Anerkennung von Taufen / 2. Auflage

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stefan1800
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Re: Anerkennung von Taufen / 2. Auflage

Beitrag von stefan1800 » 23.06.2011, 22:26

@Ilija:
1. Es mag diese Menschen geben, die den letzten Schritt verpassen. Aleksandar, als er noch hier war, und Daniela denken das ja auch. Nur: Ich habe noch nicht alles erkannt und kann daher diesen Schritt auch nicht tun.
2. Woher weißt Du, daß dies bei einem bestimmten Menschen nicht wirkt ? Bei Gott ist nichts unmöglich, wieso dann so leicht aufgeben ?

LG, Stefan

danadoina
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Re: Anerkennung von Taufen / 2. Auflage

Beitrag von danadoina » 23.06.2011, 22:34

stefan1800 hat geschrieben:Liebe Daniela,
Du sorgst Dich ja selbst um Menschen, die heterodox sind und nach Deiner Überzeugung orthodox werden sollen. Das ist doch ein guter Dienst christlicher Nächstenliebe Deinerseits, wofür ich Dich auch kennen- und schätzengelernt habe ! Weshalb sollte dies nicht auch für den römischen Papst gelten ?

LG, Stefan
Lieber Stefan,
danke dir für deine worte :) und meinen antwort ist es : eben deswegen :wink: ...weil ich aus eigener erfahrung jetzt weiß dass "DIALOG" nichts wirkt..., leider :( , es ist eben nicht dieser rationaler weg der einen menschen zur konversion führt sondern viel mehr eine eigene ehrliche, demütige suche. Als orthodoxer kann man keinen zur konversion helfen nur durch rationale erklärungen der glaubenslehre, sondern ihn einfach mit der liebe den wir jeden menschen schuldig sind behandeln, der rest ist Gotteswerk und die wille und der demut der suchenden. :) ; wohlgemerkt suchenden, der papst und die überzeugten katholiken suchén nicht, sie wissen es besser :wink:
Wieso ? wenn es anders wäre würden die Kirchenväter genügen...da müßte man keine ökumenische treffen veranstalten um zur verständniss zu kommen.

Ich möchte mal einen einzigen sehen der wegen den ökumenischen dialog, orthodox geworden ist ...

PS: es gibt leute die konvertieren trotz vielen hindernissen die den in dem weg gelegt wurden, sogar von orthodoxen...und andere die stolpern bei den einfachsten ihnen "scheinenden" widerspruch in der lehre, oder an den verhalten anderer orthodoxen, oder an den skandalen die in der kirche gibt, oder oder oder...! :wink:

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Re: Anerkennung von Taufen / 2. Auflage

Beitrag von danadoina » 23.06.2011, 22:43

Lieber Stefan, es geht jetzt gar nicht um dich, ich habe die hoffnung bei dir nicht aufgegeben :) es wünsche es dir immer noch sehr.

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Elias
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Re: Anerkennung von Taufen / 2. Auflage

Beitrag von Elias » 24.06.2011, 14:18

stefan1800 hat geschrieben:@Ilija:
1. Es mag diese Menschen geben, die den letzten Schritt verpassen. Aleksandar, als er noch hier war, und Daniela denken das ja auch. Nur: Ich habe noch nicht alles erkannt und kann daher diesen Schritt auch nicht tun.
2. Woher weißt Du, daß dies bei einem bestimmten Menschen nicht wirkt ? Bei Gott ist nichts unmöglich, wieso dann so leicht aufgeben ?

LG, Stefan
lieber Stefan, ich weiß es nicht und vielleicht Irre ich mich auch... Mal schauen was bei diesem Dialog herauskommt (Habe mir das Interview angehört). Vielleicht brauchst du dich ja nicht mehr entscheiden und es regelt sich alles von selbst :)

LG

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Re: Anerkennung von Taufen / 2. Auflage

