verzweifelt

Neu in der orthodoxen Kirche - Wie lebe ich als orthodoxer Christ? Alle allgemeinen Fragen rund um die Orthodoxie.
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barmalay3
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verzweifelt

Beitrag von barmalay3 »

Hallo,
bin serbisch-orthodox getauft worden, habe aber in meiner Kindheit wenig über den orthodoxen Glauben erfahren, doch das änderte sich vor ca. 2 Jahren, denn dann habe ich angefangen mich für die Orthodoxie zu interessieren.
Vor den Sommerferien fing ich an, den serbisch-orthodoxen Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche in Zürich zu besuchen (ich lebe in der Schweiz). Vor ca. 5 Wochen erfahre ich, dass die Kirche in Zürich in einen "Streit" mit dem Bischof (damals Konstantin) kam. Ich wechselte zur Kirchengemeinde Maria Himmelfahrt (Schwammendingen, Zürich). Ich habe bei einem der dortigen Priester gebeichtet, unter anderem, dass ich bei röm-kath. Gottesdiensten teilgenommen habe, der Priester gab, soweit ich mich erinnern kann, dazu keine Aussage. Soweit so gut.
Heute lädt einer der Priester ein zur gemeinsamen Vesper mit 8 anderen orth. Kirchen. Ich habe auf Youtube einige videos dazu gefunden und für mich ist das eindeutig Ökumenismus (röm-kath. Priester, protestantischer Pfarrer, einige alt-orientalische Kirchen http://www.youtube.com/user/TewahedoCH# ... x3OxLLa4vM ) und einer Gemeinde mit ökumenistischen Priestern will ich nicht angehören.
Ich habe daher vor, zur serbisch-orthodoxen Kirchengemeinde in Basel zu wechseln. Bei meiner Beichte hat mir der Priester aus Zürich bis Ostern eine Epitimie auferlegt.
Nun eine Frage:

Ist diese Beichte überhaupt gültig, oder muss ich sie wiederholen (bei einem anderen Priester) ?
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Igor
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Re: verzweifelt

Beitrag von Igor »

barmalay3 hat geschrieben:Ich habe daher vor, zur serbisch-orthodoxen Kirchengemeinde in Basel zu wechseln. Bei meiner Beichte hat mir der Priester aus Zürich bis Ostern eine Epitimie auferlegt.
Nun eine Frage:

Ist diese Beichte überhaupt gültig, oder muss ich sie wiederholen (bei einem anderen Priester) ?
Hallo barmalay3!

Ohne den Grund Deines Wechsels bewerten zu wollen:

Wenn Du von einem Priester mit gültiger Weihe die Beichte abgenommen bekommen hast und eine entsprechende Epitemie von ihm auferlegt bekommen hast und Du wechselst in eine andere Gemeinde, dann solltest/musst Du dem neuen Beichtvater davon erzählen bzw. beichten, damit er die Sachlage richtig beurteilen kann.

Du musst also nicht direkt die Beichte 1:1 wiederholen, aber es wird sich bestimmt ein Gespräch mit dem neuen Beichtvater ergeben, in dem dann die nächsten Schritte diesbezüglich klar werden.

In Christo
Igor
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Als der Höchste hernieder fuhr, verwirrte Er die Sprachen, zerteilte Er die Völker, nun, da Er Feuerzungen ausgeteilt, ruft Er alle zur Einheit: Einmütig preisen wir deshalb den Heiligen Geist. (Pfingstkondakion im 8. Ton)
barmalay3
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Re: verzweifelt

Beitrag von barmalay3 »

Vielen Dank für die Antwort!

Wie wäre denn deine Beurteilung zum Wechsel der Gemeinde?

lg
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Igor
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Re: verzweifelt

Beitrag von Igor »

barmalay3 hat geschrieben:Wie wäre denn deine Beurteilung zum Wechsel der Gemeinde?
Es steht mir nicht zu, darüber zu urteilen - wie schon oben geschrieben: am besten mit einem Priester drüber reden. Wenn Du es für Dein geistiges Leben für richtig hältst, das zu tun - die Gemeinde zu wechseln -, dann wird es schon besser so sein.

