Orthodoxie im Licht der Bibel

Neu in der orthodoxen Kirche - Wie lebe ich als orthodoxer Christ? Alle allgemeinen Fragen rund um die Orthodoxie.
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Orthodoxie im Licht der Bibel

Beitragvon Trust-in-CR » 03.01.2013, 17:53

Guten Tag,

Da mir seit einiger Zeit vieles an Herzen liegt und ich mich auf der Suche nach Antworten machte, fand ich dieses Orthodoxe Forum. Ich hoffe die richtige Adresse gefunden zu haben, bezüglich meiner Fragen.

Da ich als Serbe auf die Welt kam wurde ich in der orthodoxen Kirche getauft und in Ihre Tradition fortlaufend eingeweiht, durch meine Eltern.

Von klein an ging ich mit den Eltern in die Kirche, fügte mich in den Reihen und wusste um ehrlich zu sein nicht sehr viel über den Glauben.

Vor 3 Jahren bekam ich eine Bibel von einem Freund geschenkt über, der voller Überzeugung mir sagte, dass die Lehre der Religionen (katholisch, orthodox etc.) nicht der gesunden biblischen Lehre entsprechen und man sich eine biblische christliche Gemeinde aufsuchen sollte.

Darauf wollte ich das prüfen und begann die Bibel von Anfang bis zum Schluss zu lesen.

Durch die Bibel kam ich zum Glauben an den lebendigen Gott Herrn Jesus Christus und meine Erkenntnis über den christlichen Glauben blühte auf, dafür danke ich Gott.

Ich kam zum Entschluss, dass vieles was die Orthodoxie lehrt nicht im Einklang mit dem Wort Gottes vereinbar wäre und es tauchten immer mehr Fragen auf..

Wenn Markus 16,16 sagt, dass wer glaubt und sich taufen lässt, gerettet wird, frage ich mich wie ein kleines Kind welches auf die Welt kommt Glauben kann?

Des Weiteren verwunderte ich mich über die Ikonen und die Heiligenverehrung, das man die Heilige als Fürsprecher anrufen darf und ehren sollte, und das jeder Heilige einen Familien Schutzpatron darstellt.

Die Bibel sagt ganz klar, dass es nur "einen" Fürsprecher für die Menschen bei Gott gibt, Jesus Christus.

Des Weiteren feiern die Serben etwas, was der Rest nicht kennt, dass ist die "Slava" eine Feiertag zu Gunsten des Heiligen, da kommt die ganze Familie vorbei und es wird Weihrauch angezündet und Brot gebrochen, eine spezielle Form der Verehrung des Familien Schutzpatron. (Heiligen)

Da liegt mein grösstes Problem, mein Vater will mir die Slava übergeben jedoch kann ich das gegenüber dem Gewissen zum Herrn nicht vereinbaren, den er hat mich zum Glauben gerufen, Christus! Ihm gebührt die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und ich bin vollkommen der Überzeugung das die Bibel das Wort Gottes ist, daher hat die Bibel immer das letzte Wort, wenn es um den christlichen Glauben geht.

Wo steht in der Bibel man sollte Heilige verehren? Sind nicht Heilige Menschen die an Jesus Christus glauben?

Sie respektieren und anerkennen als Brüder in Christus ist nicht der Rede Wert, aber Sie verehren und zu Ehre von Ihnen den Tag wo Sie gestorben sind zu feiern?

Die Kirche sagt das ist der Geburtstag im Himmel, die Bibel sagt erst wenn der Herr Jesus Christus zurückkommt findet die erste Auferstehung statt, warum widerspricht sich die Lehre der Kirche mit den Worten Jesu?

Lehrt die orthodoxe Kirche, dass man von neuem geboren werden muss falls man das Reich Gottes erblicken möchte, wie es der Herr Jesus Christus dem jüdischen Schriftgelehrten Nikodemus lehrte?

Besten Dank im Voraus.

Gottes Segen allen Brüdern und Schwestern in Christus.

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Igor
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Re: Orthodoxie im Licht der Bibel

Beitragvon Igor » 04.01.2013, 21:03

Lieber Miroslav, herzlich willkommen hier im Forum!
Miroslav hat geschrieben:Vor 3 Jahren bekam ich eine Bibel von einem Freund geschenkt über, der voller Überzeugung mir sagte, dass die Lehre der Religionen (katholisch, orthodox etc.) nicht der gesunden biblischen Lehre entsprechen und man sich eine biblische christliche Gemeinde aufsuchen sollte.


