Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

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MariaM
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Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon MariaM » 25.08.2015, 12:03

Hallo ihr beiden! Danke für eure Antworten.

@Kai,
also wg. des Klavierbeispiels stimme ich dir zu.
Und würde noch ergänzen, dass wenn mein Kind wirklich Interesse am KLavierspielen hat (hätte), ich mit ihm zusammen überlegen würde, wie man das am besten realisieren könnte - z.B. Klavierstunden, Spielen/Experimentieren zu bestimmten Zeiten zu Hause etc.

Das was ich schrieb, waren eher allgemeine Überlegungen. Nicht konkret auf dich oder etwas, was du schriebst, bezogen!

Sondern wie gesagt allgemein. Im Hinblick darauf, dass manche "Bedürfnisse" heute auch künstlich erzeugt werden und Eltern das aber manchmal nicht erkennen und dann meinen, sie müssten die Wünsche ihres Kindes erfüllen, sonst würde es psychischen Schaden erleiden...

@Dimi,
hm, also ich glaube in dieser Phase sind sie noch nicht. Beide haben bisher nur Freunde, Kumpels, also Jungs. Die einzige Ausnamhe - die beste Freundin unseres jüngeren Sohnes, aber mit der ist er schon seit Vorkindergartenzeiten befreundet und das auch eher "kumpelhaft" (sie spielt super Fussball, besser als er ;-)), das ist jetzt nichts Neues... :-)

Was das "sich als Erwachsene sehen" betrifft - hm, also klar wollen sie ernstgenommen werden. V.a. bei dem Grossen merkt man, dass er nicht als kleines Kind behandelt werden möchte, ganz klar. (z.B. Kuscheln und Kosewörter von mir ja, ABER nur manchmal und NICHT an der Öffentlichkeit, logisch ;-)).

Den Wunsch, als "Grosser" behandelt zu werden, respektieren wir auch - aber verlangen auch, dass auch er sich entsprechend verhält. Eben nicht wie ein trotzdendes Kleinkind mit Schreien, Quengeln und Nörgeln, sondern wie jemand, der seine Wünsche anständig und vernünftig vorbringt. So dass man "wie erwachsene Leute" normal miteinander kommunizieren und eine Lösung finden kann.

Und wir machen auch deutlich, dass "Gross-Sein" nicht nur mehr Rechte, sondern auch Pflichten mit sich bringt. Z.B. beim Mithelfen - er ist stärker als früher und kann mehr tragen, schlauer und kann mehr mitdenken.... usw.

Ich denke momentan ist es in einer Mischphase - manchmal fühlt er sich klein und manchmal gross. Und aus dem "Gross-Sein" versuchht er sich manchmal nur das rauszupicken, was ihm momentan attraktiv erscheint... ;-) Das ist m.E. normal, er ist ja auch erst am Anfang des besagten Zeitraums.

Thrakiotis
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Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon Thrakiotis » 26.08.2015, 17:51

Hallo Maria,

dann noch die Phase davor.

"...Der nächste Abschnitt in der Entwicklung des Kindes ist vom siebten bis zum zehnten Lebensjahr, wobei die Rahmen um ein bis zwei Jahre Variieren können, abhängig von den Eigenschaften des Kindes. Das Kind wird ein kleiner Erwachsener, kann schon beichten und sich für seine Taten verantworten. Doch im Sinne der familiären Erziehung entsteht laut einem Spezialisten eine " Tote Saison ". Die Beziehung zwischen Jungen und Mädchen sind in diesem Alter sehr angespannt, und sie mögen die anderen jeweils nicht. Es gibt zwar Fälle von Fürsorge in diesem Alter, die Regel ist jedoch, dass sich Jungen und Mädchen voneinander trennen, um später erneut aufeinanderzutreffen, diesmal jedoch im neuen Licht der Jugendlichen. Dies ist die Zeit des Lernens und Erfahrungsammelns...."

da fängt der abschnitt an, denn ich schon rein geschrieben hab.

