Träume

Neu in der orthodoxen Kirche - Wie lebe ich als orthodoxer Christ? Alle allgemeinen Fragen rund um die Orthodoxie.
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Loukia
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Träume

Beitrag von Loukia » 08.11.2009, 13:54

Was sagt unsere Kirche zu Träumen? Das Deuten von Träumen ist eigentlich keine so gute Sache soweit ich weiß, aber wie war das dann mit Josef, dem Pharao und den sieben dünnen und sieben dicken Kühen?
Ἡ χάρις τοῦ Κυρίου Ἰησοῦ Χριστοῦ μεθ' ὑμῶν. 1. Korinther 16,23

Nassos
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Beitrag von Nassos » 08.11.2009, 20:54

Wie kommst du den darauf? Schlecht geträumt heute nacht? :mrgreen:

Loukia
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Beitrag von Loukia » 17.11.2009, 18:08

Nein. Das komische ist, ich träume oft Sachen, die Tage, Wochen, Monate später genau so eintreten...
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Aleks

Beitrag von Aleks » 17.11.2009, 18:43

Heilige Altväter und Altmütter raten uns Träumen k e i n e Beachtung zu schenken. Die Dämonen versuchen uns (ohne das wir es merken) während wir wach sind, mit Leuten diskutieren, etwas machen, denken usw... genausogut versuchen und beeinflussen uns Dämonen logischerweise auch während wir schlafen.
Ein Beispiel: Während der Fastenzeit werden wir (im Traum vom Teufel) gezwungen Fleisch, Milchprodukte zu essen, Sex zu haben und ähnliche Sünden zu begehen. Meistens sieht man den Dämon (im Traum) nicht, sondern man sieht physisch schöne (unbekannte und bekannte) Menschen. Der Teufel nimmt auch im Traum jene Gestalt an die im passt.
Wir hören oft wunderschöne Geschichten aus der Askese, wie u.a. Mönche in der Wüste Leben, sich geistig dort säubern, gegen den Körper und Teufel mit Gebet und Fasten kämpfen und es n a t ü r l i c h zu einem Happy-End kommt, nämlich dass dieser Asket hellsichtig wird, die Gabe der Wunderheilungen von Christus bekommt usw... jedoch wird selten erwähnt, dass es sehr viele Mönche/Nonnen gibt die in der Wüste verdorben sind! Ein armer orthodoxer Mönch aus Mesopotamien der in der Wüste einsam lebte und versucht hat durch harte Askese sich zu säubern, ging in die Hölle nur weil er folgende Schwäche hatte: Er versuchte seine Träume zu deuten und nahm sie auch ernst! Oft im Traum versuchte ihn der Teufel in Gestalt des Hl. Moses indem er ihm zeigte wie gut es den Juden im Paradies geht und was für schreckliche Qualen die Christen in der Hölle erleiden müssen, bis dann dieser Mönch "einsah", dass es besser ist Jude zu werden, wozu er sich auch entschloss.

Egal wie gut der Traum ist und wie wahr der Traum ist... man sollte sich niemals auf Träume verlassen, sondern alleinig auf Christus.

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Sinaitis
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Beitrag von Sinaitis » 17.11.2009, 19:09

ich träume wenig und selten und wenn, dann nur schwarz-weiß, d.h. ohne Farbe.
Wirklich, kein Witz. Ich kenne keine farbigen Träume. Am Tag bin ich freilich nicht farbenblind.

Nassos
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Beitrag von Nassos » 17.11.2009, 22:53

Hallo Aleks,

nun, da kenne ich auch anderes. Ich habe ein Buch auf griechisch, Dämonen und ihre Werke.
Um die Gefährlichkeit der Dämonen zu betonen, werden hier durchaus viele Geschichten erzählt, in denen Mönche in die Katastrophe geraten.

Vor vielen Jahren hatte ich dauernd einen Traum, in dem ich den Unterkiefer so verschob, dass seine Zähne vor denen des Oberkiefers standen. Danach habe ich die Zähne gegeneinander gedrückt, bis sie brachen.
Zu dieser Zeit wurde festgestellt, dass meine Weisheitszähne "aufwachten" und daran waren herauszuwachsen und mir dabei das Gebiss verschieben würden.
Nachdem sie rausoperiert waren, hörte dieser Traum auf. Von Deutungen wusste ich damals nichts, auch nicht von Dämonen.
Ich glaube, das waren unterbewusste Signale des Körpers.

Nun, wer weiss...

Gruß,
Nassos

Loukia
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Beitrag von Loukia » 18.11.2009, 14:44

Ich deute meine Träume nicht, nur wie gesagt. Ich Träume etwas und es wiederfährt mir Detailgetreu.

Ich weiß nicht ob Joseph, als er der Pharao im seinen Traum erzählte und Joseph diesen erklärte und das Volk vor einer Hungersnot bewahrte, etwas falsches tat? Ich weiß nicht, ob man das so schwarz-weiß einteilen kann?
Nein, nein, keine Anspielung auf Vater Martinos Aussage :2thumbs:
An meine Träume erinnern kann ich mich oft genug auch nicht, aber wenn ja, dann sind die Farben eigentlich immer extrem leuchtend...