Das deutet auf eine eher ‚jüngere‘ Glaubensrichtung (evanglikal etc.) hin.

Miroslav hat geschrieben:Darauf wollte ich das prüfen und begann die Bibel von Anfang bis zum Schluss zu lesen.

Durch die Bibel kam ich zum Glauben an den lebendigen Gott Herrn Jesus Christus und meine Erkenntnis über den christlichen Glauben blühte auf, dafür danke ich Gott.

Ich kam zum Entschluss, dass vieles was die Orthodoxie lehrt nicht im Einklang mit dem Wort Gottes vereinbar wäre und es tauchten immer mehr Fragen auf..


Die Bibel zu lesen ist natürlich außerordentlich wichtig. Genauso so wichtig ist es aber, eine Hilfestellung beim Verstehen der Bibel zu haben. Diese liefern uns z.B. die Heiligen Kirchenväter, dann wird sehr schnell klar werden, dass es keine Widersprüche zwischen dem Wort Gottes und dem, was die Orthodoxie lehrt, gibt.

Miroslav hat geschrieben:Wenn Markus 16,16 sagt, dass wer glaubt und sich taufen lässt, gerettet wird, frage ich mich wie ein kleines Kind welches auf die Welt kommt Glauben kann?


Die Taufe ist nur der Beginn des Weges, ein Leben als Christ und das Streben zu Gott führt erst auf den Weg der Errettung und letztendlich zu Gott.

Miroslav hat geschrieben:Des Weiteren verwunderte ich mich über die Ikonen und die Heiligenverehrung, das man die Heilige als Fürsprecher anrufen darf und ehren sollte, und das jeder Heilige einen Familien Schutzpatron darstellt.

Die Bibel sagt ganz klar, dass es nur "einen" Fürsprecher für die Menschen bei Gott gibt, Jesus Christus.


Jesus Christus Selbst ist Gott (eine der drei Hypostasen). Zum Thema „Ikonen und die Heiligenverehrung“ gibt es im Forum eine Reihe von Beiträgen, am Besten, Du nutzt die Suchfunktion – da wirst Du bestimmt fündig werden.

Miroslav hat geschrieben:Des Weiteren feiern die Serben etwas, was der Rest nicht kennt, dass ist die "Slava" eine Feiertag zu Gunsten des Heiligen, da kommt die ganze Familie vorbei und es wird Weihrauch angezündet und Brot gebrochen, eine spezielle Form der Verehrung des Familien Schutzpatron. (Heiligen)


Im „Orthodoxen Liturgischen Kalender 2013“ sind einige Ausführungen zur „Slava“ von Priester Radomir Kolundzic enthalten:

Die Entstehung des serbischen Familienfestes (serbisch: slava) steht in Verbindung mit der Christianisierung der Südslawen, die im 9. Jahrhundert ihren weitgehenden Abschluss gefunden hat. […] Das Slava entstand als Erinnerung an jene Stammesvorfahren, die als erste den christlichen Glauben angenommen hatten. So wie jede christlich-orthodoxe Kirche einem bestimmten Feiertag aus der Heilsgeschichte oder einem Heiligen geweiht ist, so ist auch jede Familie, jeder Familienstamm, einem eigenen (Familien-)Hauspatron geweiht, der als Beschützer und Vermittler der Familie – als Kirche im Kleinen – gilt. Das Familienpatronfest besteht demnach aus zwei Grundelementen: der Erinnerung an die Christianisierung bzw. Taufe der Vorfahren und aus der Verehrung des Familienschutzpatrons.
[..]
Die Slava wird vom Vater auf den Sohn übertragen bzw. von der einen auf die nächste Generation, was die Besonderheit der serbischen Slava im Vergleich zu den familiären Festen anderer orthodoxer Völker ausmacht. Sobald der Sohn das elterliche Haus verlässt und seine eigene Familie gründet, sollte er auch in seinem Haus die Slava feiern.


Soweit ein kurzer Auszug.

Miroslav hat geschrieben:Da liegt mein grösstes Problem, mein Vater will mir die Slava übergeben jedoch kann ich das gegenüber dem Gewissen zum Herrn nicht vereinbaren, den er hat mich zum Glauben gerufen, Christus! Ihm gebührt die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und ich bin vollkommen der Überzeugung das die Bibel das Wort Gottes ist, daher hat die Bibel immer das letzte Wort, wenn es um den christlichen Glauben geht.

Wo steht in der Bibel man sollte Heilige verehren? Sind nicht Heilige Menschen die an Jesus Christus glauben? ?