Beitrag von Lazzaro » 24.06.2011, 16:01

Ilija sagte: ... lieber Stefan, ich weiß es nicht und vielleicht Irre ich mich auch ... Vielleicht brauchst du dich ja nicht mehr entscheiden und es regelt sich alles von selbst
Exakt so ist es: Wenn der richtige Zeitpunkt Kommt, wirst Du es merken.
Bei mir war es auch so : Erst brauchte ich mehrere Jahre und dann ging alles ganz schnell in etwa drei Wochen. Ich hatte gerade noch Zeit, nur die wichtigsten Leute zu informieren ...
@ Danadoina: in der Regel magst Du recht haben, aber ich kenne eine ganze orthodoxe Kirchengemeinde die genauso entstanden ist wie Du sagtest, es würde nicht funktionieren :D : Gelobt sei Gott!
Lazzaro
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Re: Anerkennung von Taufen / 2. Auflage

Beitrag von danadoina » 24.06.2011, 22:10

Lazzaro hat geschrieben:....
@ Danadoina: in der Regel magst Du recht haben, aber ich kenne eine ganze orthodoxe Kirchengemeinde die genauso entstanden ist wie Du sagtest, es würde nicht funktionieren :D : Gelobt sei Gott!
Lazzaro
kannst du bitte genauer die (ausnahme-)situation beschreiben ?

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Elias
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Re: Anerkennung von Taufen / 2. Auflage

Beitrag von Elias » 24.06.2011, 22:14

danadoina hat geschrieben:
Lazzaro hat geschrieben:....
@ Danadoina: in der Regel magst Du recht haben, aber ich kenne eine ganze orthodoxe Kirchengemeinde die genauso entstanden ist wie Du sagtest, es würde nicht funktionieren :D : Gelobt sei Gott!
Lazzaro
kannst du bitte genauer die (ausnahme-)situation beschreiben ?
Das würde ich auch gerne wissen Bruder :) Welche Gemeinde und wo?

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Re: Anerkennung von Taufen / 2. Auflage

Beitrag von rafaella » 25.06.2011, 11:40

Liebe Geschwister, ich werde jetzt antworten, da ich bald auf eine Urlaubs- und Pilgerreise aufbrechen werde, wenn Gott will, und mein Logismos mich nicht in Ruhe läßt. Im Gebet und in der Studie habe ich mir noch einmal alles durch den Kopf gehen lassen.
Die Themen, die wir ansprachen, sind zu breit gefächert, es geht nicht mehr nur um die Taufe. Deswegen werde ich leider weit ausholen müssen.
Alexej, Du schreibst, es muss eine richtige Praxis der Taufe geben, Du hast Recht. Wenn Du schon so fragst, dann ist die Antwort klar: man muss die Menschen taufen, wenn sie in die Kirche eintreten, weil sie sich momentan nicht in der orthodoxen Kirche befinden. Und die orthodoxe Kirche ist nicht ein Teil der Wahrheit, wie es Anhänger der Häresie des Ökumenismus(oder salonfähiger Ökumene) wollen, sondern die Eine Kirche Gottes. Alles andere geschieht und geschah aus OIKONOMIA. Kat’ Oikonomia bedeutet als AUSNAHME zum Wohle der Seelen. Die Ausnahme bestätigt die Regel! Deswegen wurden einige altchristliche Häresien ohne Wiedertaufe wieder in die Orthodoxe Kirche aufgenommen, und so wird es auch beschrieben, auch vom hl. Basilius, der die Taufe der Häretiker nur als Oikonomia zugunsten der Vielen beschreibt und sonst die häretische Taufe als ungültig betrachtet(A Kanon hl. Basilius).

Wo sehen wir diese Stellungnahme bestätigt:
Die Taufe muss durch dreimaliges Untertauchen in das geheiligte Wasser geschehen, das geschah seit der Zeit der Apostel so und wird mit der Regel des Pedalion(Astir, S.62, 63) bestätigt: Jeder Bischof, der nicht durch dreimaliges, sondern durch einmaliges Untertauchen tauft, soll entweiht werden, und jeder, der aus einer Häresie stammt, in der nicht dreimal untergetaucht wird, soll wiedergetauft werden. Das ist wohl mehr als aussagekräftig. Im Neuen Testament lesen wir an mehreren Stellen, dass dei Taufe unser Heil ist! Der Heilsakt der Taufe ist also von primärer Bedeutung und kein symbolischer oberflächlicher Akt (zB Mark.16,16). Auch wird bei uns die Kleinkindstaufe vollzogen, im Gegensatz zu anderen Konfessionen. Diese wird schon im neuen Testament mehrmals bezeugt, wo sich ganze Familien taufen ließen (zB hl.Lydia Apostel. 16,15 ), auch wenn es später aus verschiedenen Gründen auch Erwachsenentaufen gab. Die ersten geschichtlichen Zeugnisse der Kindertaufe finden sich von Tertillianus im 2en Jahrh..
Vor der Taufe findet der Exorzismus statt, es wird das Credo gesprochen, das Wasser wird geheiligt, der Täufling wird mit geheiligten Öl eingeölt(es symbolisiert den Kampf gegen den Satan wie sich früher die Gladiatoren einölten), und nach dem Eintauchen mit Myron gesalbt, dass nur im Patriarchat von Konstantinopel an einem bestimmten Tag im Jahr mit einer bestimmten Zusammensetzung und Gebeten gefertigt wird! Was von alledem wird im Papsttum gehalten? Nichts.

