Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Forumsregeln
Forumsregeln Impressum
Benutzeravatar
Kirill S
Beiträge: 37
Registriert: 22.09.2009, 22:53
Wohnort: NRW
Kontaktdaten:

Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon Kirill S » 26.09.2009, 13:39

Hallo Brüder und Schwestern,

Wenn der Herr gibt, wird in naher Zukunft bei der Edition Hagia Sophia das Buch von Priester Ilja Shugaev "Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie" erscheinen. Der Originaltitel lautet: "Растим сына, растим дочь. Советы священника - многодетного отца" Протоиерей Илья Шугаев.

Ich möchte schonmal hier vorab eine Diskussionsrunde zum Buch starten, welches sich dann auch nach dem Erscheinen des Buches weiter fortsetzen wird.

Liebe Grüße

Kirill

Loukia
Beiträge: 982
Registriert: 17.12.2008, 01:34
Skype: moonbeam-icecream

Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon Loukia » 30.01.2010, 00:22

Sowas war auch mal nötig.
Ἡ χάρις τοῦ Κυρίου Ἰησοῦ Χριστοῦ μεθ' ὑμῶν. 1. Korinther 16,23

Benutzeravatar
Elias
Diakon
Beiträge: 707
Registriert: 17.12.2008, 18:08
Religionszugehörigkeit: Georgisch - Orthodox

Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon Elias » 01.02.2010, 17:37

Gutes Buch...Habe ich vor kurzem gekauft da ich ja frischer Papa werde :brautpaar-kinder:

Benutzeravatar
Priester Alexej
Priester
Beiträge: 1483
Registriert: 27.11.2008, 22:18
Religionszugehörigkeit: Russisch-Orthodox
Skype: AVeselov
Wohnort: Krefeld
Kontaktdaten:

Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon Priester Alexej » 01.02.2010, 19:53

Jap, ich finde es auch toll. Das Buch ist ja mittlerweile erschienen: http://www.orthodoxie-versand.de/produc ... milie.html

Vielen vielen Dank Kyrill!
Apostolischer Kanon 39 (32): Priester und Diakonen sollen ohne Wissen und Willen des Bischofs Nichts thun: denn dieser ist's, welchem das Volk des Herrn anvertraut worden, und von welchem Rechenschaft über ihre Seelen gefordert werden wird.

Benutzeravatar
Djamila71
Beiträge: 245
Registriert: 15.02.2010, 17:41
Religionszugehörigkeit: katholisch
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon Djamila71 » 17.02.2010, 20:30

Hab´s auch schon gelesen. - Mit Stempel "genehmigt"! :D

Finde es sehr mutig, wie dieser Priester die Dinge beim Namen nennt. In der katholischen Kirche sucht man soche klare Aussagen vergeblich. Da würde man nicht mal einen Verlag für finden, der bereit wäre, das zu drucken.
Soweit sind wir schon!

Herr Fernbach hat versprochen, dass noch weitere Übersetzungen dieses Autors in Planung sind. Man darf also gespannt sein!
Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr an alle Mitglieder!

Benutzeravatar
Mirjanin
Beiträge: 309
Registriert: 04.07.2009, 11:38

Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon Mirjanin » 19.02.2010, 13:22

Ich hab mir das Buch mittlerweile auch gekauft und bin jetzt (fast) durch, auf den letzten Seiten. Bin positiv gestimmt, fand es sehr schlüssig argumentiert. Aber definitiv nichts für Atheisten oder den Mainstream, denn die werden das Buch bereits im ersten Kapitel aus der Hand legen, wenn Schugaev davon schreibt, dass ungeborene Kinder im Mutterleib in der Kirche mitbeten oder das Patriotismus & Heimatliebe für Kinder sehr wichtig seien. Der moderne Mensch wird da nur mit Häme und Spott antworten und dann - leider - die nachfolgenden Kapitel nicht mehr oder nicht mehr intensiv lesen.

