Neues aus dem Patriarchat von Mzcheta und Tbilisi

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Elias
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Neues aus dem Patriarchat von Mzcheta und Tbilisi

Beitragvon Elias » 28.07.2011, 13:15

Moskauer Patriarch betont territoriale Einheit Georgiens
28. Juli 2011
Patriarch Kyrill I. erkennt Vorrangstellung der georgischen orthodoxen Kirche in abtrünnigen Gebieten Südossetien und Abchasien an

Kiew, (KAP) Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. hat nach georgischen Medienberichten eine Vorrangstellung der georgischen orthodoxen Kirche in den abtrünnigen Gebieten Südossetien und Abchasien anerkannt. Der Moskauer Kirchenführer äußerte sich dementsprechend bei einem Treffen mit seinem georgischen Amtskollegen Patriarch Ilia II. am Dienstagabend in der ukrainischen Hauptstadt Kiew.
Kyrill I. stellt sich damit gegen die Position der russischen Regierung, die Abchasien und Südossetien nach dem Fünf-Tage-Krieg im August 2008 als unabhängige Staaten anerkannt hatte. "Es gibt Schwierigkeiten in den Beziehungen zwischen Russland und Georgien, aber es gibt keine prinzipiellen Schwierigkeiten zwischen den orthodoxen Kirchen unserer Länder", sagte der Moskauer Patriarch. Als eine Art "geistiges Zugpferd" müssten die Kirchen helfen, politische Differenzen zu überwinden.

Zu Unstimmigkeiten war es in jüngster Zeit vor allem in Abchasien gekommen. Dort lehnt es die Mehrheit der Geistlichen ab, sich der georgisch-orthodoxen Kirche unterzuordnen; viele Priesterweihen nimmt die russisch-orthodoxe Kirche vor. Seit Mitte Mai bemüht sich eine Gruppe junger Kleriker um die Anerkennung einer eigenen abchasischen Metropolie. Dies löste heftige Kontroversen innerhalb der abchasischen Elite aus; sowohl die georgische als auch die russisch-orthodoxe Kirche distanzierten sich von diesem Schritt.
Kyrill I. versprach in Kiew, den Dialog mit der georgischen Kirche in einer offenen Atmosphäre fortzuführen, um weitere spalterischen Tendenzen zu verhindern. Ilia II. bezeichnete die Gespräche als "guten Start", um die religiösen Probleme in den abtrünnigen Regionen zu lösen. Die beiden Patriarchen nehmen in der Ukraine an den Feiern anlässlich der Christianisierung der Kiewer Rus vor 1023 Jahren teil.

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Re: Neues aus dem Patriarchat von Mzcheta und Tbilisi

Beitragvon Antimos » 12.12.2011, 19:15

Dort lehnt es die Mehrheit der Geistlichen ab, sich der georgisch-orthodoxen Kirche unterzuordnen;


VON WO HAST DU DIESE iNFO - das stimmt nicht - Abkhazen sind muslems es sind die Georgier die sich der russische Kirche nicht unterordnen wollen den dort wird deutlich Druck gemacht. Ich weis Bescheid den ich kenne den Mitropolit von Martvili und dem Staret aus Sahino die mit warren in Kiew und ich arbeite in Zugdidi - praktisch an der Abkhazische Grenze.
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Re: Neues aus dem Patriarchat von Mzcheta und Tbilisi

Beitragvon Antimos » 13.12.2011, 07:26

Also mein vorheriger Beitrag wurde von dem Administrator Nassos gelöscht weil ich ein unangemessenes Wort genutzt habe - und er hatte recht, möchte mich auch hierfür entschuldigen!

Nicht desto troz möchte ich aufmerksam machen über folgende Vorkommnisse in unseren Brüderland Georgien:

Abgesehen von der Tatsache das es eins der ersten christianisierten Länder überhaupt ist, von dem Apostel Andreas, ist es ein Land das seit fast 2000 jahre immer noch die Orthodoxe Kirche als ZENTRALES ELEMENT der National identität betrachtet.

Ich persönlich habe mit meine Arbeit den ganzen Osten bereist und nirgendwo ein so tief religiöses Land gesehen und empfunden, es ist so markant das mann es ruhig mit ein von Sharia regiertes Land vergeleichen kann.

Viele Bizantinische Schätze aus der Zeit wo die Araber, Persier, Seldchuken angefangen haben Kappadokein und die gegen von Edessa, Nicäa, Antiochien, Tur al Din zu besetzen haben den weg hier her gefunden.