Wir bezeugen im Credo die EINE TAUFE, und die findet in der Orthodoxen Kirche statt, die auch gleichzeitig die katholische ist, auch wenn der Name missbraucht wird, und ihn nun das Papsttum trägt. Aber auch das wurde von Ökumenisten verdreht, und man sagt, man darf nicht noch einmal taufen, da schon gestauft ist! Welch eine Irrvorstellung! Also das Gegenteil der Aussage des Credo!
Der hl. Cyrianos bezeugt: die “Taufe“ der Häretiker ist ungültig, wie alles was von ihnen getätigt wird. Und Alexej, Du schuldest mir noch Informationen über den hl Optatus, den ich nirgendwo als Heiligen finden kann. Ich habe wirklich gesucht...Selbst wenn, sein Wort steht gegen (fast) die ganze Kirche. Sehr charakteristisch ist auch die Aussage des heiligen Firmilianus wegen des damaligen Taufstreits, wo der Papst Roms die Häretiker nicht wiedertaufte. Er bezichtigt den Papst von Irrsinn und Dreistigkeit getrieben zu sein, und dass er wegen seiner Stellung seines Episkopates meine, Nachfolger Petri zu sein. Stattdessen werfe er Steine(Pertres) in den Weg der Einheit! (Hier sehen wir sehr wichtige Fakten auch für den Primat und seine Berechtigung).
Es fanden deswegen drei Synoden satt, die beide dem Heiligen Cyprian zur Wiedertaufe gegen die Praxis des Papstes in Rom Recht gaben. Im Jahre 254, 255, 256. Quelle wikipedia (wer will hab den Link ist zu lang für hier). Es gab jedoch auch eine Entscheidung kat’ Oikonomia für diejenigen, die schon so aufgenommen wurden, so akzeptiert zu werden.Der Papst war wutentbrannt, brach die Kommunion mit dem Heiligen ab. Noch eine Betsätigung des Irrsinns des Primates und vor allem der Unfehlbarkeit!
In den Apostolischen Kanons lesen wir: Bischöfe, oder Presbyter, die die Taufe oder die heilige Kommunion der Häretiker akzeptieren, sollen entweiht werden. (Pedalion s.51). Es gibt sehr viele Regeln der apostolischen Kanons, die die Häresien als Feind der Wahrheit beschreiben und jeden exkommunizieren, der auch nur mir Häretikern betet oder ihre Sakramente als gültig akzeptiert.
In der Heiligen Schrift lesen wir: Tit. 3,10:Wenn du einen Häretiker einmal und ein zweites Mal ermahnt hast, so meide ihn. Und Gal.1,8: Aber so auch wir oder ein Engel vom Himmel euch würde Evangelium predigen anders, denn das wir euch gepredigt haben, der sei verflucht! Da steht nichts von Schwesternkichen und all diesen blasphemischen heutigen Schleimereien. Die Wahrheit heilt, man kann niemanden zwingen.
Wenn wir jetzt die Heiligen Väter und die Heiligen studieren, treffen wir immer auf Stellungnahmen gegen die Häresie. Es ist nicht banal zu sagen, es gibt sehr viele Stellen, weil es tausende sind! Man kann nur Beispiele geben. Ein Orthodoxer weiß, dass das ganze geistliche Leben mit dieser Lehre verknüpft ist. Auch die oftmals blutigen Versuche die Orthodoxen zu bekehren sind bekannt.
Beispiele der Heiligen: der hl. Ignatius:Gehet fern von den Häresien, denn sie sind Auswüchse des Teufels.
Hl. Epiphanius:Wendet euch weg von allen Häresien wie von Bestien, die tödliches Gift speien.
Hl. Theodor Studit: Diejenigen, die kirchliche Kommunion mit Häretikern haben, zählen nicht zu den Gäubigen!
Ich glaube, auf die häretischen dogmatischen und strukturellen Falschlehren des Papsttums brauchen wir hier nicht zum x-ten Mal einzugehen, sie sind wohlbekannt.
"Liebet ihr Mich, so werdet ihr Meine Gebote halten", Jo 14,15

