Mein Video des Tages und die aktuelle Flüchtlingsproblematik

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MariaM
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Mein Video des Tages und die aktuelle Flüchtlingsproblematik

Beitragvon MariaM » 04.09.2015, 22:27

Hallo,

dieses Video, die Rede eines koptisch-orthodoxen Priesters darüber, dass man aus der ägyptischen Geschichte lernen sollte, um nicht als Minderheit im eigenen Land zu enden...



... finde ich angesichts mancher Entwicklungen in Deutschland und des momentan ablaufenden Wahnsinns (unkontrolliert Menschenmassen überwiegend muslimischer Prägung nach Europa und Deutschland zu lassen, von denen - wie es Hinweise gibt - durchaus ein Sicherheitsrisiko in Richtung Islamisierung/Anschläge etc. ausgehen kann) erschreckend aktuell... :shock: Und wenn man sich manche ansieht, die schon jetzt aggressiv sind... ist mir nicht wohl bei dem Ganzen.

Was sagt ihr 1) zu dem Video und 2) zu der momentanen Situation?

Das Dilemma zwischen Hilfe für (wirklich) Bedürftige einerseits und Abwägen von Sicherheitsrisiken andererseits ist, wie ich finde, nicht einfach... Aber was, was momentan abgeht - da stimmt doch etwas nicht... Oder???

Wie positioniert ihr euch dazu als orthodoxe Christen?

Gruss, M.

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Thuja
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Re: Mein Video des Tages...

Beitragvon Thuja » 05.09.2015, 00:00

Liebe Maria,

das Video finde ich gut.

Deine Frage zur "orthodoxen Positionierung" bei der derzeitigen Flüchtlingswelle ist, finde ich, schwer zu beantworten.
Einerseits MÜSSEN die Menschen, die Verfolgung erleiden und um ihr Leben fürchten müssen, wirklich eine Möglichkeit bekommen, in Sicherheit zu leben und sich und ihren Familien eine neue Existenz aufzubauen, es sind ja auch eine ganze Reihe hochqualifizierter Leute darunter, die unser Arbeitsmarkt sicher brauchen kann... Und "Einwanderungsland" sind wir schon lange, selbst wenn's offiziell nicht so heißt. Von daher ist eine feste "Quote", die auch "integrierbar" ist, pro Jahr mit "ordentlichen Regelungen" sinnvoll, denke ich, aufzunehmen. Geschickterweise in erster Linie Christen, eben z. B. aus Syrien oder den Ländern, wo sie verfolgt werden... denn damit wären sie leichter integrierbar in die Demokratie aufgrund ihrer "Grundüberzeugungen" als die oft doch "anderen Gesetzen" gehorchenden Muslime... ich habe das jetzt hier etwas überspitzt ausgedrückt, doch ich denke, dass unsere Politikerinnen da nicht weit gedacht haben... Insbesondere wenn man die Flüchtlingswelle nun mit den Flüchtlingen/Vertriebenen nach dem 2. Weltkrieg vergleicht, die Deutschland integrieren musste und auch integriert hat. Der Vergleich "hinkt" meiner Meinung nach, denn die Vertriebenen und Flüchtlinge, die damals kamen, waren im Prinzip Deutsche, konnten sich gut verständigen, hatten ihre Berufe, mit denen sie sich eigentlich ernähren konnten, die "Sozialisierung" an sich war sehr ähnlich den "Einheimischen". Und zum Teil kamen eben komplette "Dörfer" aus Schlesien, Masuren, dem Sudetenland etc., großenteils jedenfalls Familien zusammen, die zwischenmenschlichen Beziehungen funktionierten, sie versuchten, zusammenzuhalten und eben hier neu aufzubauen, was sie dort verloren hatten. Das jetzt ist ja ein kompletter "Mix" aus allem Möglichen, "unsortiert", hauptsächlich "Einzelkämpfer", ohne "Hintergrundstrukturen" vor Ort, das ist mühsamer...
Das heizt die Xenophobie in manchen Gegenden hierzulande teilweise sicher noch mehr an...
Aber nun muss ja noch "Kulturarbeit" und "Spracharbeit" zusätzlich geleistet werden. Gut, die Wirtschaftslage ist anders als damals, manches geht einfacher, manches ist schwieriger mit der ganzen Bürokratisierung....
Und als Orthodoxe Christen habe wir ja auch die Aufgabe der Nächstenliebe und des eben-nicht-Wegsehens, wenn Mitmenschen in Not sind.
Aber ich denke auch, dass im Moment der "Ansturm" irgendwie "irreal" ist, Geldschneiderei und illegale Schleuseraktivitäten an allen "Ecken und Enden" der Grenzen zusätzliche "Anreize" schaffen, dass die Menschen alle hierherwollen, weil es grad' "leichter ist", herzukommen...
Und das hat mit echter "Nächstenliebe" nicht mehr viel zu tun, dann alle bei uns aufzunehmen, das sollte auf die div. europ. Länder auch verteilt werden, gerecht...
Ein ganz ganz schwieriges Thema...