Ich meine ich sehe ganz alltägliche Situationen, die wie gesagt so eintreten, wie sie in meinem Traum aussahen. Ich deute also nichts, es passiert einfach. Ich träume oft aber auch Schwachsinn, von dem ich weiß, er würde so nicht eintreten (fliegende Schweine etc.) und ich lege auch keinen Wert auf das, was mir irgendeiner im Traum sagt, was ich zu tun hätte... das passiert mir zudem nie.
Der Teufel hat mir dafür schon oft Horrorfilmreife Träume bereitet...^^

Andererseits hatte ich sehr schöne Träume wie diese:


Als kleines Mädchen hatte ich geträumt, das mein Vater und ich einen bewaldeten Berg hochgingen, zu einer wunderschönen, grünen Kirche. Der Priester hatte einen recht langen Bart und er gab zuerst meinem Vater ein Komboskini, dann gab mein Vater es mir.

Oder ein Traum, in dem ich in einem Wald war mit meiner Familie und es war ein Labyrinth in der Krypta einer Kirche und es liefen viele Mönche dort herum.... wir verloren uns aus den Augen und ich weinte...

Oder ein Traum, in dem wir in einer Wüstengegend eine Kirche besuchten, in der ein Gang war, am Ende des Ganges war eine Ikone, die alle verehren wollten. Der Gang, man musste eh schon reinkriechen, wurde aber immer enger und enger und ließ am Ende nur genug Platz für den Kopf, um die Ikone zu küssen...

So und meine Frage ist so auch noch nicht vollständig beantwortet... btw.. :mrgreen:
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holzi
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Beitrag von holzi » 18.11.2009, 16:20

Liebe Loukia,

deine Träume sagen oft sehr viel über dich selbst und deine Gedanken aus. Im Schlaf schaltet das Gehirn ja nicht komplett ab, sondern durchläuft Prüfprogramme - um es mit der Computersprache zu sagen. Dabei werden auch immer wiederkehrende Motive benutzt, auch deine unbewussten Gedanken kommen so wieder zur Anwendung.

Ich glaube aber auch, daß die allermeisten Träume keine tiefere Bedeutung haben, sondern einfach "Träumereien" sind, wo unsere Gedanken sich im Schlaf irgendwie selbständig machen.

Und mit den Träumen des Josef ist es so eine Sache: ich war nicht dabei. Und daher muss ich mich auf das verlassen, was in der Bibel steht. Ich weiß, ich mache es mir hier recht einfach. Aber was sollich sonst tun? Lange rumgrübeln? Nein, keine Zeit und keine Lust dazu! ;)
Das Christentum nimmt den Menschen, wie er ist, und macht ihn zu dem, was er sein soll. (Adolph Kolping 1813-1865)

Loukia
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Beitrag von Loukia » 18.11.2009, 16:26

Danke Holzi :)

Ja, sich einfach auf die Bibel zu verlassen liegt nahe. Ich erinnere mich aber noch, das diese Geschichte eine meiner liebsten biblischen Geschichten war, als ich ein Kind war, dicht gefolgt von Samson und Delila, David und Goliath und der Moses-Geschichte...
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Nassos
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Beitrag von Nassos » 18.11.2009, 21:34

...und nicht zu vergessen (schon wieder ein) Joseph, dem der Engel erschien, um ihn auf die Geburt seiner Frau vorzubereiten, ihn vor Herodes zu warnen und ihm die Wiederkehr mitteilte.
Wenn, dann mischen beide "Seiten" mit. Zumindest sollte man kritisch damit umgehen, und vor allem sich nicht im Affekt mürbe machen lassen oder sich wahnsinnig machen lassen.

Michael
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Re: Träume

Beitrag von Michael » 06.02.2010, 00:19

Ich glaube der Teufel und die Dämonen können auch im Traum gestalt annehmen. ist das richtig?
Zuletzt geändert von Michael am 12.05.2010, 21:16, insgesamt 1-mal geändert.
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bewundernswert und verherrlicht ist der Herr in die Äonen der
Äonen!“

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Re:

Beitrag von Michael » 06.02.2010, 00:23

Sinaitis hat geschrieben:ich träume wenig und selten und wenn, dann nur schwarz-weiß, d.h. ohne Farbe.
Wirklich, kein Witz. Ich kenne keine farbigen Träume. Am Tag bin ich freilich nicht farbenblind.
Wow, kaum zu glauben.
Ich träume sehr häufig schwachsinniges Zeug und ich bin überzeugt das kommt vom Widersacher.
Versuche dann beim Aufstehen die Träume zu ignorieren.


Liebe Grüße
Michael
Zuletzt geändert von Michael am 12.05.2010, 21:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Träume

Beitrag von Loukia » 06.02.2010, 14:37

Träume sind Schäume...
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Re: Träume

Beitrag von Allons » 09.02.2010, 14:26

Ganz interessant: http://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%A9j%C3%A0-vu mit weiteren Artikeln unten anhängend. Kurz gesagt ergänzt das Gehirn von sich aus bestimmte Situationen mit erinnerten Inhalten. Das führt dann zum Wiedererkennungseffekt.

HG, Allons!

Sofi
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Re:

Beitrag von Sofi » 22.03.2010, 10:26

Aleks hat geschrieben:genausogut versuchen und beeinflussen uns Dämonen logischerweise auch während wir schlafen.
Ein Beispiel: Während der Fastenzeit werden wir (im Traum vom Teufel) gezwungen Fleisch, Milchprodukte zu essen, Sex zu haben und ähnliche Sünden zu begehen. Meistens sieht man den Dämon (im Traum) nicht, sondern man sieht physisch schöne (unbekannte und bekannte) Menschen. Der Teufel nimmt auch im Traum jene Gestalt an die im passt.

Oh mein Gott!! das stimmt!! ich träume zur Zeit das ich immer so sachen esse so zum Beispiel Milchprodukte und Döner... :|

Noch was ist das ne Sünde das ich das träume?! ich mein ich mach das ja nicht mit Absicht?!

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