rafaella
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Re: Anerkennung von Taufen / 2. Auflage

Beitrag von rafaella » 25.06.2011, 11:45

Zum Ökumenismus

Es gibt in Wahrheit kein Grund zu einer Einigung oder Dialog mit dem Papsttum. Die Christen sind vereint, die Kirche ist Eine. Wer die Wahrheit kennenlernen will, ist herzlich eingeladen. Es ist die Orthodoxe Kirche, die seit Christus kein Komma änderte.
Um trotzdem zu verstehen, warum der Dialog fortfährt und blasphemische Aussagen wie diese der gültigen Sakramente getätigt werden, muss man in der Wunde kratzen, und das tut einigen weh. Nun, es gibt die Häresie des Ökumenismus (dasselbe wie ökumene denn ökumene kann es nur unter Orthodoxen geben Philoxenia ist ein anderes Wort und heißt gastfreundschaft – wir können sie ja gern auf einen Kaffee einladen!). Unsere Kirche als Dogma als Kirchenleben und Erleben und Heiligung ist perfekt, die Menschen sind es oft nicht. Es ist bekannt und durch Dokumente bewiesen, dass einige der Hierarchen, darunter jener, der wie durch einen Putsch ohne Synode den neuen Kalender in Griechenland einführte , Ökumenisten und Freimaurer sind. Metaksakis war ein Freimaurer 33en Grades. Athinagoras, der die Anathemas als Einzelmensch einfach “abschaffte” war auch Freimaurer. Die Freimaurer streben die Eine Weltreligion an, wie auch die Eine Weltregierung (wir erleben es ja gerade). Viele Hierarchen der Kirche haben über dieses Problem der Freimaurer in der Kirche schon öffentlich gesprochen.

Quelle impantokratotos:

Es mag seltsam klingen, doch es ist eine Tatsache, daß der heutige Ökumenismus die ‘ökumenische Natur‘ unserer Kirche bedroht, da er immer mehr in kompromittierende und synkretistische Taktiken verfällt, die den grundlegenden Prinzipien unseres orthodoxen Glaubens widersprechen. Wir dürfen nicht vergessen, daß der richtige Glaube die erste und wichtigste Voraussetzung für die Rettung der Menschheit ist gemäß der göttlich inspirierten Erklärung: „Wer gerettet werden möchte, ist an erster Stelle verpflichtet, den katholischen Glauben zu bewahren; wenn er diesen Glauben nicht sicher und unversehrt bewahrt, ohne zu schwanken, wird er auf ewig verlorengehen" (Glaubensbekenntnis des hl. Athanasios von Alexandria).