Das ist sehr schade, denn was Schugaev schreibt ist sehr praxisnah und situationsbezogen. So liest sich das Buch dann auch weniger als ein "Ratgeber" mit "Du Du du - tu nicht dies, tu nicht das" Einstellung, sondern vielmehr so, als würde man eben mit einem 7-fachen Vater bei einem Tee gemütlich zusammensitzen und er würde aus dem Nähkästchen plaudern. Beispielsweise, wie er seine Kinder dazu bewegt, beim Abwasch mizuhelfen, warum sich soviele Eltern mit der Erziehung heutzutage schwer tun und sich im Grunde vom Kind erziehen lassen (und nicht andersrum) sowie warum es schädlich ist, Kinder zur Belustigung der Erwachsenen irgendwelche Pop-Stars aus dem TV nachäffen zu lassen. Kurzum, das Buch verbindet einen unterhaltsamen Stil mit viel Informationen und sein einziges wahres Manko liegt eigentlich darin, dass es nur 96 Seiten Umfang sind - wie gern, würde man Vater Schugaev noch ein wenig länger lauschen :) wer das Buch noch nicht, dem würde ich es angesichts des günstigen Preises von ein paar Euro definitiv empfehlen!
Was sie nicht verstehen können, ist das wir keine politische Partei bekämpfen, sondern die Mörder der spirituellen Kultur.

Benutzeravatar
Djamila71
Beiträge: 245
Registriert: 15.02.2010, 17:41
Religionszugehörigkeit: katholisch
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon Djamila71 » 19.02.2010, 14:53

An diesem Buch gefielen mir einige Aspekte, über die heutzutage kaum mehr gesprochen wird. Z. B. das Mithelfen der Kinder.
Früher war die Mitarbeit von Kindern völlig normal. Da muss man nicht einmal 50 Jahre zurück blicken.
Seit die landwirtschaftliche Prägung immer mehr verschwindet und die Welt sich immer mehr industrialisiert, wird dieses Thema mehr und mehr bedeutungslos.
Für die Erziehung eines Kindes ist aber die Mitarbeit "pädagogisch wertvoll".
Kinder wollen nicht nur den ganzen Tag Videos von Zeichentrick-Filmen ansehen, sondern sie wollen etwas Sinnvolles tun, wie die "Großen".

"Kinderarbeit" im engeren Sinne hat bei uns ein sehr negatives Image und wird meist mit Ausbeutung und Mangel an notwendiger Schulbildung gleich gesetzt.
Auch Jesus ging als Kind bei Josef "in die Lehre" und erlernte das Handwerk des Vaters.

Wenn ich als Tourist in z. B. orientalische Länder komme, wo es üblich ist, dass kleine Jungs schon im Geschäft oder Handwerksbetrieb des Vaters mitarbeiten - und dies mit Begeisterung tun - würde ich dies nicht als schädlich für das Kind erachten.

Wenn Vater Ilia schreibt, dass früher die Mädchen schon mit 14 Jahren voll ausgebildete Hausfrauen waren, finde ich das gut und sinnvoll. Auch die Gottesmutter kam mit 3 Jahren in den Tempel und lernte dort alles, was man für das spätere Leben braucht.
Damals gab es keinen Kindergarten.
Mit 14 Jahren - so die Überlieferung - wurde sie vermählt und es war völlig normal, dass sie selbstständig den Haushalt führt.

Vielleicht sollte man mal ernsthaft darüber nachdenken, in welche Richtung sich die heutige - ach so moderne Kindererziehung - entwickelt ....

Schauen wir uns heutige Jugendliche an: pubertierend bis zum 30. Lebensjahr ... immer noch nicht erwachsen.
Die Mädchen können nicht kochen oder Knöpfe annähen. Die Jungs bezeichnen "Abhängen" als ideale Freizeitgestaltung.
Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr an alle Mitglieder!

