Frauen, Menstruation und Kirchenbesuch

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Question

Frauen, Menstruation und Kirchenbesuch

Beitrag von Question » 04.07.2006, 23:15

Hallo allerseits,

Eine Frage, die mir ganz besonders am Herzen liegt. Eine orthodoxe Bekannte (Mitglied der ROK) von mir hat mir erzählt, dass sie wenn sie ihre Tage hat, nicht zur Kirche gehen darf. Wenn allerdings ein hoher Feiertag ansteht (Weihnachten, Ostern) darf sie schon rein, muss aber an einem gesonderten Platz stehen. Gehört das wirklich zur Praxis der orthodoxen Kirche? Was sind die Ursachen? Wie steht ihr dazu?

Herzlich,

Q.

Milo
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Beitrag von Milo » 05.07.2006, 08:10

Hallo,

auch hierzu mein Versuch etwas zu erläutern,
wobei sicher ein Geistlicher, wenn er zu Wort komm, es besser erklären kann.

Im alten Testament wird schon unterschieden wann wer unrein ist oder nicht, und er /sie somit in das Zelt der Vesammlung reindarf oder nicht.
Diese Erklärung (3.Mose) ist nicht eine Erfindung von Geistlichen derzeit, sonder Gott selbst spricht diese Anweisungen zu Moses.

Es heist wenn eine Frau ihre Tage hat dann ist sie unrein, ebenso wie wenn ein Man Samenfluss hatt...aber!

Die Kirche nach Neuem Testament hat das nicht in der Form praktiziert, sondern, es geht um die Eucharastie...Leib und Blut Christie das einmal für alle vergossen wurde!
Man feiert und empfängt das blutlose Opfer (Gaben)...und da heist es das eine Frau wärend der Menstruation nicht an diesem teilnehmen darf. Ebenso darf ein Priester der blutet nicht im Altar dienen.

Wir sollten nicht unwürdig Kommunizieren...1.Kor 11,27

Aber das eine Frau nicht in de Gottesdienst gehen darf wärend der Menstruation ist nicht richtig.
Prister sind auch nur Menschen und der eine oder andere regelt es nach seinem besten Wissen und Gewissen (was manchmal nicht immer da ist).
Noch gibt es praktische Unterschiede zwisch ROK und ROKA.

Es grüßt,

milo
+

Question

Beitrag von Question » 05.07.2006, 09:04

Hallo,
administrator hat geschrieben:
Die Kirche nach Neuem Testament hat das nicht in der Form praktiziert, sondern, es geht um die Eucharastie...Leib und Blut Christie das einmal für alle vergossen wurde!
Man feiert und empfängt das blutlose Opfer (Gaben)...und da heist es das eine Frau wärend der Menstruation nicht an diesem teilnehmen darf. Ebenso darf ein Priester der blutet nicht im Altar dienen.
Diesen Zusammenhang verstehe ich nicht so ganz. Wo genau ist das Problem? Bei der Kommunion erhält man das Blut Christi, nicht as Blut der menstruierenden Frau...

Wieso darf man Christin BLut nicht empfangen, wenn man selber blutet? Gehst Du zur Kommunion wenn Du eine frische Schnittwunde hast?

administrator hat geschrieben: Wir sollten nicht unwürdig Kommunizieren...1.Kor 11,27
Inwiefern mach das Blut die Frau unwürdig?
administrator hat geschrieben: Noch gibt es praktische Unterschiede zwisch ROK und ROKA.
Was ist die ROKA?

LG

Milo
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Beitrag von Milo » 05.07.2006, 11:30

Inwiefern mach das Blut die Frau unwürdig?
3Mos 15.16 Wenn einem Mann im Schlaf der Same abgeht, der soll seinen ganzen Leib mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend. 17Und jedes Kleid und jedes Fell, das mit solchem Samen befleckt ist, soll abgewaschen werden mit Wasser, und es soll unrein sein bis zum Abend. 18Und wenn eine Frau bei einem Manne liegt, dem der Same abgeht, dann sollen sie sich mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend.
19Wenn eine Frau ihren Blutfluß hat, so soll sie sieben Tage für unrein gelten. Wer sie anrührt, der wird unrein bis zum Abend. 20Und alles, worauf sie liegt, solange sie ihre Zeit hat, wird unrein, und alles, worauf sie sitzt, wird unrein. 21Und wer ihr Lager anrührt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend.

