Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

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Florianklaus
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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Florianklaus » 15.07.2010, 15:03

Ich glaube, man versteht micht hier nicht richtig.

Ich bin zu wenig theologisch gebildet, um genauere Aussagen über den Stand und die Zukunftsaussichten der katholisch-orthodoxen Ökumene zu machen.

Ich finde es aber höchst bedauerlich, wenn man katholische Vorschläge, so untauglich und naiv sie aus orthodoxer Sicht auch sein mögen, häufig gleich als "böses Spiel" oder "listige Machtstrategie" abqualifiziert und der katholischen Seite den guten Willen, zur Einheit in der Wahrheit zu gelangen, einfach abspricht.

Ehemaliger

Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Ehemaliger » 15.07.2010, 17:49

Lieber Florianklaus,

nein, den guten Willen will ich nicht absprechen. Es gibt aber doch eine Geschichte, die wir, von beiden Seiten, mit uns tragen.

Lass uns fröhlich und mutig andere Sichtweisen suchen.

Gruss
Benedikt

Nassos
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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Nassos » 15.07.2010, 21:18

Florianklaus hat geschrieben:
peter hat geschrieben:Liebe Freunde,

erst wenn der Papst sich wieder als "Patriarch des Westens" oder Abendlandes begreift, und nicht als stellvertretendes Oberhaupt der gesamten Christenheit, wird die Einheit mit der konziliar verfaßten Orthodoxie erwägenswert. Daß die Kardinäle in der Pyramide der global agierenden Römer den frei gewählten Patriarchen mit ihrer Zuständigkeit gleichgestellt werden, ist eine ekklesiologische Anmaßung, mit dem von alters her bekannten Ziel, legitime Amtsinhaber zu verdrängen, auszutauschen (zu "latinisieren"). Von den dogmatischen Differenzen ist hier noch gar nicht die Rede. Mich wundert immer wieder, wie unfähig römische Katholiken sind, die listigen Machtstrategien ihres Apparates zu erkennen, bzw. wie willig und stolz sie sich in dieses "böse" Spiel einfügen.

peter
Mich wundert immer wieder, daß orthodoxe Christen Annäherungsversuche von Katholiken als "listige Machtstrategien" mißverstehen. Dieses tief sitzende Mißtrauen kann man wohl nur noch durch ein historisches Elefantengedächtnis erklären. In der heutigen Zeit entbehrt es jeder Grundlage.
Hallo Florianklaus,

es ist richtig, dass es meistens nicht förderlich ist, das Elefantengedächtnis als Totschlagargument zu missbrauchen. Dem ließe sich sicher abhelfen, wenn man sich entsprechend entschuldigen würde und evtl. mitgenommene "Sachen" zurückgibt bzw. man wirklcih übereinkommt die "Sachen" dort zu lassen, wo sie sich nun lange Zeit befinden.
Auf der anderen Seite jedoch kann man auch nicht verlangen, den cache komplett zu löschen und die Festplatte zu formatieren. Man kann, und ich glaube das ist sogar verständlich, nicht einfach sagen: Schwamm drüber, Ihr seid eigentlich nett. Wenn die zerbrochene Tasse wieder zusammengeklebt wird, dann sind die Risse immer noch da (und sind Sollbruchstellen). Sorry für diesen Vergleich.

Ich frage mich jedoch, ob tatsächlich jeweils auf jeder Seite nur in diesen extremen Positionen gedacht wird (mit extrem meine ich hier die zwei Enden der Bandbreite) oder ob nur diese Art von statements in Foren landen.

Erst kürzlich bat ich im Kreuzgang um Links zu Korrsespondenz zwischen den Hohen der Kirchen. Es kam nichts.
Warum nicht?

Gruß,
Nassos

ElvisVrinic
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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von ElvisVrinic » 16.07.2010, 03:31

Florianklaus hat geschrieben:Ich glaube, man versteht micht hier nicht richtig.

Ich bin zu wenig theologisch gebildet, um genauere Aussagen über den Stand und die Zukunftsaussichten der katholisch-orthodoxen Ökumene zu machen.