Zum Thema Heiligenverehrung schau‘ mal bitte :arrow: in diesen Strang, da wurde das schon diskutiert.

Miroslav hat geschrieben:Lehrt die orthodoxe Kirche, dass man von neuem geboren werden muss falls man das Reich Gottes erblicken möchte, wie es der Herr Jesus Christus dem jüdischen Schriftgelehrten Nikodemus lehrte?


Ja, mit der Taufe werden wir „neu geboren“, egal, ob im Kleinstkindesalter oder später. Wie aber jedes Neugeborene müssen wir wachsen (im geistigen Sinne), um letztendlich zu Gott zu kommen (s.o.).

Ich hoffe, dass Dir damit etwas weiter geholfen ist.

In Christo
Igor
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Re: Orthodoxie im Licht der Bibel

Beitragvon Nassos » 07.01.2013, 17:58

Hallo Miroslav,

die Deutung der Hl. Schrift überlassen wir nicht dem Einzelnen, sondern der Tradition der Kirche, also unter der Führung des Heiligen Geistes, hierzu mal http://www.oodegr.com/english/ekklisia/ ... _bible.htm.
Generell beschränken wir Gott nicht in dem Buch a la sola scriptura. Ich empfehle hierbei tiefere Lektüre bzgl der Tradition.

Was die Säuglingstaufe, also Unmündigentaufe, angeht, folgendes. Wir verstehen unter der Sünde einen krankhaften Zustand, der der Heilung bedarf. Dies wird durch die Taufe eingeleitet (der alte Mensch stirbt und der neue ersteht in Christud).
Wenn Dein Kind krank ist, wartest du auch nicht, bis es mündig ist, um selber zu entscheiden, ob es die Medizin will oder nicht. Du entscheidest für das Kind, nicht nur weil Du verantwortlich bist, sondern weil du dich um sein Wohl sorgst.

Die Heiligenverehrung ist eine Sympathiebekundung für besondere Menschen des Glaubens. Heilig ist Gott allein, doch wir glauben, dass diese Menschen durch Seine Gnade an Seiner Heiligkeit teilhaben, z.B. das Martyrium. Vergleicjbar mit den FMenschen, die wir besonders lieben, weil sie unsere Familie, Freunde, Helfer sind. Die Ikonen sollen hierbei als Sinnesanreiz dienen, um den Geist durch ihre vorbildliche Gottesliebe eben auf Gott auszurichten. Da sie Gott näher stehen, erhoffen wir durch sie gutes Zureden vor Gott, eben so wie Du evtl für jemanden betest. Ihr Gebet als die von Gerechten sind sicherlich stärker. Es ändert nichts daran, dass man zum Vater dutch den Sohn im Heiligen Geist kommt und die Heiligen sind kein Christusersatz. Daher Verehrung aber keine Anbetung, selbst bei der Gottesmutter nicht.

Also, ich würde auf die Zusprache nicht verzichten wollen, wie ich auch dankbar bin für jedes Gebet, in dem meiner gedacht wird.

Ich hoffe, es wird dadurch etwas verständlicher.

Herzlich willkommen!
Nassos

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Re: Orthodoxie im Licht der Bibel

Beitragvon Nassos » 07.01.2013, 19:11

es sei noch auf den 2. Petrusbrief 1, 20 und 21 verwiesen.

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Hermann
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Re: Orthodoxie im Licht der Bibel

Beitragvon Hermann » 07.01.2013, 20:43

Hallo Miroslav,

nur eine kurze Anmerkung zu dem allen: Die Bibel ist ja nicht vom Himmel gefallen sondern die Entstehung der Bibel war ein kirchliches Geschehen und das übersehen etwa Evangelikale heute gerne. Die Kirche hat im Laufe ihrer etwa 350 ersten Jahre bestimmt, welche Schriften geistgewirkt sind und welche nicht. In Amerika, wo viele christliche Glaubengruppen mit ihrer Bibeltreue werben, gibt es einen Spruch der Orthodoxen der in etwa lautet "und wir sind die Kirche, welche die Bibel geschaffen hat."

Liebe Grüße, Hermann
Sucht zuerst das Reich Gottes, alles andere wird euch hinzugeschenkt.

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Re: Orthodoxie im Licht der Bibel

Beitragvon Trust-in-CR » 09.01.2013, 17:53

Liebe Brüder in Christus

Vielen Dank für die ersten Antworten.

Bei uns Serben gibt es ja die Slava, wie ich bereits erwähnen durfte. Wie schon Igor erläutert hat, wird diese Fest des Familienschutzpatrons von Vater zu Sohn übertragen und das seit Generationen!