3Mos 27.34 Das sind die Gebote, die der HERR dem Mose gebot für die Israeliten auf dem Berge Sinai.


Wir bringen nun im Neuen Bund auch das Opfer dar, aber eben blutloses...
weil uns Blut des Gottes Sohnes erlöst hat. Können wir trodzdem uns verhalten wie wir wollen, und an den Hl. Gaben teilnehmen wir wir wollen?

Wird denn nicht somit das was zum unser Heil vorbestimmt war, zum Fluch?

1 Kor 11.27 Wer nun unwürdig von dem Brot ißt oder aus dem Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig sein am Leib und Blut des Herrn.

Amin
+

Question

Beitrag von Question » 05.07.2006, 11:39

Hallo,
administrator hat geschrieben:
Inwiefern mach das Blut die Frau unwürdig?
3Mos 15.16 Wenn einem Mann im Schlaf der Same abgeht, der soll seinen ganzen Leib mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend. 17Und jedes Kleid und jedes Fell, das mit solchem Samen befleckt ist, soll abgewaschen werden mit Wasser, und es soll unrein sein bis zum Abend. 18Und wenn eine Frau bei einem Manne liegt, dem der Same abgeht, dann sollen sie sich mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend.
19Wenn eine Frau ihren Blutfluß hat, so soll sie sieben Tage für unrein gelten. Wer sie anrührt, der wird unrein bis zum Abend. 20Und alles, worauf sie liegt, solange sie ihre Zeit hat, wird unrein, und alles, worauf sie sitzt, wird unrein. 21Und wer ihr Lager anrührt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend.

3Mos 27.34 Das sind die Gebote, die der HERR dem Mose gebot für die Israeliten auf dem Berge Sinai.


Wir bringen nun im Neuen Bund auch das Opfer dar, aber eben blutloses...
weil uns Blut des Gottes Sohnes erlöst hat. Können wir trodzdem uns verhalten wie wir wollen, und an den Hl. Gaben teilnehmen wir wir wollen?

Wird denn nicht somit das was zum unser Heil vorbestimmt war, zum Fluch?

1 Kor 11.27 Wer nun unwürdig von dem Brot ißt oder aus dem Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig sein am Leib und Blut des Herrn.

Amin
+
Zum einen steht in dem Bibelzitat nichts von einem Opfer. Zum anderen ist diese Argumentation ziemlich problematisch. Im Judentum gab/gibt es eine Reihe von Reinheitsvorschriften, die im Christentum nicht übernommen wurden. Lange Nägel gelten im Judentum z.B. als unrein usw.

Entschuldige wenn ich meine Frage wiederhole: Wenn ein Mann nun eine frische Schnittwunde hat, die unter dem Verband eventuell noch blutet. Darf der dann auch nicht zur Kommunion gehen?

Was hat eigentlich das blutlose bzw. auch das blutige Opfer Christi mit dem Menstruationsblut der Frau zu tun?

Herzlich.

Q.

Milo
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Beitrag von Milo » 05.07.2006, 11:52

Entschuldige du mich wenn ich dir die Antwort wiederhole.

Laut dem HErrn ist deine Blutung unrein, dh. sie macht dich unrein.

Es liegt an uns wie gehorsam wir dabei umgehen, ob wir zur Beichte gehen, ob wir fasten, für was wir beten....

Eins ist sicher, jeder wird seine Erfahrung machen.

Die orthodoxe Kirche hällt (und nicht vorenthält) an den bewährten Prinzipien fest, damit andere Menschen nach uns die Möglichkeit haben lebendige Erfahrung in Gemeinschaft der Heiligen zu machen.

Ehre sie Gott im Namen Jesus Christus!Amin

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Sebastian
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Beitrag von Sebastian » 05.07.2006, 12:13

administrator hat geschrieben:
Inwiefern mach das Blut die Frau unwürdig?
3Mos 15.16 Wenn einem Mann im Schlaf der Same abgeht, der soll seinen ganzen Leib mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend. 17Und jedes Kleid und jedes Fell, das mit solchem Samen befleckt ist, soll abgewaschen werden mit Wasser, und es soll unrein sein bis zum Abend. 18Und wenn eine Frau bei einem Manne liegt, dem der Same abgeht, dann sollen sie sich mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend.
19Wenn eine Frau ihren Blutfluß hat, so soll sie sieben Tage für unrein gelten. Wer sie anrührt, der wird unrein bis zum Abend. 20Und alles, worauf sie liegt, solange sie ihre Zeit hat, wird unrein, und alles, worauf sie sitzt, wird unrein. 21Und wer ihr Lager anrührt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend.