Diese Proklamation war in der Geschichte der Kirche ohne Beispiel, denn zum ersten Mal charakterisierte ein offizieller orthodoxer Text alle heterodoxen Gemeinschaften des Westens als „Kirchen", als „Teil des Hauswesens Christi und Miterben sind, zu demselben Leib gehören und an derselben Verheißung in Christus Jesus teilhaben (Eph 3,6). Auf diese Weise wurde die orthodoxe Ekklesiologie gestürzt und verworfen. Um hier auf den Verweis auf frühere Epochen zu verzichten, genügt es zu erwähnen, daß erst wenige Jahre zuvor (1895) dasselbe Patriachat in einer seiner Enzykliken den Römischen Katholizismus als außerhalb der Kirche bezeichnete, denn er habe häretische Lehren und Erneuerungen eingeführt. So rief er ferner die westlichen Christen dazu auf, zu der Einen Kirche zurückzukehren, das heißt, zur Orthodoxie.
Die Proklamation von 1920 jedoch, die als Prototyp den internationalen ‘Staatenbund‘ hatte, schlug die Gründung eines Verbandes und einer Bruderschaft zwischen den Kirchen vor mit den primären Zielen: a) einer erneuten Überprüfung der dogmatischen Unterschiede auf besänftigende Art und Weise; b) das Annehmen eines einheitlichen Kalenders (dessen partielle Verwirklichungen leider die interorthodoxe Kalenderspaltung mit sich brachte); und c) die Einberufung panchristlicher Konferenzen.
In bezug auf die ökumenischen Vorschläge des Zweiten Vatikanischen Konzils war die orthodoxe Antwort - mit dem ökumenischen Patriarchen Athenagoras als wichtigstem Wortführer - positiv. Der Patriarch traf Papst Paul VI. in Jerusalem (1964), führte mit ihm zusammen die gegenseitige Aufhebung der Anathemata von 1054 durch und rief auf zum „Dialog der Liebe" - und auf diese Weise unterstützte er die Ziele des Zweiten Vatikanischen Konzils.
Ökumenistische Theologie:
In demselben Geist ist die Idee der „Universellen sichtbaren Kirche" zu finden. Das bedeutet, eine Kirche, die ‘unsichtbar‘ existiert und aus allen Christen besteht, welche durch verschiedene wechselseitige Anstrengungen zur Vereinigung in ihrer sichtbaren Dimension erscheinen wird.
Diese Ansichten wurden geformt und beeinflußt durch die protestantische „Theorie der Zweige" („branch theory"), nach der die Kirche ein „Baum" ist, wobei alle christlichen Konfessionen dessen „Zweige" bilden und jede von ihnen nur einen Teil der Wahrheit enthält.
Wir sollten noch die Theorie der „zwei Lungenflügel" hinzufügen, die zwischen orthodoxen Ökumenisten und Papisten entwickelt wurde. Gemäß dieser Theorie sind die Orthodoxie und der römische Katholizismus zwei Lungenflügel, mit denen die Kirche atmet. Damit die Kirche wieder richtig zu atmen beginnt, müssen die beiden Lungenflügel ihre Atmung synchronisieren.
Schließlich gehört zu den Methoden, die der Ökumenismus für die Wiederannäherung der Christen verwendet, noch der ‘dogmatische Minimalismus‘. Das ist ein Versuch, die Dogmen hinunter auf das Allernötigste zu reduzieren, auf das pure Minimum, um über die Unterschiede zwischen den Konfessionen hinwegzuspringen. Das Resultat jedoch besteht darin, die Dogmen zu übersehen und ihre Bedeutung herabzuwürdigen und zu bagatellisieren. „Mögen sich die Christen vereinigen", sagen sie, „und die Theologen werden die Dogmen später diskutieren"! Mit der Methode des dogmatischen Minimalismus mag es in der Tat recht einfach sein, daß sich die Christen vereinigen. Doch können solche ‘Christen‘ orthodox sein, das heißt, wirklichen Christen?
Der orthodoxen Ekklesiologie gemäß sind Kirche und Orthodoxie identisch. Die Kirche ist zweifellos orthodox, und die Orthodoxie ist die Eine, Heilige, Katholische und Apostolische Kirche, der Leib Christi. Da Christus Einer ist, ist auch die Kirche eine. Deshalb ist Spaltung in der Kirche nicht vorstellbar. Es kann nur eine Trennung von der Kirche geben. Das heißt, in bestimmten historischen Augenblicken schneiden sich die Häretiker und die Schismatiker von der Kirche ab und somit hören sie auf, Mitglieder der Kirche zu sein.
Dies erklärt, warum die Heiligen Väter bis aufs Blut kämpften, um den Glauben der Kirche zu schützen, genauso auch ihre Sorge um die Wortwahl - unter der Erleuchtung des Heiligen Geistes - der ‘Vertragsbedingungen‘ der Ökumenischen Konzile. Diese ‘Vertragsbedingungen‘ sind nichts anderes als die ‘Kontrollpunkte‘, die Grenzen der Wahrheit, so daß der Gläubige die Kirche - als Orthodoxie - zu unterscheiden vermag von der Häresie.
Die Heterodoxen trennten sich von der Kirche, indem sie die Fülle der Wahrheit verwarfen. Das ist der Grund, weswegen sie Häretiker sind. Ihnen mangelt es daher an der heiligenden Gnade des Heiligen Geistes. Somit sind ihre ‘Mysterien‘ (Sakramente) nicht gültig. Folglich kann ihnen die Taufe, die sie vornehmen, nicht den Zutritt zur Kirche Christi gewähren.
Der 68. Kanon der Heiligen Apostel stellt fest: „Jene, die von Häretikern getauft oder geweiht wurden, können weder treue Christen noch Kleriker sein." Der hl. Nikodemos der Agiorit fügt hinzu: „Die Taufe aller Häretiker ist nicht gottgemäß und blasphemisch und hat keinerlei Gemeinschaft mit jener der Orthodoxen."
Am Besten liest man den ganzen Artikel er hat sehr viele wichtige Informationen beinhaltet.
http://www.impantokratoros.gr/3C078CC6.de.aspx