Über den Auslöser "Vorwurf des Ökumenismus" hatten wir hier schon im Forum an anderen Stellen sehr intensiv diskutiert (da brauchtst Du nur mal die Suchfunktion zu nutzen).
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christodoulos
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Re: verzweifelt

Beitrag von christodoulos »

barmalay3 hat geschrieben:Hallo,
bin serbisch-orthodox getauft worden, habe aber in meiner Kindheit wenig über den orthodoxen Glauben erfahren, doch das änderte sich vor ca. 2 Jahren, denn dann habe ich angefangen mich für die Orthodoxie zu interessieren.
Vor den Sommerferien fing ich an, den serbisch-orthodoxen Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche in Zürich zu besuchen (ich lebe in der Schweiz). Vor ca. 5 Wochen erfahre ich, dass die Kirche in Zürich in einen "Streit" mit dem Bischof (damals Konstantin) kam. Ich wechselte zur Kirchengemeinde Maria Himmelfahrt (Schwammendingen, Zürich). Ich habe bei einem der dortigen Priester gebeichtet, unter anderem, dass ich bei röm-kath. Gottesdiensten teilgenommen habe, der Priester gab, soweit ich mich erinnern kann, dazu keine Aussage. Soweit so gut.
Heute lädt einer der Priester ein zur gemeinsamen Vesper mit 8 anderen orth. Kirchen. Ich habe auf Youtube einige videos dazu gefunden und für mich ist das eindeutig Ökumenismus (röm-kath. Priester, protestantischer Pfarrer, einige alt-orientalische Kirchen http://www.youtube.com/user/TewahedoCH# ... x3OxLLa4vM ) und einer Gemeinde mit ökumenistischen Priestern will ich nicht angehören.
Ich habe daher vor, zur serbisch-orthodoxen Kirchengemeinde in Basel zu wechseln. Bei meiner Beichte hat mir der Priester aus Zürich bis Ostern eine Epitimie auferlegt.
Nun eine Frage:

Ist diese Beichte überhaupt gültig, oder muss ich sie wiederholen (bei einem anderen Priester) ?
Hallo,

ich kenne so einen ähnlichen Fall. Auch ich bin öfter in eine serbische Kirche zur Liturgie wo es solche ökumenischen Gottesdienste gegeben hat. Das lustige ist aber, dass ich aus erster Hand weiß, dass der Priester NUR die Hl. Orthodoxie für die WAHRE KIRCHE CHRISTI hält. Ich frage mich auch wieso man das tut?

Ist der genannte Priester jetzt "Ökumenist" oder nicht? Eigentlich nicht und doch lädt man Andersgläubige zum gemeinsamen Gebet - was ja strikt verboten ist.

Will man sich einfach "gütig" zeigen? Das beste ist, bleib doch erstmal in der Gemeinde und sprich mit anderen darüber oder gleich den Priester direkt ansprechen. Mach ihn darauf aufmerksam, dass du das falsch findest. Wenn es dir dann immer noch nicht gefällt, kannst du dir ja "weitere Schritte" überlegen.

Man sollte aber nicht einfach eine Gemeinde verlassen - die sollen wissen, dass es Gläubige gibt, die nicht damit einverstanden sind. Wenn du sie verlässt würde ich das auch "melden" - sprich Bischof. Er soll wissen was in seinen Gemeinden vor sich geht.
barmalay3
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Re: verzweifelt

Beitrag von barmalay3 »

Vielen Dank.
Im Laufe des Abends sind mir auch solche Gedanken gekommen. Ich werde mit dem Priester darüber sprechen.
Was ich lustig finde ist, dass in der Katechese, welche mir der Priester gab, einige Häresien stehen (Römischer Katholizismus, Protestantismus, Monophysitismus, etc) und dann macht man solche Dinge trotzdem. ?!?
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Igor
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Re: verzweifelt

