Neues aus dem Patriarchat von Konstantinopel

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Anastasis+
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Neues aus dem Patriarchat von Konstantinopel

Beitragvon Anastasis+ » 11.04.2009, 06:45

Staikos hofft auf positiven "Obama-Effekt" für Kirchen in der Türkei

Wiener orthodoxer Metropolit im "Kathpress"-Gespräch über die Situation der christlichen Minderheit in der Türkei und mögliche Entwicklungen nach dem Zusammentreffen des US-Präsidenten mit Patriarch Bartholomaios I.
10.04.2009

Wien (KAP) Der Besuch von US-Präsident Barack Obama in der Türkei und sein Zusammentreffen mit Patriarch Bartholomaios I. am 7. April dürfte positive Auswirkungen auf die Situation der christlichen Minderheit im Land haben. Diese vorsichtig optimistische Einschätzung äußerte der Wiener orthodoxe Metropolit Michael Staikos am Freitag im Gespräch mit "Kathpress".


Staikos, der derzeit auch als ständiges Mitglied dem Heiligen Synod im Phanar angehört, ist zuversichtlich, dass sich demnächst bezüglich des Priesterseminars und der Theologischen Hochschule des Patriarchats von Konstantinopel auf der Prinzeninsel Chalki etwas bewegen werde. Diese Einrichtung hatte der türkische Staat vor 38 Jahren geschlossen. Eine Wiedereröffnung wurde bisher stets abgelehnt. Seither kann das Patriarchat keine Priester mehr ausbilden. Das Seminar und die Hochschule müssten rasch wieder eröffnet werden und Studenten des Patriarchats aus allen Ländern offenstehen, so Staikos. "Es gibt Anzeichen", so Staikos, "dass sich hier bei den zuständigen Behörden etwas tut. Wir hoffen auf eine baldige Öffnung".


Präsident Obama hatte dieses Problem bei seinem Türkei-Besuch direkt angesprochen und vor dem Parlament in Ankara die Wiedereröffnung von Seminar und Hochschule gefordert. "Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit führen zu einer starken Zivilgesellschaft, die den Staat nur stärken kann", sagte er in seiner Rede: "Deshalb würden Schritte wie die Wiedereröffnung des Chalki-Seminars ein wichtiges Signal in der Türkei und darüber hinaus sein".


Problem fehlender Rechtspersönlichkeit


Der Metropolit ging im "Kathpress"-Gespräch auch auf weitere zentrale Probleme ein, mit denen das Ökumenische Patriarchat zu kämpfen hat. Das Patriarchat müsse endlich den Status einer Rechtspersönlichkeit erhalten wie auch das Recht auf Immobilienbesitz und Besitzerwerb. Es gehe auch nicht an, dass nur ein türkischer Staatsbürger zum Patriarchen gewählt werden dürfe, wie dies die derzeitige Rechtslage vorsieht. Staikos: "Alle Bischöfe des Ökumenischen Patriarchats sollen wählbar sein und der neue Patriarch soll dann die türkische Staatsbürgerschaft bekommen".


Staikos unterstrich, dass grundlegende Probleme wie die fehlende Rechtspersönlichkeit nicht nur das Ökumenische Patriarchat, sondern alle Kirchen in der Türkei betreffen. Die Kirchen versuchten deshalb auch, nach außen hin mit einer Stimme zu sprechen und koordiniert vorzugehen. Internationale Unterstützung sei dabei sehr wichtig. Dass Papst Benedikt XVI. die Forderungen der Kirchen insgesamt und des Ökumenischen Patriarchats im besonderen unterstützt, werde im Patriarchat sehr positiv wahrgenommen. Staikos verwies in diesem Zusammenhang auf den Besuch des Papstes im November 2006 in Konstantinopel bei Patriarch Bartholomaios I. Der Besuch habe diese Verbundenheit deutlich zum Ausdruck gebracht.


Wie Metropolit Staikos weiters sagte, handle es sich bei den von den Kirchen eingeforderten Rechten um elementare Menschenrechte, und es gehe nicht an, "dass ein Staat, der in die EU will, einige seiner Bürger wie Bürger zweiter Klasse behandelt".