Die Kloster in den hohen Kaukasus sind berühmt durch die Eremiten hier, Ihr hartes leben und Ihr tief blickendes Wissen.

Nach dem Eintritt des Stalinismus wurden hier tausende Kirchen zerstört - ich habe das selbe erlebt in Rumänien wo Ceausescu sich ausgetobt hatte.

Es blieben hier wenige Heiligtümer die nicht zerstört wurden oder von der Rote Armee in Theater oder Munitions Depot ungewandelt wurden.

Es gibt nur wenig Kopien Kirchen der Haghia Sofia von Konstantinopel - aber eine davon steht in Poti und 2007 wann ich zum ersten mal Georgien besucht habe hatte ich Sie gesehen:

http://www.flickr.com/photos/32874573@N05/5030684947/

Die Russischen truppen haben den ganzen Altar weggesprengt um daraus ein freilicht Theather zu machen.

Ich habe fortan begonnen zu weinen bei diesen Anblick!

Ich kamm zurück nach Georgien um zu arbeiten und hatte immer mehr Kontakt mit den Klostern und Kirchen in den Bergen des Sa Megrelo, Svaneti und Radja.

2008 zu meinem schrecken erlebte ich hier die Invasion und Bombardierung der Stadt duch Russische Truppen.

Berühmt durch der Heiligkeit des Ortes sind die Kloster in Abkhazien Ilori, Neuer Athos, Dranda und andere.

Es ist bekannt das das die Abkhazen muslems sind und in diese Kloster sind auch nach der Invasion die georghischen Möche geblieben die aber von neuangekommenen russische vertrieben werden.

Besonders schlimm folgendes:

Die Ilori Kirche die man sagt das nur hier die schlimmsten Exorcismen möglich sind und die strengsten Gebete gehört werden - praktisch in ganz süd Kaukasus sprechen die mönche mit Ehrführt von diesem Ort.

Hier wurden vor zwei monaten:
- alle Mönche ausgewiesen nach Georgien
- über DEN IKONEN GEMAHLT MIT FARBE
- Die Kuppelausgetauscht:

Liebe Brüder viele von euch sind Prister in meinem Land Deutschland wo wir alle Freiheiten geniessen können die wir nirgendwo genießen können nicht in Georgien, nicht in Rumänien, nicht in Serbien und nicht in Russland.

Wir sollen alle als Orthodoxe Brüder einsetzen und einem dem anderen helfen egal wo auf der Welt - und meistens ist das auch so den erkennt man sich als pravoslavnie hilft man sich - das ist meine Erfahrung.

Wir sollen die Augen bei so etwas nicht schliessen und unsere Mitropoliten und Patriarchen bei allem Respekt darauf hinweisen das solche Verhältnisse nicht möglich sind!

Ich beziehe mich hier auf das einer der gröten Duhovnics aus Rumänien Arsenie Papacioc und Athos Ava Petroniu Tanase - man sollte sterben für Gerechtigkeit!
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Re: Neues aus dem Patriarchat von Mzcheta und Tbilisi

Beitragvon Priester Alexej » 13.12.2011, 10:57

Hallo Antimos,

der geschichtliche Exkurs ist zwar war, jedoch waren es nicht russische, sondern sowjetische Soldaten, die damals Kirchen verunstaltet haben. Die gleichen Zerstörungen und Entweihungen von Kirchen gab es auch in Russland - und zwar in einem weit größeren Maßstab.

Nichtsdestotrotz sind die kürzlichen Ereignisse in Abkhazien und Südossetien traurig. Am schlimsten ist es, wenn wegen politischen Auseinandersetzungen die Gläubigen und die Kirche leiden. Das erleben wir zur Zeit sowohl in Südossetien, wie auch in der Ukraine. Die Bildung von schismatischen Gruppen motiviert durch einen nationalen oder politischen Konflikt.

Es steht wohl außer Frage, dass weder die russische Regierung ihrer Armee den Befehlt erteilt hat, georgische Denkmäler zu zerstören, noch die russische Kirche angeordnet hat, Ikonen mit Farbe zu übermahlen. Wer auch immer das gemacht hat, muss dafür zur Verantwortung gezogen werden.