Nassos
Beiträge: 4444
Registriert: 18.12.2008, 21:43

Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon Nassos » 22.02.2010, 19:28

Djamila71 hat geschrieben:Schauen wir uns heutige Jugendliche an: pubertierend bis zum 30. Lebensjahr ... immer noch nicht erwachsen.
Ich erhöhe auf 40 :oops:

Mirjanin hat geschrieben:dass ungeborene Kinder im Mutterleib in der Kirche mitbeten

Geht der Autor näher darauf ein? Also ob von Anfang an, obwohl nicht getauft etc.

Mirjanin hat geschrieben:oder das Patriotismus & Heimatliebe für Kinder sehr wichtig seien

Das hat mich zuerst geschockt. Erst danach ist mir aufgefallen, dass das nicht für die Kinder im Mutterleib galt... ich Huhn. Ansonsten wäre diese Ansicht für mich ein Killerpunkt.

Benutzeravatar
Mirjanin
Beiträge: 309
Registriert: 04.07.2009, 11:38

Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon Mirjanin » 22.02.2010, 21:15

Ich habe den Teil eben mal abgetippt (S. 12)

..

Die Seele des Menschen ist von Natur aus christlich. Ein Kind möchte ab dem Moment seiner Zeugung beten, seine Seele verlangt es. Wenn das Baby morgens in seinem Bettchen aufwacht, sich streckt, möchte seine Seele zu Gott beten, aber es selbst kann dies noch nicht. Das müssen seine Eltern machen. Doch die Mutter steht vom Bett auf und geht in die Küche, Frühstück zu machen. Sie versteht, daß das Kind selbst das essen nicht zubereiten kann, obwohl es starken Hunger hat. Deshalb muß sie alles zubereiten und es füttern. Doch beten möchte seine Seele auch und kann es ebenfalls nicht. Deshalb sollte die Mutter morgens aufstehen und beten, danach ein Kreuz über das Kind schlagen und erst danach in die Küche und das Frühstück zubereiten.

Daß Kinder schon im Bauch der Mutter beten können, sieht man deutlich an dem Leben des [heiligen] Sergius von Radonesh. Einst hat die Mutter des Heiligen, während sie schwanger war, so durchdringlich während der Liturgie gebetet, daß in den drei wichtigsten Momenten alle im Tempel hörten, wie das Kind aus dem Bauch Laut von sich gab.

Natürlich ist es ein Wunder Gottes, denn Kinder schreien nicht im Bauch, genauer gesagt, können sie zwar schreien und bei ihnen ist auch alles dafür ausgebildet, doch die Luft fehlt. Der Herr zeigt dieses Wunder, damit wir nicht zweifeln, daß ungeborene Kinder beten können. Sie beten nicht mit Worten, denn sie kennen sie nicht, aber ihre Seele kann den Drang der Mutter zu Gott während des Gebetes fühlen. Sie können mit ihrer Seele ebenfalls dorthin drängen und dieselbe Freude des Gebetes erfahren wie die Mutter.

..
Zuletzt geändert von Mirjanin am 23.02.2010, 19:21, insgesamt 2-mal geändert.
Was sie nicht verstehen können, ist das wir keine politische Partei bekämpfen, sondern die Mörder der spirituellen Kultur.

Benutzeravatar
Djamila71
Beiträge: 245
Registriert: 15.02.2010, 17:41
Religionszugehörigkeit: katholisch
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon Djamila71 » 23.02.2010, 17:15

Oder bei Mariä Heimsuchung heißt es: "... da hüpfte das Kind in ihrem Leibe ...."

Solche außergewöhnlichen Erscheinungen sind also durchaus im Bereich des Möglichen.
Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr an alle Mitglieder!

Loukia
Beiträge: 982
Registriert: 17.12.2008, 01:34
Skype: moonbeam-icecream

Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon Loukia » 28.02.2010, 20:20

Mirjanin hat geschrieben:Ich habe den Teil eben mal abgetippt (S. 12)

..