Patriarch Bartholomaios I. habe stets die EU-Bestrebungen der Türkei unterstützt, erinnerte Staikos. Die Voraussetzung sei, dass die elementaren Menschenrechte aller Bürger gewahrt werden. Bislang hätten sich mit den EU-Bestrebungen der Türkei für die Kirchen jedenfalls noch keine substanziellen Verbesserungen ergeben.


Von einem "Zeichen der Verbundenheit" zwischen der österreichischen Bundesregierung und dem Ökumenischen Patriarchat sprach Metropolit Staikos im Zusammenhang mit dem Besuch von Außenminister Michael Spindelegger bei Bartholomaios I. Der Patriarch hatte Spindelegger ebenfalls am 7. April empfangen. Auch bei diesem Gespräch sei es um die Situation des Ökumenischen Patriarchats in der Türkei und die Frage der EU-Integration der Türkei gegangen. Außenminister Spindelegger habe dem Patriarchen jede mögliche Unterstützung von Seiten Österreichs zugesagt, so Staikos.


Hier gibt es noch 3 O-Ton-Links:
http://www.kathweb.at/site/database_det ... A25389%3A1
http://www.kathweb.at/site/database_det ... A25389%3A2
http://www.kathweb.at/site/database_det ... A25389%3A3

Quelle: kathweb.at
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Anastasis+
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Beitragvon Anastasis+ » 28.05.2009, 14:25

Seine Seligkeit der Erzbischof von Bukarest, Mitropolit von Mountenia und Dobrutsa, Patriarch Rumäniens, sowie Topotirit des Thrones von Kaisaria und Kappadokia, Daniel, stattet derzeit dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel einen siebentägigen Friedensbesuch ab.

Heute, zur Himmelfahrt Christi, fand im in der heiligen Patriarchalskirche des Hl. Georgs im Phanari (Stadtteil Konstantinopels) eine glanzvolle Göttliche Liturgie statt, die Seine Allheiligkeit, der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel gemeinsam mit Seiner Seeligkeit dem Patriarchen von Rumänien feierten.

Die große sowie sehr langjährige Verbundenheit der beiden Kirchen hoben beide Kirchenvorsteher in ihren Ansprachen hervor (hier auf Griechisch zu lesen: http://www.romfea.gr/index.php?option=com_content&task=view&id=2520&Itemid=1)



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Quelle Fotos: www.romfea.gr
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Beitragvon Elias » 28.05.2009, 16:02

Weiß einer, warum der Rumänische Patriarch ganz in Weiß ist? Danke wenn darauf einer Antworten kann :)

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Beitragvon Sinaitis » 28.05.2009, 21:33

Lieber Ilija,
willst Du das wirklich genau wissen? Besser wir suchen nicht nach den Spuren, die die Lateiner in der rumänischen Kirche hinterlassen haben oder wieviel kopiert worden ist.

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Beitragvon Anastasis+ » 05.06.2009, 13:47

Bartholomaios I. mahnt umfassende Schöpfungsverantwortung ein

Botschaft des Ökumenischen Patriarchen zum Weltumwelttag
05.06.2009


Istanbul (KAP) Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. hat in seiner Botschaft zum Weltumwelttag (5. Juni) alle Menschen aufgerufen, sich für die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen. Die Sorge um die Umwelt dürfe keine romantische Idee einiger weniger sein, sie gehe alle an. Bartholomaios I. spricht von einer "ökologischen Krise" und hebt besonders den Klimawandel hervor, den er als "größte Gefahr für jede Lebensform auf dieser Welt" bezeichnet.


Der Schutz der Schöpfung liege sowohl in der Verantwortung jedes Einzelnen wie auch der Gesellschaft als ganzer, so der Patriarch. Er mahnt die politisch Verantwortlichen, entsprechende Maßnahmen zum Schutz der Umwelt zu setzen. Zugleich fordert Bartholomaios I. auch im persönlichen Leben und als "aktiver Bürger" mehr Achtsamkeit für die Bewahrung der Schöpfung.