Ich finde es aber höchst bedauerlich, wenn man katholische Vorschläge, so untauglich und naiv sie aus orthodoxer Sicht auch sein mögen, häufig gleich als "böses Spiel" oder "listige Machtstrategie" abqualifiziert und der katholischen Seite den guten Willen, zur Einheit in der Wahrheit zu gelangen, einfach abspricht.

Lieber Florianklaus,

erstmal ein daumen hoch, dass du dich bemühst mit uns im gespräch zu bleiben :v: :mrgreen:
sowas verlangt echt eine art gewisse integrität um mit diesen kritiken klarzukommen, wenn ich dabe an mich denke - dann - naja :|

nun ja ich weiss es nicht genau ob jeder in der orthodoxie so eingestellt ist wie du beschreibst aber fakt ist ja auch noch, dass in Russland und der Ukraine diverse "bekehrungsversuche" unternommen werden bzw. die römische kirche einen gewissen einfluss hat. Deswegen wahrscheinlich auch diese aussagen - glaube es wer will.

Nun was ich aber auch noch dazu sagen muss - naja der vierte kreuzzug DAS WAR eine sache die aber schon vorbei ist - verzeihen kann man ja alles, oder??

Man kann ja nicht sagen diese "Sachen" müssen dahin oder dahin, jene Reliquen sind für die ganze welt bestimmt. Und ausserdem würde ich nicht wissen wollen was die mohammedianer damit gemacht hätten wären diese noch in konstaninopel :roll: :|

Naja aber um nochmal kritisch zu sein. Weshalb haben diverse Kardinäle die echtheit des Grabtuches prüfen lassen??? Die ungläubigen bleiben auch bei sowas ungläubig - die reimen sich halt etwas zusammen.

So und jetzt zu meiner eigentliche aussage:

Schon allein die auffassung der Glaubenswahrheiten bzw. die auslegung der heiligen schriften ist im osten und westen ganz anders - schon alleine daran scheitert jenes. Während im Osten eine, ich sage jetzt mal, eine "bildliche poetische" - medizinische - kataphatische auffassung, aufzufinden ist. Wird doch leider im westen schon fast eine art wissenschaftlich - faktische - rechtliche - anaphatische auslegung betrieben - das passt einfach nicht zusammen um eines zu nennen.

Sicher die traditonen sind ähnlich aber nicht gleich. Die kommunion ist ein bissl anders - von der liturgie ganz zu schweigen - in der beichte beurteilt der römische-priester die sünden der orthodoxe hilft mehr (hoffe man versteht es), das mit der Chrismation ist komplett anders, die ämter werden auch doch noch ein ganz klein bisschen anders betrieben z. B. Zölibatspflicht des Presbyters, das Fasten ist in der römischen kirche "leichter" als bei uns - ganz zu schweigen von den hochfesten - zumindest ein teil davon.

Und natürlich halt der primatsanspruch ähhmmmmmmm da brauche ich nichts zu erwähnen.

Das problem ist ja die "wurzel", wie soll das ein und derselbe baum sein wenn die wurzeln verschieden sind.

So gesehn ist sage ich jetzt mal nicht einmal ein drittel erreicht. Wer es besser weiss, der belehre mich bitte.

Aber bitte nicht den mut nehmen lassen, denn bei unserm göttlichen VATER im HIMMEL ist alles möglich.

einen gesegneten abend oder morgen - naja komme gerade von der arbeit :D
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

Ehre Sei dem Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Jetzt und immerdar und in alle ewigkeit. Amen

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Joseph
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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Joseph » 16.07.2010, 07:44

"Ich glaube, man versteht micht hier nicht richtig."
wir verstehen schon richtig mein Lieber, ach der Florianklaus, nun ist er hier. Willkommen! Ich bin aber auch hier!..... :cowboy:

Das mit den 97% hast Du, oder der Herr Bischof, sicher Mißverstanden, es sind nämlich 97% die den Katholiken fehlen um Orthodox zu sein..... und das macht allen Unterschied.... wir sind aber gerne bereit die Unterschiede, auch einem "theologisch weniger gebildeten" (wie bescheiden von Dir), zu erklären. Nur gibt es hier aber einige noch konservativere als ich es bin, daher...