Ich hab mich mit meiner Schwester darüber unterhalten. ( Mutter von drei Kindern ) Sie meint das wir auch die Schriften vom Heiligen Altvater Paissios dem Agioriten und vom Heiligen Altvater Porphyrios von Kavsokalyvia lesen sollten. Das hat Ihr auch geholfen.

Mich würde es auch Interessieren wie Ihr das mit dem Abendgebet macht. Ich versuche meinen Sohn ( 4 Jahre ) mit ein zu beziehen. Mit wechselndem Erfolg. Heute hatte er keine Lust und ging einfach raus. Ich fing dann an und er kam dann sofort wieder und machte mit.

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MariaM
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Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon MariaM » 27.08.2015, 10:34

Hallo,
danke für die Literaturtipps.

Welche(s) Abendgebet(e) sprecht ihr denn zu Hause? Und wie läuft das ab? Vor dem Schlafengehen, vor oder nach dem Essen, oder...?

Bei uns ist bisher so, dass nur ich bete. Die anderen sind ja (noch?) nicht orthodox... Sind aber auch nicht dagegen, zeigen durchaus auch Interesse... mal sehen, wie es sich entwickelt. Wäre natürlich schön, wenn sie sich mit der Zeit auch taufen liessen!!! Έχει ο Θεός...

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Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon Thrakiotis » 27.08.2015, 20:28

Wir sprechen einen teil vom kleinen Apodipno bis zum Vater unser aus dem Gebetsbuch für Orthodoxe Christen vom Prodromos Verlag. Das ganze machen wir vor dem Schlafengehen vor der Ikonenecke im Schlafzimmer. Mein Sohn hat zwei feste stellen die er selber aufsagen darf. Ich helfe ihm aber wenn er nicht weiter weiß. Dann wird noch aus der Kinderbibel vorgelesen. Und dann geht er ins Bett.

Vor dem Essen nehmen wir uns an die Hände und Beten " Herr Jesus Christus segne Speis und Trank deiner Knechte, denn heilig bist du jetzt und immer dar und in die Ewigkeit der Ewigkeit, Amin. Oder das Vater unser. Gebete für das vor dem Essen und nach dem Essen gibt es viele.

Das Morgengebet macht meine Frau mit ihm, da ich schon früh aus dem Haus bin. Sie spricht entweder das einleitende Gebet beim aufstehen oder auch hier das Vater unser.

Das müsste eigentlich alles sein. Mein Sohn wird so gut wie möglich eingebunden. Mal will er mal nicht. Er wird nicht gezwungen. Wir wissen ja alle wie es endet wenn Zwang mit spielt.

Ich hab die Erfahrung gemacht das das Leben viel einfacher geworden ist seit ich regelmäßig Bete. Aber auch bei mir ist so das es Tage gibt wo es mir leichter fällt und dann wieder nicht.

Und ja Exie o Theos :)

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Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon Kai » 27.08.2015, 20:35

@Thrakiotis
Ich sitze hier, lese das was du geschrieben hast und finde es einfach toll!
Grüße,
Kai

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MariaM
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Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon MariaM » 29.08.2015, 14:47

Ich lese es jetzt auch und finde es auch toll! Danke an Thrakiotis für die Inspiration! :-) M.

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Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon Stephanie » 29.08.2015, 20:16

Ich bin beim Stöbern bei bogoslov über folgenden Artikel "gestolpert", der mich zum einen stellenweise selbst sehr berührt hat und zum anderen -auch wenn es sich hier um pubertierende und Heranwachsende handelt- an diesen Thread erinnert hat. Vielleicht stößt er ja auf euer Interesse:

http://de.bogoslov.ru/text/4442602.html

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MariaM
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Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon MariaM » 30.08.2015, 15:06

Hallo Thrakiotis, jetzt muss ich doch noch mal ganz "blöd" ;-) nachfragen - bzgl. des Apodeipno... Ich meine, das ist doch sehr lang, umfasst auch Psalme usw.

http://hristospanagia3.blogspot.cz/2011/12/blog-post_4740.html


- welchen Teil lest ihr denn dann...? Und du schreibst, bis zum Vaterunser. Meintest du nicht bis zum Glaubensbekenntnis...?

Und was meinst du mit dem "einleitenden Gebet" am Morgen? Danke!

Ich spreche morgens nach dem Aufstehen i.d.R. das Χριστό το φως το αληθινόν, το φωτίζων και αγιάζον..." usw. Das hat mir irgendwann, als ich es erstmals bewusst gehört habe, so gut gefallen, dass ich es spontan übernommen habe! ;-)

Bin aber gerne offen für weitere Inspirationen! Kennst du ein schönes Gebet an die Panagia...? Gibt wohl sehr viele, klar... aber wie gesagt, danke für Anregungen!

Schönen Sonntag noch! Gruss, M.

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Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon Thuja » 30.08.2015, 19:49

Liebe Maria,

magst Du auch für die "Nicht-Griechen" zum besseren Verständnis sagen, welches Gebet Du in der Früh immer sprichst?

Liebe vorab-dankende Grüße
Thuja
Господи помилуй мя!

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MariaM
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Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon MariaM » 30.08.2015, 20:37

Ja klar, Entschuldigung - also es fängt an mit (ich weiss jetzt nicht genau, wie die offizielle deutsche üBersetzung ist, habe nur eine tschechische): "Christus, das wahre Licht..." Es ist, glaube ich, das erste Stundengebet (?).

Thrakiotis
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Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon Thrakiotis » 30.08.2015, 20:43

Hallo alle zusammen,

@Stephanie

Genau das sind auch meine Sorgen. Aber das beste Beispiel bin ich selbst. Obwohl ich mich lange Zeit von der Kirche fern hielt bin ich doch wieder in ihren Schoss zurück gekehrt. Und genau das ist es was ich auch mit Zwang meine. Er kann noch so gut gemeint sein, aber er bleibt das was er ist. Destruktiv. Ich kann meine Kinder so viel unterstützen wie ich will. Wenn es nicht lernt auf eigenen Beinen zu stehen, eigene Fehler machen darf, Enttäuschungen erleben und eigenen Scherz erfahren und erleben darf, wird es kein vollwertiger Christ und Mensch sein. Viel wichtiger ist es unseren Kinder das Gefühl zu vermitteln das wir als Eltern immer für sie da sein werden. Ist natürlich meine Meinung.

@Kai @MariaM

Vielen Dank Ihr lieben. Ich versuch mein Bestes.

@MariaM

Es gibt keine blöden Fragen. Ich bete zuhause die deutsche Fassung.

Das kleine Apodipno

Durch die Gebete unserer Heiligen Väter, Herr Jesus Christus, unser Gott, erbarme Dich unser. Amin.

Himmlischer König, Paraklet, Du Geist der Wahrheit, der Du allgegenwärtig bist und alles erfüllst, Schatz alles Guten und Lebenspender, komm und nimm Wohnung in uns und mach uns rein von jedem Makel und rette, o Gütiger, unsere Seelen. Amin.

Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser (3x) :cross:

Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amin.

Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, vergib uns unsere Sünden. Gebieter, erlass uns unsere Schulden, Heiliger wache über uns und heile unsere Schwächen, um Deines Namens willen.

Kyrie Eleison (3x). :cross:

Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amin.

Vater unser, Der Du bist in den Himmeln, geheiligt sei Dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser täglich Brot gib uns heute, und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und lass uns nicht in Versuchung fallen, sondern erlöse uns von dem Bösen. Amin.

Bis dahin beten wir mit unserem Sohn. Er darf die mit dem Kreuz markierten Beten.

Dürfe ungefähr dem entsprechen was ich geschrieben hab.

ΑΚΟΛΟΥΘΙΑ ΤΟΥ ΜΙΚΡΟΥ ΑΠΟΔΕΙΠΝΟΥ
Ὁ Ἱ­ε­ρεύς· Εὐ­λο­γη­τὸς ὁ Θε­ὸς ἡ­μῶν, πάν­το­τε· νῦν, καὶ ἀ­εί, καὶ εἰς τοὺς αἰ­ῶ­νας τῶν αἰ­ώ­νων.
Ὁ Ἀ­να­γνώ­στης· Ἀ­μήν.
Ὁ Ἱ­ε­ρεύς· Δό­ξα σοι Χρι­στέ, ὁ Θε­ός, ἡ ἐλ­πὶς ἡ­μῶν, δό­ξα σοι.
Βα­σι­λεῦ οὐ­ρά­νι­ε, Πα­ρά­κλη­τε, τὸ Πνεῦ­μα τῆς ἀ­λη­θεί­ας, ὁ παν­τα­χοῦ πα­ρών, καὶ τὰ πάν­τα πλη­ρῶν, ὁ θη­σαυ­ρὸς τῶν ἀ­γα­θῶν, καὶ ζω­ῆς χο­ρη­γός, ἐλ­θὲ καὶ σκή­νω­σον ἐν ἡ­μῖν, καὶ κα­θά­ρι­σον ἡ­μᾶς ἀ­πὸ πά­σης κη­λῖ­δος, καὶ σῶ­σον, Ἀ­γα­θέ, τὰς ψυ­χὰς ἡ­μῶν. Ἀ­μήν.

Ὁ Ἀ­να­γνώ­στης· Ἅ­γι­ος ὁ Θε­ός, Ἅ­γι­ος Ἰ­σχυ­ρός, Ἅ­γι­ος Ἀ­θά­να­τος, ἐ­λέ­η­σον ἡ­μᾶς (ἐκ τρί­του).
Δό­ξα Πα­τρὶ καὶ Υἱ­ῷ καὶ ἁ­γί­ῳ Πνεύ­μα­τι, καὶ νῦν καὶ ἀ­εὶ καὶ εἰς τοὺς αἰ­ῶ­νας τῶν αἰ­ώ­νων. Ἀ­μήν.
Πα­να­γί­α Τρι­άς, ἐ­λέ­η­σον ἡ­μᾶς. Κύ­ρι­ε, ἱ­λά­σθη­τι ταῖς ἁ­μαρ­τί­αις ἡ­μῶν. Δέ­σπο­τα, συγ­χώ­ρη­σον τὰς ἀ­νο­μί­ας ἡ­μῖν. Ἅ­γι­ε, ἐ­πί­σκε­ψαι καὶ ἴ­α­σαι τὰς ἀ­σθε­νεί­ας ἡ­μῶν, ἕ­νε­κεν τοῦ ὀ­νό­μα­τός σου.
Κύ­ρι­ε, ἐ­λέ­η­σον. Κύ­ρι­ε, ἐ­λέ­η­σον. Κύ­ρι­ε, ἐ­λέ­η­σον.
Δό­ξα Πα­τρὶ καὶ Υἱ­ῷ καὶ ἁ­γί­ῳ Πνεύ­μα­τι, καὶ νῦν καὶ ἀ­εὶ καὶ εἰς τοὺς αἰ­ῶ­νας τῶν αἰ­ώ­νων. Ἀ­μήν.
Πά­τερ ἡ­μῶν ὁ ἐν τοῖς οὐ­ρα­νοῖς, ἁ­γι­α­σθή­τω τὸ ὄ­νο­μά σου. Ἐλ­θέ­τω ἡ βα­σι­λεί­α σου. Γε­νη­θή­τω τὸ θέ­λη­μά σου, ὡς ἐν οὐ­ρα­νῷ, καὶ ἐ­πὶ τῆς γῆς. Τὸν ἄρ­τον ἡ­μῶν τὸν ἐ­πι­ού­σι­ον δὸς ἡ­μῖν σή­με­ρον. Καὶ ἄ­φες ἡ­μῖν τὰ ὀ­φει­λή­μα­τα ἡ­μῶν, ὡς καὶ ἡ­μεῖς ἀ­φί­ε­μεν τοῖς ὀ­φει­λέ­ταις ἡ­μῶν. Καὶ μὴ εἰ­σε­νέγ­κῃς ἡ­μᾶς εἰς πει­ρα­σμόν, ἀλ­λὰ ῥῦ­σαι ἡ­μᾶς ἀ­πὸ τοῦ πο­νη­ροῦ.