3Mos 27.34 Das sind die Gebote, die der HERR dem Mose gebot für die Israeliten auf dem Berge Sinai.


Wir bringen nun im Neuen Bund auch das Opfer dar, aber eben blutloses...
weil uns Blut des Gottes Sohnes erlöst hat. Können wir trodzdem uns verhalten wie wir wollen, und an den Hl. Gaben teilnehmen wir wir wollen?

Wird denn nicht somit das was zum unser Heil vorbestimmt war, zum Fluch?

1 Kor 11.27 Wer nun unwürdig von dem Brot ißt oder aus dem Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig sein am Leib und Blut des Herrn.

Amin
+
Lieber Bruder Milo,

ich finde deine Argumentation ebenfalls nicht recht schlüssig.

1. Du argumentierst mit dem Alten Testament und springst dann ins Neue über. Jesus hat sich auch zu solchen begeben, die damals als unrein, Sünder galten. Zu kranken, ja sogar zu Zöllnern, die verhasst waren!

2. 1 Kor 11.27 Wer nun unwürdig von dem Brot ißt oder aus dem Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig sein am Leib und Blut des Herrn.
Was meinte Paulus in seinem Brief an die Korinther?
Lieber Milo, mit unwürdigem Genießen ist hier nicht ein Mensch gemeint, der von sich weiss, dass er/sie ein Sünder (oder ihre Tage hat, am großen Zeh blutet) ist. Unwürdiges geniessen drückt die Lieblosigkeit, die Gleichgültigkeit bei dem Empfangen des Mahls aus. Durch Gleichgültigkeit, vor dem Opfertot unseres Heilands, beim geniessen des Hl. Mahls erlangt der Mensch eine Unwürdigkeit.

Deutlicher wird dies, wenn du nur zwei Verse weiterliesst, da steht:
28Der Mensch prüfe aber selbst, und so esse er von diesem Brot und trinke aus diesem Kelch. 29Denn wer so ißt und trinkt, daß er den Leib des HErrn nicht achtet, der ißt und trinkt sich selber zum Gericht.

Liebe Grüsse
Sebastian

Milo
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Beitrag von Milo » 05.07.2006, 13:47

Lieber Sebastian,

Deutung der Hl. Schrift ist so eine Sache.

Erstens:
haben vor uns Zwei, vor vielen Jahren die Augenzeugen das praktiziert und gedeutet was ihnen gezeigt wurde. Wie ist umzugehen mit den kostbaren Gaben. Wenn Paulus sagt prüfet, dann meint er vielmehr prüfet euer Gewissen vor dem Empfang, anstatt nur sentimental der Geschichte zu gedenken. Warum? Ist das nicht das Heiligste was wir empfangen können, das Leib und Blut Christie...natürlich meine ich das welches der Hl. Geist gewandelt hat? Ist das nicht das Eins werden mit Ihm? In einer Gemeinschaft, einem Geist...oder wieviele Gottesreiche gibt es? Wenn wir nicht im gleichen Glauben sind, können wir nicht von der einen Gemeinschaft reden, und auch nicht die gleiche Deutungsweise haben.

Zweitens: Die deutung der Hl. Schrifft ist keine private Angelengenheit, sondern anvertraut der Kirche. Sie hat ja auch die Hl. Schrift erwählt (Kanon)...so wie Hl. Irineaus von Lyon damals sagte, die Schrift wird nur in der Gemeinde richtig gedeutet. Wie du weist, unsere Gemeinden stehen in der apostolischen Kontinuität.

Drittens: Würdest du dennoch behaupten wollen, das die Aufforderung nach 3.Mose, bei Samenfluss, bei Menstruation usw., fernzubleiben von der Hl. Opferdarbringung (Kommunion), das dass egal ist? Wir können tun und lassen wollen und dann kurz in die Gemeinde zur Komunion, und dann wieder raus und das machen was uns sinnlichen spass macht?