Beitrag von Igor »

barmalay3 hat geschrieben:Ich werde mit dem Priester darüber sprechen.
Genau! Dann kannst Du immer noch entscheiden, was für Dich richtig ist.
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christodoulos
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Re: verzweifelt

Beitrag von christodoulos »

barmalay3 hat geschrieben:Vielen Dank.
Im Laufe des Abends sind mir auch solche Gedanken gekommen. Ich werde mit dem Priester darüber sprechen.
Was ich lustig finde ist, dass in der Katechese, welche mir der Priester gab, einige Häresien stehen (Römischer Katholizismus, Protestantismus, Monophysitismus, etc) und dann macht man solche Dinge trotzdem. ?!?
Hallo,

ich versteh auch, dass das nicht so einfach ist. Ich bin mir auch sicher, dass du in deiner Gemeinde andere finden wirst - die genauso denken wie du.

Das Problem ist, dass hier nicht unterschieden wird. Man MUSS sich mit anderen Christen gut verstehen - wir müssen ALLE lieben, selbst unsere Feinde- das ist ein GEBOT. Wir sollen anderen helfen, zur Seite stehen - nur beim Gebet endet das. Nicht weil wir uns für besser halten, oder aus Stolz, Überheblichkeit, Feindseligkeit, usw. sondern weil wir um die Tiefe des Gebets wissen. Das Gebet eint uns und wir haben Anteil am Glauben des Anderen. Ein orthodoxer Christ kann sich aber nicht mit einem Protestanten "einen" da dieser Glaube viele Irrtümer beinhaltet. Das verstehen aber viele nicht.
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Dennykos
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Re: verzweifelt

Beitrag von Dennykos »

barmalay3 hat geschrieben:Vielen Dank.
Ich werde mit dem Priester darüber sprechen.
Ich finde es auch das es die Richtige und Beste Entscheidung ist
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rafaella
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Re: verzweifelt

Beitrag von rafaella »

Ich hatte auch schon so einen Konflikt mit meinem Gewissen.Ich hatte schon einmal eine Liturgie verlassen , weil gerade Athinagoras gedacht wurde (Freimaurer, der die Kirche spaltete).. Diese Entscheidung war richtig.

Mein Geistlicher sagte mir dazu, dass die Gemeinde nicht häretisch ist, solange eine Häresie von jemandem nicht offen verkündet wird.
Das heißt, sie selbst (die Priester-Hierarchen) sind vielleicht häretisch, weil sie Ökumenisten sind, verhüllen dies jedoch noch und behaupten, dass sie orthodox sind. Du gehst zu einem orthodoxen Priester, in eine orthodoxe Kirche, in gutem Glauben, deswegen sind die Sakramente alle gültig.
Trotzdem würde ich so einen Priester nicht als Geistlichen wählen. Ein Blinder kann dich nicht führen. Sie verdrehen alles, nennen den Ökumenismus Ökumene und geben vor, gute Beweggründe zu haben (was aber kein Argument ist).

Gott wird dich sicher zu einem guten Hirten führen!
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Elias
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Re: verzweifelt

Beitrag von Elias »

rafaella hat geschrieben:Ich hatte auch schon so einen Konflikt mit meinem Gewissen.Ich hatte schon einmal eine Liturgie verlassen , weil gerade Athinagoras gedacht wurde (Freimaurer, der die Kirche spaltete).. Diese Entscheidung war richtig.

Mein Geistlicher sagte mir dazu, dass die Gemeinde nicht häretisch ist, solange eine Häresie von jemandem nicht offen verkündet wird.
Das heißt, sie selbst (die Priester-Hierarchen) sind vielleicht häretisch, weil sie Ökumenisten sind, verhüllen dies jedoch noch und behaupten, dass sie orthodox sind. Du gehst zu einem orthodoxen Priester, in eine orthodoxe Kirche, in gutem Glauben, deswegen sind die Sakramente alle gültig.
Trotzdem würde ich so einen Priester nicht als Geistlichen wählen. Ein Blinder kann dich nicht führen. Sie verdrehen alles, nennen den Ökumenismus Ökumene und geben vor, gute Beweggründe zu haben (was aber kein Argument ist).