Wegen seines Engagements für die Erhaltung der Schöpfung wird Bartholomaios I. oft als "grüner Patriarch" bezeichnet. So organisierte er u.a. "schwimmende Symposien" für das Schwarze Meer, die Ägäis, die Donau, die Adria, die Ostsee und den Amazonas, um das Bewusstsein für dringende ökologische Fragen zu schärfen und Impulse für ein weltweites Engagement für die Bewahrung der Schöpfung zu geben.


Quelle: www.kathweb.at


Hier noch ein Link zum ganzen Text (griechisch): http://www.ecclesia.gr/greeknews/default.asp?id=4035
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Beitragvon Anastasis+ » 18.06.2009, 15:31

News 18. 06. 2009

Ökumenisches Patriarchat: Sorge um Zukunft
Das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel sieht wegen der fortdauernden Schließung seines Priesterseminars seine Existenz bedroht.

"Wenn wir heute einen neuen Patriarchen wählen müssten, wären wir dazu nicht mehr in der Lage", sagte der Sprecher des Patriarchats, Dositheos Anagnostopoulos, der türkischen Zeitung "Star". Er bestätigte diese Aussage am Donnerstag der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA in Istanbul. In der gesamten Kirche gebe es nur noch 15 Geistliche, die für das Patriarchenamt in Frage kämen; davon seien elf bereits über 70 Jahre alt; "die Existenz der Kirche ist in Gefahr".

Seminar seit 1971 geschlossen

Nach türkischen Vorschriften darf das Patriarchenamt nur von einem türkischen Staatsbürger bekleidet werden, der zudem in Istanbul leben muss. Weil die Hochschule und das Priesterseminar des Patriarchats seit 1971 geschlossen sind, kann seither kein geistlicher Nachwuchs mehr ausgebildet werden. Für die 55 noch offenen orthodoxen Kirchen in Istanbul gebe es nur 27 Priester, sagte Anagnostopoulos. Dazu zählten mehrere Geistliche aus Griechenland und Westeuropa, die ohne Arbeitserlaubnis in Istanbul tätig seien.

Forderung: Wiedereröffnung

Die türkischen Behörden hatten die Hochschule auf der Insel Chalki im Marmara-Meer 1971 im Zuge eines Verbotes privater Hochschulen in der Türkei geschlossen. Während private Universitäten wieder erlaubt und verbreitet sind, galt dies bisher nicht für Chalki. Eine Wiedereröffnung des Seminars zählt zu den Forderungen der Europäischen Union an die Türkei.


Quelle: religion.orf.at
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Loukia
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Beitragvon Loukia » 18.06.2009, 19:25

Lasst uns beten!
Ἡ χάρις τοῦ Κυρίου Ἰησοῦ Χριστοῦ μεθ' ὑμῶν. 1. Korinther 16,23

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Beitragvon Anastasis+ » 29.06.2009, 13:04

Türkei: Wiedereröffnung der orthodoxen Hochschule von Chalki?
utl: Aussagen von Kulturminister Gunay - Die 1844 eröffnete
Hochschule war weltweit eine der wichtigsten orthodoxen
theologischen Institutionen
Ankara, 29.06.2009 (KAP) Das orthodoxe Priesterseminar und die
Theologische Hochschule auf der Marmara-Insel Chalki soll doch
wiedereröffnet werden. Dies erklärte der türkische Kulturminister
Ertugrul Gunay in einem Interview mit der Tageszeitung "Milliyet".
Seminar und Fakultät wurden 1971 auf Anordnung der türkischen
Behörden geschlossen (als alle privaten Hochschulen im Land
schließen mussten). Weder die - offensichtlich schaumgebremsten -
Pressionen mehrerer US-Präsidenten noch die klaren Aussagen der
EU-Unterhändler vermochten bisher eine Haltungsänderung in Ankara
herbeizuführen. Chalki ist nicht nur für den Fortbestand des
Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel von ausschlaggebender
Bedeutung, es war zugleich eine der wichtigsten theologischen
akademischen Institutionen der Weltorthodoxie.