Liebe gute-Nacht-Grüße
Thuja
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MariaM
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Re: Mein Video des Tages...

Beitragvon MariaM » 05.09.2015, 07:47

Hallo Thuja,
ich sehe das genauso wie du, eben genau in diesen Aspekten die du aufzählst... echt schwierig!
Ich bin gespannt, ob noch jemand hier etwas dazu schreibt. Ich hätte ja erwartet, dass das mehr Leute beschäftigt...
Oder vllt. finde ich auch irgendwelche Äusserungen von orthodoxen Geistlichen, aktuell dazu... (?)
Nachdenkliche und auch etwas beunruhigte Grüsse, M.

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P.S. Noch zu den bevorzugt aufzunehmenden Christen...

Beitragvon MariaM » 05.09.2015, 07:58

... wie du auch schreibst, Thuja. Genau das fände ich auch völlig logisch, einleuchtend und sinnvoll. Sie werden ja eh am meisten verfolgt, sind unmittelbar vom "Islamischen Staat" bedroht und wären in Europa auch besser integrierbar, weil die Wertegrundlage ja doch ähnlich ist.
Aber als z.B. Vertreter der tschechischen, slowakischen oder polnischen Regierung mit Vorschlägen in die Richtung kamen (also bevorzugt syrische Christen aufzunehmen), wurden sie scharf von EU-Repräsentanten attackiert! So als wäre das eine totale Unverschämtheit usw. Das finde ich schon krass!!!! Was soll das, worum geht es denen???? Manchmal frag ich mich schon, ob die EU nicht irgendwie von einer Islam(isten?)-Lobby infiltriert ist oder was??? Sonst kann man sich einiges, was so abgeht und geäussert wird, kaum erklären.... Oder was meint ihr???

Und dass Deutschland es anscheinend aufgegeben hat, überhaupt noch zu kontrollieren, wer alles ins Land kommt und in solchen Massen, illegal und teils jetzt schon mit aggressivem Verhalten... ist eine Sache - aber andere Länder zwingen zu wollen, dasselbe zu tun, sonst seien sie angeblich nicht solidarisch, ist eine Unverschämtheit sondergleichen!!!!

Ich hoffe dass es hier eine interessante und ernsthaftte, sachliche Diskussion dazu gibt.

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Stephanie
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Re: Mein Video des Tages...

Beitragvon Stephanie » 05.09.2015, 08:32

Das ist rechtlich nicht möglich.
1. Es ist nicht korrekt, dass nur die Christen vom islamischen Staat verfolgt werden. Muslime, die sich nicht beugen oder einer anderen Ausrichtung angehören usw. werden ebenfalls getötet.
2. Es ist nicht möglich, nur eine bestimmte Gruppe aus den Verfolgten auszuwählen, denen ich Asyl gewähre und die anderen der Verfolgung preis zu geben. Asyl wird unabhängig von Rasse, Hautfarbe, Geschlecht oder Religion demjenigen gewährt, der verfolgt wird.

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MariaM
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Re: Mein Video des Tages...

Beitragvon MariaM » 05.09.2015, 10:04

Ich behaupte nicht, dass es nur die Christen sind, die verfolgt werden. Aber sie sind wohl die Hauptgruppe von Verfolgten und haben ausserdem nicht die Option, z.B. in einem anderen islamischen Staat um Asyl anzusuchen.

Hm, ich wüsste nicht, dass es nicht rechtens wäre, Auswahlkriterien zu haben. War das bisher nicht auch so beim Ayslverfahren? Es wurde/wird doch kontrolliert, woher jemand kommt und ob/wie er da verfolgt wurde...? OK, die Religion darf wohl nicht das einzige Kriterium sein, aber keine Kriterien zu haben kanns doch wohl auch nicht sein...

Um "der Verfolgung preisgeben" ging es nicht. Aber man kann doch auch nicht allen Verfolgten und "Verfolgten" dadurch helfen, dass man alle nach Deutschland lockt/holt. Fluchtursachen müssen auch bekämpft werden usw.

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Re: Mein Video des Tages...

Beitragvon Stephanie » 05.09.2015, 10:55

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
Kriterium für den Asylantrag ist, ob die jeweilige Person mit Verfolgung zu rechnen hat im Heimatland. Anhand dieses Kriteriums wird entschieden.

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Stephanie
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Re: Mein Video des Tages...

Beitragvon Stephanie » 05.09.2015, 11:00

Ich behaupte nicht, dass es nur die Christen sind, die verfolgt werden. Aber sie sind wohl die Hauptgruppe von Verfolgten und haben ausserdem nicht die Option, z.B. in einem anderen islamischen Staat um Asyl anzusuchen.
Nein sind sie so allgemein formuliert nicht und sie können selbstverständlich ebenso in die Türkei oder in den Libanon, wie alle anderen auch. Und viele anderen islamischen Länder nehmen die Flüchtlinge (auch die muslimischen) nicht auf. Das wäre auf der politischen Bühne zwar diskussionswürdig (zwischen den jeweiligen Außenministern) hat aber nichts mit deutschem Recht zu tun.
Hm, ich wüsste nicht, dass es nicht rechtens wäre, Auswahlkriterien zu haben. War das bisher nicht auch so beim Ayslverfahren? Es wurde/wird doch kontrolliert, woher jemand kommt und ob/wie er da verfolgt wurde...? OK, die Religion darf wohl nicht das einzige Kriterium sein, aber keine Kriterien zu haben kanns doch wohl auch nicht sein...
Es gibt Kriterien.
Um "der Verfolgung preisgeben" ging es nicht. Aber man kann doch auch nicht allen Verfolgten und "Verfolgten" dadurch helfen, dass man alle nach Deutschland lockt/holt. Fluchtursachen müssen auch bekämpft werden usw.
Hat wie gesagt mit dem Thema nichts zu tun. Das eine ist die Aufnahme von Flüchtlingen, das andere die Situation in den Herkunftsländern. Das sind rechtlich wie thematisch zwei verschiedene Baustellen.

Ich sage nicht, dass es nicht eine höchst schwierige und problematische Situation wäre. Es hilft aber nichts, wenn man emotional argumentiert. Es gibt Gesetze und an die muss sich der Staat halten.

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Re: Mein Video des Tages...

Beitragvon MariaM » 05.09.2015, 15:50

Wieso emotional? Emotional finde ich, wenn man sagt, alle können nach Deutschland kommen, EU-Recht gilt auf einmal nicht mehr, Papiere egal, Verhalten egal.... DAS finde ich "emotional" bis verblendet, weil man nämlich die Realität nicht sachlich sehen will.

Ungarn wollte ursprünglich die Gesetze einhalten. Um die Erstaufnahmeprozedur durchzuführen, sollten die Flüchtlinge in eine dazu bestimmte Einrichtung ("Lager"). Das wollten diese aber nicht, weigerten sich aus dem Zug zu steigen usw. drohten sich auf die Schienen zu legen etc. Deutschland sagte inwzischen "wir nehmen alle", und dann liess Ungarn sie halt irgendwann doch fahren. Wenn sie eh nirgends anderswo hin als nach Deutschland wollen, warum soll man sie dann mit Gewalt festhalten und dafür noch Kritik ernten? Dabei wäre es eigentlich das rechtlich korrekte Vorgehen...

OK, ich verstehe wie es dazu kam. Aber "unemotional" gesehen, ist doch Deutschland derjenige, der EU-Recht ausser Kraft gesetzt hat! Auf einmal ist es egal, wer wo und wie in die EU kam, alle werden nach Deutschland gelockt/geholt... Das finde ich halt ziemlich befremdlich, was da abgeht...

UNd dieses Video sagt auch einiges aus, wie ich finde. So verhalten sich m.E. keine wirklich hilfesuchenden Flüchtlinge...

http://www.parlamentnilisty.cz/arena/mo ... eje-397957

Wir müssen helfen, ja - aber denen, die es wirklich brauchen. Und nicht irgendwelchen aggressiven "Mackern", denen nicht mal einfällt, die Wasserflaschen den Frauen und Kindern zu geben, wenn sie sie schon selbst nicht wollen. Aber nein, man schmeisst sie auf die Schienen... Zum K...., sorry. Das sollte einem zu denken geben, wen man da eigentlich ins Land lässt. :?:

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Thuja
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Re: Mein Video des Tages und die aktuelle Flüchtlingsproblem

Beitragvon Thuja » 05.09.2015, 21:05

So, ich hab' dieses Thema mal aus dem "Video des Tages" ausgekoppelt, da die Diskussion dort nicht hingehört...

Ich denke, es werden hier 2 Gruppen "zusammengemischt" - die wirklichen Asylsuchenden und die (wohl mehrheitlich und ebenso verständlich) "Wirtschaftsflüchtlinge"...

Für die "wirklichen Asylsuchenden" gilt das von Stephanie Gesagte!
Für die "Wirtschaftsflüchtlinge" alles Übrige...
Nur, da die beiden Gruppen nicht hübsch separiert "einreisen", wird das "Gemenge" schwierig... und durch die "innerlich" offenen Schengen-Grenzen sind die EU-Staaten "am Rande" wie Ungarn, und dann die "Zielländer", insbesondere Deutschland schlichtweg überfordert mit dem momentanen Ansturm. Der muss irgendwie erst mal "kanalisiert" werden. Also am geschicktesten erst mal mit einer "Quotenregelung", die Asylverfahren laufen dazu ja dann sowieso noch... doch zuallererst müssen die Menschen, die ja da sind, irgendwie untergebracht werden, damit alles Weitere dann in der Folge "abgespult werden kann". Ich denke, dass ohnehin viele zurückgeschickt werden, wenn die ganze Organisation und Registrierung etc. erst mal ordentlich angelaufen sind... Derzeit ist erst mal "Soforthilfe" angesagt... und dass davon Personen profitieren, die damit EIGENTLICH mit dem Asylrecht gar nicht gemeint sind, ist so...
Und es ist menschlich verständlich, dass die Menschen, die sich kurz vor dem Ziel wähnen, wütend werden, wenn jemand ihnen dieses Ziel verwehren will... Und in Menschenmengen gibt's eigene Dynamiken, da schaukelt sich schnell 'was auf, was "einzeln" gut zu "handeln" wäre... Aber das ist dann eben Konjunktiv, mit dem Indikativ müssen wir nun umgehen...
Dass Wirtschaftshilfe in den Herkunftsländern viel sinnvoller wäre, hört/liest man ja schon länger von den entsprechenden Experten... Doch dass die Politiker in Deutschland nicht besonders schnell reagieren, wissen wir ja... zudem sind ja z. T. noch Ferien hierzulande, da geht alles gemächlicher - und überhaupt...

Ich habe bislang von keinem orthodoxen "Kirchenmenschen" irgendeinen Kommentar gehört/gelesen zur derzeitigen Situation, sie "hüllen sich erst mal in Schweigen", vorsichtigerweise... Und die "Westkirchen" sind mit der "Erstversorgung" der Menschenmengen beschäftigt...

Schwer nachdenkende Grüße
Thuja
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Lazzaro
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Re: Mein Video des Tages und die aktuelle Flüchtlingsproblem

Beitragvon Lazzaro » 05.09.2015, 23:52

1. Wo kommt das Video her? Eine Internetseite benannter Initiative gibt es nicht, auf deren Youtubekanal ist das gesammte Interwiew auch nicht zu finden. Dort gibt es nur ein paar Videos, deren Hauptdarsteller (ich habe sie mir nicht angesehen) als Journalist mit Vorsicht zu genießen ist.

2. Liebe Maria, Deutschland hat kein Einwanderungsgesetz. Dadurch nimmt sich der dt. Staat die Möglichkeit zu definieren, welche Personengruppen er (bevorzugt) ins Land holen möchte. Deshalb ist eine bessere Behandlung von Christen (und Jeziden), die ich ebenso befürworte, nicht nöglich. Das ist ein Versäumnis der 90ger Jahre.

3. Das Dublin III - Abkommen ist schon seit Längerem außer Kraft, weil es einfach nicht praktikabel ist, denn Griechenland und Italien können ihren Teil der Arbeit nicht mehr schaffen. Gerade in den letzten Tage wird einfach improvisiert, ohne die Gesetze zu beachten:
Die Flüchtlinge haben bereits in Griechenland einen Rechtsanspruch ! auf ein Asylverfahren. Um diesen Rechtsanspruch durchzusetzten, müssen sie die EU wieder verlassen, durch den Balkan reisen und die EU in Ungarn wieder betreten. Dort werden sie illegalerweise -der Staat handelt illegal!- nicht registriert, sondern anschließend am Ende der Reise in Deutschland, obwohl sie mit dem Zug anreisend ganz klar und deutlich aus einem sicheren Drittland, nämlich aus Österreich kommen. Damit ist -theoretisch, im Nomalfall auch praktisch- ihr Rechtsanspruch auf Asyl in Deutschland verwirkt.
Rechtliches Chaos, quod erat demonstrandum, menschliches und einfach praktisches sowieso.

4. Der christliche Aspekt:
"Ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben ..." die Bibelstelle ist bekannt. Wenn wir möglicherweise unsere zukünftigen Feinde aufnehmen werden? "Liebet eure Feinde und tut denen Gutes, die euch hassen" sagt der Herr selbst.
Also das Neue Testament ist da sehr eindeutig.

5. Der religionspolitische Aspekt:
Grundsätztlich ist mir die Einwanderung orientalischer Christen wesentlich lieber, aber der Durchschittsdeutsche kommt gar nicht auf die Idee, das Assyrer Christen sein könnten, genausowenig wie ein Durchschnittsrusse auf die Idee kommt, ein Deutscher könnte Orthodox sein.
Eine theologische Bereicherung und Stärkung des Christentums in Deutschland werden wir vergessen können. Es lebe der Ethnophiletismus!

Wenn wir Abuna Damians aus dem Zusammenhang gerissenen Worte nicht wahr werden lassen wollen, bleibt nur eine Möglichkeit: Wenn wir nicht so viele frisch eingewanderte Muslime haben wollen, müssen wir sie zu Christen machen! "Gehet in in alle Welt ... und Taufet sie ...!" Mth die letzten Verse. Gerade jetzt haben sie soviel Gewalt im Namen des Islams erlebt, daß es am einfachsten ist, sie für einen Neuanfang mit einer Religion des Friedens zu ermuntern.
Aber wie positioniert sich das Christentum in Deutschland von Ausnahmen abgesehen? Die Evangelischen sind so liberal, daß sie sich für Moscheeneubauten begeistern lassen, die Katholiken sind auch nicht viel weniger tolerant, den Bauern interressiert an der Kirche nur der Familien-Erbstammplatz, die Griechen wollen sich hier lediglich "ein neues Griechenland aufbauen" und die Russen meinen sie wären sowieso die einzigen richtigen Orthodoxen. Und passend dazu gibt es so viele Muslime, denen die Gewalt ihrer Religion auf die Nerven geht.
Eine Vorsicht vor dem Islam ist meiner Meinung nach berechtigt, weil ...
... weil wir ihm kaum etwas engegezusetzten haben,
... weil wir schlechte Christen sind!

Lazarus
Cantábiles mihi erant justificatiónes tuæ, * in loco peregrinatiónis meæ. - Ps.118:54

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Lazzaro
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Re: Mein Video des Tages und die aktuelle Flüchtlingsproblem

Beitragvon Lazzaro » 06.09.2015, 00:02

Cantábiles mihi erant justificatiónes tuæ, * in loco peregrinatiónis meæ. - Ps.118:54

stephan
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Re: Mein Video des Tages und die aktuelle Flüchtlingsproblem

Beitragvon stephan » 06.09.2015, 02:01

Das sind absolute Einzelfälle, wenn auch erfreuliche. Die werden jetzt künstlich hochgepusht, genauso wie man jetzt nur nette, telegene Vorzeige"flüchtlinge" im TV vorführt, die skrupellos Frauen und Kinder im Krieg zurücklassen und dann noch dreist behaupten, "es ginge ihnen gut".

Kriegsflüchtlinge waren sie bestenfalls bis zum Überschreiten der ersten Grenze. Es gibt hier keine Kriegsflüchtlinge. Was da abgeht, ist eine Invasion. Es läuft alles nach Plan der USA und deren Freunde, der Salafisten aus dem arabischen Raum und Erdogan. Die EU löst sich in Luft auf, und mit ihr das christliche Mitteleuropa.
Fachkräftemangel? Das ist eine Erfindung der Industrielobby und der Regierenden.

Ich schreib jetzt besser nichts mehr. Es raubt mir schon den Schlaf, wie ihr sehen könnt.

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Re: Mein Video des Tages und die aktuelle Flüchtlingsproblem

Beitragvon MariaM » 06.09.2015, 10:54

Hallo,
danke an alle. Ich bin froh, dass euch das anscheinend auch beschäftgt und ihr euch darüber austauschen möchtet!

@Thuja, ich finde man kann nicht alles mit Traumata und Gruppendynamik etc. erklären, obwohl es natürlich auch ein Aspekt ist. Wenn jemand das Wasser nicht will, OK dann kann er es stehenlassen oder anderen geben - und nicht auf die Schienen schmeissen (wo die Flaschen bzw. Sixpacks auch noch eine Gefährung des Eisenbahnverkehrs darstellen - diese aggressiven Typen gehören in Gewahrsam genommen und raus aus dem Land! Wenn man schon bei der Ankunft s randaliert und aggressiv ist, was ist dann später von denen zu erwarten??!?) UNd dieses demonstrative "Welcome" Gerufe vieler Deuutscher versteh ich irgendwie nicht - warum diese Begeisterung? Irgendwer zitierte neulich Churchill, der gesagt haben soll, dass die Deutschen gerne in Extreme verfallen: "Entweder gehen sie einem an die Gurgel, oder sie küssen einem die Füsse". Jetzt ist wohl grad wieder Letzteres angesagt. Gibt es keine neutral-sachliche Haltung? Also helfen OK, aber ohne diese hochgeputschte Euforie???

@Lazzaro, ich finde es sehr interessant, was du schreibst! Genau darüber musste ich gestern auch immer und immer wieder nachdenken: Über den christlichen Aspekt - genau das was du zitierst, und über den "Missionsauftrag" den wir ja eigentlich haben. Das stimmt - es wäre eine Chance und auch unsere Pflicht, diese Menschen für den christlichen (optimalerweise natürlich orthodoxen) Glauben zu gewinnen. Ich versuche demnächst mal, mit meinem geistlichen Vater über das Thema zu sprechen, und auch andere hiesige Mitchristen zu fragen... Vielleicht gibt es ja Initiativen und Überlegungen in die Richtung?
Warum bist du so pessimistisch bzg. der Christen in Deutschland? Gerade weil es in D so viele verschiedene orth.Kirchen gibt mit verschiedenen Sprachen, könneten sie sich doch jeweils derer annehmen, denen sie kulturell/sprachlich nah sind, oder...?

@Stephan, diese Befürchtung bzgl. Invasion habe ich teilweise auch, und mit mir wohl viele Menschen hier, die keine rosarote Brille aufhaben. Ich bin zwar kein Anhänger von "Verschwörungstheorien", also dass ein Mensch oder Gruppe alles gezielt einfädelt und die Fäden zieht - aber... hm, es ist schon seeehr merkwürdig, wenn einfach auf einmal geltendes Recht ausser Kraft gesetzt wird, solche Menschenmassen ohne Kontrollen reingelassen werden, unter denen IS-und andere Verbrecher sein können (es gibt Anhaltspunkte dafür) und Sicherheitsbelange anscheinend total über Bord geworfen werden - und die EU, die sonst gleich Sondergipfelu.a. wegen diesem und jenem veranstaltet, praktisch NICHTS macht. Wirklich so, als wäre sie von irgendeiner Islam(isten)Lobby infiltriert, oder was???? Wenn einzelne Staatschefs (v.a. aus Mittel-Ostereuropa) darauf hinweisen, werden sie gleich attackiert und in die rechte Ecke gedrängt. Dabei ist es eine Frage der Verantwortung für das eigene Land und die eigene Bevölkerung - und somit verantwortungslos, diesen Aspekt unter den Tisch fallen zu lassen. Irgendwie versteh ich die Welt nicht mehr...

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Mirjanin
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Re: Mein Video des Tages und die aktuelle Flüchtlingsproblem

Beitragvon Mirjanin » 06.09.2015, 11:46

Ich erlaube mir mal diesen Beitrag von Werner Reichel (Jahrgang 1966, Publizistik- und Ethnologiestudium an der Universität Wien, Radiojournalist und Autor, Lektor an der Journalismus-FH in Wien) reinzustellen, der m.E. die gegenwärtige Stimmung und Erwartungshaltung sehr gut einfängt:
Millionen wollen noch nach Europa“, titelt ein Boulevardblatt. Nicht, dass das etwas Neues wäre, nicht, dass ich das nicht längst gewusst hätte, doch die dicke Schlagzeile auf der Titelseite ruft mir wieder ins Bewusstsein, was ich, was ganz Europa nicht wahrhaben will, nämlich, was das letztendlich bedeutet: Chaos und Krieg. Wobei Krieg nicht einmal der Worst Case ist.

Ein Teil der Europäer ist nicht willens, der andere nicht mehr in der Lage, diese Völkerwanderung zu stoppen. Daran ändert auch das seit einigen Tagen geschäftige und nervöse Treiben der Politiker in Brüssel, Berlin und Wien nichts. Sie täuschen ihren Untertanen lediglich politische Handlungsfähigkeit und Kompetenz durch halbherzige Alibiaktionen vor. Die einen feiern, völlig berauscht von Mitgefühl, Menschlichkeit und Nächstenliebe, eine riesige Multikulti-Party, bei der jeder der vielen Tausenden ankommender junger Muslimmänner (sie machen 80 Prozent aller Asylwerber aus, auch wenn die Mainstreammedien vor allem die wenigen Frauen und Kinder formatfüllend ins Bild rücken) freudig willkommen geheißen wird. Sie gelten als große Bereicherung für unsere Gesellschaft, unsere Kultur und die Wirtschaft. Gefahren gibt es keine, nur noch Chancen.

Die Multikulti-Apologeten haben ihren Verstand vollkommen ausgeschaltet. Zahlen, Daten, Fakten, Empirie, Geschichte, wen interessiert das schon auf einer ausgelassenen Party? Es zählen nur noch Gefühle, Stimmungen, Emotionen, alle negativen Begleiterscheinungen der Massenzuwanderung, die bereits jetzt massiv zutage treten, werden ignoriert und geleugnet. Man stellt sich nicht einmal die Frage, wie viele Zuwanderer Europa noch verkraften kann, bis alles wie ein Kartenhaus zusammenbricht.

Was soll‘s, hereinspaziert, hereinspaziert, die Stimmung ist gerade so prächtig. Kritik an der unkontrollierten Zuwanderung wird geächtet, auch nur über deren Folgen oder über die nächste Woche hinauszudenken gilt bereits als schwer rassistisch. Wer jetzt nicht mitfeiert, ist ein faschistischer Miesepeter und Modernisierungsverlierer. Ganz Europa soll zu einem gigantischen All-Inclusive-Flüchtlingsheim werden, ein nie enden wollendes fröhlich-buntes Multikulti-Straßenfest, auf dem Konstantin Wecker musiziert:

„Ich hab einen Traum, wir öffnen die Grenzen
und lassen alle herein.
Vielleicht wird es eng? Wir rücken zusammen,
versenken die Waffen im Meer,
wir reden und singen und tanzen und lachen
und das Herz ist uns nicht mehr schwer.“

