Orthodoxie in der Partnerwahl

Neu in der orthodoxen Kirche - Wie lebe ich als orthodoxer Christ? Alle allgemeinen Fragen rund um die Orthodoxie.
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orthohans
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Orthodoxie in der Partnerwahl

Beitrag von orthohans » 08.12.2007, 21:52

Lieber Geschwister

Bei der Partnerwahl ist darauf zu achten, dass der Partner/die Partnerin orthodox ist.

Das erleichtert manches und verhindert Dramen.

Falls er/sie nicht orthodox ist, ist darauf zu achten, dass er sich um Aufnahme in eine orthodoxe Nationalkirche bemüht.

In Hamburg und für die gesamte BRD, deutsche CH, A, empfehle ich hiefür für Deutschsprachige insbesondere die Gemeinde Hl. Cyrill und Method, die von Vater Lindberg geleitet wird, einem hochsensiblen und hochintelligenten Priester, der Freude an jeder Neuaufnahme hat.

Sollte sich die Partnerin/der Partner wider Erwarten nicht zum Eintritt in die Orthodoxie entschliessen können (ein solcher Eintritt geht sehr unbürokratisch vonstatten), ist das als Zeichen mangelnder Liebe gegenüber dem/der Orthodoxen zu werten.

Die entsprechenden Konsequenzen wären dann zu ziehen.

LG orthohans

P.S.: Es ist noch darauf hinzuweisen, dass Konvertiten zur Orthodoxie immer noch die Gottesdienste der angestammten Kirchgemeinde besuchen dürfen. Schliesslich haben auch orthodoxe Patriarchen katholische Gottesdienste besucht (anlässlich der Beerdigung von JP II). Abweichende Meinungen akzeptiere ich ausdrücklich.
Die senkrechte, himmelw?rts zielende Gottesverehrung lebe ewig.

Ieromonach
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der enge Weg der ins Leben führt

Beitrag von Ieromonach » 08.12.2007, 22:58

Hallo Orthhans, Dein ganzer Beitrag hat mit der Praxis der orthodoxen Kirche nichts zu tun. Halte Dich bitte mit solchen Empfehlungen zurück. Du bist kein Priester. Gerade am zweiten Teil des Beitrages merkt man deutlich die nicht gelebte Praxis der Orthodoxie. +ieromo.
Um Gott zu lieben muß man sich von sich selbst lossagen, und die Liebe Gottes läßt sich nur als Liebe des Herzens zu Gott wahrnehmen.

prorokini
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Beitrag von prorokini » 09.12.2007, 12:44

Ich denke, daß man überhaupt keine Pauschalempfehlungen geben kann, was dieses Thema angeht. Wenn man jemanden heiraten will, der nicht derselben Kirche angehört, muß man sich natürlich klar sein, was dies für Probleme geben kann ? und wahrscheinlich wird. In der Vergangenheit haben sowohl die katholische als auch die orthodoxe Kirche von Mischehen abgeraten, aber sie nicht 100% verboten.
Der hl. Paulus schreibt von Fällen, wo ein Teil eines heidnischen Ehepaares gläubig geworden ist, und seine Meinung ist, daß der gläubige Partner sich nicht scheiden lassen muß. Deswegen muß man sich auch nicht scheiden lassen, wenn der Partner sich weigert zu konvertieren.
Was das Besuchen von Gottesdiensten der alten Glaubensgemeinschaft angeht?weshalb ist man denn konvertiert, wenn man immer noch in die "alte Kirche" gehen will?nur, weil man nicht aus ganzem Herzen konvertiert ist. Und das sollte man besser seinlassen.
Sonntägliche Grüße von
Prorokini

IoannesProselytos
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Beitrag von IoannesProselytos » 09.12.2007, 16:40

Es tut mir leid, wenn ich das jetzt so hart ausdrücke (und Bruder Hans darf das jetzt keinesfalls auf sich als Person beziehen), aber:

Ich find' das deppert!

Ich meine, mit anderen, verkehrten Religionen und Konfessionen habe ich auch nicht so die Freude (das merkt man ja ohnehin :wink: ), aber auch wenn ich eine Frau hätte, die Lutheranerin wäre oder gar nichts, sie aber meinen Glauben akzeptiert und sie mit mir und meinen Ansichten übereinstimmt, dann passt das schon. Ich würde sie nie zu einem Wechsel der Konfession o. ä. raten oder zwingen, wenn an sie nicht der Ruf Gottes ergangen ist und selbst dann, muss sie sich noch immer frei entscheiden: Jeder kann den Ruf des Allmächtigen, dank der eigenen Willensfreiheit, auch ignorieren oder verneinen.

