Orthodoxes Kloster

Neu in der orthodoxen Kirche - Wie lebe ich als orthodoxer Christ? Alle allgemeinen Fragen rund um die Orthodoxie.
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Priester Alexej
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Re: Orthodoxes Kloster

Beitragvon Priester Alexej » 18.08.2013, 21:42

1) Heißt Kreuz über Europa. Dabei handelt es sich um eine Sendung des orthodoxen Fersehsenders Soyz, die über die Orthodoxie in Europa, vorwiegend in Deutschland berichtet. Dabei erzählt man sowohl von Gemeinden und Menschen hierzulande, wie auch über Heilige, die vor der Trennung an der Jahrtausendwende hier gelebt, gewirkt und gelitten haben.

3) Sollte durch 1 beantwortet sein. Wo du immer solche Offenbarungen über die Russen hast? Unmengen von Russen, sowohl aus Rußland selbst, wie auch aus Deutschland, pilgern nach Italien, Frankreich und Deutschland, um vor den Reliquien solcher "westeuropäischer" Heiligen zu beten...
Apostolischer Kanon 39 (32): Priester und Diakonen sollen ohne Wissen und Willen des Bischofs Nichts thun: denn dieser ist's, welchem das Volk des Herrn anvertraut worden, und von welchem Rechenschaft über ihre Seelen gefordert werden wird.

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Thuja
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Re: Orthodoxes Kloster

Beitragvon Thuja » 18.08.2013, 21:56

Lieber Lazzaro!

ad 1) Kreuz über Europa
ad 2+3) Der Sprecher sagt, kurzgefasst, dass einiges in Russland nicht so bekannt ist, wie z. B., dass zu jener Zeit eigentlich der Papst in Rom noch für die Orthodoxie (also für Ikonenverehrung, als der Rest in Westeuropa dagegen) war... und Bonifatius, aus England stammend, nach einer Reise nach Rom bei der Christianisierung Deutschlands eine bedeutende Rolle gespielt hat und als Märtyrer starb, und Bonifatius die hl. Lioba (es wird noch kurz über ihr Leben berichtet und ihre Frömmigkeit!) und ihren Einsatz für die Mission sehr schätzte und beide in Fulda nebeneinander begraben wurden. Und beide damit eigentlich "deutsche Heilige" der orthodoxen Kirche sind.

Liebe Grüße
Thuja
Господи помилуй мя!

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Lazzaro
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Re: Orthodoxes Kloster

Beitragvon Lazzaro » 20.08.2013, 09:02

Thuja hat geschrieben:
... und Bonifatius, aus England stammend, nach einer Reise nach Rom bei der Christianisierung Deutschlands eine bedeutende Rolle gespielt hat und als Märtyrer starb, und Bonifatius die hl. Lioba (es wird noch kurz über ihr Leben berichtet und ihre Frömmigkeit!) und ihren Einsatz für die Mission sehr schätzte und beide in Fulda nebeneinander begraben wurden. Und beide damit eigentlich "deutsche Heilige" der orthodoxen Kirche sind.

Liebe Thuja!
Lieber Vater Alexeij!

Vor 15 jahren war das auch meine Meinung gewesen. Allein die russ. Gläubigen waren geschlossen anderer Meinung. Und da es sowieso keinen interessiert, finde ich solche pädagogistischen Beiträge völlig überflüssig: Rausgeschmissendes Geld.
Etliche (schlechte) Erfahrungen später ziehe ich es heute vor, daß die orth. Gläubigen ihre Wallfahrten zu Hause machen.

Lazarus
Cantábiles mihi erant justificatiónes tuæ, * in loco peregrinatiónis meæ. - Ps.118:54

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Re: Orthodoxes Kloster

Beitragvon Priester Alexej » 20.08.2013, 10:49

Lieber Lazzaro,

ich weiß nicht, wo das der Fall ist, aber meine Erfahrung - heute - ist eine andere. Unter dem Stichwort "православные святыни Рима, Венеции, Трира, Аахена" usw findet man etliche Seiten mit Detailierten beschreibungen auf Russisch, wo man in den europäischen Städten orthodoxe Heiligtümer verehren kann. In der ROK Gemeinde in Düsseldorf werden fast monaltich pilgerfahrten durch Europa organisiert, von einem Tag bis zu zwei Wochen. Meine Mutter war erst vor kurzem bei so einer eintägigen Reise in Köln. Viele andere Gemeinden und Gläubige pilgern regelmäßig. Das Pilgern nach Europa ist in Rußland mittlerweile sogar ein großes Geschäft geworden..
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Re: Orthodoxes Kloster

Beitragvon Thuja » 20.08.2013, 17:25

Lieber Lazzaro,

Und da es sowieso keinen interessiert, finde ich solche pädagogistischen Beiträge völlig überflüssig: Rausgeschmissendes Geld.