Und der „Spiegel“ lässt auf seinem aktuellen Cover angesichts der vielen eintreffenden Partygäste 99 bunte Luftballons steigen. Fröhlichkeit, wohin man schaut. Eine andere Gruppe sieht dem infantilen Treiben wortlos zu und erkennt bereits die dunklen Wolken am Horizont, aber sie tut nicht mehr als die Faust in der Hosentasche ballen. Man ist zu faul, zu feige und außerdem läuft gerade der Wohnungskredit und was, wenn der Chef etwas erfahren würde? Nein, dann doch lieber das Maul halten.

Und dann sind da noch jene, die von den enthusiasmierten Multikulti-Partypeople als Pack, Dreck, Abschaum, Dunkeldeutschland, degenerierte Menschendarsteller und Nazis bezeichnet werden. Das sind all jene, die, aus welchen Gründen auch immer, nicht mitfeiern und auch nicht stillhalten wollen. Politik, Mainstreammedien und der Rest der Gutmenschenkamarilla versuchen diesen Teil der Bevölkerung als möglichst groß und gefährlich darzustellen, schon alleine deshalb, um den eigenen Kampf gegen die Mächte des Bösen heroischer darstellen zu können. Der politisch korrekte Mainstream versucht sich krampfhaft als verfolgte Minderheit darzustellen, was angesichts der tatsächlichen Macht- und Mehrheitsverhältnisse ziemlich lächerlich wirkt. Denn es gibt viel weniger Pack, als sich das die Multikulti-Apologeten insgeheim wünschen.

Denn wenn die Lage kippt, und das wird sie in absehbarer Zeit, wird es ungemütlich in Europa. Wenn die Infrastruktur zusammenbricht, wenn die Sozialstaaten pleite sind und es kein (Schutz-) Geld mehr zu verteilen und zu verschenken gibt, wenn die Polizei personell nicht mehr in der Lage ist, für die Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen, wenn der Brain-Drain weiter anhält, wenn sich die muslimischen Neoeuropäer nicht mehr mit Kleiderspenden der Caritas zufriedengeben und einen europäischen Lebensstandard einfordern, ohne eine entsprechende Gegenleistung erbringen zu können und zu wollen…

Kurz, wenn dem Gastgeber die Getränke ausgehen und das Büfett leergeräumt ist, dann ist auch die lustige Multikulti-Party ganz plötzlich vorbei und die Verteilungskämpfe beginnen.

Die Guten und Gerechten werden lautstark nach dem „Pack“ rufen und verzweifelt feststellen, dass diese brutalen, menschenverachtenden und empathielosen Kreaturen vor allem in ihrer eigenen Phantasie existiert haben. Dann werden die Frauen plötzlich all jene Eigenschaften an ihren Männern schmerzlich vermissen, die sie ihnen Jahre und Jahrzehnte lang abtrainiert haben, und sie müssen feststellen, dass man einen schwurbelnden Softie nicht auf Knopfdruck in einen Kämpfer verwandeln kann. Und viele werden erkennen, dass man als Single ziemlich alleine ist.

Die Europäer stehen, wenn es zu den vorprogrammierten Verteilungskämpfen und religiös/ethnischen Konflikten kommt, nackt, wehr- und hilflos da. Aus den Kasernen sind längst Flüchtlingsheime geworden, die Heere schon lange nicht mehr einsatz- und kampfbereit. Wie gesagt, Krieg ist nicht der Worst Case.
Es bröckelt mittlerweile an allen Ecken und Enden. Das Christentum ist im Westen geistig und moralisch verkümmert, wie ein verdorrter Ast, und kurz davor abzufallen. Niemand trägt mehr persönliche Verantwortung, alles wird von nebelösen Gremien, Kommissionen und Arbeitsgruppen entschieden. Die großen Persönlichkeiten, die in solch einer Situation aufstehen und Gegenlenken, gibt es nicht mehr. So ähnlich muss sich der Untergang des Römischen Weltreichs angefühlt haben.
Was sie nicht verstehen können, ist das wir keine politische Partei bekämpfen, sondern die Mörder der spirituellen Kultur.


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