Neues aus dem Moskauer Patriarchat

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Lazzaro
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Re: Neues aus dem Moskauer Patriarchat

Beitragvon Lazzaro » 09.11.2016, 22:24

Es ist etwas Offtopic aber auf dem kanonischen Gebiet des moskauer Patriarchates:
Radio Vatican schreibt:
Ist das Neue Testament ein „extremistischer“ Text? Darüber muss am 16. November ein Gericht in Vyborg bei St. Petersburg befinden. Der Zoll dort hat importierte Bibelausgaben der evangelischen Missionsgesellschaft „Gideons“ beschlagnahmt und Gutachten über mögliche extremistische Inhalte verlangt, bevor er die Ladung freigibt. Außer dem Neuen Testament stehen auch die Psalmen auf dem Prüfstand des Gerichts.

Der Zoll wirft „Gideons“ vor, nicht die erforderlichen Papiere über einen nicht-extremistischen Inhalt der Ausgaben vorgelegt zu haben. Der Anwalt des Verbands weist hingegen darauf hin, dass mehrere Heilige Schriften, darunter die Bibel und auch der Koran, seit einer Gesetzesänderung im letzten Jahr als nicht-extremistisch einzustufen seien. (asianews 09.11.2016 sk)
http://de.radiovaticana.va/news/2016/11 ... ch/1271058


Natürlich geht es den Behörden darum, ausländisch-protestantische Gemeinschaften zu schikanieren.
Aber ich muß doch kräftig lachen und frage mich:" Hat Orthodoxie etwas mit der Bibel zu tun?"
Was passiert eigentlich, wenn ich beim nächsten Ruslandbesuch nur mein Kirchenslavisches NT mitnehme. Wird das dann beschlagnahmt, weil kein Zöllner den Text lesen kann? :lol:
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Re: Neues aus dem Moskauer Patriarchat

Beitragvon Priester Alexej » 10.11.2016, 09:26

Nun, die Orthodoxie und die Kirche haben mit dem Zoll-Amt nichts zu tun.

Ich denke, es geht dem Zoll nicht darum, ob in der Bibel extrimistische Inhalte drin sind, denn es gibt tatsächlich ein Gesetz in Russland, was verbietet, Bibel, Koran und andere ähnliche Schirften auf Extrimismus zu prüfen. Dem Zoll wird es darum gehen, ob in dem konkreten Buch, was eingeführt wird, wirklich die Bibel ist, oder etwas anderes. Ein Beispiel aus meinem Studentenleben - bei den Prüfungen im Fach Altes Testament durften die Studenten die Bibel verwenden. Nun hat man aber die Bibeln prepariert und bestimmte Seiten mit dem Konspekt der Vorlesungen ersetzt.

Wobei - ich tue mich mit solchen Berichten immer schwierig. Worum es dem Zoll wirklich ging und was die Ursache für die Prüfung ist, kann man dem Bericht nicht wirklich entmehmen.
Apostolischer Kanon 39 (32): Priester und Diakonen sollen ohne Wissen und Willen des Bischofs Nichts thun: denn dieser ist's, welchem das Volk des Herrn anvertraut worden, und von welchem Rechenschaft über ihre Seelen gefordert werden wird.

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Re: Neues aus dem Moskauer Patriarchat

Beitragvon Igor » 19.11.2016, 12:58

Am 24.11.2016 wir es im "Russischen Zentrum für Wissenschaft und Kultur" eine Präsentation der deutschen Übersetzung des Buchs von Patriarch Kyrill "Freiheit und Verantwortung" mit Metropolit Hilarion geben.

Beginn: 17:00 Uhr

Adresse: Russisches Zentrum für Wissenschaft und Kultur, Friedrichstraße 176-179, 10117 Berlin

Quelle: http://www.rokmp.de/prezentatsiya-knigi ... m-yazyike/
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Als der Höchste hernieder fuhr, verwirrte Er die Sprachen, zerteilte Er die Völker, nun, da Er Feuerzungen ausgeteilt, ruft Er alle zur Einheit: Einmütig preisen wir deshalb den Heiligen Geist. (Pfingstkondakion im 8. Ton)

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Re: Neues aus dem Moskauer Patriarchat

Beitragvon Igor » 07.01.2017, 20:27

Weihnachtsbotschaft S.Em. des Erzbischofs Feofan von Berlin und Deutschland


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Hochwürdige Väter, liebe Brüder und Schwestern!

Herzlich gratuliere ich uns allen zum strahlenden Fest der Geburt unseres Herrn, Gottes und Erlösers im Fleische. „Das Wort ist glaubwürdig und wert, dass man es beherzige: Jesus Christus ist in die Welt gekommen, um die Sünder zu retten“ (1 Tim 1,15), schreibt der Apostel Paulus und erinnert an das Ziel der Herabkunft des Sohnes Gottes in die Welt. Das Wesen der Erlösung für uns besteht ja in der Theosis, in der geistlichen Annäherung an Gott als dem Quell alles Guten: „Himmel und Erde sind heute bei der Geburt Christ vereint,. An diesem Tag ist Gott auf die Erde gekommen, und der Mensch ist zum Himmel gegangen“, so beschreibt das Geheimnis der Geburt einer der Gesänge aus der Geburtsvesper.

Dieser geheimnisvolle Gedanke eines der strahlendsten und freudigsten Tage des Kirchenjahres darf nicht im Trubel der vorweihnachtlichen Vorbereitung und in der Feier des Festes selbst verloren gehen. Bei allem äußeren Glanz, bei der Freude und dem Jubel ist es sehr wichtig, nicht die Gabe zu vergessen, die der Heiland der Welt auf die Erde gebracht hat – und wir müssen uns bemühen, dieser Gabe würdig zu sein. So wie Christus durch die Großtat seines Lebens die Menschheit von Sünde und Tod gerettet hat, ist es unsere Aufgabe, unermüdlich am Werke unseres persönlichen Heils zu arbeiten, das heißt, den geistlichen Mut zu bewahren, uns nicht den Versuchungen hinzugeben und sogar, wenn wir auf dem Weg der Nachfolge Christ stolpern und fallen, nicht zu verzweifeln, sondern uns wieder zu erheben und weiter gehen.

In Erinnerung an die Gaben der Magier, Gold, Weihrauch und Myrrhe, die sie dem geborenen Gotteskind gebracht haben, ist es üblich, sich gegenseitig zum Geburtsfest Geschenke zu machen. Dabei aber soll man, wenn man dieser Tradition folgt, verstehen, dass jede Gabe von Herzen kommen soll und als ein Ausdruck unserer Liebe zu den Nächsten dient.

Christus hat sich uns selbst ganz ohne Vorbehalt hingegeben. So lasst uns versuchen, an diesem Tag auch aktiv den Menschen zu dienen durch materielle Hilfe, dadurch, dass wir unsere Zeit und Kräfte opfern, dass wir zuhören, mitfühlen und trösten. Ein solches Verhalten ist die beste Gegengabe für unseren Erlöser, der gesagt hat: „Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser meiner geringen Brüder getan habt, das habt ihr mit getan!“ (Mt 25,40)

Noch einmal beglückwünsche ich alle von ganzer Seele zur Geburt Christi und zum Neuen Jahr 2017. Bitten wir den Herrn, dass er uns im kommenden Jahr ein friedliches und ungestörtes Leben schenke, damit wir in demütiger Zusammenarbeit mit dem Allguten Schöpfer in aller Frömmigkeit und Reinheit das Werk unserer Erlösung vollenden. Amen!

http://www.rok-krefeld.de/de/index.php/ ... eutschland
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