Die Seele des Menschen ist von Natur aus christlich. Ein Kind möchte ab dem Moment seiner Zeugung beten, seine Seele verlangt es. Wenn das Baby morgens in seinem Bettchen aufwacht, sich streckt, möchte seine Seele zu Gott beten, aber es selbst kann dies noch nicht. Das müssen seine Eltern machen. Doch die Mutter steht vom Bett auf und geht in die Küche, Frühstück zu machen. Sie versteht, daß das Kind selbst das essen nicht zubereiten kann, obwohl es starken Hunger hat. Deshalb muß sie alles zubereiten und es füttern. Doch beten möchte seine Seele auch und kann es ebenfalls nicht. Deshalb sollte die Mutter morgens aufstehen und beten, danach ein Kreuz über das Kind schlagen und erst danach in die Küche und das Frühstück zubereiten.

Daß Kinder schon im Bauch der Mutter beten können, sieht man deutlich an dem Leben des [heiligen] Sergius von Radonesh. Einst hat die Mutter des Heiligen, während sie schwanger war, so durchdringlich während der Liturgie gebetet, daß in den drei wichtigsten Momenten alle im Tempel hörten, wie das Kind aus dem Bauch Laut von sich gab.

Natürlich ist es ein Wunder Gottes, denn Kinder schreien nicht im Bauch, genauer gesagt, können sie zwar schreien und bei ihnen ist auch alles dafür ausgebildet, doch die Luft fehlt. Der Herr zeigt dieses Wunder, damit wir nicht zweifeln, daß ungeborene Kinder beten können. Sie beten nicht mit Worten, denn sie kennen sie nicht, aber ihre Seele kann den Drang der Mutter zu Gott während des Gebetes fühlen. Sie können mit ihrer Seele ebenfalls dorthin drängen und dieselbe Freude des Gebetes erfahren wie die Mutter.

..



Da sammeln sich Tränen in meinen Augen.
Ἡ χάρις τοῦ Κυρίου Ἰησοῦ Χριστοῦ μεθ' ὑμῶν. 1. Korinther 16,23

Mops
Beiträge: 735
Registriert: 02.12.2008, 12:27
Religionszugehörigkeit: christlich orthodox
Kontaktdaten:

Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon Mops » 03.03.2010, 19:59

das Buch gibts in Deutsch???

Benutzeravatar
Mirjanin
Beiträge: 309
Registriert: 04.07.2009, 11:38

Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon Mirjanin » 03.03.2010, 21:51

Hallo Mops,

Ja, guck mal bei http://www.edition-hagia-sophia.de/
Was sie nicht verstehen können, ist das wir keine politische Partei bekämpfen, sondern die Mörder der spirituellen Kultur.

Mops
Beiträge: 735
Registriert: 02.12.2008, 12:27
Religionszugehörigkeit: christlich orthodox
Kontaktdaten:

Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon Mops » 03.03.2010, 22:02

Herzlichen Dank!!! :D

Leo2
Beiträge: 103
Registriert: 08.02.2013, 18:30
Religionszugehörigkeit: katholisch

Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon Leo2 » 25.11.2013, 22:50

Die beiden weiblichen russischen Duma-Abgeordneten Misulina und Batalina, die sich für das russische Gesetz gegen Homopropaganda stark gemacht hatten, machten uns Deutschen bei dieser Konferenz auf beschämende Art und Weise erneut klar, dass Russland momentan eine führende Rolle spielt, wenn es um den Erhalt christlicher Fundamente geht, wie eben auch Putin der einzige westliche Führer war, der die Christenverfolgung in der islamischen Welt angeprangert hat. Auch war es als Redner ein Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche, André Sikojev, der in seiner Eigenschaft als Priester deutlich gegen Gender Mainstreaming und Frühsexualisierung sprach – hätte man in den deutschen Großkirchen überhaupt jemanden gefunden, dermaßen äußert?

http://www.pi-news.net/2013/11/meilenstein-in-leipzig/

Wer hätte das gedacht, das aus dem ehmaligen kommunistischen Rußland, Menschen kommen um uns "Westlern" in Sachen Familienpolitik zu unterstützen?
Ich finde das sehr gut, wenn es um Familie geht müssen alle Christen zusammen stehen!
:!:


Zurück zu „Bücher, Webseiten und Medien“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast