Genetik und Genmanipulation

Neu in der orthodoxen Kirche - Wie lebe ich als orthodoxer Christ? Alle allgemeinen Fragen rund um die Orthodoxie.
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Röde Orm
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Beitrag von Röde Orm » 25.11.2009, 21:11

ich habe nicht geschrieben, dass es ein Problem mit der Adoption gibt, stimmts? Ich

Ach so - dann hab ich das falsch verstanden.

Künstlich erzeugte Umweltvergiftung ist mir neu, oder meinst Du normale Chemieabfälle und so.

Mit das Schlimmste, was ich in letzter Zeit gelesen habe ist das:

Forscher ist es (inzwischen wiederholt) gelungen, aus einer menschlichen Stammzelle ein funktionsfähiges Spermium zu erzeugen. Damit liesse sich eine weibliche Eizelle befruchten.

Das heisst, dass in etwas 20-25 Jahren (so lange dauert die Entwicklung der Therapie) ein Mann, der durch die Chemietherapie bei einer Krebsbehandlung seine Zeugungsfähigkeit verloren hat (oder aus anderen Gründen) nun doch ein Kind mit (s)einer Frau zeugen kann.

Eigentlich eine gute Sache.

Es bedeutet aber auch, dass man einer Frau einfach Stammzellen entnimmt, daraus ein Spermium herstellt (siehe oben) und dann mit der Eizelle einer anderen Frau (oder der Gleichen??) eine genetisch echtes Kind zweier Frauen zeugen kann.

Entschuldigung, aber wenn ich so etwas lese, dann bricht mir einfach der Angstschweiss aus .....

Wer die Sache nicht glaubt, kann es leicht mit Googel finden!

http://wissen.de.msn.com/wissen.aspx?cp ... =149939901

Zitat: "Lesbischen Paaren würde sich damit bei der Kinderplanung ebenfalls eine ganz neue Möglichkeit eröffnen, da eine Partnerin von der anderen schwanger werden könnte."


Ich bin nicht sicher, dass so ein Beispiel - auch wenn es nachweisbar und wahr ist - in ein christliches Forum gehört. Falls sich jemand daran stört, sollte man es lieber löschen.
Wenn sie ein orthodoxer Christ sind, wurde ihre Kirche im Jahre 33 n. chr. durch Jesus Christus, den Sohn Gottes, gegründet. Doch ihre Geschichte reicht zurück bis zur Schöpfung der Welt. Die orthodoxe Kirche hat sich nicht verändert seit ihrer Gründung und ist die selbe gestern, heute und auf ewig.

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Jeremias
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Beitrag von Jeremias » 26.11.2009, 13:27

Ich verstehe nicht, wo das Problem ist.

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Röde Orm
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Beitrag von Röde Orm » 26.11.2009, 18:25

Welches von den vielen ?
Wenn sie ein orthodoxer Christ sind, wurde ihre Kirche im Jahre 33 n. chr. durch Jesus Christus, den Sohn Gottes, gegründet. Doch ihre Geschichte reicht zurück bis zur Schöpfung der Welt. Die orthodoxe Kirche hat sich nicht verändert seit ihrer Gründung und ist die selbe gestern, heute und auf ewig.

Nassos
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Beitrag von Nassos » 27.11.2009, 00:02

Meine Anfrage bezog sich auf die Adoption eines Kindes durch ein Ehepaar.

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Jeremias
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Beitrag von Jeremias » 27.11.2009, 01:24

Ich präzisiere: Wo liegt dein Problem mit dem medizinischen Fortschritt? Formulierungen wie "Da bricht mir der Angstschweiss aus" sind nicht dazu geeignet, mir klar zu machen, wo dein Problem liegt.

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Röde Orm
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Beitrag von Röde Orm » 27.11.2009, 12:43

Wenn eine Frau mit einer anderen Frau ein genetisch "echtes" Kind zeugt durch die Produktionsmassnahmen fragwürdiger Mediziner - wo ich da ein Problem sehe?

Die Frage erstaunt mich jetzt wirklich .....


Zum eigentlichen Thema "Adoption":

Ich habe gehört, dass die Russisch-Orthodoxe Kirche einen Ritus kennt, bei dem der Pfarrer ein zu adoptierendes Kind bei einem Gottesdienst segnet und es dann den Eltern in einer feierlichen Zeremonie übergibt.

Dafür gibt es auch einen besonderen Namen. Leider hab ich mir das nicht merken können, da ich so gut wie kein russisch kann.

Ich schliesse aber daraus, dass die Kirche nichts gegen Adoption haben kann.
Wenn sie ein orthodoxer Christ sind, wurde ihre Kirche im Jahre 33 n. chr. durch Jesus Christus, den Sohn Gottes, gegründet. Doch ihre Geschichte reicht zurück bis zur Schöpfung der Welt. Die orthodoxe Kirche hat sich nicht verändert seit ihrer Gründung und ist die selbe gestern, heute und auf ewig.

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Jeremias
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Beitrag von Jeremias » 27.11.2009, 15:46

Erstens ist das "fragwürdig" nicht OK. Die Leute sind Mediziner, keine Hinterhofschlächter. Und jetzt sag nicht schon wieder "Die Frage erstaunt mich wirklich...", sondern komm doch mal zum Punkt...

Loukia
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Beitrag von Loukia » 27.11.2009, 17:43

Hätte Gott gewollt, das Frauen miteinander Kinder bekommen, dann hätte er es selbst möglich gemacht. Fragwürdig - vielleicht nicht hinsichtlich ihrer medizinisch-wissenschaftlichen Fähigkeiten, aber wer für die Entwicklung von etwas so Widernatürlichem sorgt, ist moralisch ganz klar fragwürdig.


Jedenfalls fände ich interessant zu erfahren, wie das mit dem von Röde Orm erwähnten Ritus so ist...
Ἡ χάρις τοῦ Κυρίου Ἰησοῦ Χριστοῦ μεθ' ὑμῶν. 1. Korinther 16,23

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Jeremias
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Beitrag von Jeremias » 27.11.2009, 18:14

Andersrum: Wenn es widernatürlich wäre, dann würde Gott es nicht zulassen. Mir fällt auf Anhieb auch kein Väterwort dazu ein...
Und auch so: Wenn Gott gewollt hätte, das wir fliegen, hätte er uns Flügel gegeben. Wenn Gott gewollt hätte, dass wir Krankheiten überleben, hätte er uns ein stärkeres Immunsystem gegeben.

Das Argument zieht noch nicht so ganz. Man kann gerne über die moralisch akzeptable Nutzung einer solchen wissenschaftlichen Erkenntnis reden, aber dann bitte auf etwas anderem Niveau als bisher angedeutet.
Ein Beispiel einer sicherlich akzeptablen Nutzung findet man oben. Wobei ich übrigens der Meinung bin, dass die Einschätzung nach moralisch akzeptabel oder nicht in erster Linie uns betrifft und nicht die Gesellschaft.

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Beitrag von Loukia » 27.11.2009, 20:23

Fliegen ist ja für Menschen auch widernatürlich, das stellt hier niemand in Frage, oder? Etwas großes zu bauen wie ein Flugzeug ist vielleicht vergleichbar mit dem Bau der Arche Noah, aber wenn man ein Kind aus zwei Frauen macht, dann widerspricht das klar der heiligen Schrift, die sagte, das Mann und Frau ein Fleisch werden. Nicht Frau und Frau. Wer sowas tut, spielt sich als allmächtiger Schöpfer auf, ich halte das für blasphemisch. Außerdem, das Geld, das in diese Entwicklung geflossen ist, hätte woanders mehr nutzen bringen können.

Einem Waisen ein zu Hause zu geben ist bestimmt schön und mich interessiert immernoch das, was Röde Orm erwähnte :P
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Loukia
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Beitrag von Loukia » 27.11.2009, 20:30

Jeremias hat geschrieben:Wobei ich übrigens der Meinung bin, dass die Einschätzung nach moralisch akzeptabel oder nicht in erster Linie uns betrifft und nicht die Gesellschaft.
Wie meinst du das? Sind wir nicht Teil der Gesellschaft? Sind wir eine Gesellschaft von vielen?
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Beitrag von Nassos » 27.11.2009, 21:34

Der Unterschied zwischen einem Flugzeug und einer Familie:

Die Familie ist nach orthodoxer Vorstellung selber eine Kirche.
Ein Flugzeug ist es nicht. Deshalb ist die Widernatürlichkeit in jedem der Fälle durchaus unterschiedlich zu betrachten.
Da hat "wenn Gott es gewollt hätte" durchaus eine qualitativ unterschiedliche Bedeutung.

