische Kirchen ein erstrebenswertes Beispiel, im Eingangsraum jeder Kirche gibt es Flyer, Merkzettel, kleine Büchlein mit den nötigsten Informationen. Oder solches Material im Internet anbieten, z.B. orthpeida.
Man kann eine Führung in der Kirche organisieren, in der man nicht Missioniert, sondern die Menschen mit der Orthodoxie vertraut macht. Oder sich mit Kinder und Jugendarbeit beschäftigen, eine Sonntagsschule organisieren, für Kinder und Jugendliche in verschiedenen Altersgruppen, Ferienfreizeiten für diese machen.

Das sind Dinge, die jeder machen kann, unabhängig davon, wie lange er in der Kirche ist. Und die meisten Priester werden auch ihren Segen dazu geben. In einer Gemeinde ist Laienmitarbeit sehr wichtig, der Priester kann gar nicht alles schaffen. Er braucht immer sehr viel Hilfe. Selbst beim Bau des Kirchengebäudes zu helfen, ist ein Beitrag zur Mission, denn in dieses Gebäude können andere Menschen und Geistliche dann neue Menschen einladen uns sie zu Christus führen.
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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Igor » 24.07.2010, 13:15

Lieber Alexej,

du schreibst mir voll aus dem Herzen, ich sehe das genau so! Danke für den Beitrag!

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Als der Höchste hernieder fuhr, verwirrte Er die Sprachen, zerteilte Er die Völker, nun, da Er Feuerzungen ausgeteilt, ruft Er alle zur Einheit: Einmütig preisen wir deshalb den Heiligen Geist. (Pfingstkondakion im 8. Ton)

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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Joseph » 24.07.2010, 19:11

Nassos hat geschrieben:
Wenn ich Ökumene anvisiere (das bedeutet für mich die Einheit der Kirche IN DER ORTHODOXIE), dann muss ich kommunizieren. Allein auf Gott zu warten, dass er was unternimmt, ist verantwortungslos.
Ökumenismus (das bedeutet für mich "Einheitsbrei, jeder mit jedem") lehne ich ab - ich habe recht oft Vt. Seraphim Rose zitiert diesbezüglich. Immerhin ist das kein Spaß..

Prost,
Nassos
Nassos,
die Suppe hat lange genug gebrodelt und Du hast sie nun auf das Wesentliche destilliert.... genau wie Du es oben beschrieben hast sehe ich das Ganze auch.... Ich kann's kaum glauben, aber wir sind da ein Kind und eine Seele.... hahahaha


Elder Paisios of the Holy Mount Athos:
but the resulting persecutions will lead Christians to unite completely. However, they won’t unite in the way desired by those who are now engaging in various machinations to create a single church united under a single religious leadership. Christians will unite because the unfolding situation will naturally separate the sheep from the goats. Then the prophecy: “one flock and one shepherd” will actually come to pass.


Amen
Joseph
Zuletzt geändert von Joseph am 24.07.2010, 19:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Joseph » 24.07.2010, 19:20

Alexej hat geschrieben:.....
Wenn man aber noch nicht heilig ist, heißt das nicht, dass man nichts zur Mission beitragen kann. Es gibt sehr viel Möglichkeiten. Man kann Material bereitstellen - in unserem Fall Bücher und Texte übersetzen, solche ausdrucken und in der Gemeinde zum mitnehmen anbieten (also nicht verteilen sondern z.B. auf einem Tisch auslegen, damit Menschen bei Interesse etwas mitnehmen können.) Da bieten uns Katholische Kirchen ein erstrebenswertes Beispiel, im Eingangsraum jeder Kirche gibt es Flyer, Merkzettel, kleine Büchlein mit den nötigsten Informationen. Oder solches Material im Internet anbieten, z.B. orthpeida.
Man kann eine Führung in der Kirche organisieren, in der man nicht Missioniert, sondern die Menschen mit der Orthodoxie vertraut macht. Oder sich mit Kinder und Jugendarbeit beschäftigen, eine Sonntagsschule organisieren, für Kinder und Jugendliche in verschiedenen Altersgruppen, Ferienfreizeiten für diese machen.
Amen brother, das ist genau was wir hier in Sankt Herman of Alaska's Church machen.....
Das sind Dinge, die jeder machen kann, unabhängig davon, wie lange er in der Kirche ist. Und die meisten Priester werden auch ihren Segen dazu geben. In einer Gemeinde ist Laienmitarbeit sehr wichtig, der Priester kann gar nicht alles schaffen. Er braucht immer sehr viel Hilfe. Selbst beim Bau des Kirchengebäudes zu helfen, ist ein Beitrag zur Mission, denn in dieses Gebäude können andere Menschen und Geistliche dann neue Menschen einladen uns sie zu Christus führen.
Genau..... ohne Laien gibt es genausowenig eine Kirche wie es eine Kirche ohne Bischöfe und Priester (Mönche/Nonnen) und Diakone gibt..... genau was Du hier beschreibst betrachte ich als meine Aufgabe in der Kirche, missionieren durch "hands-on" Mitarbeit. Wir alle sind die Royal-Priesthood, der Leib Christi, jeder hat seine Aufgabe als Glied des Heiligen Leibes..... jeder kann und soll/muss mit-denken und mit-arbeiten....

Gruß
Joseph
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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Nassos » 24.07.2010, 21:11

So ist es.

Ich habe inzwischen auch den Segen meines Priesters für die Führungen in der Esslinger Kirche erhalten. Natürlich soll hierbei nicht nur die Architektur vorgestellt werden, sondern natürlcih auch die Orthodoxie (in der Kürze, es soll ja das Interesse wecken und nicht gleich alles bis in kleinste Detail antworten - abgesehen davon bin ich hierzu unfähig...).

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