Fragen zur Ehe

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ElvisVrinic
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Re: Fragen zur Ehe

Beitrag von ElvisVrinic » 09.04.2010, 19:10

Djamila71 hat geschrieben:Danke, Nassos für diese interessanten Aspekte.
Ja, den lieben Gott will keiner sehen. Vermutlich wegen dem chronisch schlechten Gewissen bezüglich unserer irdischen Verfehlungen ... :wink:

Es wäre mal interessant zu ermitteln, wie die großen Heiligen dieses "Problem" gelöst haben. Ich weiß von einigen, die sich wirklich gefreut haben "zum Herrn heimzugehen".

Das restliche gemeine Volk fürchtet sich wohl eher, vor dem Richterstuhl Gottes zu erscheinen. - Zahnarzt-Feeling ...

Ist es für Sünder eine Anmaßung, sich auf einen freundlichen Emfpang durch Gott einzustellen?
Wer kann vor den Augen Gottes denn bestehen?
Oder ist es ein Beweis übergroßen Gottvertrauens bzw. Vertrauens in Seine Barmherzigkeit?
Oder ist es eher mehr eine pragmatische Einstellung in der Gewissheit, dass wir am lieben Gott eh nicht vorbei kommen und daher diesen "Kelch" hinter uns bringen müssen ...

Liebe Brüder und Schwesern,

Fragen über Fragen - du solltest mal in die Wüste gehen :lol:

Also so weit ich denke hat jeder Angst vor Gottes Zorn, natürlich auch die Heiligen und das zehntausendmal mehr als wir normalos.
Ja wer kann wirklich vor den Augen des HERRN bestehn - NIEMAND einzig alleine nur der einziggeborene sohn gottes der vor aller Zeit gezeugt worden ist - also ER.

Ich weiss auch ehrlich gesagt nicht weshalb "niemand" den HERRN sehen will, obwohl er uns doch IMMER sieht. Ausserdem was ist jetzt so peinlich - sünde ist sünde und meiner auffassung nach leben wir solange "darin" bis unser Bräutigam ankommen will - denn seit dem Fall Adams sind wir nunmal sünder, da der HERR uns in gewisser weise "verlassen" hat.

ich glaube auch nicht das es für "Sünder" eine anmaßung ist sich auf den HERRN zu freuen - im gegenteil es ist erfreulich. Ausserdem muss man meiner Meinung nach nur Sterben - für alles andere ist man selber schuld :mrgreen:

der HERR schütze euch
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

Ehre Sei dem Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Jetzt und immerdar und in alle ewigkeit. Amen

IC XC
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Nassos
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Re: Fragen zur Ehe

Beitrag von Nassos » 12.04.2010, 10:05

Leibe Djamila,

wir sind zwar jetzt etwas OT, aber kurz zum Thema:
ich glaube nicht, dass es Angst vor Gott ist oder das schlechte Gewissen. In diesem Fall würde man nämlich nicht über das Zusammensein mit seinen Lieben im Jenseits hoffen sondern die nackte Panik vor dem Tod haben.

Nein, ich glaube das liegt eher daran, dass Gott keinen Platz in unseren Gedanken hat. Man denkt gar nicht an Ihn, nicht mal, wenn es um das Jenseits geht. Er ist nicht in unserem alltäglichen Leben, er ist nicht in (jedem) unseren Gedanken.

Das scheint mir eher der Hintergrund zu sein. Wir vergessen ihn. Wir alle! (Dazu gibt es auch einen schönen Abschnitt in Vt. Schmeemanns Buch zur Großen Fastenzeit zu Ostern. Mit diesem Gedanken und seiner Umkehrung - der Sehnsucht nach Gott - wird die Vorfastenszeit eingeleitet - doch jetzt schweife ich zu sehr aus).

Lieben Gruß,
Nassos

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Djamila71
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Re: Fragen zur Ehe

Beitrag von Djamila71 » 12.04.2010, 16:55

Lieber Nassos,
spannende Frage!
Dazu mache ich doch gleich einen neuen Thread auf!

:)
Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr an alle Mitglieder!

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