Aber na ja ich bin ja nicht so und werde mich bis auf weiteres "zusammen nehmen".... mal sehen wie lange das dauert. So, peace man... :blumenstauss:

Gruß
Joseph
Zuletzt geändert von Joseph am 16.07.2010, 08:02, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn die Menschen gottlos werden, sind die Regierungen ratlos, die Lügen grenzenlos, die Schulden zahllos, die Besprechungen ergebnislos, die Aufklärung hirnlos, die Politiker charakterlos, die Christen gebetslos, die Kirche kraftlos, die Völker friedlos, die Verbrechen maßlos
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Joseph
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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Joseph » 16.07.2010, 07:59

Benedikt hat geschrieben:Lass uns fröhlich und mutig ......
Simmer Benedikt, simmer immer.... Hallo!

Joseph
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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Joseph » 16.07.2010, 08:09

holzi hat geschrieben:....Jeder weiß doch, daß es eine Annäherung erst dann geben kann, wenn vorher der Papst und alle Kardinäle jeweils zehn Jahre die Latrinen von Athosklöstern geschrubbt haben... :roll:
Holzi, durch die großzügigen finanziellen Zuwendungen der EU, sind Latrinen auf Athos ein Ding der Vergangenheit. Es sind nun einzig "water saver toilets" mit sparendem Verbrauch (Doppelspülung für klein 3L und groß 6L) vorhanden, meisten von der japanischen Marke Toto. Daher kann ein "Latrinenschrubben" dieser Tage ein ganz angenehmer Zeitvertreib sein... Wie Du siehst sind wir gar nicht so und eigentlich sehr entgegenkommend.... hahaha

Gruß
Joseph
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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Joseph » 16.07.2010, 08:12

Nassos, Du hast Recht, totgeglaubte leben länger..... :kanada:

Läta
Joseph
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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Elias » 16.07.2010, 09:01

Hallo FlorianKlaus,

von mir auch ein herzliches Willkommen :)

Ehemaliger

Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Ehemaliger » 16.07.2010, 10:40

Joseph hat geschrieben:
Benedikt hat geschrieben:Lass uns fröhlich und mutig ......
Simmer Benedikt, simmer immer.... Hallo!

Joseph

Lieber Joseph,

deutsch ist es nicht, englisch auch nicht, sogar mein Französisch versagt. Schwedisch auch nicht....
vielleicht 'Änglisch?' .. bei deinen Verbindungen :wink:

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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Mops » 16.07.2010, 18:38

Florianklaus hat geschrieben:Ich glaube, man versteht micht hier nicht richtig.

Ich bin zu wenig theologisch gebildet, um genauere Aussagen über den Stand und die Zukunftsaussichten der katholisch-orthodoxen Ökumene zu machen.

Ich finde es aber höchst bedauerlich, wenn man katholische Vorschläge, so untauglich und naiv sie aus orthodoxer Sicht auch sein mögen, häufig gleich als "böses Spiel" oder "listige Machtstrategie" abqualifiziert und der katholischen Seite den guten Willen, zur Einheit in der Wahrheit zu gelangen, einfach abspricht.
dann überlege doch selbst mal, liebe Florian,
schon der Primatsanspruch ist Grund genug!

Matwej
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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Matwej » 16.07.2010, 19:06

Liebe Freunde in Christus,

mir sind ein paar Sachen eingafallen die zu denken geben:

Die röm. kath. Kirche hat sich von der einen katholischen und apostolischen
Kirche abgespalten:
Sie haben einfach so bei einem Lokalkonzil (unter reger Mitwirkung
Karls des Großen) das Glaubensbekenntnis geändert (Filioque).
Sie haben sich die Lehre vom Ablass einfallen lassem.
Sie haben sich die Lehre von der Unfehlbarkeit des Papstes einfallen lassen
Sie haben die Liturgie verstümmelt (verzeiht bitte die Wortwahl).
Sie haben.....
....da gäbe es jetzt noch so viel anzuführen :cry:

