Studientag zum Sakramentsverst?ndnis

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Sebastian
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Studientag zum Sakramentsverständnis

Beitragvon Sebastian » 21.08.2006, 18:43

"Das Sakramentsverständnis der Urkirche und die
Position der christlichen Kirchen im 21. Jahrhundert"

lautete das Thema einer Studientagung am 12. und 13.
Mai in Wien. Die Neuapostolische Kirche hatte dazu Theologen
verschiedener Konfessionen eingeladen. Die Apostel Rudolf
Kainz (Österreich) und Volker Kühnle (Süddeutschland) sowie
die Vertreter der syrisch-orthodoxen, altkatholischen,
römisch-katholischen, evangelischen und evangelisch-method.
Kirche stellten dabei folgende gemeinsamen Positionen fest:
Den Begriff "Sakrament" nach heutigem Verständnis gab es in
der Urkirche nicht; erst im Laufe der jeweils eigenen Kirchen-
geschichte ergaben sich die heute bekannten Glaubenssätze.
Taufe und Abendmahl (Eucharistie) werden weitgehend als
Grundsakramente verstanden. Einige Kirchen kennen darüber
hinaus weitere Sakramente, die im Kern alle das Heilswirken
Gottes an den Menschen zum Mittelpunkt haben.


gefunden in der neuapostolischen Zeitschrift: "Unsere Familie"
66. Jahrgang, Nummer 16, 20. August 2006

Den Frieden des Auferstandenem euch allen!

Was haltet ihr von diesem kurzen Artikel? Sind Studientage die zukünftige Ebene der Dialogführung? Was ist positiv, was sollte man anhand dieses Berichtes eher skeptisch sehen? Fazit?

Ich werde mich auch noch die Tage hierzu äussern, möchte aber unvoreingenommen eure Statements mir durchlesen.

Gruss
Sebastian

Ehre sei Dir oh Herr

Beitragvon Ehre sei Dir oh Herr » 21.08.2006, 20:02

Hallo Sebastian,

auf dieser folgenden Seite steht das Verständnis, dem ich mich anschließe.
http://www.orthodoxinfo.de/Die%20Saeule.htm#Sakrament
Dort steht - zumindest die Sakramente betreffend - alles notwendige drin, denke ich.

Über die syrisch orthodoxe Kirche weiß ich nichts, aber ich kann von Konfessionen, die irgendwann einmal von der wahren Lehre abgewichen sind, nicht erwarten, dass sie sich nach orthodoxem Verständnis äußern...
In wieweit die syrischen Brüder und Schwestern überhaupt Gehör fanden ist nicht zu lesen.

Ein weiser Mensch sagte einmal sinngemäß:
Wenn sich jemand verläuft, was ist das Klügste, was er tun könnte?
Er kehrt an den Punkt zurück, wo er begann sich zu verlaufen!
Man könnte nun das Jahr 1054 nennen, als endgültigen Punkt diesbezüglich und die Gedankengänge fortsetzen....

Es wäre sicher einen Gedanken wert, Theologen der RKK mit Theologen der OK zusammenzubringen, sozusagen. Sie vielleicht die Orthodoxe Sichtweise kennenlernen zu lassen... ohne irgendwelche großen Debatten, nur das Zuhören... und aufnehmen der Informationen.
Wenn sie sich eine Weile damit befasst haben, würde mich ihre Meinung interessieren.

So lange man von ev. Christen als Fleischfresser und Schlimmeres beschimpft wird, der Hl. Eucharistie wegen, halte ich es für wenig sinnvoll mit ihnen darüber zu reden. Man kann sicher nicht alle über einen Kamm scheren, aber das Ergebnis des Studientages läuft ja auch auf 2 Sakramente hinaus, da muß ich mich nicht wundern...
Wenn ich dieses mit den Aussagen oben stehender Seite vergleiche, na sieh selbst.

Sicher, steht es mir nicht zu zu urteilen, aber meine Gedanken lassen nur diesem Schluß zu...

herzliche Grüße

René

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Sebastian
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Beitragvon Sebastian » 23.08.2006, 18:45

Lieber René,

vielleicht sollte ich meinen Beitrag mit negativer Kritik beginnen:

a)
Hast du Recht, viel neues gab es nicht.

b)
Ist der Bericht so kurz, dass man es eher als eine Randnotiz wahrgenommen haben mag.

das habe ich nicht verstanden, was die Zeitschrift meiner Herkunftskirche schrieb:
Einige Kirchen kennen darüber
hinaus weitere Sakramente, die im Kern alle das Heilswirken
Gottes an den Menschen zum Mittelpunkt haben.
Anerkennung aller Sakramente? Etwas verwirrend.

nun zum positiven:

Auch wenn nachher genauso schlau bin wie vorher, finde ich es durchaus positiv, dass man sich zusammensetzt. Wie soll denn der ökumenische Dialog sonst in Gange kommen? Durch noch mehr unnütze öku. Gottesdienste? Und die syrisch orthodoxe Kirche gehört zu den altkirchlichen Patriacharte (auch Patriachart Antiochia genannt). Aber das steht auch in Walters Liste.