Hat denn HErr nicht gesagt das Er nicht gekommen sei um das Gesetz aufzuheben, sondern um es zu vervollkomnen.

Ausserdem war sel. Augustin der Meinung, das unser Deutungsvermögen davon abhängt wie moralisch-ethisch wir gerade stehen.

oder wie man bei uns sagt: die Bibel liest man am besten auf den Knien!


Gott helf!

milo
+

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Sebastian
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Beitrag von Sebastian » 05.07.2006, 15:49

Lieber Milo,
administrator hat geschrieben:Lieber Sebastian,

Deutung der Hl. Schrift ist so eine Sache.

Erstens:
haben vor uns Zwei, vor vielen Jahren die Augenzeugen das praktiziert und gedeutet was ihnen gezeigt wurde. Wie ist umzugehen mit den kostbaren Gaben. Wenn Paulus sagt prüfet, dann meint er vielmehr prüfet euer Gewissen vor dem Empfang, anstatt nur sentimental der Geschichte zu gedenken.
Meinte ich das nicht ähnlich. Es ist hier doch die Herzenseinstellung gefragt und nicht das Sündbewusstsein, oder? Der innige Wunsch am Leib und Blut Christi teilzunehmen.

administrator hat geschrieben: Warum? Ist das nicht das Heiligste was wir empfangen können, das Leib und Blut Christie...natürlich meine ich das welches der Hl. Geist gewandelt hat? Ist das nicht das Eins werden mit Ihm? In einer Gemeinschaft, einem Geist...oder wieviele Gottesreiche gibt es? Wenn wir nicht im gleichen Glauben sind, können wir nicht von der einen Gemeinschaft reden, und auch nicht die gleiche Deutungsweise haben.
Der Unterschied zwischen Dir und mir ist, dass ich diese Gemeinschaft auf die Christenheit beziehe, du auf eine Konfession.

administrator hat geschrieben: Zweitens: Die deutung der Hl. Schrifft ist keine private Angelengenheit, sondern anvertraut der Kirche. Sie hat ja auch die Hl. Schrift erwählt (Kanon)...so wie Hl. Irineaus von Lyon damals sagte, die Schrift wird nur in der Gemeinde richtig gedeutet. Wie du weist, unsere Gemeinden stehen in der apostolischen Kontinuität.
Apostolische Kontinuität: Komisch, dasselbe behauptet meine Kirche auch immer. Meine Kirche behauptet sie wäre die Fortsetzung der Urkirche, da in ihr lebendige Apostel wirken. Von ihrem exklusiven Selbstverständnis löst sich meine Kirche ebenfalls sehr langsam und schwer. Leider! Aber das ist meine Meinung, andere aus unserer Kirche sehen das anders. Vielleicht bin ich auch zu ökumenisch veranlagt.

administrator hat geschrieben: Drittens: Würdest du dennoch behaupten wollen, das die Aufforderung nach 3.Mose, bei Samenfluss, bei Menstruation usw., fernzubleiben von der Hl. Opferdarbringung (Kommunion), das dass egal ist?


1. zu drittens:
Das fordert Mose doch gar nicht. Wo liest du hier etwas von Opfergenüssen?

3Mos 15.16 Wenn einem Mann im Schlaf der Same abgeht, der soll seinen ganzen Leib mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend. 17Und jedes Kleid und jedes Fell, das mit solchem Samen befleckt ist, soll abgewaschen werden mit Wasser, und es soll unrein sein bis zum Abend. 18Und wenn eine Frau bei einem Manne liegt, dem der Same abgeht, dann sollen sie sich mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend.
19Wenn eine Frau ihren Blutfluß hat, so soll sie sieben Tage für unrein gelten. Wer sie anrührt, der wird unrein bis zum Abend. 20Und alles, worauf sie liegt, solange sie ihre Zeit hat, wird unrein, und alles, worauf sie sitzt, wird unrein. 21Und wer ihr Lager anrührt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend.