Gott wird dich sicher zu einem guten Hirten führen!
Liebe Rafaella, meinst du den Athinagoras, Patriarchen von Konstantinopel, der das Anathema aufgehoben hat? Warum ist immer jeder, der etwas gemacht hat was nicht jedem Gefällt, immer gleich ein Freimaurer? Wegen so etwas würde ich nie einfach die Göttliche Liturgie verlassen! In diesem Falll hat der Teufel einen schönen Streich mit dir gespielt und kurze Zeit über dich Oberhand gehabt. Er hat dich vom Wesentlichen abgehalten, nämlich am Abendmahl teilzunehmen. Egal, wie unwürdig ein Geistlicher für einen erscheint, es sind die Mysterien Jesu Christi! Wir sollen uns nicht über andere stellen den jeder von uns ist noch unwürdiger als der andere, um sich überhaupt ein Urteil erlauben zu dürfen! Wir sind eine liebende Kirche, verhalten uns aber sehr oft nicht so, sind Hardherzig weil wir uns als etwas besseres halten. Es gibt Geistliche, die strahlen soviel Liebe aus, sind wahrlich Orthodox aber wir werfen ihnen Ökumenismus vor und stellen uns über sie.

@Barmalay.

In deinem Fall schließe ich mich Igor an und würde dir auch raten, in der Gemeinde zu bleiben und das annehmen was dein dortiger Priester gesagt hat. ER wird erstens seine Gründe haben und zweitens solltest du kein Vorschnelles Urteil über diese Priester dort fällen. Meist ist das der Übereifer der dir dabei ein Streich spielt und dieser Übereifer und das sich Über jemanden Stellen ist Hochmut. Es ist aber dir überlassen wie du dich entscheidest und was für dich besser ist. Wie hat einmal Jeremias hier den Metropoliten Augostinos zitiert "Orthodoxe ist Freiheit". (Wenn ichs richtig zitiert habe)



In Christo

Ilia
Nikolaj
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Re: verzweifelt

Beitrag von Nikolaj »

Hallo,

interessant wäre zu wissen, wie die Gottesdienste abgelaufen sind.
Ein Orthodoxer Geistlicher kann (wenn er es für richtig hält) bei einem Gottesdienst einer anderen Konfession anwesend sein, aber nicht mit zelebrieren. Genauso können nicht-orthodoxe bei einem unserer Gottesdienste anwesend sein. Der Priester kann auch eintscheiden, ob diese in den Altarraum dürfen, wenn diese wissen, wie man sich da benimmt.
Natürlich dürfen wir nicht an der Heiligen Kommunion gemeinsam teilnehmen, aber das hat doch dein Priester auch nicht getan, oder?

Die Anwesenheit des orthodoxen Priesters bei einem Katholischen Gottesdienst ist eine Mission. Durch seine Anwesenheit erinnert er die Menschen daran, dass es noch eine Orthodoxe Kirche gibt und kann davon erzählen. Wenn Andersgläubige bei unseren Gottesdiensten teilnehmen, dann lernen diese auch unsere Kirche kenn. Ich sehe das also als eine Mission und Predigt.

Betreffen der Frage zu deiner Beichte: Sie wurde von einem orthodoxen und gültig geweihten Priester gehört und ist daher gültig. Wenn du eine Epitimie hast solltest du versuchen diese auch so einzuhalten. Die Epitimie ist eine Art Medizin für dich. Von einer Epitimie kann dich der Priester, der sie gegeben hat lossprechen oder der Bischof. Wenn du also zu einem anderen Priester gehst, darfst du ihm den Fakt dieser Epitimie nicht vorenthalten.