Warum bekomme ich das Gefühl wenn ich folgenden Vers lese, dass mit dieser Sache (Slava) etwas nicht in Ordnung ist:

Jesaja 66,3

Wer einen Ochsen schächtet, [ist wie einer,] der einen Menschen erschlägt; wer ein Schaf opfert, [ist wie einer,] der einem Hund das Genick bricht; wer Speisopfer darbringt, [ist wie einer,] der Schweineblut [opfert]; wer Weihrauch anzündet, [ist wie einer,] der einen Götzen verehrt — sie alle erwählen ihre eigenen Wege, und ihre Seele hat Wohlgefallen an ihren Greueln.

Genau das geschieht an der Slava, mein Vater zündet Weihrauch an und geht zur Ikone und erweist Ihr Ehre. Danach liest, vor allen Gästen, meine Mutter das Gebet "Vater unser" und das Brot wird gebrochen.

Aber wenn ich folgendes in der Heiligen Schrift lese, sieht das ganze noch mysteriöser aus:

Matthäus,5-6

Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler; denn sie stellen sich gern in den Synagogen und an den Straßenecken auf und beten, um von den Leuten bemerkt zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen. Du aber, wenn du betest, geh in dein Kämmerlein und schließe deine Türe zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten.

Würde mich die orthodoxe Kirche aus schlissen, wenn ich auf die Heiligenverehrung und die Ikonen verzichten würde und nur meinen Herrn Jesus Christus als Familienschutzpatron und Heiland und Fürsprecher bei Gott anerkennen will?

Bin mal gespannt auf Antworten.

Gottes Segen euch allen.

Herzliche Grüsse

Miroslav

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Re: Orthodoxie im Licht der Bibel

Beitragvon Trust-in-CR » 09.01.2013, 18:44

Ein Ausschnitt aus Wikipedia:

Der Ursprung des Brauches ist nicht genau geklärt. Einer Theorie der nationalen Romantik des 19. Jahrhunderts zufolge führt der Brauch der Slava weit in die Zeit der Christianisierung der Serben und benachbarter Slawenstämme im 9. Jahrhundert zurück. Demnach besaßen die Serben einst eine ganze Reihe von Göttern, darunter auch Familiengötter- oder Geister ähnlich den römischen Laren. Um ihnen den Übertritt zum christlichen Glauben zu erleichtern, wurde die Slava ins Leben gerufen, in der christliche Heilige den Platz der früheren Familiengötter einnahmen. Für diese Theorie gibt es jedoch, historisch betrachtet, keine sicheren Belege. Bekannt sind so genannte imendani, Namenstage, Feste für die Schutzheiligen, wie sie auch anderen christlichen Völkern eigen sind. Möglich ist, dass sich der imendan während der osmanischen Herrschaft zur Slava entwickelte, in der das Schutzfest des christlichen Patrons nun ganze Familien und sogar weite Regionen vereinigte und zugleich als Identitätsfestigung sowie Abgrenzung gegen die damals drohende Islamisierung diente. Die imendani dagegen haben sich bei den orthodoxen Bulgaren, Mazedoniern und Russen als Hauptfeste der Schutzheiligen erhalten. Der Unterschied zwischen der Slava und dem imendan ist der, dass die Slava von einer Generation zur nächsten vererbt werden soll, d.h. von den Eltern zu den Kindern, während der imendan individuell ist und meistens jener Schutzpatron gefeiert wird, an welchem Tag der jeweilige Christ getauft wurde und/oder dessen oder deren Namen bekommen hatte. In der Slava haben nicht nur Familien, sondern auch orthodoxe Kirchen, Klöster, Schulen, Dörfer und Städte ihren eigenen Hauspatron. Das bedeutet, ein bestimmter Kirchenheiliger beschützt Familie oder Kirche und der Namenstag dieses Heiligen wird alljährlich besonders festlich begangen. Es wurde Wert darauf gelegt, die Festtage hauptsächlich im Frühjahr, Herbst oder Winter zu begehen, sodass die Arbeit der Erntemonate nicht unterbrochen wurde. In früheren Zeiten konnten diese Feste bis zu drei Tagen dauern; in manchen ländlichen Gebieten hat sich dies erhalten, doch in den größeren Städten begnügt man sich heutzutage mit einem Tag des Feierns.

