Uniaten

Beziehung zum nichtorthdoxen Christentum
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Milo
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Uniaten

Beitrag von Milo »

Was haltet Ihr von diesen?

http://www.ukrainische-kirche.de/Exarch ... hen_Kirche

Auf neues Thema sich freuend (hoffentlich nicht alleine :wink: )

Milo

ps: hier noch ein Bild mit dem Chef :D

Bild
danadoina_3
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Beitrag von danadoina_3 »

in Rumänien gibt es einen Spruch für so etwas, ungefähr übersetzt heißt es:
"weder auf dem pferd, noch in der kutsche" :lol: ( die ersten uniaten in Rumänien waren orthodoxen die unter Österreich-Ungarn für privilegien oder wegen furcht vor represalien ihren glauben aufgegeben haben! )
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Avner
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Beitrag von Avner »

Hallo,

aus Überzeugung haben sich diese Kirchen nicht mit Rom uniert!
Gutes Beispiel: Die Chaldäisch-Katholische Kirche.

Im 15. Jahrhundert wurde das Katholikat innerhalb der ostsyrischen ?Kirche des Ostens? für erblich erklärt. Dies führte 1553 zu einer Kirchenspaltung, wobei sich der gewählte (Gegen-) Katholikos-Patriarch der nichterblichen Fraktion, Sulaqa Mar Shimon, der römisch-katholischen Kirche annäherte und eine chaldäisch-katholische Kirche mit eigener Patriarchenlinie begründete.

Warum schickt man nicht ein Paar Priester nach Rom und gründet eine Römisch-Orthodoxe Kirche :lol:
holzi
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Beitrag von holzi »

Avner hat geschrieben:Warum schickt man nicht ein Paar Priester nach Rom und gründet eine Römisch-Orthodoxe Kirche :lol:
Nein Avner,

soo rum würde das nichts werden. Das müsstet ihr anders anfangen: einige römisch-katholische Bischöfe überreden, sich mit ihren Bistümern in eine orthodoxe Jurisdiktion zu begeben. Dann hätte man eine echte Unionskirche auf orthodoxer Seite.

Grüße
Konrad
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Germanus
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Beitrag von Germanus »

Verehrte Freunde,
wäre das nicht auch eine schöne Möglichkeit der Union:

Alle röm. Kleriker unterstellen sich mit ihren Gläubigen z.B. in Rußland der Jurisdiktion des jeweiligen (russisch-orthodoxen) Ortsbischofs.... 8)

Viele hoffnungsvolle Grüße, Germanus
Laura Christina
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Beitrag von Laura Christina »

... es wäre eine Möglichkeit.... bis dahin aber, jemand dort, in Rom, macht sich große Hoffnungen.... mit der Unterschreibung auch von paar orthodoxe Vertreter eines dichten, zweideutigen Dokuments in Ravenna, vor etwa zwei Monate, scheinen die Anstrengungen zur utopische Union sich in eine andere Richtung zu rühren....

http://www.catholicnews.com/data/storie ... 706123.htm
http://catholicknight.blogspot.com/2007 ... cy-of.html

Also das Primat des Papstes wurde anerkannt - von Orthodoxen ! - doch nicht seine Autorität !!!
Aber was soll für Orthodoxen, ``primus inter pares `` bedeuten wenn keine eucharistische Kommunion mit diesem ``Bischof`` gibt?
....................

Ich verstehe, die Stimmung hier, auf der Thema, war in ein anderes Register; ich bin ernst geworden aber ich konnte mich nicht enthalten.Wenn ich falsch geraten bin, bitte ich um Verzeihung!

nachdenklich,
Laura
Herr, ich glaube; hilf meinem Unglauben! (Markus 9, 24)
protopeter
Priester
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Beitrag von protopeter »

Liebe Mitdiskutierende !

Grundsätzlich sollte alles, was in irgendeiner Weise nach "Union" aussieht und möglicherweise noch "kirchendiplomatischer" Natur ist, aufgrund entsprechend negativer historischer Erfahrungen von orthodoxer Seite absolut vermieden werden. Die Prinzipien unserer Ekklesiologie sind klar; einzig die Rückkehr in die koinonia der Orthodoxen Kirche und das damit verbundene Bekenntnis zur Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche kann als angemessen erfaßt werden - wobei fraglos die gemeinsamen Grundlagen des ersten Jahrtausends unumschränkte Gültigkeit haben müssen.

