Wieviel Raum hat Gott in eurem Alltag?

Neu in der orthodoxen Kirche - Wie lebe ich als orthodoxer Christ? Alle allgemeinen Fragen rund um die Orthodoxie.
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Djamila71
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Re: Wieviel Raum hat Gott in eurem Alltag?

Beitrag von Djamila71 » 11.12.2010, 16:20

Für Buddhisten gibt es jetzt ein Tonband, funktioniert mit Batteriebetrieb, das spielt die wichtigsten Gebete ab. :)
Wäre wohl auch eine nützliche Erfindung für manche Christen ...

http://www.okversand.com/product_info.p ... ts_id=1115
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Loukia
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Re: Wieviel Raum hat Gott in eurem Alltag?

Beitrag von Loukia » 11.12.2010, 16:24

Ich musste herzlich lachen, danke Djamila.

Passen wir auf, das wir nicht zu sehr von Thema abweichen.
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Nassos
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Re: Wieviel Raum hat Gott in eurem Alltag?

Beitrag von Nassos » 11.12.2010, 23:30

Ok, ok. Ich lege meine Death Metal CDs wieder ein. :mrgreen:

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Djamila71
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Re: Wieviel Raum hat Gott in eurem Alltag?

Beitrag von Djamila71 » 12.12.2010, 11:21

Zurück zum Thema: es gibt übrigens auch Tonbänder mit christlichen Texten (in verschiedenen Sprachen), diese werden insbesondere verwendet für Menschen, die die Bibel noch nicht kennen oder solche, die Analphabeten sind oder blind sind.
Dafür sind diese Leute in der Regel sehr dankbar.
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songul
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Re: Wieviel Raum hat Gott in eurem Alltag?

Beitrag von songul » 12.12.2010, 11:44

Djamila71 hat geschrieben:Für Buddhisten gibt es jetzt ein Tonband, funktioniert mit Batteriebetrieb, das spielt die wichtigsten Gebete ab. :)
Wäre wohl auch eine nützliche Erfindung für manche Christen ...

http://www.okversand.com/product_info.p ... ts_id=1115
Gibt 's übrigens auch von den Schwestern aus Ekaterinburg:
Das Jesusgebet auf Kirchenslawisch natürlich und fast eine Stunde lang; sehr relaxend.
Muss den Link allerdings wieder suchen.
Der war auf einer russ. Webseite.

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Djamila71
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Re: Wieviel Raum hat Gott in eurem Alltag?

Beitrag von Djamila71 » 12.12.2010, 12:25

Loukia hat geschrieben:Könnte ich ein paar Psalmen auswendig singen, könnte ich das beim Kochen oder beim Abwaschen machen. Interessant wird die Frage besonders, wenn man sich überlegt, wie wir heutzutage doch hin und herhetzen von einem Termin zur nächsten Verabredung. So müssen wir uns eindeutig eingestehen, das wir heute umso mehr bei allem was wir beginnen Gott loben müssen, wenn wir unseren glauben nicht etwa als ein Hobby erachten, für das wir uns Zeit nehmen, wenn die vermeintlich vorrangigen Dinge erledigt sind. Das war aber sicher noch kein wirklicher Tipp, eher ein bloßer Gedankengang. Feste Gebetszeiten halte ich nicht für unwichtig. Wenn wir uns aber zum Gebet begeben ist verständlich warum wir in unser Kämmerlein gehen sollen und die Türe schließen sollen, ich denke um wirklich Raum zu schaffen im Alltag für Gott gehört wohl doch, ihm genauso die volle Aufmerksamkeit zu widmen, wie jemandem, mit dem man sich verabredet hat. Definitiv, Gott muss mehr Raum einnehmen in meinem Leben, aber ich muss auch mehr und mehr Gott teilhaben lassen an diesem meinem Leben, denn er ist immer für mich da und seine Ohren sind immer offen und ist gnädig mir zu helfen, ein besseres Leben daraus zu machen, Christus ist schließlich das Leben. Unser Herr Jesus Christus erbarmt sich und ist unser Retter und seine Mutter die Immerjungfrau und die Allheilige, die Gottesgebärerin, die immer für uns betet.
Danke für diesen schönen Beitrag. :thanks:
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ElvisVrinic
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Re: Wieviel Raum hat Gott in eurem Alltag?