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los im Glauben, dass man die damaligen römischen oder serbischen Götter durch Heilige ersetzt hat und Sie mittlerweile fast zu Götter macht, indem man ohne mit der Wimper zu zucken Ihnen die Macht gibt, eine ganze Familie beschützen zu können.

Ich war bei vielen verwandten und bekannten seit Jahren an verschieden "Slaven" anwesend, jedoch bekomme ich mittlerweile das Gefühl, dass Sie mehr auf Ihre Heiligen schauen und Ihnen vertrauen als auf Jesus Christus.

Keiner von Ihnen weis etwas über die Schrift und alle setzen vollkommenes Vertrauen auf den Familien Schutzpatron und Ihren Ikonen als ob Sie Macht hätten zu erretten.

Ich will hier keinen Beleidigen oder deren Gleichens aber ich schildere was ich bis jetzt in meinem Leben gesehen habe.

Und wenn ich dann noch folgende Sachen lese wird es auch nicht besser:

Jesaja 44

Der Herr allein ist Gott - die Torheit des Götzendienstes

6So spricht der Herr, der König Israels, und sein Erlöser, der Herr der Heerscharen: Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir gibt es keinen Gott. 7Und wer ruft wie ich und verkündigt und tut es mir gleich, seit der Zeit, da ich ein ewiges Volkb eingesetzt habe? Ja, was bevorsteht und was kommen wird, das sollen sie doch ankündigen! 8Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht! Habe ich es dir nicht schon längst verkündet und dir angekündigt? Ihr seid meine Zeugen! Gibt es einen Gott außer mir? Nein, es gibt sonst keinen Fels, ich weiß keinen!
9Alle Götzenmacher sind nichtig, und ihre Lieblinge nützen nichts; ihre eigenen Zeugen sehen nichts und erkennen nichts, so daß sie zuschanden werden. 10Wer hat je einen Gott gemacht und ein Götzenbild gegossen, ohne einen Nutzen davon zu erwarten? 11Siehe, alle, die mit ihm Gemeinschaft haben, werden zuschanden, und seine Werkmeister sind auch nur Menschen. Mögen sie alle sich vereinigen und zusammenstehen — sie müssen doch erschrecken und miteinander zuschanden werden!
12Der Kunstschmied hat einen Meißel und arbeitet in der Glut und bildet es mit Hämmern und fertigt es mit der Kraft seines Armes; dabei leidet er Hunger, bis er kraftlos wird, und trinkt kein Wasser, bis er ermattet ist. 13Der Holzschnitzer spannt die Meßschnur aus, er zeichnet es ab mit dem Stift, bearbeitet es mit Schnitzmessern und umreißt es mit dem Zirkel; und er macht es nach dem Bildnis eines Mannes, nach der Schönheit des Menschen, damit es in einem Haus wohne.

Psalm 135

15 Die Götzen der Heiden sind Silber und Gold,
von Menschenhand gemacht.
16 Sie haben einen Mund und reden nicht,
Augen haben sie und sehen nicht;
17 Ohren haben sie und hören nicht,
auch ist kein Odem in ihrem Mund.
18 Ihnen gleich sind die, welche sie machen,
ein jeder, der auf sie vertraut!


Kann ein aufrichtiger orthodox Gläubiger Christ sich vorstellen, dass die Apostel eine Ikone verehrten?

Ich glaube dies ist unmöglich, wie seht ihr das?

Herzliche Grüsse

Miroslav

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Igor
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Re: Orthodoxie im Licht der Bibel

Beitragvon Igor » 09.01.2013, 19:54

Miroslav hat geschrieben:Kann ein aufrichtiger orthodox Gläubiger Christ sich vorstellen, dass die Apostel eine Ikone verehrten?


Ja, der hl. Apostel Lukas war sogar :arrow: der erste Ikonenmaler.
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Als der Höchste hernieder fuhr, verwirrte Er die Sprachen, zerteilte Er die Völker, nun, da Er Feuerzungen ausgeteilt, ruft Er alle zur Einheit: Einmütig preisen wir deshalb den Heiligen Geist. (Pfingstkondakion im 8. Ton)

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Re: Orthodoxie im Licht der Bibel

Beitragvon barmalay3 » 09.01.2013, 20:41

ХРИСТОС СЕ РОДИ
(auf deutsch "Christus ist geboren"??)

Hallo MiroSLAV,
ich habe deine Beiträge bereits gelesen, hatte aber keine Zeit, um selbst zu antworten. Dafür habe das meine Vorredner sehr gut getan.