D. Alexej
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Re: Neues aus dem Patriarchat von Mzcheta und Tbilisi

Beitragvon stefan1800 » 13.12.2011, 11:07

Hallo Antimos,

da jeder von uns weiß, daß die Abchasen Muslime sind, bezog sich die Meldung, man wolle sich nicht der georgischen Kirche unterordnen, auf Südossetien. Patriarch Kyrill ist aber, siehe der Beitrag oben, das Einvernehmen mit dem georgischen Patriarchen Illia II. sehr wichtig, weshalb er eine etwas andere Überzeugung als der Kreml vertritt.

Die Sache mit der Vertreibung der Mönche aus Abchasien war mir hingegen neu.

LG, Stefan

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Re: Neues aus dem Patriarchat von Mzcheta und Tbilisi

Beitragvon Elias » 13.12.2011, 13:09

stefan1800 hat geschrieben:Hallo Antimos,

da jeder von uns weiß, daß die Abchasen Muslime sind, bezog sich die Meldung, man wolle sich nicht der georgischen Kirche unterordnen, auf Südossetien. Patriarch Kyrill ist aber, siehe der Beitrag oben, das Einvernehmen mit dem georgischen Patriarchen Illia II. sehr wichtig, weshalb er eine etwas andere Überzeugung als der Kreml vertritt.

Die Sache mit der Vertreibung der Mönche aus Abchasien war mir hingegen neu.

LG, Stefan

Hallo Freunde,
nicht alle Absuren (Die richtige Bezeichnung für diese Menschen dort den Abchazen wurden alle Bewohner dort genannt) sind Muslime. Einige von denen sind auch Orthodoxe Christen. In Abchazien gibt es seit 2008 eine unkanonische Metrolpoie, (Christodoulos hat hier ein Video reinbgestellt) die nach Annerkennung vor allem der Russischen Kirche sucht. Richtig ist das Russische Kleriker die freigewordenen Plätze nach der Vertreibung der Georgischen Kleriker eingenommen haben. Der Moskauer Patriarch war auch nicht ganz soch eindeutig den bei einem Besuch des georgischen Patriarchen Ilia II. (Im Januar glaube ich) wurde sein ganzer Titel nicht genannt. Ilia II. ist seit dem Rausschmiss des Rechtmäßigen Metropoliten Abchaziens auch desen Titelinhaber und dieser wurde einfach nicht genannt! Ilia II. hat den Titel durch einen Beschluss der Synode angenommen damit dieser Titel durch die Politischen Wirren nicht verloren gehen. Die Übermalung der Kirchen u.s.w geschah wärend der Sowjetzeit aber der Rausschmiss der georgischen Mönche geschah gerade erst. Rausgeschmissen wurden sie übrigens durch Russische Mönche. Ich verstehe die Russische Politik (Auch Kirchenpolitik) auch nicht, wenn Sie eine Annäherung der Georgier an die Russen wollen das Sie eine so dermaßen Imperiale Politik fahren das die Menschen dort einfach keine Lust mehr auf die Russen haben. Zum Glück ist es nicht die Mehrheit. Was Nationalismus alles Anrichten kann wird hier ganz besonders Sichtbar. Ich finde Nationalismus gehört nicht in die Kirche, wird aber leider oft Vermischt, übrigens nicht nur innerhalb der Russischen Kirche. Nicht das ein Flascher Verdacht aufkommt. Dieses können wir leider auch in andere orthodoxe Kirchen finden. (Auch georgische...)

LG


Ilias

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Re: Neues aus dem Patriarchat von Mzcheta und Tbilisi

Beitragvon holzi » 13.12.2011, 13:17

Das ist halt die dunkle Seite der Organisation in Nationalkirchen. Da ist man halt erst Russisch-, Georgisch-, Serbisch- oder was weiß ich und erst dann -Orthodox.
Das Christentum nimmt den Menschen, wie er ist, und macht ihn zu dem, was er sein soll. (Adolph Kolping 1813-1865)

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Re: Neues aus dem Patriarchat von Mzcheta und Tbilisi

Beitragvon Elias » 13.12.2011, 13:30

holzi hat geschrieben:Das ist halt die dunkle Seite der Organisation in Nationalkirchen. Da ist man halt erst Russisch-, Georgisch-, Serbisch- oder was weiß ich und erst dann -Orthodox.