Gunay sagte im "Milliyet"-Interview, er sei "persönlich überzeugt",
dass Seminar und Hochschule auf Chalki wiedereröffnet werden. Das
sei auch die Meinung der entscheidenden Politiker. Die Einrichtung
auf Chalki passe zwar nicht in das türkische Universitätssystem,
aber man werde eine "entsprechende Formel" finden. Es gebe keine
politischen Probleme mehr.

Auf der Insel im Marmara-Meer war spätestens im 9. Jahrhundert
(unter Patriarch Photios I.) ein Dreifaltigkeitskloster gegründet
worden. Die weitere Geschichte des Klosters ist unklar. Als mit dem
"Hatt-i-Sharif" 1839 die Reformperiode ("Tanzimat") des Osmanischen
Reiches einsetzte, wurde Chalki "wiederentdeckt". Nach dem
"Hatt-i-Sharif" setzte eine große Aufbauperiode aller christlichen
Kirchen im Osmanischen Reich ein. Der Ökumenische Patriarch Germanos
IV. besuchte 1842 die Insel und erreichte sofort einen "Firman" des
Sultans zur Gründung eines Seminars und einer Theologischen
Hochschule. Bereits am 1. Oktober 1844 wurde die neue orthodoxe
theologische Bildungsanstalt eröffnet. In den folgenden Jahrzehnten
erlangte Chalki weltweite Bedeutung.

Nach dem katastrophalen Erdbeben von 1894 (das nur die Seminarkirche
überstand) brachte ein prominenter konstantinopolitanischer
Industrieller, der am Sultanshof ein und aus ging (Pavlos Skilitis
Stefanovic), die notwendigen Mittel für den Wiederaufbau auf. Auf
Grund des Artikels 40 des Friedensvertrags von Lausanne überstand
Chalki nach den dramatischen Zeiten des Ersten Weltkriegs auch das
Ende der Sultansherrschaft und den Beginn der kemalistischen
Republik.

Seit 1971 herrscht auf Chalki ein merkwürdiger Zustand. In den
ersten Jahren konnten noch jene Jugendlichen ihre
Mittelschulausbildung beenden, die im "Lise", dem Knabenseminar als
Äquivalent der Mittelschule, eingeschrieben waren. Seither wird das
Gebäude und Gelände zwar in Ordnung gehalten, aber es gibt keine
Schüler oder Studenten mehr. Auf Grund der türkischen Gesetze
erscheint jede Woche die "theoretische" türkische Vizedirektorin des
de facto nicht mehr existierenden "Lise" auf der Insel, um ihr
Gehalt irgendwie zu rechtfertigen.

Nach 1971 entwickelten sich im Hinblick auf Chalki noch andere
Merkwürdigkeiten. So setzte der türkische Generalstab die Insel bis
2004 auf die Liste der "gefährdeten Orte", weil die einst
griechischen Bewohner der Insel zu Beginn der zwanziger Jahre Gegner
des kemalistischen "Unabhängigkeitskrieges" gewesen seien. 2004
musste selbst der Vertreter des Generalstabs lächeln, als die Frage
der "Gefährlichkeit" von Chalki für die "Sicherheit" der türkischen
Grenzen zur Sprache kam.

Nach wie vor von höchster Bedeutung ist die Bibliothek von Chalki.
Viele der Handschriften der Bibliothek reichen in die Zeit des
Heiligen Photios und der Komnenen-Dynastie zurück, in Westeuropa
gibt es nichts Vergleichbares. Der eigentliche Gründer dieser
einmaligen Bibliothek war - lange vor dem Entstehen von Seminar und
Hochschule - Patriarch Mitrophanes III. (1565-1572 und 1579-1580).
Patriarch Germanos IV. errichtete 1852/53 ein zweistöckiges
Bibliotheksgebäude, das bis zum Erdbeben von 1894 in Betrieb war.
Anschließend übersiedelte die kostbare Bibliothek mehrfach innerhalb
des Geländes von Chalki. Mit Hilfe einer Stiftung eines
konstantinopolitanischen Geschäftsmanns konnte die Bibliothek in den
letzten Jahren auf den neuesten technischen Stand gebracht werden.