So - es interessiert KEINEN?? Ich bin dann also "Keine"... danke!! Und DU wolltest ja auch nicht wissen, was in dem Beitrag gesagt wurde, deshalb hast DU ja nicht gefragt, nicht wahr? Auch ein "Keiner"!! Und da Du den Beitrag ja bestens verstanden hast, bist Du natürlich sicher, dass er so "pädagogistisch" war!!???
Also bitte, sei so gut, lass' die "Kirche im Dorf" und verallgemeinere Deine persönliche Meinung nicht auf diese abwertende Weise!

Mit besten Grüßen
Thuja
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Re: Orthodoxes Kloster

Beitragvon Igor » 20.08.2013, 17:36

Diakon Alexej hat geschrieben:In der ROK Gemeinde in Düsseldorf werden fast monaltich pilgerfahrten durch Europa organisiert, von einem Tag bis zu zwei Wochen. Meine Mutter war erst vor kurzem bei so einer eintägigen Reise in Köln. Viele andere Gemeinden und Gläubige pilgern regelmäßig.


Das kann ich bestätigen. Hier z.B. auf unserer Gemeindeseite :arrow: die Pilgerreisen vornehmlich zu mitteleuropäischen Heiligtümern.
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Re: Orthodoxes Kloster

Beitragvon Matwej » 20.08.2013, 18:11

Hallo Lazarro,
schon mal was vom Orthodoxen Pilgerzentrum in Bekond (unweit von Trier) gehört ?
Das wird auch von "böösen" Russen betrieben und genutzt, um die christlich-orthodoxen Heiligtümer Deutschlands
zu besuchen. :)

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Re: Orthodoxes Kloster

Beitragvon Lazzaro » 20.08.2013, 23:39

Ich bleibe dabei:

Wenn ich im Herbst die Reliquien meines eigenen Stammesheiligen besuche werde, will ich in der Kirche kein Russisch höhren. Und ich will auch nicht, daß sie diese Kirche überhaubt zu religiösen Zwecken besuchen.
Das ist schließlich unsere Kultur und unsere Heimat, unsere Tradition und der Ort, an dem unsere Väter gebetet haben, und nicht die der "Orthodoxen".
Das gilt auch für für andere Orte. Russen das Grab der hl. Mathilde für sich beanspruchend? Das hätte zwar eine gewisse politische delicatezza, die ich auch begrüßen würde, aber die hl. Mathilda ist einfach nicht die Mutter der russ. Nation, sondern die der Deutschen. Da ist nichts zu machen.

Wenn diese Leute der Ansicht sind, daß "Orthodoxie die russische Variante des Christentums" * ist, dann sollen sie bitte -ich wiederhole mich- ihre orthodoxen Wallfahrten nach Russland machen. Westeuropa steht gemäß ihrer eigenen Definition nicht zur Verfügung!

Lazarus teutonicus

* Haben mir mehrere Leute wörtlich übereistimmend so definiert.
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Re: Orthodoxes Kloster

Beitragvon Igor » 21.08.2013, 06:01

Grüß Gott!

Ich teile diese Auffassung ganz und gar nicht. Im Gegenteil, lieber Lazzaro, da bist Du meiner Meinung nach auf einem ziemlich gefährlichen Pfad unterwegs.

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Re: Orthodoxes Kloster

Beitragvon Nikolaj » 21.08.2013, 09:07

Lieber Lazzaro,
Orthodoxie ist nicht die russische Variante der Christentums, sondern die russische Variante des Christentums ist die Orthodoxie. Diese hat die Lehre der Kirche der Apostel erhalten und ist der Leib Christi.
Da die westlichen Heiligen, welche vor der Kirchenspaltung lebten, ja auch zum Leib Christi gehören, sind diese Heiligen orthodox.

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Re: Orthodoxes Kloster

Beitragvon Elias » 21.08.2013, 21:01

Nikolaj hat geschrieben:Lieber Lazzaro,
Orthodoxie ist nicht die russische Variante der Christentums, sondern die russische Variante des Christentums ist die Orthodoxie. Diese hat die Lehre der Kirche der Apostel erhalten und ist der Leib Christi.
Da die westlichen Heiligen, welche vor der Kirchenspaltung lebten, ja auch zum Leib Christi gehören, sind diese Heiligen orthodox.