Na, wenn ich jemanden Liebe, werde ich das sicher nicht aufgeben, nur weil das göttliche Licht der Erkenntnis diejenige noch nicht erreicht hat.
Empfehlungen werde ich sicher abgeben, aber so so losfahren, nein, wirklich nicht ...

rafailia_3
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Beitrag von rafailia_3 » 10.12.2007, 09:37

Lieber orthohans.
So viele schoene Beitraege, dann das. ich moechte nur betonen, dass es fuer einen Orthodoxen nicht erlaubt ist mit heterodoxen, also Haaeretikern, zu beten, an den Mysterien teilzunehmen etc.
Es gibt einen klaren Synodischen Beschluss. Leider gibt es schlechte Beispiele heutzutage, dass bedeutet nicht, dass die Regeln immer noch gelten.

In Christus

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Sebastian
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Beitrag von Sebastian » 10.12.2007, 10:25

Lieber Hans,

hier haben wir bereits über dieses Thema gesprochen. Es wäre also gut gewesen, wenn Du dort angeknüpft hättest. An dieser Stelle, möchte ich alle neu hinzugekommenen User bitten bei Themeneröffnungen zuerst die Forensuche zu betätigen, um zu schauen, ob ein Thema nicht bereits schon besteht. Wir können noch nicht Themen miteinander verbinden - Paralellthemen sind äusserst unnötig !

Zum Inhalt lieber Hans, es fällt mir schwer Dich hier zu verstehen, bzw. nicht misverstehen :( um es mal so auszudrücken. Ich muss mich leider P. Theodor anschließen in der Beurteilung.

dennoch brüderliche Grüße vom Sebastian

Lisa
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Beitrag von Lisa » 10.12.2007, 11:29

Liebe Mitbrüder und Schwestern,

natürlich ist es einfacher, wenn man innerhalb des Glaubens heiratet. Keine Frage.

Aber es gibt hier zwei Aussagen in diesem Zusammenhang die mir bitter aufstossen:

Sollte sich die Partnerin/der Partner wider Erwarten nicht zum Eintritt in die Orthodoxie entschliessen können (ein solcher Eintritt geht sehr unbürokratisch vonstatten),

Der Übergang in die Orthodoxie kann nur aus Überzeugung geschehen. Diese Hürde ist wichtiger als die Bürokratische.


Und dies:

So viele schoene Beitraege, dann das. ich moechte nur betonen, dass es fuer einen Orthodoxen nicht erlaubt ist mit heterodoxen, also Haaeretikern, zu beten, an den Mysterien teilzunehmen etc.

Lange habe ich, teilweise mit Magenschmerzen, zu Deinen radikalen Aussagen geschwiegen, Rafailia.

Aber - Du lebst in Griechenland. Du kannst vielleicht gar nicht ermessen, was diese Aussage für deutsche Orthodoxe bedeutet.

Meine Eltern und viele Verwandte und auch Freunde sind nicht orthodox! Selbstverständlich habe ich bei der Beerdigung meiner Großmutter den Gottesdienst besucht. Dabei habe ich immer unser "orthodoxes" Kreuzeichen gemacht. Und unser Vater unser gebetet.

Die Orthodoxie ist ein Glaube aus dem Herzen! Wenn wir nach Unterschieden in den Religionen gefragt werden, betonen wir immer die Liebe, die Oikonomia unserer Kirche.

Und es fällt mir manchmal schwer, diese in Deinen Ausführungen wieder zu finden. Entschuldigung.

Gott ist allmächtig, er ist der liebende Vater.

Und er versteht uns. Auch in einer anderen Kirche, mit einem Partner der nicht orthodox ist und mit Freunden, mit denen wir beten.

Alles andere würde an Seinem unermässlichen Verständnis zweifeln.

Nur in Liebe können wir die Orthodoxie in die Welt bringen. Nur mit Verständnis kann die Orthodoxie die Herzen aller erfassen.

Lasst uns um Liebe, Geduld und Grossmut beten, damit wir Sein Licht in die Welt bringen.

In der Liebe Gottes, dem grosszügigen Vater, dem Sohn uns dem heiligen Geist.
Lisa

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Beitrag von rafailia_3 » 10.12.2007, 11:39

Liebe Lisa,
glaub mir, ich liebe Gott aus vollem Herzen und meinen Naechsten auch!
Denkst Du, dass die Heiligen Episkope, die diese Regeln eingefuehrt haben, radikal waren? :D Oder waren die Heiligen radikal, die ueber den Katholizismus gesprochen und geschrieben haben?(Dinge, die ich hier nicht geschrieben habe, weil sie vielleicht zu hart fuer einige sind)

Liebe Lisa, falls die Konsequenz des Glaubens Radikalismus ist,dann bin ich wohl radikal. Aber dann waren auch die Heiligen, die viel konsequenter und strenger waren, radikal?
Es stoert mich nicht, dass Du diese Dinge sagst. Jeder hat das Recht auf seine Meinung. Mich zB persoenlich stoert der Oekumenismus.
Liebe Schwester, allein was Jesus Christus ueber mich denkt un wie er ueber mich urteilen wird interessiert mich.
Wenn ihr denkt, dass hier in Griechenland alle Glauebig sind, weil sie orthodox getauft worden sind, liegt ihr falsch. Die meisten kuemmern sich ueberhaupt nicht mehr um ihre Seelenangelegenheiten und ein Glaeubiger wird hier nicht selten bekaempft.