Ich würde dir da gerne wiedersprechen lieber Holzi aber leider ist das sehr oft so! Die Organisation in Nationalkirchen empfinde ich als eine nicht so gute Entwicklung aber wir müssen diese aus der Zeit der Geschichte betrachten. Vor allem als die Völker sich anschickten sich von den Osmanen zu befreien, da wurden halt Nationalstaaten gebildet und das Volk war eben sehr Eng mit der Kirche verbunden. Nur ist es so, das jetzt alle Völker ihre eigene Autokephale Kirche haben möchte (Siehe Ukraine, Makedonien u.s.w). Jetzt sogar die Absuren und meinen eine alte angebliche Tradition anzunehmen uns sagen jetzt das die Georgische Kirche die damals Autokephale Kirche Abchaziens geschluckt hat oder erobert hat. Es hat aber nie eine Autokephale Kirche Abchaziens gegeben. Das Zarenreich hat damals im 19. Jahrhundert oder auch ende des 18. Jahrhundert langsam aber siche eine Georgisches Fürstentum nach dem anderen übernommen und darunter gehörte auch die Georgische Metropoli Abchazien (Übrigens wohnten in diesem Gebiet noch keine Absuren (Die sich jetzt fälschlicherweise Abchazen nennen :) )

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Re: Neues aus dem Patriarchat von Mzcheta und Tbilisi

Beitragvon Antimos » 13.12.2011, 14:12

Hallo zusammen,

die Bemahlung der Ilori Kirche hat gerade stagefunden zum zweiten mal. Bin dabei ein Video zu besorgen von dem Austausch der Kupel und der Bemahlung.

Es wird überall angegriffen in Ilori, Dranda, Pitzunda und Gagra - das muss gestoppt werden!

Es schmerzt in meine Seele wenn ich sehe dieses braves, glaubisches und krigerisches Volk leiden - 15 Jhare Krieg haben über 1.000 000 Vertriebene und getötete produziert.

Das muss aufhören - mindestens den Glauben sollte man Ihnen lassen!

Ich bin mir 100% sicher das kein russischer orthodoxer das gut heist was gerade passiert,

den Ria Novositi, RTR Planeta und HTB bestimmt nischts davon berichtet - es ist alte KGB Schule, und ich bin mir wiederum sicher das dies der FSB ist der gerade wieder in Russland durch Herrn Putin stark gemacht wird.

Um die Seele eines Landes zu zerstören musst du seine Identität zerstören und dies versucht man gerade.

In Sukhumi, Gagra und Ptzunda finden gerade milionen Investitionen statt von dem ehemaligen Bürgermeister Moskaus statt.

Habe auch große Zweifel das es tatsächlich Russische mönche sind die die Georgier vertreiben - es scheint mehr das es andere dahinter stecken.

Ich will damit sagen das die Zeiten des Schweigens und der Angst vorbei sind und wie Ava Petronie Tanase sagte - es ist unser Pflicht für Gerechtigkeit sich einzusetzen.

Liebe Russische Priester in eure Prädigt und gebete sprecht über diese Vorkommnise in eure Gemeinschaft und sprecht euch dagegen aus den Ihr wisst nur zu Gut wie viele Priester Martyrer aus eurem Volk im Gulag umgekommen sind.

Und wenn hier im Forum auch hohe Prealaten sind aus eure Kirche - sagt eurem Patriarch das die Welt es erfahren hat und ein großen und bitteren Schaden eure traditionsreiche und lehrreiche Kirche davon tragen kann.
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Re: Neues aus dem Patriarchat von Mzcheta und Tbilisi

Beitragvon Badri » 23.01.2012, 20:22

Hallo zusammen,
Als ich die Bilder Im Fernseher sah, wie „meine Kirche“ verunstaltet wurde, blutete mein Herz. In der Kirche des Hl. Georg zu Ilori (11. Jh.) wurde ich als Kind getauft und habe immer noch die Ikone des Heiligen Georg und die wunderschönen Fresken der Kirche in Erinnerung. Georgien hat zwar tausende Kirchen, aber Ilori war für mich etwas ganz besonderes. Mit besonderer Ehrfurcht sprachen meine Eltern über die Ikone des Heiligen Georg zu Ilori.
Die Absichten der russischen Besatzer in Abchasien werden immer deutlicher. Als orthodoxer Christ kann man das Vorgehen der Russen nur als eine Schändung empfinden.
Durch die „Renovierung“ wurde die Außenansicht der Kirche verändert und alle Elemente beraubt, die für georgische Kirchen charakteristisch sind. Die Kirche erhielt plötzlich eine neue Kuppel mit Kreuz, wie sie für die russische Kirchenarchitektur typisch ist, und ihre Fassade wurde gelb angestrichen.
Meines Erachtens ist solch eine Tendenz nicht weniger widerrechtlich als eine permanente Militarisierung von okkupierten Territorien.

LG Badri


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