Zur orthodoxen Situation in Japan nach der Katastrophe

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songul
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Zur orthodoxen Situation in Japan nach der Katastrophe

Beitrag von songul » 16.03.2011, 14:18

Wie sicher einige von euch wissen, gibt es in Japan schon länger eine orthodoxe Kirche.
Klein aber fein und rege.
Leider sind auch einige der Gemeinden im Katastrophengebiet situiert und, an der Küste gelegen, vom Beben und dem Tsunami heimgesucht worden.
Der Erzpriester von Ishinomaki ist verschollen.
Die Kathedrale von Sendai steht noch und soweit der Stand der Nachrichten ist, sind bis auf einen Priester alle vom Klerus wohlauf.
Die Kirchen in den Dörfern und Städten an der Küste aber sind zerstört; es gibt immer noch nur wenige Nachrichten.
Beten wir für das Land Japan und seine Bevölkerung dass ihnen der allmächtige Gott in diesem Leiden beistehe und noch schlimmeres verhindert bleiben möge!
Amen.

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Igor
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Re: Zur orthodoxen Situation in Japan nach der Katastrophe

Beitrag von Igor » 16.03.2011, 21:00

Ein Kurzbericht ist auch auch auf bogoslov.ru zu finden.
Unmittelbar nach der Explosion im Kernkraftwerk kontaktierte „Orthodoxie und die Welt“ (die Internetseite des Journalisten Vater Nicholas Katsuban), den Priester einer russisch-orthodoxen Kirche in Japan.
"Die Orthodoxen Gläubigen Japans bitten um Gebete"

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Als der Höchste hernieder fuhr, verwirrte Er die Sprachen, zerteilte Er die Völker, nun, da Er Feuerzungen ausgeteilt, ruft Er alle zur Einheit: Einmütig preisen wir deshalb den Heiligen Geist. (Pfingstkondakion im 8. Ton)

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Re: Zur orthodoxen Situation in Japan nach der Katastrophe

Beitrag von Igor » 16.03.2011, 22:26

Ich habe folgendes Gebet im Orthodoxen Gebetsbuch gefunden, dass sinngemäß als Fürbitte für das japanische Volk verwendet werden könnte:

Gebet zur Zeit ungesunder Luft und todbringender Seuche, auch bei atomarer Gefahr

Herr, unser Gott, schaue von Deiner heiligen Höhe herab auf das Gebet Deiner sündigen und unwürdigen Diener, die wir durch unsere Verfehlungen Deine Huld und Deine Barmherzigkeit erzürnt haben.

Gehe nicht ins Gericht mit Deinen Knechten, sondern beseitige Deinen furchtbaren Zorn, der mit Recht auf uns gerichtet ist; mildere die vernichtende Drohung, lege Dein schreckliches Schwert ab, das uns unsichtbar vorzeitig schlägt, schone Deine armen, elenden Knechte und verschließe nicht im Tode unsere Seelen, die wir mit zerknirschtem Herzen reumütig und unter Tränen von Dir, dem barmherzigen, wohlwollenden und leicht zu versöhnenden Gott, niederfallen.

Denn an Dir, Du unser Gott, liegt es, Dich unser zu erbarmen und uns zu erretten, und Dir senden wir den Lobpreis empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und allezeit und in alle Ewigkeit.

Amen.
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songul
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Re: Zur orthodoxen Situation in Japan nach der Katastrophe

Beitrag von songul » 17.03.2011, 05:58

Die orthodoxen Gläubigen Japans bitten um Gebete!

In diesen Tagen erlebte Japan das stärkste Erdbeben aller Zeiten. Nach der Explosion in einem Kernkraftwerk, führten die Behörden massive Evakuierungsmaßnahmen in der Umgebung durch. Es soll weit mehr als 1.700 Opfer gegeben haben, mehr als Zehntausend Menschen werden noch vermisst.

Unmittelbar nach der Explosion im Kernkraftwerk kontaktierte „Orthodoxie und die Welt“ (die Internetseite des Journalisten Vater Nicholas Katsuban), den Priester einer russisch-orthodoxen Kirche in Japan.

Wir haben den Gottesdienst nicht unterbrochen

Als das Erdbeben begann, befanden wir uns in der Kirche. Der Gottesdienst hatte gerade begonnen und trotz der starken Nachbeben führten wir den Dienst weiter durch, beteten noch inbrünstiger, obwohl uns bewußt war was geschehen war. Zum ersten Mal wurde unser Land von einer Naturkatastrophe solchen Ausmaßes heimgesucht. Es war nicht möglich das Gleichgewicht zu halten, so sehr wackelte unsere Kirche. Doch es geschah noch weitaus schlimmeres: Laut inoffiziellen Quellen explodierte der Kernreaktor in Fukushima. Die Erschütterungen erfolgten über das Gebiet mehrerer Atomreaktoren, wobei das Dach eines von Ihnen zusammenbrach, der ganze Bau stürzte zusammen und eine Explosion erfolgte.

Der Boden bewegte sich unter den Füßen

Was die Menschen in diesem Tagen durchleiden ist schrecklich. Sendai hat am stärksten gelitten, große Teile der Stadt sind praktisch völlig zerstört. Es gibt zahlreiche Opfer und Verletzte. Tausende Menschen sind obdachlos. Ich selbst bin in Tokio, der Stadt geschah nahezu nichts, aber die Schläge, die gewaltigsten Erschütterungen aller Zeiten, fühlten wir deutlich. Der Boden bewegte sich unter unseren Füßen, dennoch sind die Schäden in der Hauptstadt gering und es sind auch keine menschlichen Verluste zu beklagen.
Der jüngste Tsunami hat die Lage deutlich verschärft. Eine riesige Flutwelle riss viele Menschen mit sich und verursachte erhebliche Schäden. Über einen längeren Zeitraum fiel das Kommunikationsnetz, die Stromversorgung und das Verkehrssystem aus.

Unsere Hauptaufgabe ist es jetzt den notleidenden Menschen zu helfen

Wir versuchen einen engen Kontakt zu unserer Gemeinde und den Vertretern der Hilfskräfte zu halten. Ich habe keine Informationen darüber wieviele unserer Gläubigen verletzt wurden und ob Kirchen zerstört wurden. Unsere Hauptaufgabe besteht nun darin, denjenigen die Hilfe benötigen, zu helfen und eine Massenpanik zu vermeiden. Die Menschen befürchten, dass die Leute in Panik verfallen, jeder sollte zunächst versuchen Einfluß zu nehmen, damit keine Panik oder Hysterie entsteht.
Im Großen und Ganzen versucht man in der Stadt seinem normalen Leben nachzugehen. Es gibt keinerlei Mängel bei der Versorgung mit Lebensmitteln, aber die Autostaus sind enorm. In den Orten, wo sich die Tragödie ereignete, herrscht eine ganz andere Situation. Es gibt Menschen die leiden. Es geht eine Massenevakuierung von Menschen aus den betroffenen Gebieten vor sich, allein von Fukushima werden rund 30.000 Menschen evakuiert.


Das Schrecklichste ist die Explosion im Kernkraftwerk

Wir sind jeden Moment dazu bereit, aktive Hilfe zu leisten, aber alles ist vollkommen unklar. Zunächst müssen wir erkennen, was tatsächlich geschah und welche Schritte nun zu ergreifen sind. Ich denke, dass bald klar sein wird, was zu tun ist und wer am dringensten der Hilfe bedarf. Offen gesagt ist es die Explosion im Kernkraftwerk, welche die größte Gefahr auslöst und eine Evakuierung in einem Umkreis von 20 Kilometern wird sicher nicht ausreichen. Das Problem der Sicherheit des ganzen Landes ist noch ungewiss, und die ersten Tage nach der Explosion wird die Gefahr sicherlich am größten sein.

Haltet das Gebet in Euren Herzen!

Niemand weiß, was als nächstes passieren wird. Eines nur weiß ich, betet mit ganzem Herzen. Ich bitte euch, liebe Brüder und Schwestern, Landsleute, betet für uns Sünder.