(ende)
nnnn

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***


Es wäre kaum zu glauben, wenn die Hochschule von Chalki wiedereröffnet werden würde!
Ich bitte um euer Gebet dafür!
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Beitragvon Anastasis+ » 06.07.2009, 04:22

Hier sind einige Fotos von der gestrigen Göttlichen Liturgie in Konstantinopel, welche gemeinsam von Seiner Allheiligkeit Patriarch Bartholomaios von Konstantinopel und Seiner Heiligkeit Patriach Kyrill von Moskau gefeiert wurde:

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Fotoquelle: www.romfea.gr
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Beitragvon Mops » 06.07.2009, 15:06

dankeschön, für die Bilder, Bruder!

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Beitragvon Anastasis+ » 06.07.2009, 15:35

Rene hat geschrieben:dankeschön, für die Bilder, Bruder!


Gerne, lieber Rene!
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Nassos
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Beitragvon Nassos » 06.07.2009, 20:49

Danke schön auch von mir, für die ganze Arbeit und Info, die Du hier zur Verfügung stellst.

Keep on the good work!

En Christo,
Nassos

Metanoia
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Beitragvon Metanoia » 06.07.2009, 23:23

Herzlichen Dank, Anastasis! Die Bilder strahlen eine große Heiligkeit und Würde aus.

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Beitragvon Anastasis+ » 07.07.2009, 06:51

"Brüderlicher Neubeginn" zwischen Moskau und Konstantinopel

Patriarch Kyrill I. stattete dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. seinen Antrittsbesuch ab
06.07.2009

Istanbul (KAP) Der neue russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. hofft auf einen "brüderlichen Neubeginn" in den Beziehungen zwischen den Patriarchaten von Konstantinopel und von Moskau. Dies betonte er am Sonntag bei seinem Antrittsbesuch im Phanar in Konstantinopel. Wie es dem orthodoxen Usus entspricht, galt die erste Auslandsreise des seit 1. Februar amtierenden neuen russisch-orthodoxen Kirchenoberhaupts dem Ökumenischen Patriarchen. "Wir sind Glieder einer einzigen geeinten orthodoxen Kirche", sagte der russische Patriarch laut einem Bericht der türkischen Nachrichtenagentur "Anadolu Ajansi" (AA), als er im Phanar eintraf. Bartholomaios I. sprach seinerseits von Beziehungen der "Liebe und Brüderlichkeit". Nach Angaben eines Sprechers des Ökumenischen Patriarchats standen auch die Konflikte um die Zuordnung der orthodoxen Landeskirchen in postsowjetischen Republiken wie Estland und Ukraine auf der Tagesordnung.


In seiner von Respekt geprägten Grußansprache an Bartholomaios I. unterstrich Kyrill I., dass die Erinnerung an die Verdienste des Patriarchats von Konstantinopel um die Verbreitung des Christentums in Russland auch heute sehr lebendig sei. Ohne direkt die Spannungen zwischen Konstantinopel und Moskau unter seinem Amtsvorgänger Aleksij II. anzusprechen, betonte Kyrill I. die eigenständige Rolle seiner Kirche auf Grund ihrer Geschichte des Leidens und der Verfolgung während der kommunistischen Sowjetherrschaft. Von den Erfahrungen aus dieser Zeit des Martyriums, so der Moskauer Patriarch, könne die ganze orthodoxe Gemeinschaft profitieren - "in der modernen Welt, die dabei ist, ihre spirituellen und moralischen Richtlinien zu verlieren". Auf dem Hintergrund der Verfolgung habe die russische Kirche in theologischer Perspektive Themen wie menschliche Freiheit, Menschenrechte, Verhältnis von Kirche und Gesellschaft bearbeitet, die von entscheidender Bedeutung für die ganze Christenheit seien.