2.
Menstruation bei einer Frau ist ein natürlicher, medizinisch nachweisbarer Vorgang. Hast du schonmal nachgedacht, warum solche "Gesetze" erlassen wurden und warum sie göttlich sind? Nun, dies ist wirklich einfach, nur leider haben sie m.E. nichts mit Opferannahmewürdigkeit zu tun. Werfen wir abermals einen Blick auf Mose 19. Wenn du in einer Partnerschaft lebst oder eine "hinter" dir hast, dann weisst du, dass Regelblutungen bei Frauen oft mit starken Unterleibsschmerzen verbunden sein können. Dies kann sich auch über mehrere Tage hinziehen. Wenn nun in Mose steht man solle sie nicht anrühren, will man sich nicht unrein machen, dann ist dies eins der frauenfreundlichsten Gebote aus der Hl Schrift. Auch damals waren Männer ungehalten ihre sexuellen Bedürfnisse ohne Rücksichtnahme auf die Schmerzen der Menstruation der Frau zu befriedigen. Solche (Doppelten)Qualen mussten für die Frauen ein großes Leid sein. Doch der HErr hat den Männern einen Riegel vorgeschoben, indem ER erklärt: "Hört zu, solange die Frau Blutungen hat und darüber hinaus ist sie unrein, wenn ihr es nicht auch sein wollt, dann fasst sie gefälligst nicht an!" - in meinen Worten. Das schreckt ab.
administrator hat geschrieben: Wir können tun und lassen wollen und dann kurz in die Gemeinde zur Komunion, und dann wieder raus und das machen was uns sinnlichen spass macht?
Hab ich nicht behauptet, dass wir unseren sinnlichen Trieben in allen Fällen freien Lauf lassen sollen.
1.Kor 6.12 Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten.
Ich finde das lenkt vom Thema ab, weil Menstruation+sowie natürlicher Samenerguss natürlche Vorgänge sind. Vor allem bei Menstruation -da frag mal die Frauen- ist eher wenig Sinnlichkeit im Spiel. Um Menstruation ging es doch hier, oder?
administrator hat geschrieben: Hat denn HErr nicht gesagt das Er nicht gekommen sei um das Gesetz aufzuheben, sondern um es zu vervollkomnen.
Ja. Er hat es durch Liebe vervollständigt.
administrator hat geschrieben: Ausserdem war sel. Augustin der Meinung, das unser Deutungsvermögen davon abhängt wie moralisch-ethisch wir gerade stehen.
Finde ich richtig.

Sebastian

Walter
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Beitrag von Walter » 05.07.2006, 19:07

Question hat geschrieben:Was ist die ROKA?
ROKA/ROCA ist die Russische Orthodoxe Kirche im Ausland (Abroad), oft auch ROCOR (Outside Russia) genannt.
γενηθήτω το θέλημά σου·

Ehre sei Dir oh Herr

Beitrag von Ehre sei Dir oh Herr » 05.07.2006, 19:31

Hallo allerseits,

wenn ich darf, möchte ich auch einige Gedanken dazu schreiben.

Mir sind solche Gebräuche auch bekannt, dass die Frauen während ihrer Periode nicht in die Kirche gehen und auch nicht am Heiligen Mysterium teilnehmen.
Ich weiß auch von dem AT, wo Frauen, wenn sie ihre Tage hatten außerhalb des Stammes lebten, wegen der Unreinheit und auch die Geschichte, das die Türquerbalken der Juden mit Opferblut (des Opferlammes) bestrichen wurden, damit der Engel des Herrn dies sieht und die Kinder verschont (Tötung der Erstgeborenen).
Darum dachte man wohl, dass das Blut der Frauen auch Opferblut wäre... ist mein Gedanke...

Das die Frau nicht in die Kirche darf steht m.E. nirgends im NT geschrieben.
Es ist eher eine Sache der Frau, sich während dessen für unwürdig zu halten, an der Heiligen Eucharistie teilzunehmen. Wenn sie öfter in die Kirche geht, kann sie sich auch entscheiden, zur Ehre Gottes in diesen tagen zu hause zu bleiben.
Wenn man z.B. nur relativ wenig zur Kirche kommen kann ist dies dann nicht so relevant. Dann kann man sich durchaus mit ruhigem Gewissen dafür entscheiden (JH 6,53-55 und Mt 26,27). Dies ist auch eine Begründung, dass auch der Laie am Mysterium der Kommunion teilnehmen soll. Einige Freikirchen und auch in der Vergangenheit die RKK (Anfang der 60ér Jahre änderte sich das bei der RKK) haben oder hatten ja eingeführt, die Laien an der Teilname am Kelch auszuschließen.