Jedenfalls finde ich gut, dass man sich beschnuppert. Das diese Einladung von der NAK ausging überrascht mich, wo sie über Jahrzehnte ein Gegner jeglicher ökumenischen Bemühungen war. René frag doch mal einen Katholiken, einen Protestanten, einen Neuapostolen, ja frag doch mal unterschiedliche Theologen, was diese über die OK wissen. Da kommt meist nur eine große Leere. Wie soll denn die OK in Bemühungen mit anderen "Konfessionen" kommen, wenn sie keiner kennt?
So lange man von ev. Christen als Fleischfresser und Schlimmeres beschimpft wird, der Hl. Eucharistie wegen, halte ich es für wenig sinnvoll mit ihnen darüber zu reden.
Das habe ich von evangelischen Christen noch nie gehört! Mag sein, dass einige freikirchlichen Sektierer dies behaupten, aber von den großen Ev. Kirchen soetwas zu hören, kann ich mir nicht denken. Hast du die Quelle?

Gruss
Sebastian

Ehre sei Dir oh Herr

Beitragvon Ehre sei Dir oh Herr » 23.08.2006, 22:15

Lieber Sebastian,

natürlich, ich gebe Dir recht. Wenn man nicht miteinander redet, kann man sich nicht kennenlernen. Generell ist das nun mal so. :wink:

Nun, mit den Bemerkungen habe ich das in verschiedenen ev. Foren erlebt.
In einem war es ein sich bekennender Freikirchler, in dem anderen hat man sich nur als ev. Christ zu erkennen gegeben. Nun ist solch eine Kommunikationsplattform ja relativ ungeschützt und man kann von sich behaupten, was man will, ohne das es stimmem muß... aber die Äußerungen passen und wiederholen sich...
In einem ev.Forum wurden 2 der Streithähne gesperrt, da die Bemerkungen sehr unter die Gürtellinie gingen und sehr respektlos waren...

Selbstverständlich kann man nicht alle über einen Kamm scheren, aber man hat eben ein gänzlich anderes Verständnis der ganzen Materie...

Momentan interessiert mich die Vereinigung der ROK des MP und der ROKA wesentlich mehr. Innerhalb der Orthodoxie gibt es auch genug zu besprechen. Aber das ist meine rein persönliche Meinung.

Ich habe auch röm.kath. und ev. Freunde, so gesehen bin ich ja nicht weltfremd :wink: und im täglichen Miteinander stößt man auch niemanden vor den Kopf... egal welcher Konfession er angehört, oder nicht...

herzliche Grüße
René

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Beitragvon Sebastian » 24.08.2006, 08:50

Hallo René,

ich habe die Erfahrung gemacht, dass besonders Freikirchler, die von ihrer "Sache" so überzeugt sind, oft dazu neigen beleidigend zu werden. Auf der der anderen Seite habe ich mit sog. Freikirchlern sehr tiefgehende Glaubensgespräche geführt. Diese waren nie beleidigend. Im Kreuzgangforum habe ich gelesen, dass einige meinten die Mutter Gottes als Dämonin zu bezeichnen und ihre Ehre (die ihr zeifelslos gebührt und die sie ja selbst durch Gott erhielt, da sie den Sohn Gottes gebären durfte) beschmutzen. Nun mit solchen sollte man sich lieber erst gar nicht an einen Tisch setzen -finde ich. Denen, die gesprächsbereit sind sollte man die Hand reichen. Auch das protestantische Freikirchlertum ist vielschichtiger, als wir manchmal annehmen.

Auch mich interessiert die Wiedervereinigung zwischen ROK und der Kirche im Ausland, allerdings denke ich das dies schon lang überfällig war

Ehre sei Dir oh Herr

Beitragvon Ehre sei Dir oh Herr » 24.08.2006, 11:39

Hallo René,
Auch mich interessiert die Wiedervereinigung zwischen ROK und der Kirche im Ausland, allerdings denke ich das dies schon lang überfällig war
Hallo Sebastian,

das sehe ich generell auch so, allerdings ist dieses auch ein Prozess und Differenzen müssen auch besprochen werden. Das kann dauern.
Ich hatte vorher auch eine etwas andere Meinung, aber in dem letzten Boten hat die ROKA viel dazu geschrieben, auch an Selbstkritik nicht gespart.
Schicke doch einfach ein Fax dorthin und lasse Dir die letzte Ausgabe, die nur das Thema der Wiedervereinigung hat, schicken.
In der Zeitung hinten steht dann die Bankverbindung, dann kannst Du eine kleine Spende für die Zeitung überweisen, was Du für richtig hältst sozusagen. Seit ich die Ausgabe gelesen habe, bin ich der Ansicht gelangt, nicht mehr darauf verzichten zu wollen. Ich habe sie mir bestellt, auch wenn ich dem Moskauer Patriarchat angehöre.
Schließlich sind es doch meine Brüder und Schwestern im Herrn und auch Kritik kann sehr fruchtbar sein.

Ebenso interessant finde ich den Schmalen Pfad, der Orthodoxe Textquellen und Zeugnisse in deutscher Übersetzung veröffentlicht.
Diesen werde ich mir auch noch bestellen, da kann ich so manches Buch in die Ecke stellen dafür. Auch die alten Ausgaben will ich mir holen. Im ersten Band (wenn ich jetzt nichts verwechsele) gibt es z.B. einen Krankenkanon, den ich für wichtig halte. Aber das ist ja nicht alles...
war nur ein Beispiel.

Nun muß ich los zum Dienst.

Dir noch einen gesegneten Tag.

herzlichst René

Milo
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Beitragvon Milo » 04.09.2006, 13:36

Grüß Gott, Sebastian!

Ich wollte nur berichtigen das bei der erwähnten Studientagung kein Vertreter der OK dabei war! Die syr-orth Kirche nennt sich zwar so, ist aber nicht orthodox geblieben.
Fazit: Eine orthodoxe Meinung wurde in dieser Tagung nicht vorgetragen. Schade.

Milo


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