http://www.prodromos-verlag.de/gebetbuch.html

Ich werd dir die Tage noch den ganzen Text zur Verfügung stellen.

Zum Gebet an die Panagia, aus dem Bitt- und Trostkanon.

9. Ode
Irmos: Als wahrlich Gottesmutter, bekennen wir dich o Jungfrau, die wir durch dich gerettet sind, und mit den Engelscharen dich verherrlichen.

Allerheiligste Gottesmutter, rette uns.

Den Strom meiner Tränen, lass nicht zuschanden werden, denn du, o Jungfrau, hast Christus zur Welt gebracht, Der jedem jede Träne vom Gesichte wischt. Allerheiligste Gottesmutter, rette uns.

Mit Freude erfülle, mein Herz o Jungfrau, die du die Fülle der Freude empfangen hast und die Trauer der Sünde zum Verschwinden bringst.

Allerheiligste Gottesmutter, rette uns.

Hafen des Heils und Obhut, derjenigen o Jungfrau, die zu dir flüchten, und starke Mauer sei du, feste Burg und Schutz und Frohmut immerdar.



Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Hl. Geiste.

Mit deines Lichtes Strahlen, erleuchte uns o Jungfrau, die Finsternis des Unwissens vertreibe, dass alle dich verkünden als Gottgebärerin.

Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amin.

(Ans Krankenbett gefesselt, und erniedrigt, bin ich o Jungfrau, heile mich, aus Schwachheit zur Genesung nun führe mich.)

Den letzten Teil bete ich nur bei Krankheit. :nurse: Aber so finde ich es sehr schön.

Ich wünsche allen einen schönen Wochenstart und einen schönen September!

P.S.: Freud mich wenn ich helfen kann MariaM. Obwohl ich die Hilfe nötiger habe.

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Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon MariaM » 30.08.2015, 21:11

Vielen Dank! :-)

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Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon Igor » 11.05.2016, 06:57

XB!

Ein Beitrag einer Kinderpsychologin, welche Fehlentwicklungen heutzutage bei der Erziehung von Kindern häufig zu beobachten sind:

:arrow: Erziehung „Viele Kinder von heute werden totale Narzissten“

Immer mehr Eltern versagen kläglich, wenn es darum geht, den Nachwuchs zu erziehen, sagt die Kinder- und Jugendtherapeutin Martina Leibovici-Mühlberger. Das wird gravierende Folgen für das spätere Zusammenleben und die zukünftige Gesellschaft haben.


Leider ist das in allen Bereichen ersichtlich - und durchaus auch nicht nur außerhalb des Umfelds orthodoxer Familien anzutreffen.

In Christo
Igor
Bild
Als der Höchste hernieder fuhr, verwirrte Er die Sprachen, zerteilte Er die Völker, nun, da Er Feuerzungen ausgeteilt, ruft Er alle zur Einheit: Einmütig preisen wir deshalb den Heiligen Geist. (Pfingstkondakion im 8. Ton)

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zu sog. "Frühsexualisierung"...