Nicht der Gesunde bedarf des Arztes, sondern der Kranke!

herzlichst René

Question

Beitrag von Question » 05.07.2006, 21:07

Hallo René,
Ehre sei Dir oh Herr hat geschrieben: Mir sind solche Gebräuche auch bekannt, dass die Frauen während ihrer Periode nicht in die Kirche gehen und auch nicht am Heiligen Mysterium teilnehmen.
Ich weiß auch von dem AT, wo Frauen, wenn sie ihre Tage hatten außerhalb des Stammes lebten, wegen der Unreinheit
Könntest Du bitte die Quelle nennen? Wäre einfach interessant das nachzulesen.

Ehre sei Dir oh Herr hat geschrieben: und auch die Geschichte, das die Türquerbalken der Juden mit Opferblut (des Opferlammes) bestrichen wurden, damit der Engel des Herrn dies sieht und die Kinder verschont (Tötung der Erstgeborenen).
Darum dachte man wohl, dass das Blut der Frauen auch Opferblut wäre... ist mein Gedanke...
Mir wurde das mal von einer jüdischen Freundin so erklärt: Es geht nicht so sehr um das Blut, sondern darum, dass in der Frau die Chance für ein neues Leben gestorben ist. Deshalb darf sie mit ihrem Mann in der Woche der Menstruation und auch eine Woche danach nicht schlafen und muss sich im rituellen Bad reinigen. Aber es geht hier keineswegs darum, dass sie deswegen unwürdig wird...

Zudem muss man das in einem größeren Kontext sehen. Im Judentum gibt es ein ganzes Konglomerat an Reinlichkeitsvorschriften, die größtenteils nichts ins Christentum übernommen wurden. Und Jesus selbst hat sich z.B. durch den Kontakt zu bestimmten Menschen "unrein" gemacht. Wieso hat die ROK diese Vorschrift beibehalten, wenn- wie Du schon sagtest - das NT keine Hinweise darauf enthält?

Herzlich.

Q.

Milo
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Beitrag von Milo » 06.07.2006, 07:54

Wieso hat die ROK diese Vorschrift beibehalten, wenn- wie Du schon sagtest - das NT keine Hinweise darauf enthält?

Herzlich.

Q.
Grüß Gott!

Ich möchte darauf hinweisen das die orthodoxe Kirche bezgl. Mysterien unabhängig von der lokalen Organisation die selbe Sicht hat, den Glaubenskonsens. Daher bitte ich hier immer zu unterscheiden wenn wir von der ROK oder GOK oder BOK oder SOK usw. reden, ob wir tatsächlich das Problem in dieser lokalen Kirche sehen, oder es der heiligen apostolischen und katholischen Kirche generell zu schreiben!

Das wäre genauso fatal wie wenn ich die EK oder die EKD für etwas bestimmtes beschuldige.

Euer

milo
+

Question

Beitrag von Question » 06.07.2006, 12:49

administrator hat geschrieben:
Wieso hat die ROK diese Vorschrift beibehalten, wenn- wie Du schon sagtest - das NT keine Hinweise darauf enthält?

Herzlich.

Q.
Grüß Gott!

Ich möchte darauf hinweisen das die orthodoxe Kirche bezgl. Mysterien unabhängig von der lokalen Organisation die selbe Sicht hat, den Glaubenskonsens. Daher bitte ich hier immer zu unterscheiden wenn wir von der ROK oder GOK oder BOK oder SOK usw. reden, ob wir tatsächlich das Problem in dieser lokalen Kirche sehen, oder es der heiligen apostolischen und katholischen Kirche generell zu schreiben!

Das wäre genauso fatal wie wenn ich die EK oder die EKD für etwas bestimmtes beschuldige.

Euer

milo
+

Hallo Milo,

Das stimmt, entschuldige. Allerdings meine ich hier rausgelesen zu haben, dass es da auch bestimmte Unterschiede zwischen den einzenen orthodoxen Kirchen gibt.

Ich werde in Zukunft genauer aufpassen.

Herzlich.

Q.

Ehre sei Dir oh Herr

Beitrag von Ehre sei Dir oh Herr » 06.07.2006, 14:55

Guten Tag und Hallo,

ich kenne diese Praxis nicht als Vorschrift der Orthodoxen Kirche.

Zum Nachschlagen AT, ich suche mal...

mfg
René

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