Die russische Orthodoxie unterstütze, so Kyrill I. weiter, ausdrücklich den Appell des Ökumenischen Patriarchen an die orthodoxen Kirchen in allen Ländern, ihre Identität zu bewahren und als einige Kirche zu handeln. Diese Vision des Ökumenischen Patriarchen "entspricht unserer tiefsten Überzeugung", sagte der Moskauer Patriarch. Die Einheit der orthodoxen Kirche manifestiere sich in der Gemeinschaft ihrer Mitgliedskirchen. Dabei dürften jedoch die "besonderen Beziehungen" zwischen den Kirchen von Konstantinopel und Moskau "niemals vergessen" werden, betonte Kyrill I. Von Konstantinopel aus habe Russland über Kiew, die "Mutter der russischen Städte", den Glauben empfangen. Auf dieser Grundlage "können wir vieles tun, die uns von Gott aufgetragene kirchliche Einheit zu stärken", so der Patriarch.


Höhepunkt des Besuches von Kyrill I. war am Sonntag eine gemeinsame Festliturgie mit Bartholomaios I. in der Georgskathedrale im Phanar. Am Sonntagabend fand ein Konzert des Moskauer Sretenskij-Chores in Anwesenheit der beiden Patriarchen in der heute als Konzertsaal verwendeten Irenenkirche beim Topkapi-Palast statt.


Quelle: http://www.kathweb.at
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Beitragvon Anastasis+ » 07.07.2009, 12:10

07. Juli 2009, 10:18
Eine neue Brüderlichkeit zwischen Moskau und Konstantinopel

Das Ehrenoberhaupt der Orthodoxie, der Ökumenische Patriarch Bartholomaios, traf mit dem Oberhaupt der größten orthodoxen Landeskirche Patriarch Kirill von Moskau in Istanbul am zusammen - Von P. Sebastian Hacker

Istanbul (kath.net/univie)

Das Ehrenoberhaupt der Orthodoxie, der Ökumenische Patriarch Bartholomaios, traf mit dem Oberhaupt der größten orthodoxen Landeskirche Patriarch Kirill von Moskau in Istanbul am 4. Juli zusammen. Das offene Zugehen aufeinander ist bemerkenswert, war es doch in den letzten Jahren immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den Patriarchaten von Konstantinopel und Moskau gekommen: betreffend der Kirche in Estland, in der Ukraine und der Diasporaseelsorge.

Der Phanar liegt in Istanbul, in einer rein muslimischen Umgebung. Das griechische Wort "Φανάρι" (Fanári) bedeutet "Leuchter". Heute ist er Sitz des Ökumenischen Patriarchen, des Ehrenoberhauptes der Orthodoxie. Seine Position ist nicht mit der Position des römischen Papstes vergleichbar, sondern hat durch das in der Orthodoxie besonders betonte Prinzip der Synodalität vermittelnden Charakter.

Patriarch Kirill ist in seiner Funktion als Oberhaupt der Russischen Orthodoxen Kirche das erste Mal in Konstantinopel, der "Mutterkirche" (Patr. Bartholomaios) der Russischen Kirche. Er wird von einer Delegation seiner engsten Mitarbeiter begleitet, darunter der Leiter des Außenamtes Erzbischof Ilarion von Volokolamsk und Bischof Sergij von Solnečnogorsk, Leiter des adminstrativen Sekretariats des Patriarchats. Es ist auch sein erster Besuch in einer der orthodoxen Landeskirchen.