Zum Weihrauch
Mt 2:12
Die Weisen brachten Gold, WEIHRAUCH und Myrre ALS GABEN dar.
Den Weihrauch habe sie sicher nicht gegessen!

Zu den Ikonen
Lies einmal in aller Ruhe im zweiten Buch Mose das Kapitel 25 durch.
Besonders 2.Mos 25:18-20
18 Mach zwei Kerubim aus getriebenem Gold und arbeite sie an den beiden Enden der Deckplatte heraus! 19 Mach je einen Kerub an dem einen und dem andern Ende; auf der Deckplatte macht die Kerubim an den beiden Enden! 20 Die Kerubim sollen die Flügel nach oben ausbreiten, mit ihren Flügeln die Deckplatte beschirmen und sie sollen ihre Gesichter einander zuwenden; der Deckplatte sollen die Gesichter der Kerubim zugewandt sein.

und

2.Mos 25:22 Dort werde ich mich dir zu erkennen geben und dir über der Deckplatte zwischen den beiden Kerubim, die auf der Lade der Bundesurkunde sind, alles sagen, was ich dir für die Israeliten auftragen werde.

2.Mos 26:1 Die Wohnstätte sollst du aus zehn Zelttüchern herstellen; aus gezwirntem Byssus, violettem und rotem Purpur und Karmesin mit Kerubim sollst du sie machen, wie es ein Kunstweber macht.

2.Mos 26:31 Mach einen Vorhang aus violettem und rotem Purpur, Karmesin und gezwirntem Byssus; wie Kunstweberarbeit soll er gemacht werden, mit Kerubim.

2.Mos 36:8 Die Kunstverständigen unter den Arbeitern verfertigten die Wohnstätte aus zehn Zelttüchern: aus gezwirntem Byssus, violettem und rotem Purpur und Karmesin, mit Kerubimfiguren; als Kunstweberarbeit machten sie es.

2.Mos 36:35 Er machte einen Vorhang aus violettem und rotem Purpur, Karmesin und gezwirntem Byssus; er machte ihn in Kunstweberarbeit, mit Kerubimfiguren.

2.Mos 37:8-9
8 und zwar einen Kerub an dem einen Ende und einen Kerub an dem andern Ende der Deckplatte; er arbeitete die Kerubim an ihren beiden Enden heraus. 9 Die Kerubim breiteten ihre Flügel nach oben aus; mit ihren Flügeln beschirmten sie die Deckplatte und sie wandten ihre Gesichter einander zu; die Gesichter waren der Deckplatte zugewandt.

etc

Die Anweisungen kommen von Gott selbst. Er sagt, wie das Zelt mit den Bundesladen sein soll. Gott sagte, wie sein Heiligtum ausgestattet sein sollte. Darüber hinaus sagt Gott ganz klar, dass die "heiligen Gegenstände" im Zelt aus GOLD sein sollen. Solche Anweisungen mit Gold findet man im Zweiten Buch Mose recht häufig. (Kapitel 25 & 26)

Die erste Ikone der Gottesmutter wurde vom EVANGELISTEN LUKAS gemacht!!!
(Wie Igor bereits erwähnt hat)

Zur Slava
Nach der genannten (plausiblen) Theorie hatte jeder Stamm / jede Familie ihre eigenen Schutzgötter.
Als die Griechen die Slawen getauft haben, haben sie nicht neue Griechen aus ihnen gemacht, wie die Deutschen Missionare, die deshalb keinen Erfolg erzielten, sonder sie haben mit den Slawen auch deren Kultur getauft. Dasselbe ist auch mit Weihnachten geschehen (Die Heiden feierten die Geburt der sichtbaren Sonne, die Christen machten daraus das Fest der Geburt der alles erleuchtenden Sonne (Christus))
In Serbien ist der Anteil der religiösen Leute mit dem Kommunismus weit hinuntergeschnitten worden Heute feiern praktisch alle Serben, die Slava selbst der "Durchschnittsatheist" Auch wenn es manche übertreiben mit dem Essen und Trinken, feiern dann auch Atheisten (einen Heiligen) Gott(es).