Gebete gegen Erdbeben und für das Heil der Leidenden

Betet zum Herrn, betet zu unserer barmherzigen Mutter Theotokos, betet zu allen Heiligen Gottes und den Engeln des Himmels zur Beruhigung der Elemente. Jetzt ist der erste Fastensonntag, des „Triumph der Orthodoxie“, so kann das christlich-orthodoxe Gebet, Triumph im Herzen eines jeden stattfinden und ihr Flehen zu Gottes Thron herauftragen.

Quelle:

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Re: Zur orthodoxen Situation in Japan nach der Katastrophe

Beitrag von Sinaitis » 17.03.2011, 10:20

5 Orthodoxe Kirchen sind zerstört oder beschädigt. Und tatsächlich fehlt ein Priester...

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songul
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Re: Zur orthodoxen Situation in Japan nach der Katastrophe

Beitrag von songul » 20.03.2011, 19:04

Sinaitis hat geschrieben:5 Orthodoxe Kirchen sind zerstört oder beschädigt. Und tatsächlich fehlt ein Priester...
Der Priester und seine Frau sind inzwischen aufgefunden und wohlauf; Gott sei's gelobt!
Bis auf die Gemeinde in der Stadt Kesenuma (die völlig zerstört ist und von der man noch keine Nachrichten hat) hat man von allen Gemeinden Lebenszeichen bekommen und die meisten haben's überstanden.
Die Kathedrale von Sendai ist wie durch ein Wunder kaum in Mitleidenschaft gezogen worden.
Viele Kirchen sind beschädigt und zwei sind ganz zerstört.
Wer spenden möchte:

Payee Account Number  : 00150 - 0- 47756
Payee Name  :  NIHON HARISUTOSU SEIKYOUKAI
Payee Address :  4-1, KandaSurugadai, Chiyoda-ku, Tokyo. 101-0062, JAPAN
Payee Telephone Number :   03-3291-1885
Intermediary Bank : Deutsche Bank AG Frankfurt
Intermediary Bank BIC(SWIFT Code): DEUTDEFF
Beneficiary: Bank Japan Post Bank
Branch : Head Office
Beneficiary Bank Address 3-2, Kasumigaseki 1-chome, Chiyoda-Ku, Tokyo
100-8798, Japan
Beneficiary Bank BIC (SWIFT Code): JPPSJPJ1
Beneficiary Bank CHIPS UID : No-need

Worum auch ganz dringend gebeten wurde ist:
Gebetbücher
Bibeln
in Kirchenslavisch, denn fast alle können das lesen und verstehen.
Weiters Ikonen, Kreuze und ähnliches; diese Bitte habe ich von einer russischen Webseite aber vielleicht können wird da auch was machen.
Adressen sind vorhanden und als Begründung wurde erklärt, dass die Leute fast alles verloren haben im Tsunami (wie wir alle gesehen haben) und da die Organisation von den Grunddingen des Lebens in Japan selbst organisiert wird, hat man nach dem Westen die orth. Geschwister eben gebeten solches zu senden.
Neben unserem Heiland selbst sind doch die Ikonen und Gebetbücher das Allerliebste für uns orth. Christen und spenden in solchen Situationen ungemein viel Trost.
Vielleicht lässt sich da ja auch von uns in Deutschland aus was hinkriegen....wäre toll.
LG Songul

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Igor
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Re: Zur orthodoxen Situation in Japan nach der Katastrophe

Beitrag von Igor » 20.03.2011, 21:36

Danke, Songul, für die Informationen.

Anbei noch zwei Links dazu (in engl.):
http://www.pravmir.com/eastern-japan-diocese/
http://www.orthodox-jp.com/westjapan/ea ... ke_en.html

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Andromachi
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Re: Zur orthodoxen Situation in Japan nach der Katastrophe

Beitrag von Andromachi » 20.03.2011, 22:30

Wohin schickt man die Kreuzchen, Bildchen oder Ähnliches? Gibt es eine konkrete Adresse?

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Re: Zur orthodoxen Situation in Japan nach der Katastrophe

Beitrag von stefan1800 » 21.03.2011, 09:45

Gestern hat mir jemand erzählt, er habe in der Südwestpresse vom Samstag, dem 19.03.2011 gelesen, daß ein russisch-orthodoxer Priester das Erdbeben und den Tsunami als göttliche Strafe für die Haltung Japans in der Kurilenfrage interpretiert habe. Leider habe ich den Artiekl im Netz nicht gefunden. Ich war aber ziemlich schockiert als ich dies hörte.

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Mary
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Re: Zur orthodoxen Situation in Japan nach der Katastrophe

Beitrag von Mary » 21.03.2011, 17:21

stefan1800 hat geschrieben:Gestern hat mir jemand erzählt, er habe in der Südwestpresse vom Samstag, dem 19.03.2011 gelesen, daß ein russisch-orthodoxer Priester das Erdbeben und den Tsunami als göttliche Strafe für die Haltung Japans in der Kurilenfrage interpretiert habe. Leider habe ich den Artiekl im Netz nicht gefunden. Ich war aber ziemlich schockiert als ich dies hörte.
Hat dieser Priester auch einen Namen?

auf Hörensagen um fünf Ecken gebe ich nämlich nichts...

Lg Maria
Let Your mercy, O Lord, be upon us, as we hope in You.

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Re: Zur orthodoxen Situation in Japan nach der Katastrophe

Beitrag von holzi » 21.03.2011, 23:08

Ach, solche Quatschköpfe gibt es überall. Pfarrer Buschor von K-TV hat vor laufender Kamera behauptet, das wäre die Strafe für Japan, daß es sich der katholischen Mission verweigert hätte.
Das Christentum nimmt den Menschen, wie er ist, und macht ihn zu dem, was er sein soll. (Adolph Kolping 1813-1865)

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Re: Zur orthodoxen Situation in Japan nach der Katastrophe

Beitrag von Lazzaro » 22.03.2011, 11:38

stefan1800 hat geschrieben:
Gestern hat mir jemand erzählt, er habe in der Südwestpresse vom Samstag, dem 19.03.2011 gelesen, daß ein russisch-orthodoxer Priester das Erdbeben und den Tsunami als göttliche Strafe für die Haltung Japans in der Kurilenfrage interpretiert habe. Leider habe ich den Artiekl im Netz nicht gefunden.
von holzi » 21.03.2011, 23:08
Pfarrer Buschor von K-TV hat vor laufender Kamera behauptet, das wäre die Strafe für Japan, daß es sich der katholischen Mission verweigert hätte.
" Herr und Gebieter meines Lebens: Den Geist der Trägheit, des Kleinmutes und UNNÜTZER WORTE nimm von mir ..."
Ich verstehe auch nicht, wieso man so etwas heute noch behaupten kann ....
Lazzaro
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Re: Zur orthodoxen Situation in Japan nach der Katastrophe

Beitrag von holzi » 22.03.2011, 11:54

Lazzaro hat geschrieben:
stefan1800 hat geschrieben:
Gestern hat mir jemand erzählt, er habe in der Südwestpresse vom Samstag, dem 19.03.2011 gelesen, daß ein russisch-orthodoxer Priester das Erdbeben und den Tsunami als göttliche Strafe für die Haltung Japans in der Kurilenfrage interpretiert habe. Leider habe ich den Artiekl im Netz nicht gefunden.
von holzi » 21.03.2011, 23:08
Pfarrer Buschor von K-TV hat vor laufender Kamera behauptet, das wäre die Strafe für Japan, daß es sich der katholischen Mission verweigert hätte.
" Herr und Gebieter meines Lebens: Den Geist der Trägheit, des Kleinmutes und UNNÜTZER WORTE nimm von mir ..."
Ich verstehe auch nicht, wieso man so etwas heute noch behaupten kann ....
Lazzaro
Versteh' ich auch nicht. Sogar Bischof Williamson, der sich gerne mal etwas sonderbar benimmt, hat hier sehr vernünftige Worte gefunden: http://eleisonkommentar.blogspot.com/20 ... eiden.html
Das Christentum nimmt den Menschen, wie er ist, und macht ihn zu dem, was er sein soll. (Adolph Kolping 1813-1865)

Nassos
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Re: Zur orthodoxen Situation in Japan nach der Katastrophe