Es ist auch sehr traurig mit anzusehen wie die röm. Kath. Kirche versucht aus ihrer derzeit sehr
angeschlagenen Position herauszukommen:
Sie lösen einige ihrer Sakramente schrittweise auf (Beichte und Krankensalbung werden doch kaum noch
gespendet)
Sie bauen und "gestalten" ihre Gottesdienste mit "tollen" modernen Elementen wie fernöstlichen Meditationen um.
Sie tolerieren dass es Priester gibt die gleichzeitig Zen-Meister sind (da weiß ich von einen Jesuitenpater).
Sie vergessen und übergehen die Lehren der Kirchenväter.
Sie führen eine "kritische Bibelforschung" an ihren Hochschulen.
Sie haben vergessen was Christliche Thelogie ist : nämlich Ehrfürchtige Annäherung an Gott.
Sie verhalten sich immer liberaler zu Scheidungen, Abtreibungen und "wilden Ehen".
Sie lassen zu das der Religionsunterricht kaum noch glaubensfördernd ist
Sie schauten tatenlos zu wie ihr Papst JPII mit Heiden zusammen betet und wie er einen Koran küsst (hat mir kürzlich ein Katholik erzählt)
Sie......
..... :cry:

Wie können wir mit so einer Kirche zusammen arbeiten ?
Was soll das für eine Ökumene geben ?
Ich denke die kath. Kirche müsste erst mal mit ihren eigenen, gigantisch großen Problemen und Irrlehren aufhören
und erst dann würde es Sinn machen mit irgendwelchen Vereinigungswünschen zu kommen.
Das soll jetzt nicht heißen dass wir die röm.Katholiken verachten sollen - nein auf keinen Fall sollten wir das - vielmehr sollten wir
ihnen helfen wieder den Weg zum wahren katholischen und apostolischen Glauben zu finden und dafür zu beten denn bei IHM und mit IHM ist alles möglich !!!

Verzeiht meine harten Worte.
Ich habe als einfacher Gläubiger meine Meinung geschrieben nicht als Theologe.

Mops
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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Mops » 16.07.2010, 19:21

Eine wirkliche Ökumene kann es natürlich nur zwischen den Orthodoxen Lokalkirchen geben.

Nassos
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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Nassos » 16.07.2010, 21:00

Hallo,

ist die Liturgie im Westen tatsächlich verstümmelt oder ist es halt einfach der westliche Ritus?

Die ganzen fernöstlichen Einflüsse werden zumindest nicht widerspruchslos innerhalb der katholischen Kirche übernommen - die Leute vom KG sind mehrheitlich sehr ablehnend gegenüber sowas wie auch einer quasi Abschaffung von Sakramenten. Auch wenn sie in der Häresie stehen und uns als Ungehorsame betrachten, bin ich doch froh, dass es sie gibt.
Sie können - Blutstauungen im Hirn hin oder her - sich am ehesten in einen Orthodoxen reindenken. Freilich bringt uns das keinen Schritt weiter, aber ist doch netter als sich nur anzuschweigen, ha ha.

Ich weiß nicht mehr, wo ich demletzt das gelesen hatte, ich glaube es war der Hl. Maximowitsch: "Ihr Liturgie ist älter als ihre Häresie".
Was kann er damit wohl gemeint haben?

Liebe Grüße,
Nassos

Matwej
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Re: Was ist unsere orthodoxe Antwort zu diesen Aussagen ?

Beitrag von Matwej » 16.07.2010, 21:23

Geh mal in einen katholischen Sonntagsgottesdienst....
Da ist kaum noch Liturgie zu finden. Da wird zum Volk hin
zelebriert und statt den liturgischen Gebeten werden irgendwelche
Liedchen gesungen. Nur noch die Einsetzungworte "trotzen" tapfer den
reformistisch- modernistischen Stürmen.
Selbst das Glaubensbekenntnis wird nur noch
zu ganz bestimmten Anlässen gesprochen.
Ich weiß von kath. Priestern die eine ganze Liturgie in 45 Minuten
"abhaken".
Für mich ist das verstümmelt........

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