In Christlicher Liebe

Ieromonach
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Der enge Weg der ins Leben führt

Beitrag von Ieromonach » 10.12.2007, 12:19

Gelobt sei (Evlogite) der Herr (o Kyrios),
aus meinem Leben. Ich bin demnächst 66 Jahre alt und seit meinem 15.Lebensjahr orthodox. Meine Mutter (evgl.) war dagegen. Später, jetzt vor 25 Jahren wurde ich Priestermönch und meine Mutter war dagegen. Später hat sich dann das Klima verbesert. Vor ca. 10 Jahren hatte dann meine Mutter sich ein Kreuz in die Wohnung gehangen (sie war nie wirklich gläubig) und ich war erstaunt. Dann hatte ich ihr eine Ikone gekauft. Später wurde ich sehr krank (Carcinom). Als ich dann nach ca, einem Jahr zu meiner Mutter kam, sagte sie mir: "ich bin jeden Tag in die kath Kirche gegangen, da hin g auch so eine Ikone und ich hab gebetet, denn diese Frau Maria hatte ja auch einen Sohn der gelitten hat". Ich war erstaunt über diese Erkenntnis. Leider konnt ich meine Mutter nicht taufen. Doch ich habr sie begraben mit orthodoxen Gebeten. Ein Priester hat sich später sehr darüber aufgeregt. Meine Antwort: "Wenn ich ein Auto usw. segnen darf dann darf ich auch die Mutter eines Priester betend begraben?. Was will ich damit sagen? Wir haben hier in Deutschland Situationen da helfen uns die Kanones (Kirchengesetze) nicht weiter. Da muß jeder nach seinem erbetendem Gewissen handeln. Der Weg zu Gott, auch mit der Kirche, ist mühselig und eng. + P. Theodoros
Um Gott zu lieben muß man sich von sich selbst lossagen, und die Liebe Gottes läßt sich nur als Liebe des Herzens zu Gott wahrnehmen.

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Beitrag von Lisa » 10.12.2007, 12:26

Lieber Vater Theodoros,

Ihrer Antwort ist nichts mehr hinzuzufügen.

Möge der Herr Ihre Mutter zu sich nehmen und Ihre Gebete erhören.

In Liebe
Lisa

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Beitrag von rafailia_3 » 10.12.2007, 12:33

Liebe Lisa, Pater evlogite,

ich habe nur generell gesprochen. Es kann Momente geben, in denen Gott uns darueber in unserem Herzen informiert, dass wir etwas tun koennen, obwohl es eigentlich nicht erlaubt oder ueblich ist. Ich denke nicht, dass es falsch war, in den geschilderten Situationen. Ich wuensche mir, dass unsere Liebe Gottesmutter um die Seelen Ihrer Verwandten bittet und diese sich in Abrahams Schoss befinden.
Aber die Ausnahme bestaetigt die Regel und man darf nicht generell sagen, dass es erlaucbt ist, mit Haeretikern zu beten etc.. Das wollte ich damit sagen.

In Christus

IoannesProselytos
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Beitrag von IoannesProselytos » 10.12.2007, 13:48

Dominus vobiscum

Wenn es so ist, dann mache ich es auch nicht (an sich habe ich, meiner jetzigen Kirche nach, ja keine Schwierigkeiten, mit "harten Befehlen", um es jetzt einmal so auszudrücken).

Was mich interessiert ist, darf ich in Gegenwart anderer für andere beten?
Zuletzt geändert von Gast am 10.12.2007, 18:29, insgesamt 1-mal geändert.

protopeter
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Beitrag von protopeter » 10.12.2007, 13:54

Lieber Ioannes !
IoannesProselytos hat geschrieben:Was mich interessiert ist, darf ich in Gegenwart anderer für andere beten?
Grundsätzlich gestattet die orthodoxe Überlieferung im "privaten Rahmen" das Gebet für einen jeden Menschen; was willst Du mit in Gegenwart anderer zum Ausdruck bringen ?

Gruß von Erzpr. Peter

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Beitrag von IoannesProselytos » 10.12.2007, 18:29

Dominus tecum

Mit Andersgläubigen (gut, das ohnehin nicht) bzw. mit Christen anderer Konfessionen, darf ich also nicht beten, aber darf ich in deren Gegenwart, wenn sie beten, für sie beten?

protopeter
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Beitrag von protopeter » 10.12.2007, 20:00

Ja, durchaus !

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