Beitrag von Nassos » 24.03.2011, 15:56

Lazzaro hat geschrieben:
stefan1800 hat geschrieben:
Gestern hat mir jemand erzählt, er habe in der Südwestpresse vom Samstag, dem 19.03.2011 gelesen, daß ein russisch-orthodoxer Priester das Erdbeben und den Tsunami als göttliche Strafe für die Haltung Japans in der Kurilenfrage interpretiert habe. Leider habe ich den Artiekl im Netz nicht gefunden.
von holzi » 21.03.2011, 23:08
Pfarrer Buschor von K-TV hat vor laufender Kamera behauptet, das wäre die Strafe für Japan, daß es sich der katholischen Mission verweigert hätte.
" Herr und Gebieter meines Lebens: Den Geist der Trägheit, des Kleinmutes und UNNÜTZER WORTE nimm von mir ..."
Ich verstehe auch nicht, wieso man so etwas heute noch behaupten kann ....
Lazzaro
Damit wir sehen, dass das nicht von alleine verschwindet und uns daran erinnert, dass wir auch nicht besser sind, da wir zur selben Gattung gehören.

Gruß,
Nassos

peter
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Re: Zur orthodoxen Situation in Japan nach der Katastrophe

Beitrag von peter » 17.04.2011, 20:41

Vr. Mihail aus Weimar bittet um Spenden für die zerstörten oder beschädigten orthodoxen Gotteshäuser in Japan.
Bitte gebt selbst Euren obulus, und/oder leitet diesen Aufruf an Eure Gemeinden und Freunde weiter. Es wäre
schön, wenn noch bis zum Pas'cha-Fest eine spürbare Hilfe zustande käme.

peter

Дорогие братия и сестры во Христе!

В своем Послании архипастырям, пастырям, монашествующим и всем верным чадам Русской Православной Церкви Святейший Патриарх Московский и всея Руси КИРИЛЛ благословил осуществить денежный сбор во всех приходах Русской Православной Церкви в пользу православных храмов в Японии, пострадавших вследствие двойного стихийного бедствия 11 марта с.г. В Японской Православной Церкви насчитывается в общей сложности около 150 храмов. Храмы в двух городах были полностью разрушены, в других местах были обнаружены серъезные повреждения. Если Вы имеете желание помочь воcстановлению разрушенных храмов в Японии, Вы еще до Пасхи можете перевести Ваши посильные пожертвования на банковский счет русской церкви в Веймаре. Не забудьте при этом сделать пометку «Japan». Все сборы будут переведены на счет Японской Православной Церкви.
От всего сердца благодарим Вас за посильную помощь пострадавшим единоверным братиям и сестрам в Японии!

Протоиерей Михаил Рар

Russisch-Orthodoxe Kirche
Kto.-Nr.: 030 100 14 80
BLZ: 820 510 00
Sparkasse Mittelthüringen


Liebe Brüder und Schwestern in Christo!

In seiner Botschaft an die Oberhirten, Hirten, Verteter des Mönchstandes und alle gläubigen Kinder der Russischen Orthodoxen Kirche erteilte Seine Heiligkeit KYRILL, Patriarch von Moskau und der ganzen Rus´ den Segen für eine Kollekte zugunsten der Gotteshäuser in Japan, die infolge der zweifachen Naturkatastrophe vom 11. März in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Insgesamt verfügt die Japanische Orthodoxe Kirche über ca. 150 Gotteshäuser im Lande. In zwei Städten sind die Kirchen vollkommen zerstört worden, während die Kirchen in anderen Städten z.T. erhebliche Schäden davongetragen haben. Wenn Sie den Wiederaufbau der zerstörten Gotteshäuser in Japan unterstützen wollen, können Sie Ihre Spende noch bis Ostern auf das Konto der russischen Kirche in Weimar überweisen. Bitte vergessen Sie dabei nicht den Vermerk „Japan“ als Verwendungszweck anzugeben. Alle gesammelten Spenden werden auf das Konto der Japanischen Orthodoxen Kirche überwiesen.
Wir danken Ihnen von ganzem Herzen für Ihre großzügige Hilfe zugunsten unserer notleidenden Glaubensbrüder und -Schwestern in Japan!

Erzpriester Mihail Rahr
"Selig sind die, die nicht gesehen und doch geglaubt haben" (Joh. 20,31)

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