Versuch mit dem Priester zu sprechen. Sag was dich erschüttert, aber richte ihn nicht. Er muss für dich vor Gottes Thron als dein Beichtvater Rechenschaft ablegen, du aber nicht für ihn. Genauso dürfen wir auch Patriarch Athenagoras nicht richten! Vielleicht hat er einige Fehler gemacht, aber das ist in Gottes Hand.

Ilja hat auch recht, betreffend dem Verlassen der Liturgie. Für den Patriarchen Athenagoras muss man beten. Er braucht unsere Gebete, da er sicherlich etwas Gutes f[*]r die Kirche tun wollte. Ob es deiner Meinung nach so ist oder nicht, ist eine andere Sache.
Die Sakramente eine unwürdigen Priesters sind trotzdem gültig, auch wenn er ein Sünder ist, solange der Priester nicht abgesetzt ist. Wir sind ja keine Donatisten...

Gruß
Nikolaj
rafaella
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Re: verzweifelt

Beitrag von rafaella »

ich würde nie sagen, dass jemand Freimaurer war, öffentlich, wenn das nicht bewiesen wäre!!!!!
Alle wissen es in Griechenland, und in der großen Stoa Griechenlands (Freimaurerstoa) hängt sein Bild ganz oben!
Der Teufel hat keinen streich mit mir gespielt.
wir müssen natürlich für seien seele beten, aber nicht während des großen Eingangs!

Mäge jeder hier doch auf sich selbst schauen.
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Lazzaro
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Re: verzweifelt

Beitrag von Lazzaro »

Lieber Barmalay!
Ich kann mich meinen "Vorrednern" nur anschließen.
Sich mit der Kirchengemeinde vor Ort mal eben geschwind sich zu überwerfen ist eine extremamente unglückliche Situation. Ich weiß das aus eigener Erfahrung.
Ich kann Dir nur raten erst einmal abzuwarten und die Beteiligung Deines Pfarrers bei diesem Gottesdienst im Gesammtkontext seiner pastoralen Arbeit zu beobachten. Ich halte den Vorwurf des Ökumenismus wegen der Teilname an einer einzigen Veranstaltung, von der wir gar nicht so genau wissen, ob sie noch panorthodox oder schon ökumenisch ist, für etwas vorschnell.

Es ist für Dich natürlich sehr wichtig die Grenzen dessen zu erfahren, was Dir Dein Gewissen erlaubt zu tun und was nicht. Von daher halte ich Deine Frage auch für sehr wichtig, aber ich bitte Dich nicht zu schnell zu reagieren, auch wenn dieser Gewissensbildungsprozess durchaus schmerzhaft sein kann. Auch dieser Schmerz kann eine Medizin sein. Und in der Biologie sind Schmerzen auch ein Teil des Heilungsprozesses. Im geistlichen Leben kann das ähnlich sein.

Was den "Streit" mit Bischof Konstantin betrifft: So etwas ist zwar nicht sehr schön, aber auch menschlich. Wenn ihr in der Schweiz jetzt zur neuen Eparchie in Wien gehöht, hat sich das Problem doch eigentlich erledigt, sammt der Frage nach der Gültigkeit Deiner Beichte. Natürlich ist sie gültig!

In Christo
Lazarus
Cantábiles mihi erant justificatiónes tuæ, * in loco peregrinatiónis meæ. - Ps.118:54
rafaella
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Re: verzweifelt

Beitrag von rafaella »

Lazzaro hat geschrieben:
Es ist für Dich natürlich sehr wichtig die Grenzen dessen zu erfahren, was Dir Dein Gewissen erlaubt zu tun und was nicht. Von daher halte ich Deine Frage auch für sehr wichtig, aber ich bitte Dich nicht zu schnell zu reagieren, auch wenn dieser Gewissensbildungsprozess durchaus schmerzhaft sein kann. Auch dieser Schmerz kann eine Medizin sein. Und in der Biologie sind Schmerzen auch ein Teil des Heilungsprozesses. Im geistlichen Leben kann das ähnlich sein.
Das hast Du wirklich sehr schön gesagt, Lazarus.
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