Beitrag von ElvisVrinic » 16.12.2010, 22:48

Andromachi hat geschrieben:Leute, ich finde es schön, dass ihr Abstand von euch selbst nehmen könnt und euch nüchtern beobachtet. Ich muss gestehen, bei mir klappt es nicht so gut. Manchmal bin ich von Christus so begeistert, dass ich es allen erzählen möchte. Bitte, sagt mir bescheid, wenn ich die Grenze überschreite.
Und, Elvis, jetzt erinnere ich mich, dass ich einen Satz von dir gelesen habe, du möchtest nicht mehr weiterschreiben. Ich glaube, das hier ist ein Platz, wo man sich freuen sollte, wenn die anderen einen "korrigieren". Das ist eine gute Gelegenheit, um Demut zu gewinnen, und Demut ist ein Charakteristikum des orthodoxen Christen. Anderswo in unserem Leben, können wir nicht sicher sein, dass ein negativer Kommentar ehrlich gemeint ist. Viele Menschen, mit denen wir zusammenkommen, wollen sich einfach besser zeigen. Hier aber wissen wir, dass die Beteiligten es -soweit möglich- ehrlich meinen.
Als eines der Ziele eines solchen Forums sehe ich es an, dass wir langsam lernen, uns den anderen gegenüber zu öffnen. Je mehr man das tut, desto mehr Vertrauen gewinnen die anderen und können einen Schritt weiter machen.
Ist es nicht so?
tja und gerade das hat mir jetzt geholfen - danke nochmal. :loveit:

Und nen grossen segenswunsch.

Gruß

elvis
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

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Andromachi
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Re: Wieviel Raum hat Gott in eurem Alltag?

Beitrag von Andromachi » 17.12.2010, 12:18

Also, ich weiss nicht, in welchem Zusammenhang dir diese einfachen Worte geholfen haben, aber es freut mich für dich, Elvis und danke für die Wünsche. Amen.

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Re: Wieviel Raum hat Gott in eurem Alltag?

Beitrag von ElvisVrinic » 19.12.2010, 00:46

im thread "die Gottesmutter als fürsprecherin".

Ich habe mich echt "abgestempelt" gefühlt. Nun dein Beitrag hat mich wieder aufgebaut - nochmals danke :D
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

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Re: Wieviel Raum hat Gott in eurem Alltag?

Beitrag von Andromachi » 19.12.2010, 12:43

Ja, Übung macht den Meister. Ich kann eine passende Geschichte aus dem Gerontikon erzählen:

Ein Mönch ärgerte sich immer und sah ein, dass das eine schlechte Eigenschaft für einen Christen ist. Er ging also in die Kriche und bat Gott, ihm zu helfen, diese schlechte Eigenschaft loszuwerden, und Gott versprach ihm das. Als er aus der Kirche trat, traf er einen anderen Mönch, der mit ihm schimpte. Er konnte sich kontrollieren und zeigte keinen Ärger. Dann ging er zu seinem Beichtvater, und der fing auch an, mit ihm zu schmipfen. Der Mönch verließ mit roten Kopf das Zimmer, lief in die Kirche und stürzte sich zu Boden. Er schrie zu Gott: "Herr, hast Du mir nicht versprochen, mir zu helfen, um meinen Zorn loszuwerden?" Und Gott antwortete: "Ja, was denkst du, wozu ich dir die anderen Brüder mit ihren Angriffen geschickt habe?"

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Djamila71
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Re: Wieviel Raum hat Gott in eurem Alltag?

Beitrag von Djamila71 » 19.12.2010, 16:56

Der ist gut :D
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Nicaios
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Re: Wieviel Raum hat Gott in eurem Alltag?

Beitrag von Nicaios » 20.12.2010, 01:05

Gott ist mir sehr wichtig und nimmt eine zentrale Rolle in meinem Leben ein. Nicht umsonst, habe ich den orthodoxen Glauben durch die Heilige Taufe angenommen. Jedoch ist es so, dass ich mich, an manchen Tagen - besonders Abends- dabei ertappe, Gott "vergessen" zu haben, besonders an sehr stressigen Tagen. Ich frage mich dann in etwa:
"Hast Du heute genug gebetet? Nein. Wie oft hast Du heute an Gott gedacht? Nicht genug..." etc.
Dabei helfen, das in den Griff zu bekommen, können z. B. das Jesusgebet und das Trisagion sehr gut.
Wenn es einem gut geht, vergisst man dabei oft, Gott dafür zu danken, denke ich. Wenn es einem schlecht geht, ruft man stets nach ihm. "Oh Gott, hilf mir!" etc.