Wir sollten besser versuchen, den Menschen die Orthodoxie vorzuleben, zu missionieren, Klöster einzurichten, Geistliche nach Deutschland zu bringen, anstatt einen Pakt mit dem teufel zu schließen... und den Menschen ihre Taufe vorzuenthalten.
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Re: Anerkennung von Taufen / 2. Auflage

Beitrag von Lazzaro » 25.06.2011, 14:26

Liebe Raffaela!
Vieler herzlichen Dank für Deine Bemühungen!
:shock: Whow!
Ich verstehe nur eines nicht:
... Ihnen mangelt es daher an der heiligenden Gnade des Heiligen Geistes.
Bist Du dir sicher, Daß wir Menschen in der Lage sind zu definieren wo Gott ist und wo nicht? Die Frage ist ert einmal ganz generell gemeint.

Was die von mir erwähnte Gemeinde Betrifft, möchte ich nicht so ohne weiteres in der Öffentlichkeit etwas sagen, es geht auch um die Privatsphäre Dritter. Sonst hätte ich Namen genannt!
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Re: Anerkennung von Taufen / 2. Auflage

Beitrag von Priester Alexej » 25.06.2011, 18:52

Liebe Rafaella,

hier ist ein umfangreicher Artikel über den Hl. Optat, auf Russisch: http://www.bogoslov.ru/text/768242.html Er ist uns zwar wenig bekannt, dennoch war er ein bedeutender Hierarch und Heiliger seiner Zeit. Nun, ich habe dir diese Informationen "geschuldet", wie du geschrieben hast. Ich habe in diesem Beitrag von mir - viewtopic.php?p=26295#p26295 - 18 Fragezeichen gezählt. Du schuldest mir also eine Antwort auf 18 Fragen.

Sei so lieb, lass auch mich nicht ohne Antwort sitzen. Und es wäre schön, wenn deine Antworten etwas weniger oberflächlich, bzw, wie du es nennst, weniger "weit ausgeholt" wären.

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Re: Anerkennung von Taufen / 2. Auflage

Beitrag von Priester Alexej » 25.06.2011, 19:10

danadoina hat geschrieben: Lieber Alexey,

meinst du ernsthaft man müsse dem Papst helfen um zum richtigen glauben zurückzukehren ? Er ist doch bestausgebildeter theologe...die kardinäle um ihn rum genauso, die kennen die orthodoxe lehre besser als manch orthodoxer, stellst du dir ernsthaft vor dass man ihm /ihnen nur noch besser die orthodoxe lehre erklären muss damit er möglicherweise wie
joseph so trefflich geschrieben hat:
Oder wird etwa der Papst, ex-cathedra, unfehlbar erklaeren, dass das Dogma seiner Unfehlbarkeit fehlbar war? Not likely!
...

:confused:
Lieber Daniela,

warum nicht? Würde der Papst (die Kardinäle, evangelischen Bischöfe und Theologen etc.) die Orthodoxie so gut kennen, wäre er doch schon lengst Orthodox?! Oder denkst du, alle diese Menschen führen einen bewussten Kireg gegen Gott?