Das Vonnötensein eines Immunsystems ist Folge des Falls und der Erbsünde. Ich glaube, das müssen wir hier auch wieder säuberlich von der Thematik trennen.

Ist nur meine Meinung.

Gruß,
Nassos

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Röde Orm
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Beitrag von Röde Orm » 27.11.2009, 21:43

Loukia hat geschrieben: Hätte Gott gewollt, das Frauen miteinander Kinder bekommen, dann hätte er es selbst möglich gemacht. Fragwürdig - vielleicht nicht hinsichtlich ihrer medizinisch-wissenschaftlichen Fähigkeiten, aber wer für die Entwicklung von etwas so Widernatürlichem sorgt, ist moralisch ganz klar fragwürdig.
DANKE.

Ich denke, ich möchte das nicht weiter diskutieren. Für mich ist der Unterschied zwischen gotteslästerlichen Experimenten und sinnvoller, für den Menschen hilfreicher Medizin klar erkennbar.

Oder mal so rum: Inzwischen kann man fast alle Säugetiere (Schafe, Pferde, Schweine) klonen und im Nutzbereich wird das in gewissem Umfang auch wirtschaftlich genutzt.

Das Menschen nicht geklont werden (oder dies bisher geheim gehalten wird?!) liegt vor allem an den Gesetzen, die das verbieten.

Da es aber überall an Spenderorganen fehlt - was spricht denn bitte dagegen, dass ein reicher Mensch, der es sich leisten kann (ich setze jetzt mal die technische Machbarkeit als gesichert voraus, das ist aber aktuell nicht der Fall!!) sich selbst klonen lässt, den Klon tötet und sich dessen Organe transplantieren lässt?

Das Thema "Ethik versus Wissenschaft" ist schon eine heissdiskutierte Sache seit Goethes Zeiten.

Für mich sind die Trennlinien ganz klar zu erkennen. Und deswegen ist es auch (mit Verlaub) völliger Unsinn, einen Eingriff in die Genetik - also in das Innerste des Lebens selbst - mit einem Flugzeug oder einem Auto zu vergleichen.
Loukia hat geschrieben:
Jedenfalls fände ich interessant zu erfahren, wie das mit dem von Röde Orm erwähnten Ritus so ist...
Ja, ich würde das auch gerne genauer wissen. Mal sehen, ob sich mal eine Gelegenheit ergibt, den Priester näher zu fragen. Aber die Kriche ist meistens sehr voll und so viele Leute haben Fragen - da will ich ihn nicht ohne wirklich wichtigen Grund aufhalten. Irgendwann will er ja auch zu seiner Familie.

Ich kann halt nicht nachlesen, denn mein Russisch ist nahe NULL und deswegen verstehe ich die Bücher alle nicht.
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Loukia
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Beitrag von Loukia » 28.11.2009, 10:20

Röde Orm hat geschrieben:
Da es aber überall an Spenderorganen fehlt - was spricht denn bitte dagegen, dass ein reicher Mensch, der es sich leisten kann (ich setze jetzt mal die technische Machbarkeit als gesichert voraus, das ist aber aktuell nicht der Fall!!) sich selbst klonen lässt, den Klon tötet und sich dessen Organe transplantieren lässt?
Habe ich die Ironie richtig erkannt? Da gab es doch mal einen Film. Eine perverse Vorstellung.
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Röde Orm
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Beitrag von Röde Orm » 28.11.2009, 10:24

So ist es.

Nicht alles, was technisch machbar ist, kann man auch vertreten.

Das mit einem Flugzeug, einem U-Boot oder was auch immer zu vergleichen, das geht einfach nicht.

Mit dem Leben selbst rumzuspielen ist eine ausgemachte Teufelei. Ein Verkehrsmittel ist einfach nur ein Verkehrsmittel.
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