Das weiß Lazarus wohl:)

Dazu eine kurze Geschichte von einem Serb. Priestersohn, der im Seminar ist und in den Ferien wieder zuhause in Deutschland war! ER war mit seinem Vater (Der etwas Russisch kann!) zu Besuch bei einem Patronatsfest in der russ. Gemeinde und der russische Pfarrer fragte ihn auf Russisch, ob er den schon Russisch gelernt hätte? Er hat nix verstanden und dann fragte ihn der Priester noch einmal das gleiche auf Deutsch und er antwortete, wieso soll ich Russisch lernen? Ich bin doch nicht Russisch! Der Priester sagte, da er zu einer Slavischen Kirche gehöre, müsste er Russisch lernen und sprechen können....! (War nicht so ernst gemeint :) )

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Re: Orthodoxes Kloster

Beitragvon Lazzaro » 22.08.2013, 22:30

Lieber Nikolai!
Du hast mich leider completamente mißverstanden:
Nicht ich behaupte, daß die Orthodoxie die "russische Variante des Christentumes" sei, sondern die russischen Glieder meiner moskauer Ex-Gemeinde haben das so definert; und zwar einhellig alle , die ich fragte. Also ist es die Ansicht -mehr oder weniger- Deiner eigenen Leute!

Daraus ergeben sich folgende Fragen:
Woher haben die das?
Wieso gibt es keinen, der ihnen vehement auf Russisch widerspricht?
Was predigt eigentlich der Pfarrer?

Den einzigen Schluß den ich daraus herleiten kann ist, daß auf russisch etwas anderes gesagt wird als auf deutsch, daß es also eine interne Version gibt und eine auf deutsch für die Öffentlichkeit.
Auf deutsch redet man panorthodox und in der Muttersprache -naja, nennen wir es mal: "patriotisch".
(Also wieder einmal ein Grund unpatriotische Wallfahrtsorte nicht zu Besuchen.)

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Re: Orthodoxes Kloster

Beitragvon Igor » 23.08.2013, 16:28

Grüß Gott!

Lazzaro hat geschrieben:Daraus ergeben sich folgende Fragen:
Woher haben die das?
Wieso gibt es keinen, der ihnen vehement auf Russisch widerspricht?
Was predigt eigentlich der Pfarrer?


Diese Fragen solltest du, lieber Lazarus, mit dem entsprechenden Pfarrer klären. Hier bekommen wir das nicht aufgelöst.

Lazzaro hat geschrieben:Den einzigen Schluß den ich daraus herleiten kann ist, daß auf russisch etwas anderes gesagt wird als auf deutsch, daß es also eine interne Version gibt und eine auf deutsch für die Öffentlichkeit.


Auch diesen Schluss (man könnte auch negativ formulieren: diese Unterstellung) solltest Du mit dem Pfarrer klären.

Wir wenden uns in diesem Strang wieder den orthodoxen Klöstern zu.

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Re: Orthodoxes Kloster

Beitragvon Hermann » 31.03.2014, 12:17

Auf der Internetseite der Skite von Geilnau gibt es nun genauere Informationen zum Bau der neuen Klosterkirche in Unterufhausen (Eiterfeld im osthessischen Rhöngebirge). Natürlich braucht es für den Bau der Kirche auch Spender...

In Christo, Hermann
Sucht zuerst das Reich Gottes, alles andere wird euch hinzugeschenkt.

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Re: Orthodoxes Kloster

Beitragvon Stephanie » 21.06.2014, 15:50

Kurze Frage an alle, die schon einmal in der Skite des Hl. Spyridon gewesen sind: Es wird dort als Pilgerunterkunft eine Pension angegeben, die in einem Umkreis von ca. 5km liegt. Gibt es dort irgendwelche Verkehrsanbindungen, oder heißt das, dass ich jeden Tag zum Gottesdienst usw. einfache Strecke 5km laufen müsste? Ich habe zwar nicht grundsätzlich etwas gegen das Wandern, aber für einen Pilgeraufenthalt in einem Kloster ist mir das, wenn ich das jeden Tag mehrfach hin- und zurücklaufen muss doch ein wenig viel.
(Jaja, ich weiß, ich bin ein Weichei :oops: und Sport ist gesund :wink:)


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