Patriarch Bartholomaios ging in seiner Begrüßung im Thronsaal des Patriarchats von Konstantinopel auf die langjährige Bekanntschaft mit Patriarch Kirill noch vor seiner Wahl zum Patriarchen von Moskau und dessen wiederholten Besuchen im Phanar, auf dessen Fähigkeiten in der Lösung schwieriger Fragen und theologische Kompetenz ein. Er erinnerte daran, dass genau vor 420 Jahren Patriarch Jeremias II von Konstantinopel den Hl. Iov, den Moskauer Metropoliten, in den Rang des Patriarchen erhob. Damit war die autokephale orthodoxe Landeskirche in Russland offiziell anerkannt worden. Er sprach die Krise der modernen Welt an: den geistlichen, moralischen und finanziellen Aspekt. Obwohl der militante Atheismus verschwunden sei, blühe der praktische Atheismus der Selbstgenügsamkeit. In der Welt von heute seien vielfach Gewalt, Missbrauch und Abhängigkeiten gegenwärtig. Statt überzeugend gemeinsam aufzutreten, stünden die Christen durch Spaltungen gegeneinander. Das betreffe nicht nur die Christenheit als Ganze, sondern auch die Beziehungen innerhalb der Orthodoxie. Er unterstrich in diesem Prozess der Einigung die Bedeutung der laufenden Vorbereitungen für ein gesamtorthodoxes Konzil.
Patriarch Kirill erinnerte in seiner Antwort an die gemeinsame Geschichte, die Taufe der hl. Olga, der Großmutter des russischen Fürsten Vladimir, die Gesandten ihres Enkels, die voller Begeisterung über die Liturgie in Konstantinopel nach Kiev zurückgekehrt waren. Er unterstütze die Auffordung von Patriarch Bartholomaios beim Treffen der Oberhäupter Landeskirchen in Konstantinopel 2008, sich der Einheit der Kirche bewusst zu werden und als Eine Kirche zu handeln. Er betonte die freundschaftliche Beziehung, die er zu Patriarch Bartholomaios unterhält, und die positive Wendung in den Beziehungen zwischen den Patriarchaten.

Patriarch Kirill nahm an einer Führung durch die Hagia Sophia teil, die bis zum Bau des Petersdoms die größte Kirche der Christenheit war und seit 1935 Museum des türkischen Staates ist.

Die Verhandlungen zwischen den Patriarchen Kirill und Bartholomaios verliefen laut Pressedienst des Moskauer Patriarchats in konstruktiver Atmosphäre. Dabei wurden einerseits die intensivierten Vorbereitungen für das Panorhodoxe Konzil bestätigt, so wie es im Oktober 2008 von den Oberhäuptern der Landeskirchen beschlossen worden war. Das Gespräch zwischen den Patriarchen Kirill und Bartholomaios behandelte auch die Frage der Seelsorge unter den 2 Millionen russischen Touristen und Pilger, die im Sommer die Türkei besuchen, und den Zehntausenden von russischsprachigen Gläubigen, die ihren ständigen Wohnsitz in der Türkei haben. Die Seelsorge betreffe besonders die religionsverschiedenen Ehen und müsse gemeinsam bewältigt werden, da sich die erwähnten Gläubigen russischen Ursprungs auf dem kanonischen Territorium des Patriarchats von Konstantinopel befinden.

In der St.-Georgskathedrale feierten die Patriarchen Bartholomaios und Kirill gemeinsam und in Konzelebration von Bischöfen der beiden Patriarchate die Sonntagsliturgie. In diesem Gottesdienst weihte Patriarch Bartholomaios einen Absolventen der St. Petersburger Geistlichen Akademie zum Priester. Patriarch Bartholomaios maß in seiner Predigt dem Besuch von Patriarch Kirill symbolische und ekklesiologische Bedeutung zu, da die gemeinsame Feier der Göttlichen Liturgie "der höchste Ausdruck unserer Einheit ist". Patriarch Kirill erinnerte in seiner Ansprache an den geistigen Reichtum, den die Russische Kirche im Mönchtum, in der Kunst, Musik und im Schrifttum von der Kirche Konstantinopels übernommen hatte.

Am 6. Juli weihte Patriarch Kirill die nach der bolschewistischen Revolution zweckentfremdete, nun aber renovierte Kapelle der Hll. Konstantin und Helena in der Sommerresidenz des Generalkonsuls der Russischen Föderation in der Nähe von Istanbul ein. In der Kapelle beteten mit dem russischen Patriarchen auch Patriarch Bartholomaios und Metropolit Staikos von Austria, ein Zeichen des brüderlichen Miteinanders der Landeskirchen, wie die Patriarchen betonten, zur Bewahrung und Weitergabe des Glaubens an die nächsten Generationen.


Quelle: http://www.kath.net
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