Es grüßt
Erzpr. Peter
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Sava
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Registriert: 16.12.2008, 16:18

Beitrag von Sava »

Lieber Vater Peter
Die Prinzipien unserer Ekklesiologie sind klar; einzig die Rückkehr in die koinonia der Orthodoxen Kirche und das damit verbundene Bekenntnis zur Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche kann als angemessen erfaßt werden - wobei fraglos die gemeinsamen Grundlagen des ersten Jahrtausends unumschränkte Gültigkeit haben müssen.
:D
Vielen Dank!

In der Liebe unseres Herrn

Sava
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Filip
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Uniaten

Beitrag von Filip »

Christus ist Auferstanden!

zu meiner frage wie ist das verhältnis zu den uniaten? übernehmen die uniaten eine "ökumenische" brückenfunktion? sind sie förderlich? wie sehen sich selbst uniate...als papst anhänger oder fühlen sie sich eher orthodox?
Krst na vrhu Srbije
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Hermann
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Re: Uniaten

Beitrag von Hermann »

Filip hat geschrieben:wie sehen sich selbst uniate...als papst anhänger oder fühlen sie sich eher orthodox?
Hallo Filip, auch hier kann ich nur die von Nassos verlinkte Dissertation eines Uniaten empfehlen http://edoc.ub.uni-muenchen.de/4005/1/K ... ikolai.pdf In der Einführung steht dazu einiges sehr Lesenswertes. Der Rest der Dissertation offenbart den unierten Autor viel mehr der Orthodoxie als dem Papsttum nahestehend, eigentlich habe ich mich gefragt, wie es der Autor noch mit sich vereinbaren kann, dem Papst unterstellt zu sein.
Sucht zuerst das Reich Gottes, alles andere wird euch hinzugeschenkt.
rafaella
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Re: Uniaten

Beitrag von rafaella »

Christus ist auferstanden!

für diejenigen, ide griechisch verstehen

http://www.impantokratoros.gr/unia-douriosipos.el.aspx

Lasst uns die Gewalt (in früheren Jharen) und die Falschheit dieser Bewegung nicht unterspielen.
"Liebet ihr Mich, so werdet ihr Meine Gebote halten", Jo 14,15
stefan1800
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Re: Uniaten

Beitrag von stefan1800 »

@Hermann:
Danke für den Link, ich werde diese Doktorarbeit genau studieren !
@rafaella:
Aus orthodoxer Sicht mag diese Bewegung falsch sein. Man sollte aber nicht vergessen, daß den Unierten unter Stalin schlimmes Leid zugefügt wurde.
danadoina
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Re: Uniaten

Beitrag von danadoina »

stefan1800 hat geschrieben:....
Aus orthodoxer Sicht mag diese Bewegung falsch sein. Man sollte aber nicht vergessen, daß den Unierten unter Stalin schlimmes Leid zugefügt wurde.
was hat das eine mit der anderen zu tun ? die zugehörigkeit zu der zeugen jehovas stand quasi unter strafe unter der kommunisten in Rumänien....macht das etwa ihre irreführende lehre besser ?
stefan1800
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Re: Uniaten

Beitrag von stefan1800 »

Nein Daniela,
aber Alexia sprach von der "Gewalt, die einmal von dieser Bewegung ausgegangen sei". Dazu fiel mir umgekehrt die Gewalt ein, die man den Unierten antat, die ja auch immerhin Christen sind. Entschuldige bitte.

Christus ist auferstanden !
rafaella
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Re: Uniaten

Beitrag von rafaella »

Stefan,
Gewalt ist natürlich niemals richtig, niemandem gegenüber.
Aber- von der Frucht erkennt man den Baum!
Die Kommunisten haben nie behauptet, heilig zu handeln.
"Liebet ihr Mich, so werdet ihr Meine Gebote halten", Jo 14,15
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