Auch kann es passieren, dass man Gott für schlechte Ereignisse oder Dinge im eigenen Leben "verantwortlich" macht. Etwa: "Warum hast Du mir das angetan?".Jedoch kommt das Böse nicht von Gott. Und auch vermeintlich schlechte Dinge können sich später durchaus als gut für uns erweisen.

Schon das Hl. Apostel Paulus sagte: "Betet ohne Unterlass!" Tun wir das wirklich? Das sollten wir uns fragen. Wir sollen es aber mit unserer ganzen Kraft versuchen. Ich versuche das mit dem Jesusgebet. Auch wenn das manchmal sehr schwierig scheint. Nur was tun, wenn man beten möchte, Gott liebt, aber während des Betens schwach wird und "nicht mehr kann", oder auch während des Gebetes beginnt, zu gähnen? Manchmal ertappe ich mich dabei.Beim Gähnen hilft es, ein kleines Kreuz vor dem Mund zu "zeichnen". Mir riet das mal ein Priestermönch. Man sollte versuchen, viel Kraft, ins beten zu stecken, den das Beten selbst, spendet auch sehr viel Kraft, wie ich immer wieder merke.

Gottes Segen euch! +

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Re: Wieviel Raum hat Gott in eurem Alltag?

Beitrag von Djamila71 » 20.12.2010, 08:31

Ja, das Gebet ist wirklich in vielerlei Hinsicht sehr bedeutend. Die volle Wirkung entfaltet es aber nur, wenn man regelmäßig, d. h. täglich betet. Das ist meine Erfahrung.
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Re: Wieviel Raum hat Gott in eurem Alltag?

Beitrag von ElvisVrinic » 20.12.2010, 16:35

tja leute ihr habt vollkommen recht - das gebet ist das schönste überhaupt, wenn man es richtig mach.

Aber wir dürfen es auch nicht übertreiben. Zu oft habe ich versucht, einen gebetsrythmus zu erlangen. Das geht nur durch Gottes gnade und daher warte ich auch echt, bis man mich ruft.

Gruß

Elvis
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Re: Wieviel Raum hat Gott in eurem Alltag?

Beitrag von Elias » 21.12.2010, 18:28

Nicaios hat geschrieben:Gott ist mir sehr wichtig und nimmt eine zentrale Rolle in meinem Leben ein. Nicht umsonst, habe ich den orthodoxen Glauben durch die Heilige Taufe angenommen. Jedoch ist es so, dass ich mich, an manchen Tagen - besonders Abends- dabei ertappe, Gott "vergessen" zu haben, besonders an sehr stressigen Tagen. Ich frage mich dann in etwa:
"Hast Du heute genug gebetet? Nein. Wie oft hast Du heute an Gott gedacht? Nicht genug..." etc.
Dabei helfen, das in den Griff zu bekommen, können z. B. das Jesusgebet und das Trisagion sehr gut.
Wenn es einem gut geht, vergisst man dabei oft, Gott dafür zu danken, denke ich. Wenn es einem schlecht geht, ruft man stets nach ihm. "Oh Gott, hilf mir!" etc.

Auch kann es passieren, dass man Gott für schlechte Ereignisse oder Dinge im eigenen Leben "verantwortlich" macht. Etwa: "Warum hast Du mir das angetan?".Jedoch kommt das Böse nicht von Gott. Und auch vermeintlich schlechte Dinge können sich später durchaus als gut für uns erweisen.

Schon das Hl. Apostel Paulus sagte: "Betet ohne Unterlass!" Tun wir das wirklich? Das sollten wir uns fragen. Wir sollen es aber mit unserer ganzen Kraft versuchen. Ich versuche das mit dem Jesusgebet. Auch wenn das manchmal sehr schwierig scheint. Nur was tun, wenn man beten möchte, Gott liebt, aber während des Betens schwach wird und "nicht mehr kann", oder auch während des Gebetes beginnt, zu gähnen? Manchmal ertappe ich mich dabei.Beim Gähnen hilft es, ein kleines Kreuz vor dem Mund zu "zeichnen". Mir riet das mal ein Priestermönch. Man sollte versuchen, viel Kraft, ins beten zu stecken, den das Beten selbst, spendet auch sehr viel Kraft, wie ich immer wieder merke.

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Tja, Willkommen im geistlichen Leben :) Wenn das Gebet so leicht wäre, würden wir schon im Himmel sein. Wir sollten daher immer Wach sein. Es ist für alle Schwer, wichtig ist dabei immer am Ball zu bleiben (Alte Fussballerweißheit) :roll:

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