Beitragvon MariaM » 14.11.2016, 23:02

... was haltet ihr von diesem Video? Ich bin schon ziemlich schockiert, muss ich sagen... Ist das in Deutschland wirklich schon so weit? Und denkt ihr, das ist wirklich etwas Geplantes? Um Familien und die Reproduktion der Menschen (oder bestimmrter Bevölkerungsgruppen) zu verhindern, Kinder von Eltern zu entfremden und unter staatlichen Einfluss zu bringen...

https://www.youtube.com/watch?v=0nMkI5bmwHM

Ich habs ja nicht so mit Verschwörungstheorien, aber das - und andere Dinge die man so mitbekommt - gibt mir irgendwie doch zu denken,...

Wie ist eure Haltung dazu? Was macht ihr, wenn sowas an den Schulen eurer Kinder läuft? Ist hier in CZ bisher zum Glück nicht so, aber wachsam sein muss man, denke ich, schon. Gruss, M.

Hetairos
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Re: Kindererziehung in einer christlich-orthodoxen Familie

Beitragvon Hetairos » 15.11.2016, 10:40

Liebe Maria,

wir teilen wohl die gleichen Themen!?

Ich selbst beschäftige mich mit diesem Thema seit knapp zwei Jahren und kann als Antzwort aus zweierlei Gründen nur zur Vorsicht raten.

1. Gender-Mainstreaming existiert in der Tat in dieser Form. Was in diesem Film fehlte, sind die heftigen Aufklärungsbögen der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft), die in ihrer Ausfertigung Parallelen zum Sex-Koffer aufweisen.
2. Obwohl in Berlin, ist mir nichts davon bislang im Bildungsplan oder in Schulen und Kindergärten begegnet (toi toi toi!). Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass sämtliche Erzieher und Lehrer, die ich mitbekomme und kenne, sich strikt weigern würden, dieses Zeugs mitzutragen.

Dennoch herrscht eine Ahnungslosigkeit - zumal alle offiziellen Seiten (z.B. "Bundesfamilienministerium") Gendermainstreaming als Initiative zur Gleichstellung von Männern und Frauen abtun - und eben dieser Duktus von vielen Menschen geglaubt wird. Das ist schon komisch, in meinem Bekanntenkreis glauben viele nicht an die Kirche aber an alle möglichen Institutionen und Versprechungen.

Ich würde allerdings auch solche Berichte mit Vorsicht genießen. Ebenso, wie sie die Pseudowissenschaftlichkeit der Genderideologie angreifen, muss man, finde ich, selbst äußerst wissenschaftlich bleiben. Da sollte man bessere Quellen zitieren als Compact oder diese "Wisenschaftler" selbst. So klingt mir der Verweis auf die Rockefeller doch sehr weit her geholt und ich hätte gerne die Originalquelle dazu gesehen. Außerdem müssen Zitate immer im Zusammenhang gesehen werden, sonst kann man alles Mögliche konstruieren.

Nach meinem Stand hat sich Gendermainstreaming zum Selbstläufer entwickelt: Genderforscher, die an Universitäten und staatlichen Institutionen nicht gebraucht wurden und weggelobt worden sind, landeten dadurch bei NGOs, durch die sie dann als Lobbygruppen Einfluss erlangt haben. Das Pekinger Abkommen von 1995 dürfte so entstanden sein (zur UNO weggelobt). Ich bin immer vorsichtig, was Verschwörungen betrifft und die Annahme, dass eine Gruppe Weniger, solche Projekte allein forciert - wenn sie auch Kapital für solcherlei Projekte in die Hand nehmen können. Und wenn man in Institutionen schon gearbeitet hat, dann kennt man gerade das Prinzip von Parteieneinfluss einerseits und dem Wegloben von Unterqualifizierten aber auch Konkurrenten andererseits - leider.

Grüße, Hetairos
Aν πεθάνεις, πριν πεθάνεις, δεν θα πεθάνεις, όταν πεθάνεις!


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