Aber, wenn du der Meinung bist, dass es "eben nicht dieser rationaler weg der einen menschen zur konversion führt", dann hat die theologische Bildung des Papstes doch garnichts mit seiner Umkehr zutun... Saulus hatte keine demütige Suche. Wie viele Christen wurden durch seine Verfolgung hingerichtet? Und doch hat Gott ihn bekehrt. Es gibt nur wenige suchende Menschen. Die meisten "wissen es besser" - Katholiken, Protestanten, Muslime, Atheisten. Sollen wir sie nicht mehr Missionieren und auf die warten, die anfagen zu suchen? Da hat Christus in seinen letzten Worten aber etwas anderes gesagt. "Alle Nationen", die man bekehren und Taufen soll, waren damals alle Heiden, die es besser wussten.

Wenn es nicht dieser rationale Weg ist, wozu dann diese breitgefächerte Diskussion überhaupt? Dass wenn diese jemand liest und nicht auf rationalem weg bekehrt wird, glaube ich kaum...
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Re: Anerkennung von Taufen / 2. Auflage

Beitrag von Elias » 25.06.2011, 19:36

Alexej hat geschrieben:Liebe Rafaella,

hier ist ein umfangreicher Artikel über den Hl. Optat, auf Russisch: http://www.bogoslov.ru/text/768242.html Er ist uns zwar wenig bekannt, dennoch war er ein bedeutender Hierarch und Heiliger seiner Zeit. Nun, ich habe dir diese Informationen "geschuldet", wie du geschrieben hast. Ich habe in diesem Beitrag von mir - viewtopic.php?p=26295#p26295 - 18 Fragezeichen gezählt. Du schuldest mir also eine Antwort auf 18 Fragen.

Sei so lieb, lass auch mich nicht ohne Antwort sitzen. Und es wäre schön, wenn deine Antworten etwas weniger oberflächlich, bzw, wie du es nennst, weniger "weit ausgeholt" wären.

Alexej
Lieber Alexej,

wer ist dieser hl. Optat, von dem wir garnix wissen und du seine Argumente gegen die bekannten Heiligen benutzt?

Ich habe eben eine Datei gefunden (Auf Deutsch)

http://vizantolog.ru/wp-content/uploads ... yzanz1.pdf

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Re: Anerkennung von Taufen / 2. Auflage

Beitrag von Elias » 25.06.2011, 19:57

Ich finde auch, das einige von hier von Ökumenistischen Gedanken befallen sind und diejenigen vor dem Kopf stoßen die an ihrem Glauben festhalten und bewahren wollen, wie es schon hunderte Heilige gemacht haben (Ohne sich mit ihnen zu vergleichen) Alexej, es waren Kirchenväter die die Katholische Taufe, weil sie im 14. Jahrhundert verändert wurde, als für Ungültig erklärten. Die Römer waren Anfangs auch garnicht mit den anderen Häretikern zu vergleichen aber nachdem sovieles in dieser zwischenzeit passiert ist, kommst du mit den Argumenten eines heiligen, von dem wir eigentlich noch nie etwas gehört haben, warte ich schau mal eben im Synaxarion....JA, da steht er auch nicht! Scheint wohl so unbedeutend zu sein für die Orthodoxie das er nicht einmal im gemeinsamen Heiligenkalender steht! Naja, wie dem auch sei, diese Kirchenväter haben diese Lateinische Taufe für Ungültig erklärt und nur Kat`oikonomia zugelassen. Die richtige Antwort auf deine Frage musst du für dich selber herausfinden. Ich war schon so oft dabei, bei denen Konvertiten zur Orthodoxie gestoßen sind und das war bisher immer durch die Taufe. Das ist die Realität der Kirche. So etwas das was du beschreibst habe ich noch nier erlebt!

LG

Ilia

Nassos
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Re: Anerkennung von Taufen / 2. Auflage

Beitrag von Nassos » 25.06.2011, 20:33

Wenn ich noch eines anmerken darf, weil ich Optat auch nicht kenne: muss etwas, das jemand sagt, nicht erst durch die Kirche als orthodoxe Lehre anerkannt werden? Es ist eher das nachzuweisen, als die Aussage eines Heiligen.
Man denke an den Hl. Augustin!

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