Ich persönlich hätte da noch eine kleine Frage. Sie ist mir einmal in den Sinn gekommen:
Mt 16:18 Aber auch ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde6 bauen, und des Hades Pforten werden sie nicht überwältigen.
Demzufolge MUSS es die Kirche seit ihrer Gründung bis zum Jetzigen Augenblick IMMER DIE WAHRE KIRCHE mit ihren WAHREN LEHREN gegeben haben, nicht? Wenn nicht, dann hat Jesus gelogen, was er nicht tat.
Wenn wir uns jetzt in die vorreformatorische Zeit hineinversetzten treffen wir auf folgende Institutionen, die sich Kirche nennen, von denen eine die wahre Kirche sein MUSS: Östlich-Orthodoxe Kirchen, Altorientalisch-Orthodoxe Kirchen, Römisch-Katholische Kirche.
Das die Lateinische Kirche nicht in Frage kommt, muss ich dir wohl nicht sagen (Unfehlbarkeitsdogma ETC). Bleibt nicht viel übrig.
(Was war vor Luther etc????????)

Ich entschuldige mich, falls ich mich undeutlich ausgedrückt habe.

Gruss Marko

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Re: Orthodoxie im Licht der Bibel

Beitragvon barmalay3 » 09.01.2013, 20:51

Mir ist noch etwas zu den Ikonen eingefallen:
Wenn zum Beispiel im Jahre 30 irgendjemand eine Kamera gehabt hätte und ein Foto von Christus, dem fleischgewordenen Gott, gemacht hätte (bei den ganz alten Kammeras kommt ja das Bild gleich heraus) und dieser jemand wärst du, was würdest du mit diesem Foto machen, nachdem Christus in den nächsten Ort gegangen ist??
(Wenn Christus dich noch geheilt hätte)

Also ich würde dieses Bild an der Wand aufhängen und könnte nicht davon wegschauen. Ich würde es küssen, wie eine Mutter das Bild der Sohnes, der Im Krieg ist, oder der Sohn, der im Krieg ist, das Bild seiner (Mutter oder) Verlobten küssen würde und ich würde mich ständig daran erinnern, das der Abgebildete mich geheilt hat. Geheilt von meiner Krankheit, mich heilt von meiner Sünde.

Schönen Abend noch
Ich verspüre gerade einen unaussprechlichen Drang meine Christusikone zu küssen und mich vor dem auf ihr Abgebildeten zu verneigen

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Re: Orthodoxie im Licht der Bibel

Beitragvon Trust-in-CR » 10.01.2013, 06:14

Wo steht in der Heiligen Schrift das der Apostel Lukas eine Ikonen gezeichnet hat? Oder steht es in der heiligen Überlieferung? Könnte das vielleicht jemand für Ihn erfunden haben?

Welche sind die ältesten Ikonen welche vorhanden sind? Wurden Sie nicht erst ca. im 8. Jahrhundert in die Kirche eingeführt?

Was verstehe ich hier falsch?

2. Mose 20, 4-6

Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.

Werden diese Bildnisse nicht gemacht wen Heilige auf Ikonen gemalt werden, da Sie ja bereits im Himmel sind? Wir sollten uns kein Bildnis machen von dem was oben im Himmel ist und geschweige den Sie anbeten.

Werden die Heiligen nicht um Fürsprache gebeten?

Bitte um klare Aufklärung.

Gruss

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Re: Orthodoxie im Licht der Bibel

Beitragvon holzi » 10.01.2013, 08:11

Oh Mann, du lässt dich viel zu viel von den Baptisten beeinflussen. Wo in der Bibel steht, dass alles in der Bibel stehen muss? Sola Scriptura ist unbiblisch!
Das Christentum nimmt den Menschen, wie er ist, und macht ihn zu dem, was er sein soll. (Adolph Kolping 1813-1865)

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Re: Orthodoxie im Licht der Bibel

Beitragvon Nikolaj » 10.01.2013, 09:14

Lieber Miroslav,

ich finde es schade, dass du nicht auf die Antworten der User eingehst und diese widerlegst, sondern einfach weitere Zitate freikirchlichen Ursprungs einwirfst. Für mich ist das leider keine Diskussion...

Ich war übrigens früher in einer Baptistengemeinde und wollte nichts von der Orthodoxie wissen. Aber, als ich diese kennen gelernt habe, bin ich orthodox geworden.

Ich schlage vor, dass du vielleicht nochmal deine Fragen formulierst, die dich interessieren. Bibelzitate brauchst du dafür ja nicht - wir haben alle selbst eine zu Hause und lesen diese. Dann können wir gerne darauf antworten.
Aber, für eine fruchtvolle Diskussion wäre es angebracht, dass du verstehst, dass wir Orthodoxen keine Heiden oder Abergläubige sind. Wir glauben an die Dreifaltigkeit Gottes (Vater, Sohn und Heiliger Geist), wir glauben dass Jesus Christus Gottes Sohn und unser Retter ist, wir beten nur Gott an. Heilige sind unsere Brüder, die schon bei Gott sind und die wir um eine Fürbitte bei Gott bitten (was wir übrigens auch gegenseitig tun, wenn wir unsere lebenden Mitchristen um ihre Gebete für uns bitten).
Ikonen sind keine Götzenbilder, sondern Bilder von Jesus Christus und den Heiligen. Wenn Ikonen verboten sind, dann sind auch Fotos verboten, also wirf dein Fotoalbum weg. :)

Ich würde mich auf deine Antwort freuen, aber bin mir nicht sicher dass wir eine bekommen werden...

Schönen Gruß
Nikolaj

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Lazzaro
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Re: Orthodoxie im Licht der Bibel

Beitragvon Lazzaro » 10.01.2013, 10:10

Lieber Miroslav!

Herzlich willkommen im Forum.
Hier kurz zu etwas zu den Bildern.

Das siebente Ökumenische Konzil definierte im Jahre 787:
… wir wissen ja: die Überlieferung stammt vom Heiligen Geist, der in der Kirche wohnt – und (wir) entscheiden in aller Genauigkeit und Sorgfalt: Wie die Gestalt des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes werden die verehrten und heiligen Bilder, seien sie aus Farbe, Mosaiksteinchen oder anderem Geeigneten Material, in den heiligen Kirchen Gottes … angebracht, und zwar das Bild unseres göttlichen Herrn Jesus Christus, unserer makellosen Gebieterin, der heiligen Gottesgebärerin, der verehrungswürdigen Engel und aller Heiligen und Frommem. Je häufiger sie nämlich durch bildliche Gestalt angeschaut werden, desto mehr werden auch ihre Betrachter angeregt, der Urgestalten zu gedenken … . Man güßt sie und erweist ihnen achtungsvolle Verehrung. Ihnen gebührt jedoch nicht die wahre Anbetung, die unserem Glauben gemäß ist und allein der göttlichen Natur zusteht. … Zu ihrer Ehre werden Weihrauch und Lichter dargebracht.


Was in dieser Entscheidung etwas mager ausfällt ist die theologische Begründung:
Jesus Christus ist wahrer Mensch und wahrer Gott, wie das Glaubensbekenntnis sagt:
„Gezeugt nicht Geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott.“ Und: „Für uns Menschen und um unseres Heiles willen ist er vom Himmel herabgekommen … und ist Mensch geworden.“

Einen Menschen können wir bekanntlich abbilden, das liegt in der Natur der Sache. Nun kommen wir zum entscheidenden Punkt: Wer also behauptet man könne / dürfe Christus nicht abbilden leugnet indirekt auch seine menschliche Natur, er ist damit ein (verkappter) Monophysit. Es geht also weniger um Bilder oder nicht, sondern um die Frage der Naturen Christi und Seinen Betrag zu unserer Erlösung. Damit sind wir bei existentiellen Fragen des Glaubens angekommen.

Zum Schluß meine persönliche Meinung zu dem Thema:
Ob ich persönlich eine Ikone nun küsse oder nicht, ist nicht heilsnotwendig: Heilsnotwendig sind die Nächstenliebe, der Glaube an Gott und vor allem auch der Glaube an die zwei Naturen Christi. Auch wenn es nicht üblich ist, kann man auch „gut orthodox“ sein wenn man die Ikonen aus irgendwelchen Gründen nicht küsst, ABER: Man kann nicht orthodox und gleichzeitig explizit gegen diesen Brauch sein.

Lazzaro
Cantábiles mihi erant justificatiónes tuæ, * in loco peregrinatiónis meæ. - Ps.118:54

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Igor
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Re: Orthodoxie im Licht der Bibel

Beitragvon Igor » 12.01.2013, 17:44

Miroslav hat geschrieben:Wo steht in der Heiligen Schrift das der Apostel Lukas eine Ikonen gezeichnet hat? Oder steht es in der heiligen Überlieferung? Könnte das vielleicht jemand für Ihn erfunden haben?


Die Ikone des hl. Lukas befindet sich im Kloster Kykkos auf Zypern. Anbei einige Fotos von der Geschichte der Entstehung der Ikone, die ich bei meinem letzten Besuch dort aufnahm.
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kykkos1.jpg
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Bild
Als der Höchste hernieder fuhr, verwirrte Er die Sprachen, zerteilte Er die Völker, nun, da Er Feuerzungen ausgeteilt, ruft Er alle zur Einheit: Einmütig preisen wir deshalb den Heiligen Geist. (Pfingstkondakion im 8. Ton)


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